Algerien 23.24 jemand ?
Moderator: Moderatoren
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Zu dem Thema LKW auf dieser Tour ein Wort von mir, einem Bremachfahrer.
Unimogs fahren selten 100 km/h. Es wird sie wohl geben, diese Sprint-Unimogs, aber der typische 1300 schafft das eher nicht, und wenn dann mit Gaspedal am Anschlag oder bergab, auf alle Fälle mit exakt passenden Ohrstöpsel ausgerüstet.
Auch wenn Iveco und Bremach die 100 km/h fahren können und generell geeignete Wüstenfahrzeuge sind so sind sie über eine Tonne schwerer und im Sand doch erheblich langsamer als Toyo/Landy etc. Ein Bremachpilot, der das nicht glauben wollte und seine 176 PS gnadenlos einsetzte musste das vor ca. 10 Jahren mit geschrotteten Differentialen bezahlen. Okay, er hat auch den Fehler gemacht, nicht rechtzeitig zu erkennen, was Sache ist und langsamer zu fahren. Eine genauere Analyse der damaligen Fehler kann ich hier in der gebotenen Kürze nicht liefern, ist aber in der Bremach-Community bekannt. Danach wurden alle ausgelieferten Bremachs mit Quaife-Differentielen ausgerüstet, die bei Überlastung nicht so leicht kaputt gehen.
Deshalb mein Rat: Wenn die Teilnehmer zu 90% leichte oder mittelschwere Geländewagen sind, tut sich ein Bremach (Iveco sowieso, ist ja noch etwas schwerer) sehr sehr schwer. Ob das noch Spaß macht? Weder dem Bremach noch der restlichen Truppe.
Sepp
Unimogs fahren selten 100 km/h. Es wird sie wohl geben, diese Sprint-Unimogs, aber der typische 1300 schafft das eher nicht, und wenn dann mit Gaspedal am Anschlag oder bergab, auf alle Fälle mit exakt passenden Ohrstöpsel ausgerüstet.
Auch wenn Iveco und Bremach die 100 km/h fahren können und generell geeignete Wüstenfahrzeuge sind so sind sie über eine Tonne schwerer und im Sand doch erheblich langsamer als Toyo/Landy etc. Ein Bremachpilot, der das nicht glauben wollte und seine 176 PS gnadenlos einsetzte musste das vor ca. 10 Jahren mit geschrotteten Differentialen bezahlen. Okay, er hat auch den Fehler gemacht, nicht rechtzeitig zu erkennen, was Sache ist und langsamer zu fahren. Eine genauere Analyse der damaligen Fehler kann ich hier in der gebotenen Kürze nicht liefern, ist aber in der Bremach-Community bekannt. Danach wurden alle ausgelieferten Bremachs mit Quaife-Differentielen ausgerüstet, die bei Überlastung nicht so leicht kaputt gehen.
Deshalb mein Rat: Wenn die Teilnehmer zu 90% leichte oder mittelschwere Geländewagen sind, tut sich ein Bremach (Iveco sowieso, ist ja noch etwas schwerer) sehr sehr schwer. Ob das noch Spaß macht? Weder dem Bremach noch der restlichen Truppe.
Sepp
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Danke Sepp, für die insights aus der Fraktion eine Nummer grösser. Das ist wohl richtig, was Du schreibst, aber so ganz umfassend kann ich das dann auch nicht bestätigen, deshalb muss ich meinen Senf nochmal dazugeben. Alle drei Autos können das, vorausgesetzt mal, die sind richtig vorbereitet und das geht ohne praktische (Afrika)-Erfahrung schonmal nicht. Selbst manche „Profis“ erzählen da nur tolle Storys oder haben schöne Bilder, das selber aber noch nie richtig erfahren.
Dann, und noch viel entscheidender ist der Fahrer. Ein Daily mit 9.00/16 und rel. wenig Leistungsgewicht fuhr schonmal völlig problemlos mit – allerdings erst nach Fahrerwechsel, vorher eine Katastrophe. Viel problemloser fuhr das Auto als z.B. ein langer pickup mit leichtem Gepäck. In der Sahara haben alle gestaunt über das Teil, der fuhr den alten, lokalen Toyo´s sowohl im Sand als auch auf Teer davon, 120 lief das Ding, ganz locker.
Was so eine Tour nun mit z.B. ´nem Daily macht, sei mal dahingestellt, s.o. Vorbereitung, das gilt aber ausser ein paar Autos eigentlich für alle serienmäßigen. Selbst ´nem Defender musst Du wenigstens kräftigere Antriebswellen verpassen dafür, oder nicht rückwärts fahren, Mr. Ashcroft lässt grüssen…
Auf der Autobahn in TUN war ich bei anderer Gelegenheit mal eine Stunde lang hinter einem belgischen Unimog (ein support Auto in der Grösse wie 1300L) da ging es auch mit gut 120 bergauf, bergab, ganz souverän und ohne Rauchwolke.
Was ich so gesehen habe, kennen viele Piloten das Auto nicht genau, wissen nicht was das kann oder trauen sich oder dem Wagen nix zu, da geht’s denn natürlich nicht richtig voran.
Nicht falsch verstehen, Sepp, ich will Dir hier nicht zu nahetreten, das sind nur meine eigenen Beobachtungen über eine lange in der Sahara.
Vielleicht ganz entscheidend, je grösser das Auto und/oder je umfangreicher das Geraffel was man mitführt, umso weniger Zeit man hat, die Reise zu geniessen. Da gibt’s immer was zu rödeln, kontrollieren, warten, reparieren, abschmieren, packen, umpacken usw. Das wäre jetzt nix für mich, aber manch´ Einen macht das scheinbar glücklich auf Reisen. Na, das muss ja jeder selber wissen, was gefällt und wie die Urlaubszeit verbracht wird.
Klar ist, wenn man noch nie eine (längere) Saharadurchfahrung ohne Versorgung gemacht hat, ist das sicher keine Tour, egal ob mit einem leichten LKW oder 4x4. Ansonsten geht es immer entspannt zu, das Programm bin ich in beiden Varianten schon häufiger so gefahren und das ging zeitlich ganz easy peasy...mit erfahrenen Reisenden und anständigem lokalen support natürlich nur..
