nachdem ich letzte nur Woche zum ersten Mal seit langer Zeit in der Dunkelheit von Kairo nach Baharia gefahren bin, kann ich nur ausdruecklich vor dieser Fahrt warnen!!! Ob eine gefuehrte Tour oder Fahren auf eigene Faust, umgeht die Nachtfahrt!
Das LKW-Aufkommen ist so gestiegen, dass man meinen koennte, man befaende sich auf einer Autobahn in D bei Tag. Allerdings gibt es fuer jede Fahrtrichtung nur einen Fahrstreifen und die LKW fahren mit stark ueberhoehter Geschwindigkeit. Gut, das ist nicht neu, allerdings scheint es einen neuen "Sport" zu geben: wer am besten den Gegenverkehr blendet, gewinnt. Frei nach dem Motto "nur die Harten kommen in den Garten"
Wenn nun noch Sandverwehungen dazukommen, dann ist die Fahrt schnell vorbei!!!
Wir haben auf unserer Strecke den ersten Unfall etwa 100 km hinter Kairo erlebt. Da ist nicht viel passiert, ein Toyota der Oelfoerderung hat sich ueberschlagen und ist im Graben gelandet. Die sind aber speziell mit Eisen verstaerkt. Dem Fahrer ist nichts passiert. Keinen Kilometer spaeter sah es wesentlich schlimmer aus: ein LKW hatte einen PKW frontal erwischt und bohrte sich ca 150 m weiter ohne Achse mit dem Fuehrerhaus in den Sand. Der Fahrer ist getuermt und hat 3 Tote und 1 Schwerverletzten hinterlassen. Die waren auf dem Weg von Baharia nach Kairo, da es einen Stromunfall gegeben hatte und sie in Kairo einen Arzt aufsuchen wollten (einer war ein guter Bekannter von uns, der Rest von seiner Familie!).
Donnerstag Nacht ein weitere Unfall: der Linienbus Daghla-Kairo hat kurz vor Managum, der Baharia-Siedlung um die Erz-Mine, aufgrund einer bekannten Sandverwehung eine langgezogene Kurve geschnitten und ist frontal mit einem Toyota aus Kairo kommend zusammengestossen... Viel Blechschaden und 1 toter Toyota-Fahrer!
Auf meine Frage, wann sie denn nun endlich gedenken die Strasse auszubauen, meinte mein Mann, dass wohl erst noch die Haelfte Baharias sterben muesse... Ich befuerchte, dass das nicht ganz falsch ist!
Wenn es die ersten Touristen betrifft, geht die Planung wohl etwas schneller von der Hand!
Das Problem ist, dass der Ausbau sehr teuer wuerde, da Huegel weggesprengt werden muessten, "Eigentuemer" der Grundstuecke wuerden sich das Land teuer bezahlen lassen, und vor allem: wer uebernimmt die Kosten? Sicher unser Regierungsbezirk Giza, allerdings muessten auch die Oelfoerderung zur Kasse gebenten werden und auch das New Valley (Daghla), da die dort in Ost Uweinat angebauten, exportierten Gemuese auch auf der Strasse nach Kairo gebracht werden. Bis also eine Loesung gefunden wird: FAHRT DIE STRASSE NIE IM DUNKELN!!!