)
Beste Grüsse
Frank
Dann, und noch viel entscheidender ist der Fahrer. Ein Daily mit 9.00/16 und rel. wenig Leistungsgewicht fuhr schonmal völlig problemlos mit – allerdings erst nach Fahrerwechsel, vorher eine Katastrophe. Viel problemloser fuhr das Auto als z.B. ein langer pickup mit leichtem Gepäck. In der Sahara haben alle gestaunt über das Teil, der fuhr den alten, lokalen Toyo´s sowohl im Sand als auch auf Teer davon, 120 lief das Ding, ganz locker.
Was so eine Tour nun mit z.B. ´nem Daily macht, sei mal dahingestellt, s.o. Vorbereitung, das gilt aber ausser ein paar Autos eigentlich für alle serienmäßigen. Selbst ´nem Defender musst Du wenigstens kräftigere Antriebswellen verpassen dafür, oder nicht rückwärts fahren, Mr. Ashcroft lässt grüssen…
Auf der Autobahn in TUN war ich bei anderer Gelegenheit mal eine Stunde lang hinter einem belgischen Unimog (ein support Auto in der Grösse wie 1300L) da ging es auch mit gut 120 bergauf, bergab, ganz souverän und ohne Rauchwolke.
Was ich so gesehen habe, kennen viele Piloten das Auto nicht genau, wissen nicht was das kann oder trauen sich oder dem Wagen nix zu, da geht’s denn natürlich nicht richtig voran.
Nicht falsch verstehen, Sepp, ich will Dir hier nicht zu nahetreten, das sind nur meine eigenen Beobachtungen über eine lange in der Sahara.
Vielleicht ganz entscheidend, je grösser das Auto und/oder je umfangreicher das Geraffel was man mitführt, umso weniger Zeit man hat, die Reise zu geniessen. Da gibt’s immer was zu rödeln, kontrollieren, warten, reparieren, abschmieren, packen, umpacken usw. Das wäre jetzt nix für mich, aber manch´ Einen macht das scheinbar glücklich auf Reisen. Na, das muss ja jeder selber wissen, was gefällt und wie die Urlaubszeit verbracht wird.
Klar ist, wenn man noch nie eine (längere) Saharadurchfahrung ohne Versorgung gemacht hat, ist das sicher keine Tour, egal ob mit einem leichten LKW oder 4x4. Ansonsten geht es immer entspannt zu, das Programm bin ich in beiden Varianten schon häufiger so gefahren und das ging zeitlich ganz easy peasy...mit erfahrenen Reisenden und anständigem lokalen support natürlich nur..
Beste Grüsse
Frank
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Algerien lockert wohl die Einreisebestimmungen.
https://www.jeuneafrique.com/1404676/ec ... ca0a76db59
https://www.jeuneafrique.com/1404676/ec ... ca0a76db59
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Frohes Neues Jahr !
Kleines update zu Algerien im Allgemeinen: die ersten Individualreisenden sind im Land unterwegs, allerdings nur im Norden und nur nach vehementem drängen auf Einreise, beginnend in London bei der Botschaft und fortsetzend bei der Einreise in Algiers mit der Fähre. Beruf des Reisenden und Motivation der Reise sind die wichtigsten Kriterien für die Behörden in DZ. Der Süden geht natürlich nicht, finde ich aber schon bemerkenswert, dass das jetzt in Norden funktioniert, nach langer, langer Zeit wieder.
Der "erste" Individualreisende mit einem Bike berichtet von den üblichen Kontrollposten und freundlicher Behandlung durch die Offizialgewalt. Bisher gab es keine negativen Erlebnisse für den Mann in 14 Tagen, die Ausreise nach Tunesien steht für die nächsten Tage an. Mal sehen, wenn der Gute ausführlich berichtet , was es da noch Neues gibt.
Viel Spass
Frank
Kleines update zu Algerien im Allgemeinen: die ersten Individualreisenden sind im Land unterwegs, allerdings nur im Norden und nur nach vehementem drängen auf Einreise, beginnend in London bei der Botschaft und fortsetzend bei der Einreise in Algiers mit der Fähre. Beruf des Reisenden und Motivation der Reise sind die wichtigsten Kriterien für die Behörden in DZ. Der Süden geht natürlich nicht, finde ich aber schon bemerkenswert, dass das jetzt in Norden funktioniert, nach langer, langer Zeit wieder.
Der "erste" Individualreisende mit einem Bike berichtet von den üblichen Kontrollposten und freundlicher Behandlung durch die Offizialgewalt. Bisher gab es keine negativen Erlebnisse für den Mann in 14 Tagen, die Ausreise nach Tunesien steht für die nächsten Tage an. Mal sehen, wenn der Gute ausführlich berichtet , was es da noch Neues gibt.
Viel Spass
Frank
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Ach, den link habe ich gerade mal geschaut, danke Frank !
Auf den ersten Blick geht es da um die Sahara und die organisierten Reisen im Süden. Wie schon gesagt, möchte Algerien den Tourismus beleben und beginnt, sich entsprechend aufzustellen. Wo nun die ganzen angedachten Besucher, z.B. in Djanet, übernachten sollen, sei mal dahingestellt, auch wie die zuverlässig dahin kommen und zurück, aber richtig ist die Einschätzung des Ministeriums, dass es ein ganz enormes Potential gibt.
Viel Spass
Frank
Auf den ersten Blick geht es da um die Sahara und die organisierten Reisen im Süden. Wie schon gesagt, möchte Algerien den Tourismus beleben und beginnt, sich entsprechend aufzustellen. Wo nun die ganzen angedachten Besucher, z.B. in Djanet, übernachten sollen, sei mal dahingestellt, auch wie die zuverlässig dahin kommen und zurück, aber richtig ist die Einschätzung des Ministeriums, dass es ein ganz enormes Potential gibt.
Viel Spass
Frank
MODERATOR-NOTE: Nachfolgende abschweifende Postings verschoben in separaten Thread: Über Algerien nach Bamako | Aktuelles von unterwegs
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Moin zusammen,
auf dem Programm gibts einen kleinen Fehler, da kann man 10x schauen, bei den ganzen Zahlen..:-((..danke Jürgen ! Die GEO Etappe in rot ist min 800km und nicht 600, wie angeführt. Ich habe versucht, eine korrigierte Fassung hochzuladen, das ist mir aber noch nicht gelungen. Wer das Program herunter geladen hat, bitte korrigieren, unten in der Summe ändern sich G und S jeweils +100. Sorry about that !
auf dem Programm gibts einen kleinen Fehler, da kann man 10x schauen, bei den ganzen Zahlen..:-((..danke Jürgen ! Die GEO Etappe in rot ist min 800km und nicht 600, wie angeführt. Ich habe versucht, eine korrigierte Fassung hochzuladen, das ist mir aber noch nicht gelungen. Wer das Program herunter geladen hat, bitte korrigieren, unten in der Summe ändern sich G und S jeweils +100. Sorry about that !
MODERATOR-NOTE: Aktualisierte Fassung des Programms beim Original eingestellt. => zum Beitrag
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Hallo Frank,
ein paar Fragen:
Was bedeutet die lokale Unterstützung durch das Tourismusministerium für uns bzw. für mich?
Inwiefern profitieren wir davon? Was heißt das im Detail?
Wer gibt die Route vor, besonders im GEO-Abschnitt – wir/du oder die guides?
Könntest du bitte gelegentlich! ein Stück Karte nehmen, auf der die größten Orte und Straßen zu erkennen sind
und die ungefähre! Route einzeichnen? Hier interessiert mich natürlich vordergründig die GEO-Etappe.
Wird das zu durchquerende Gebiet – wo es als „S“ wie Sahara ausgewiesen ist – eher auf Sand-Pisten oder auch
(zumindest teilweise) direkt in den Dünen, also „unberührter“ Sand durchquert?
Läßt sich jetzt schon absehen, bei welchen Etappen eine (Militär-?) Eskorte zu erwarten ist?
Danke für deine Ausführungen, Frank
ein paar Fragen:
Was bedeutet die lokale Unterstützung durch das Tourismusministerium für uns bzw. für mich?
Inwiefern profitieren wir davon? Was heißt das im Detail?
Wer gibt die Route vor, besonders im GEO-Abschnitt – wir/du oder die guides?
Könntest du bitte gelegentlich! ein Stück Karte nehmen, auf der die größten Orte und Straßen zu erkennen sind
und die ungefähre! Route einzeichnen? Hier interessiert mich natürlich vordergründig die GEO-Etappe.
Wird das zu durchquerende Gebiet – wo es als „S“ wie Sahara ausgewiesen ist – eher auf Sand-Pisten oder auch
(zumindest teilweise) direkt in den Dünen, also „unberührter“ Sand durchquert?
Läßt sich jetzt schon absehen, bei welchen Etappen eine (Militär-?) Eskorte zu erwarten ist?
Danke für deine Ausführungen, Frank
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Moin Frank,
danke für den post, das erkläre ich gerne, soweit ich kann:
Die Unterstützung durch das Tourismusministerium bedeutet, dass es keine Schwierigkeiten bei der Reise seitens der Staatsgewalt gibt, die Tour ist klassifiziert als sog. "famtrip", d.h. familarization trip und dient in der Touristik zur Erfahrung neuer Destinationen. Die Teilnehmer sind also sozusagen Touristiker. Die lokal befassten Agenturen haben in dem Fall natürlich einen ganz anderen Enthusiasmus als üblich (oder auch nicht, je nachdem wie das klappt..
). Es gäbe ausserdem die Möglichkeit, die Algerischen Fährlinien ab/bis Marseille zu einem nominalen Tarif zu nutzen und an einem PR-Empfang in Algiers teilzunehmen. Das kann man noch entschieden, kommt aber aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, glaube ich und passt auch nicht so richtig ins Programm.
Der GEO Abschnitt ist der Kritischste, das weisst Du, wenn Du Algerien kennst. Darum ist das Rot, das héisst dazu kann man Heute noch überhaupt nichts sagen, im ungünstigsten Fall müssen wir aussen herum fahren, im günstigsten Fall ist das die sog. "Franzosenfortpiste" was natürlich heute keine Piste mehr ist. Die kommenden Monate erst werden zeigen, ob die Bemühungen dort fruchtbar sind, oder ob das Gebiet weiterhin "off limits" bleibt.
Die Route wird immer am Vorabend oder am Morgen besprochen, wenn es Alternativen gibt, wird gemeinsam entschieden, im Zweifel hat der Lokalmatador das letzte Wort.
S ist Dünen und offene Sahara, unberührt, Pisten nicht, ausser z.B. das letzte Stück zum Assekrem hinauf, das geht eigentlich nur auf Piste oder mit dem Esel. Hat aber auch einen anderen Buchstaben, wenn ich richtig erinnere. Oder z.B. das erste Stück ins Tadrat hinaus wenn die Zeit knapp ist, sowas. Die Tour soll soweit möglich eine "echte" Sahara Reise werden, Abseits der Zivilisation, soviel "S" wie möglich, dazu ist Autarkie von bis zu 8 Tagen erforderlich.
Eine Militär Eskorte kann eigentlich überall nötig sein / werden. Das war auch in der Vergangenheit schon so, hat aber bei mir in der Praxis bis auf einmal 200km niemals stattgefunden. Entscheidend dazu ist, wer lokal die Tour begleitet und natürlich die Lage vor Ort, dazu kann man jetzt noch nichts sagen, ausser vlt. zum Begleiter, mit ein wenig Glück der Fähigste den es gibt, der freut sich schon auf uns..
Grundsätzlich kann man bei dieser Tour, bis auf die fixe Logistik, keine genaue Planung anstellen, sondern nur ein Gerüst mit Eventualitäten. Wie geschrieben, das ist ein "recce" eine reconnaissance trip, eine Erkundungsreise, weshalb auch nur für Sahara erfahrene Teilnehmer geeignet. Für denjenigen, der Exakt im Voraus wissen muss was zu erwarten ist, ist Algerien und diese Tour nix, wenn man denn das Beste daraus machen will.
Ich schaue mal, ob ich die Musse finde mit der Karte, vlt. kann sich ja auch schonmal jemand damit befassen..?..die Ortsangaben reichen dazu eigentlich aus, in den Ergs macht man halt eine gerade Linie, das geht eh´nicht Anders, ausser mit einem aktuellen track, und den gibts nicht. Wenns nach Djanet geht gibt es vlt. noch eine Überraschung im Tadrat, die kann man aber nicht einzeichnen.
Tjo, ich hoffe mal das hilft und beantwortet die Fragen, wo möglich.
Beste Grüsse
Frank
danke für den post, das erkläre ich gerne, soweit ich kann:
Die Unterstützung durch das Tourismusministerium bedeutet, dass es keine Schwierigkeiten bei der Reise seitens der Staatsgewalt gibt, die Tour ist klassifiziert als sog. "famtrip", d.h. familarization trip und dient in der Touristik zur Erfahrung neuer Destinationen. Die Teilnehmer sind also sozusagen Touristiker. Die lokal befassten Agenturen haben in dem Fall natürlich einen ganz anderen Enthusiasmus als üblich (oder auch nicht, je nachdem wie das klappt..
Der GEO Abschnitt ist der Kritischste, das weisst Du, wenn Du Algerien kennst. Darum ist das Rot, das héisst dazu kann man Heute noch überhaupt nichts sagen, im ungünstigsten Fall müssen wir aussen herum fahren, im günstigsten Fall ist das die sog. "Franzosenfortpiste" was natürlich heute keine Piste mehr ist. Die kommenden Monate erst werden zeigen, ob die Bemühungen dort fruchtbar sind, oder ob das Gebiet weiterhin "off limits" bleibt.
Die Route wird immer am Vorabend oder am Morgen besprochen, wenn es Alternativen gibt, wird gemeinsam entschieden, im Zweifel hat der Lokalmatador das letzte Wort.
S ist Dünen und offene Sahara, unberührt, Pisten nicht, ausser z.B. das letzte Stück zum Assekrem hinauf, das geht eigentlich nur auf Piste oder mit dem Esel. Hat aber auch einen anderen Buchstaben, wenn ich richtig erinnere. Oder z.B. das erste Stück ins Tadrat hinaus wenn die Zeit knapp ist, sowas. Die Tour soll soweit möglich eine "echte" Sahara Reise werden, Abseits der Zivilisation, soviel "S" wie möglich, dazu ist Autarkie von bis zu 8 Tagen erforderlich.
Eine Militär Eskorte kann eigentlich überall nötig sein / werden. Das war auch in der Vergangenheit schon so, hat aber bei mir in der Praxis bis auf einmal 200km niemals stattgefunden. Entscheidend dazu ist, wer lokal die Tour begleitet und natürlich die Lage vor Ort, dazu kann man jetzt noch nichts sagen, ausser vlt. zum Begleiter, mit ein wenig Glück der Fähigste den es gibt, der freut sich schon auf uns..
Grundsätzlich kann man bei dieser Tour, bis auf die fixe Logistik, keine genaue Planung anstellen, sondern nur ein Gerüst mit Eventualitäten. Wie geschrieben, das ist ein "recce" eine reconnaissance trip, eine Erkundungsreise, weshalb auch nur für Sahara erfahrene Teilnehmer geeignet. Für denjenigen, der Exakt im Voraus wissen muss was zu erwarten ist, ist Algerien und diese Tour nix, wenn man denn das Beste daraus machen will.
Ich schaue mal, ob ich die Musse finde mit der Karte, vlt. kann sich ja auch schonmal jemand damit befassen..?..die Ortsangaben reichen dazu eigentlich aus, in den Ergs macht man halt eine gerade Linie, das geht eh´nicht Anders, ausser mit einem aktuellen track, und den gibts nicht. Wenns nach Djanet geht gibt es vlt. noch eine Überraschung im Tadrat, die kann man aber nicht einzeichnen.
Tjo, ich hoffe mal das hilft und beantwortet die Fragen, wo möglich.
Beste Grüsse
Frank
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Frank, da hast Du mich auf die Idee einer mega-spannenden Alterantivroute zu GEO gebracht. Weil das nicht ganz so einfach ist und so noch nie gemacht wurde, brauche ich mal ein paar Tage um herauszufinden, ob das tatsächlich eine Option ist. Sobald ich etwas weiss, bin ich wieder da..
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Hallo Frank,
danke für deine ausführliche Antwort!
Wenn die "rote" Route noch nicht verbindlich ist, dann ist eine Skizze sicher entbehrlich.
Schönen Sonttag noch.
danke für deine ausführliche Antwort!
Wenn die "rote" Route noch nicht verbindlich ist, dann ist eine Skizze sicher entbehrlich.
Schönen Sonttag noch.
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martin1101
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Re: Algerien 23.24 jemand ?
Hallo Frank,
mit Interesse verfolge ich diesen thread, kann aber die Ankündigung bzw Beschreibung dieser offenbar angebotenen Reise nicht finden.
Würde mich echt interessieren - wäre doch auch etwas für unseren Bremach (mit Wustenerfahrung
)
Grüße noch aus Argentinien
Martin
mit Interesse verfolge ich diesen thread, kann aber die Ankündigung bzw Beschreibung dieser offenbar angebotenen Reise nicht finden.
Würde mich echt interessieren - wäre doch auch etwas für unseren Bremach (mit Wustenerfahrung
Grüße noch aus Argentinien
Martin
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Hey Martin,
herzliche Grüsse nach Südamerika..die Tour findest Du auf der ersten Seite im ersten post mitten im Text, der blaue link .pdf. Das ist ein bisserl komisch hier mit Anhängen und edits, das habe ich noch nicht ganz verstanden, wie das funktioniert. Wenn Du eine Email Adresse hast, sende ich Dir das gerne direkt..
herzliche Grüsse nach Südamerika..die Tour findest Du auf der ersten Seite im ersten post mitten im Text, der blaue link .pdf. Das ist ein bisserl komisch hier mit Anhängen und edits, das habe ich noch nicht ganz verstanden, wie das funktioniert. Wenn Du eine Email Adresse hast, sende ich Dir das gerne direkt..
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martin1101
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Re: Algerien 23.24 jemand ?
Danke Frankkk
Hab dir ein Mail geschickt
LG Martin
Hab dir ein Mail geschickt
LG Martin
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Moin zusammen,
schon gibt’s ein update, aber Anders als gedacht: Nicht zur Tour, sondern zu mir selber. Zwei Fragen tauchten in den vergangenen Wochen häufiger auf, weshalb es einfacher ist, die nochmal hier für alle kurz zu stellen und lang zu beantworten. Sind vielleicht wichtig und tauchen wieder auf, denke ich.
1. Wer bist Du überhaupt ? (..das Du sowas hier machst)
Eine berechtigte Frage, finde ich, eine gute dazu. Verlässt man sich auf so einer besonderen Reise auf jemanden, den man gar nicht kennt, ist das bedenklich, vielleicht ein Desaster.
Aufgewachsen im katholischen Rheinland zwischen Omnibussen und Baccara-Rosen wurde ich auf einer idyllischen Klosterschule auf das Leben als ordentlicher Deutscher vorbereitet. Der Omnibusbetrieb war in der Familie, mit der Rosenzucht war meine Mutter engagiert und die Klosterschule war halt nicht weit weg, hatte fähige Leute und einen ausgezeichneten Ruf.
Damals ungeplant, habe ich dann in Köln meine Karriere in der Touristik gestartet, als sog. „destination agent“. Der kümmert sich vor Ort um die Gäste internationaler Veranstalter. Fred. Olsen und SAGA waren meine Kunden mit Flusskreuzfahrten. Wie es dazu kam, ist eine ganz verrückte Geschichte, jedenfalls habe ich auf einem der Schiffe dann meine Frau kennengelernt.
Wir beide waren damals nicht so begeistert, wie sich die Dinge in D bewegten, die „Pfälzer Saumagenpolitik“ hatte Ende der 80´ schon einen durschlagenden Eindruck gemacht in den gesellschaftlichen Entwicklungen, und zu weitgehendem Stillstand und Rückschritt geführt. Das gefiel uns beiden, die in einer progressiven Zeit aufgewachsen sind, überhaupt nicht, dann gab´s noch die WV mit all ihren Wirrungen und Verwerfungen.
Also Firma verkauft und Umzug nach Irland, damals noch ein „Schwellenland“ mit armen Leuten, ein paar Jahre vor dem Boom des Celtic Tigers. Ich habe dort weiter als „destination agent“ und im HR gearbeitet, Karen war als erste Nicht-Irin überhaupt am Empfang im Shelbourne Hotel angestellt, kein Hotel sondern eine Institution in Irland.
Durch die Arbeit hatten wir schnell Anschluss in die Dubliner Gesellschaft und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Wer die Iren kennt, kann das nachvollziehen, denke ich, auch wenn damals noch IRA und UVF für regelmässige Explosionen und Hinrichtungen im Land sorgten, im Norden meist, weit weg von Dublin - oder auch nicht. Karen hat später in einem IRA-hideaway-hotel im Süden gearbeitet, ohne es zunächst zu wissen. Das Thema der „Troubles“ stellte und stellt sich eigentlich immer und überall auf der Insel, es hat ja auch mehr als 3000 Tote bis dato.
Nach einigen Jahren gab es dann für mich die Chance, für Mercedes einen im Norden Irlands produzierten Minibus für Deutschland mitzuentwickeln, vorzustellen und zu vermarkten. Das war ein sehr interessantes Projekt, das nach zwei erfolgreichen Jahren in die Reaktivierung des alten MB-Omnibuswerks in Dortmund mündete. Als das weitgehend etabliert war, habe ich das abgegeben, weil ich mich in einer grossindustriellen Landschaft nicht wohlfühle und eine Serienproduktion auch eher langweilig finde, sobald sie läuft. Schön finde ich aber, dass Lüftung, Heizung und Klimatisierung, die wir damals entwickelt haben, heute zum Standard in hochwertigen Minibussen in ganz Europa geworden sind. Lang ist´s her, aber so bleibt was.
Also musste was Neues angefangen werden in ´99. Schon länger war eine echte Sahara Reise geplant, ein passendes Auto war da, also fertig gemacht und mitgefahren, bei einer organisierten Tour aus D. In IRL oder UK konnten wir sowas nicht finden, damals. Die Tour war fantastisch und nach der Rückkehr stellt sich heraus, dass es tatsächlich auf dem UK oder selbst dem US-Markt keinen einzigen professionellen Veranstalter gibt für die Sahara.
Da war das Neue: kurzerhand habe ich Saharatravel in Dublin gegründet und die Idee in die Tat umgesetzt. Der Hintergrund in der Touristik und die auf vielen Reisen gewonnen Kontakte haben sicherlich dabei geholfen, dass das funktioniert hat. Saharatravel wurde dann als einziger Veranstalter mit T/O Lizenz in der englischsprachigen Welt eine feste Adresse. Nebenher hatten wir attraktive Tickets für CTN und SNCM, die sind auch öfter nach D und Ö verkauft worden.
Die ersten Jahre waren natürlich ein wenig beschwerlich, Libyen war noch zu und konnte erst ab 2003 wirklich bereist werden – und auch dann auf einem professionellen Programm nur mit grosser Mühe. Touren gab es in Tunesien, Algerien und Libyen jeden Winter über mit festen Gruppenterminen, oder individuell für Gäste mit oder ohne 4x4, oder als „Camel Trek“. Unsere „Sahara Short Breaks“, über ein langes WE via Djerba nach Ksar Ghilane waren das populärste Angebot. Leute die Geld haben, haben keine Zeit, Leute mit Zeit haben kein Geld, ein grundsätzliches Dilemma, wenn man Reisen in die Sahara organisiert..
Gleich zu Beginn von Saharatravel, noch vor der ersten echten Saison, gab es 9/11. Amis und Briten wissen natürlich, dass sie Erzfeind No 1 und 2 für die Welt der Extremisten aus diesem Lager sind, Reisen in arabische oder muslimische Länder sind nach 9/11 um 75-80% zurück gegangen. Trotzdem ist es Saharatravel gelungen, die Touren zu füllen und das Unternehmen aufzubauen. Nach zwei Jahren dann gab es feste Mitarbeiter in Dublin und feste Freie in Tunesien, die auch jeweils die Reisen nach DZ und LY begleitet haben.
Reisen für Gäste mit eigenem 4x4 oder einem Leihauto, habe ich häufig selber begleitet. „Sahara Comfort“ meinten unsere Leute vor Ort zu den Touren: im Unterschied zu anderen Gruppen gab es dort einen „full service“ mit drei frisch zubereiteten Mahlzeiten vom Feuer, English breakfast, lunch und dinner, tägl. frisch gebackenes Brot, Teatime, Tourkommentar, umfangreichem backup und „repatriation“ sowie die besten Hotels in der Zivilisation. „All In“ sozusagen, viel Arbeit, aber auch mit vielen Belohnungen. Die Programme waren meist eine Kombination aus „best of both worlds“, gibt ja noch viele andere Sachen zu sehen, als „nur“ die Sahara in Nordafrika.
Einmal im Jahr haben ein „recce“ gemacht, sowas wie das hier, um „uncharted terrain“ für mögliche Touren zu erkunden, entweder in Algerien oder Libyen. Dort waren jeweils nur max 5 Autos mit Leuten dabei, die ich schon kannte. So war man möglichst flexibel und Überraschungen waren mit erfahrenen Leuten dann immer eher spannend als bedenklich.
2006 oder ´07 war die Firma bestens etabliert und hatte jede Saison, von Oktober bis April, 300 bis 400 Gäste in der Sahara, viele auf sog. TMI´s, „tailor made itineraries“, öfter auch für VIP´s. AMEX hat z.B. eine Reiseabteilung in den US für ihre besten Kartenkunden, denen wird dort jeder Wunsch erfüllt, sei es eine Tour mit Schmugglern im Erg Admer bei Vollmond. „Expeditionen“ für Organisationen wie z.B. die BBC oder das Nat. Museum of Australia haben wir auch durchgeführt, Logistik, support und backup, jeweils zu deren eigenen Themen. Für das tunesische Tourismusministerium haben wir einen „famtrip“ für Journalisten aus UK und US arrangiert, unglücklicher Weise kurz bevor in 2008 die weltweiten Finanzen zusammengebrochen sind.
Die Nachfrage ist nach dem „crash“ um 95% zurück gegangen, über Nacht. Kein Wunder, am Urlaub spart man zuerst in kritischen Zeiten. Also, auf Eis das Ganze und als die Firma in 2011 reaktiviert werden sollte, da gab es den Arabischen Frühling. Was seitdem so alles passiert ist, muss ich nicht erzählen, das ist bekannt. Für mich persönlich hat das bedeutet, dass es seit 2009 in keiner Form möglich oder vertretbar war, weiter in oder mit der Sahara zu arbeiten. Zwei Kinder müssen schliesslich auch durch Schule und Studium, zuverlässig.
Was lag näher als die Omnibusse, mit denen hab´ ich mich dann beschäftigt, die letzten 10, 12 Jahre, weniger mit den Autos selber, als mit öffentlichen Ausschreibungen für Verkehrsverträge und den dann folgenden „rollouts“. Projekmanagement halt und jeweils keine echte Herausforderung mehr, wenn das einmal läuft.
Nun sind die Kinder gross und jetzt muss die Sahara kein Einkommen mehr erwirtschaften, sondern kann Passion bleiben. Wunderbar. Da sind wir angekommen im hier und jetzt und bei der Tour nach Algerien. Genau so spontan, wie damals Saharatravel in Dublin gegründet wurde, ist der Thread entstanden.
Viele Liebhaber der Sahara sind in einer ähnlichen Gemütslage wie ich und möchten unbedingt wieder dorthin reisen. „Safety in numbers” heisst die Devise, also muss eine Gruppe her. Warum sollen wir oder ich dafür einem Veranstalter viel Geld bezahlen, der dann sowieso nicht das macht, was wir wollen ? Machen wir nicht, also, die Mitfahrer machen das nicht und ich auch nicht. Stattdessen stelle ich meine Kompetenz zur Verfügung und wem das Konzept gefällt, der fährt mit, wem nicht, der macht was Anderes. Eine unvergessliche Tour wird das auf jeden Fall, garantiert
2. Wie ist die Auswahl auf der mailing list wenn es mehr als 8 Autos & Besatzungen gibt, die mitfahren möchten ?
Das Interesse ist relativ gross und sicher sind mehr als 8 „crews“ in der mailing list eingetragen. Nun ist aber jetzt erst Februar und wie bekannt dreht sich die Welt in einem ganz verrückten Tempo, mal salopp ausgedrückt. Das heisst sowohl für Algerien und die Sahara, als auch für die Interessenten, es ist jetzt noch längst nicht klar, was wirklich Sache ist später im Jahr.
Wie gesagt, steht eine Entscheidung erst Ende Oktober an, früher macht das kaum Sinn in turbulenten Zeiten, wie jetzt. Bis dahin ist träumen angesagt und noch viel Wasser den Rhein runtergeflossen, wie man hier so sagt. Darum auch das Timing, mit Westhofen, dem Sommer und dem Oktober, aber zurück zur Frage:
Ich habe jeweils das Datum der ersten Anfrage festgehalten und würde im Zweifel nach dem Prinzip „first come, first serve“ vorgehen, d.h. in der Reihenfolge der Eingänge der ersten Mail, denke das ist fair.
Praktisch bedeutet das, sich bei ernsthaftem Interesse (auch bitte nur dann) auf jeden Fall in die Mailingliste einzutragen. Je schneller, umso grösser die Wahrscheinlichkeit, dass ein Platz verfügbar ist. Möglich ist auch der Hinweis auf ein „stand-by“, d.h. wenn im letzten Moment jemand ausfällt, kann auch kurzfristig noch ein Platz eingenommen werden.
Bis zum Ende des Sommers wird es dann wie gesagt noch das eine oder andere update zur Lage vor Ort geben. Orga-technisch gibt’s eigentlich nicht viel zu deuteln, das steht soweit mit den Eventualitäten und den „fallbacks“, und ist keine besondere Wissenschaft.
„Speaking of which“, eine weitere Routenvariante wird es geben, in einem früheren Post war schon nach der Lage im GEO und der Planung gefragt worden. Den Teil GEO mittendurch oder aussenrum ganz zu umgehen ist möglich, aber ein wenig Abenteuerlich und so noch nie von einer Gruppe aus EU gefahren worden.
Die erste Frage nach der genauen Route bei den roten Tagen hatte mich auf die Idee gebracht. Das ist nicht ganz einfach, aber sobald weiter ausgebrütet und klarer, mache ich die Variante publik, Interessenten können dann gemeinsam entscheiden, ob das eine Option ist oder nicht.
Ich hoffe mal, das war ausführlich genug für den Moment..
Jede Menge mehr gibt´s zu erzählen, aber das würde viel zu weit führen jetzt. Vielleicht am Feuer, später, oder in Westhofen. Seht mir bitte die Anglizismen nach, verschiedene Begriffe kann ich nicht so recht übersetzen, das wird dann zu holprig mit dem Text…
Tjo, das wars schon. Zum Schluss läuft Phil Lynott im Radio, passt doch perfekt..
Frank
schon gibt’s ein update, aber Anders als gedacht: Nicht zur Tour, sondern zu mir selber. Zwei Fragen tauchten in den vergangenen Wochen häufiger auf, weshalb es einfacher ist, die nochmal hier für alle kurz zu stellen und lang zu beantworten. Sind vielleicht wichtig und tauchen wieder auf, denke ich.
1. Wer bist Du überhaupt ? (..das Du sowas hier machst)
Eine berechtigte Frage, finde ich, eine gute dazu. Verlässt man sich auf so einer besonderen Reise auf jemanden, den man gar nicht kennt, ist das bedenklich, vielleicht ein Desaster.
Aufgewachsen im katholischen Rheinland zwischen Omnibussen und Baccara-Rosen wurde ich auf einer idyllischen Klosterschule auf das Leben als ordentlicher Deutscher vorbereitet. Der Omnibusbetrieb war in der Familie, mit der Rosenzucht war meine Mutter engagiert und die Klosterschule war halt nicht weit weg, hatte fähige Leute und einen ausgezeichneten Ruf.
Damals ungeplant, habe ich dann in Köln meine Karriere in der Touristik gestartet, als sog. „destination agent“. Der kümmert sich vor Ort um die Gäste internationaler Veranstalter. Fred. Olsen und SAGA waren meine Kunden mit Flusskreuzfahrten. Wie es dazu kam, ist eine ganz verrückte Geschichte, jedenfalls habe ich auf einem der Schiffe dann meine Frau kennengelernt.
Wir beide waren damals nicht so begeistert, wie sich die Dinge in D bewegten, die „Pfälzer Saumagenpolitik“ hatte Ende der 80´ schon einen durschlagenden Eindruck gemacht in den gesellschaftlichen Entwicklungen, und zu weitgehendem Stillstand und Rückschritt geführt. Das gefiel uns beiden, die in einer progressiven Zeit aufgewachsen sind, überhaupt nicht, dann gab´s noch die WV mit all ihren Wirrungen und Verwerfungen.
Also Firma verkauft und Umzug nach Irland, damals noch ein „Schwellenland“ mit armen Leuten, ein paar Jahre vor dem Boom des Celtic Tigers. Ich habe dort weiter als „destination agent“ und im HR gearbeitet, Karen war als erste Nicht-Irin überhaupt am Empfang im Shelbourne Hotel angestellt, kein Hotel sondern eine Institution in Irland.
Durch die Arbeit hatten wir schnell Anschluss in die Dubliner Gesellschaft und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Wer die Iren kennt, kann das nachvollziehen, denke ich, auch wenn damals noch IRA und UVF für regelmässige Explosionen und Hinrichtungen im Land sorgten, im Norden meist, weit weg von Dublin - oder auch nicht. Karen hat später in einem IRA-hideaway-hotel im Süden gearbeitet, ohne es zunächst zu wissen. Das Thema der „Troubles“ stellte und stellt sich eigentlich immer und überall auf der Insel, es hat ja auch mehr als 3000 Tote bis dato.
Nach einigen Jahren gab es dann für mich die Chance, für Mercedes einen im Norden Irlands produzierten Minibus für Deutschland mitzuentwickeln, vorzustellen und zu vermarkten. Das war ein sehr interessantes Projekt, das nach zwei erfolgreichen Jahren in die Reaktivierung des alten MB-Omnibuswerks in Dortmund mündete. Als das weitgehend etabliert war, habe ich das abgegeben, weil ich mich in einer grossindustriellen Landschaft nicht wohlfühle und eine Serienproduktion auch eher langweilig finde, sobald sie läuft. Schön finde ich aber, dass Lüftung, Heizung und Klimatisierung, die wir damals entwickelt haben, heute zum Standard in hochwertigen Minibussen in ganz Europa geworden sind. Lang ist´s her, aber so bleibt was.
Also musste was Neues angefangen werden in ´99. Schon länger war eine echte Sahara Reise geplant, ein passendes Auto war da, also fertig gemacht und mitgefahren, bei einer organisierten Tour aus D. In IRL oder UK konnten wir sowas nicht finden, damals. Die Tour war fantastisch und nach der Rückkehr stellt sich heraus, dass es tatsächlich auf dem UK oder selbst dem US-Markt keinen einzigen professionellen Veranstalter gibt für die Sahara.
Da war das Neue: kurzerhand habe ich Saharatravel in Dublin gegründet und die Idee in die Tat umgesetzt. Der Hintergrund in der Touristik und die auf vielen Reisen gewonnen Kontakte haben sicherlich dabei geholfen, dass das funktioniert hat. Saharatravel wurde dann als einziger Veranstalter mit T/O Lizenz in der englischsprachigen Welt eine feste Adresse. Nebenher hatten wir attraktive Tickets für CTN und SNCM, die sind auch öfter nach D und Ö verkauft worden.
Die ersten Jahre waren natürlich ein wenig beschwerlich, Libyen war noch zu und konnte erst ab 2003 wirklich bereist werden – und auch dann auf einem professionellen Programm nur mit grosser Mühe. Touren gab es in Tunesien, Algerien und Libyen jeden Winter über mit festen Gruppenterminen, oder individuell für Gäste mit oder ohne 4x4, oder als „Camel Trek“. Unsere „Sahara Short Breaks“, über ein langes WE via Djerba nach Ksar Ghilane waren das populärste Angebot. Leute die Geld haben, haben keine Zeit, Leute mit Zeit haben kein Geld, ein grundsätzliches Dilemma, wenn man Reisen in die Sahara organisiert..
Gleich zu Beginn von Saharatravel, noch vor der ersten echten Saison, gab es 9/11. Amis und Briten wissen natürlich, dass sie Erzfeind No 1 und 2 für die Welt der Extremisten aus diesem Lager sind, Reisen in arabische oder muslimische Länder sind nach 9/11 um 75-80% zurück gegangen. Trotzdem ist es Saharatravel gelungen, die Touren zu füllen und das Unternehmen aufzubauen. Nach zwei Jahren dann gab es feste Mitarbeiter in Dublin und feste Freie in Tunesien, die auch jeweils die Reisen nach DZ und LY begleitet haben.
Reisen für Gäste mit eigenem 4x4 oder einem Leihauto, habe ich häufig selber begleitet. „Sahara Comfort“ meinten unsere Leute vor Ort zu den Touren: im Unterschied zu anderen Gruppen gab es dort einen „full service“ mit drei frisch zubereiteten Mahlzeiten vom Feuer, English breakfast, lunch und dinner, tägl. frisch gebackenes Brot, Teatime, Tourkommentar, umfangreichem backup und „repatriation“ sowie die besten Hotels in der Zivilisation. „All In“ sozusagen, viel Arbeit, aber auch mit vielen Belohnungen. Die Programme waren meist eine Kombination aus „best of both worlds“, gibt ja noch viele andere Sachen zu sehen, als „nur“ die Sahara in Nordafrika.
Einmal im Jahr haben ein „recce“ gemacht, sowas wie das hier, um „uncharted terrain“ für mögliche Touren zu erkunden, entweder in Algerien oder Libyen. Dort waren jeweils nur max 5 Autos mit Leuten dabei, die ich schon kannte. So war man möglichst flexibel und Überraschungen waren mit erfahrenen Leuten dann immer eher spannend als bedenklich.
2006 oder ´07 war die Firma bestens etabliert und hatte jede Saison, von Oktober bis April, 300 bis 400 Gäste in der Sahara, viele auf sog. TMI´s, „tailor made itineraries“, öfter auch für VIP´s. AMEX hat z.B. eine Reiseabteilung in den US für ihre besten Kartenkunden, denen wird dort jeder Wunsch erfüllt, sei es eine Tour mit Schmugglern im Erg Admer bei Vollmond. „Expeditionen“ für Organisationen wie z.B. die BBC oder das Nat. Museum of Australia haben wir auch durchgeführt, Logistik, support und backup, jeweils zu deren eigenen Themen. Für das tunesische Tourismusministerium haben wir einen „famtrip“ für Journalisten aus UK und US arrangiert, unglücklicher Weise kurz bevor in 2008 die weltweiten Finanzen zusammengebrochen sind.
Die Nachfrage ist nach dem „crash“ um 95% zurück gegangen, über Nacht. Kein Wunder, am Urlaub spart man zuerst in kritischen Zeiten. Also, auf Eis das Ganze und als die Firma in 2011 reaktiviert werden sollte, da gab es den Arabischen Frühling. Was seitdem so alles passiert ist, muss ich nicht erzählen, das ist bekannt. Für mich persönlich hat das bedeutet, dass es seit 2009 in keiner Form möglich oder vertretbar war, weiter in oder mit der Sahara zu arbeiten. Zwei Kinder müssen schliesslich auch durch Schule und Studium, zuverlässig.
Was lag näher als die Omnibusse, mit denen hab´ ich mich dann beschäftigt, die letzten 10, 12 Jahre, weniger mit den Autos selber, als mit öffentlichen Ausschreibungen für Verkehrsverträge und den dann folgenden „rollouts“. Projekmanagement halt und jeweils keine echte Herausforderung mehr, wenn das einmal läuft.
Nun sind die Kinder gross und jetzt muss die Sahara kein Einkommen mehr erwirtschaften, sondern kann Passion bleiben. Wunderbar. Da sind wir angekommen im hier und jetzt und bei der Tour nach Algerien. Genau so spontan, wie damals Saharatravel in Dublin gegründet wurde, ist der Thread entstanden.
Viele Liebhaber der Sahara sind in einer ähnlichen Gemütslage wie ich und möchten unbedingt wieder dorthin reisen. „Safety in numbers” heisst die Devise, also muss eine Gruppe her. Warum sollen wir oder ich dafür einem Veranstalter viel Geld bezahlen, der dann sowieso nicht das macht, was wir wollen ? Machen wir nicht, also, die Mitfahrer machen das nicht und ich auch nicht. Stattdessen stelle ich meine Kompetenz zur Verfügung und wem das Konzept gefällt, der fährt mit, wem nicht, der macht was Anderes. Eine unvergessliche Tour wird das auf jeden Fall, garantiert
2. Wie ist die Auswahl auf der mailing list wenn es mehr als 8 Autos & Besatzungen gibt, die mitfahren möchten ?
Das Interesse ist relativ gross und sicher sind mehr als 8 „crews“ in der mailing list eingetragen. Nun ist aber jetzt erst Februar und wie bekannt dreht sich die Welt in einem ganz verrückten Tempo, mal salopp ausgedrückt. Das heisst sowohl für Algerien und die Sahara, als auch für die Interessenten, es ist jetzt noch längst nicht klar, was wirklich Sache ist später im Jahr.
Wie gesagt, steht eine Entscheidung erst Ende Oktober an, früher macht das kaum Sinn in turbulenten Zeiten, wie jetzt. Bis dahin ist träumen angesagt und noch viel Wasser den Rhein runtergeflossen, wie man hier so sagt. Darum auch das Timing, mit Westhofen, dem Sommer und dem Oktober, aber zurück zur Frage:
Ich habe jeweils das Datum der ersten Anfrage festgehalten und würde im Zweifel nach dem Prinzip „first come, first serve“ vorgehen, d.h. in der Reihenfolge der Eingänge der ersten Mail, denke das ist fair.
Praktisch bedeutet das, sich bei ernsthaftem Interesse (auch bitte nur dann) auf jeden Fall in die Mailingliste einzutragen. Je schneller, umso grösser die Wahrscheinlichkeit, dass ein Platz verfügbar ist. Möglich ist auch der Hinweis auf ein „stand-by“, d.h. wenn im letzten Moment jemand ausfällt, kann auch kurzfristig noch ein Platz eingenommen werden.
Bis zum Ende des Sommers wird es dann wie gesagt noch das eine oder andere update zur Lage vor Ort geben. Orga-technisch gibt’s eigentlich nicht viel zu deuteln, das steht soweit mit den Eventualitäten und den „fallbacks“, und ist keine besondere Wissenschaft.
„Speaking of which“, eine weitere Routenvariante wird es geben, in einem früheren Post war schon nach der Lage im GEO und der Planung gefragt worden. Den Teil GEO mittendurch oder aussenrum ganz zu umgehen ist möglich, aber ein wenig Abenteuerlich und so noch nie von einer Gruppe aus EU gefahren worden.
Die erste Frage nach der genauen Route bei den roten Tagen hatte mich auf die Idee gebracht. Das ist nicht ganz einfach, aber sobald weiter ausgebrütet und klarer, mache ich die Variante publik, Interessenten können dann gemeinsam entscheiden, ob das eine Option ist oder nicht.
Ich hoffe mal, das war ausführlich genug für den Moment..
Tjo, das wars schon. Zum Schluss läuft Phil Lynott im Radio, passt doch perfekt..
Frank
Re: Algerien 23.24 jemand ?
Alle Interessenten auf der Mailinglist sollten ein update per Email bekommen haben, schaut mal bitte in Eurer Inbox..
Frank
Frank





