Klimabeobachtung in der Sahara
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Hans Frommelt
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Klimabeobachtung in der Sahara
Verschiedene Wetterstationen vermitteln wohl einen Eindruck der Meteorologie der Sahara. Bezüglich des Klimas findet man praktisch keine Hinweise, weder in der Literatur noch im Web. Für Hinweise zum Klima und Beobachtungen über das Klima in der Sahara wäre ich dankbar. Hans
Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Hallo Hans,
schau dir mal an, was Stefan Kröpelin von der Uni Köln so alles veröffentlicht hat bzw. was er in seiner Literaturliste so stehen hat.
Der Link: Stefan Kröpelin - University of Cologne
Gruß,
Horst
schau dir mal an, was Stefan Kröpelin von der Uni Köln so alles veröffentlicht hat bzw. was er in seiner Literaturliste so stehen hat.
Der Link: Stefan Kröpelin - University of Cologne
Gruß,
Horst
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Hans Frommelt
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Klimadaten der letzten 100 bis 200 Jahre
Hallo Horst – besten Dank für den Link. Da sind tolle Hinweise auf der Literaturliste. Ich wollte aber eher die Klimatologie der vergangenen hundert bis hundertfünfzig Jahre ansprechen, weniger die vergangenen x-tausende von Jahren. Die derzeitigen verschiedenen Webadressen für Meteorologie geben die aktuellen Wetterverhältnisse wieder, aber machen keinen Überblick über die Klimatologie der vergangenen 100 bis 200 Jahre. Es geht mir auch um solche Meteo-Aufzeichnungen, wie sie von den Eremiten auf dem Assekrem gemacht wurden oder Aufzeichnungen über die Meteowasser in Wadis, etc.. Nochmals besten Dank für den Link. Hans
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Alexander
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Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Im Kampf mit der Wüste
Hadda Saidi ist eine alte Nomadin. Das Wort Klimawandel kennt sie nicht. Doch sie spürt, was die Wissenschaft belegt: Es wird immer heißer in Tunesiens Wüste. mehr...
Grüsse
Alexander
Hadda Saidi ist eine alte Nomadin. Das Wort Klimawandel kennt sie nicht. Doch sie spürt, was die Wissenschaft belegt: Es wird immer heißer in Tunesiens Wüste. mehr...
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Klimabeobachtung in der Sahara
"Der Klimawandel wird die großen Umweltprobleme des Landes - Wasserknappheit, Wüstenbildung und Erosion - verschlimmern.
Hadda Saidi lebt in und von der Sahara. Erst im Alter von 50 Jahren wurde sie zur Dattelbäuerin. Vorher hielt ihre Familie Kamele, Ziegen und Schafe. Trotz der Mühen und Plagen ist sie 84 Jahre alt geworden, hat drei Kinder großgezogen und 15 Enkel. Es sei ein Wunder, dass es der Familie heute so gut geht, Allah sei Dank."
Wenn diese 15 Enkelkinder wieder jeder 5 Kinder bekommt d.h. 75 Urenkel- könnte das vielleicht auch ein klein bißchen was mit Wasserknappheit, Wüstenbildung und Erosion zu tun haben.
Nur mal so angedacht.
Ich glaube der Artikel der Zeit Online hat einzig allein was mit Kopenhagen zu. (Und natürlich mit Umweltzertifikaten)
Leider.
my2cents
Hadda Saidi lebt in und von der Sahara. Erst im Alter von 50 Jahren wurde sie zur Dattelbäuerin. Vorher hielt ihre Familie Kamele, Ziegen und Schafe. Trotz der Mühen und Plagen ist sie 84 Jahre alt geworden, hat drei Kinder großgezogen und 15 Enkel. Es sei ein Wunder, dass es der Familie heute so gut geht, Allah sei Dank."
Wenn diese 15 Enkelkinder wieder jeder 5 Kinder bekommt d.h. 75 Urenkel- könnte das vielleicht auch ein klein bißchen was mit Wasserknappheit, Wüstenbildung und Erosion zu tun haben.
Nur mal so angedacht.
Ich glaube der Artikel der Zeit Online hat einzig allein was mit Kopenhagen zu. (Und natürlich mit Umweltzertifikaten)
Leider.
my2cents
Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Noch einmal zum Ursprungsposting:
Zwei bzw. vier Tipps, so noch nicht bekannt:
Schiffers, Heinrichs: Die Sahara und ihre Randgebiete, Band 1, Weltforum Verlag, München 1971
Darin gibt es ein Kapitel, welches "Die Sahara, eine Klima-Wüste" lautet. Das Kapitel umfasst insgesammt 114 Seiten.
und
Gießner, K.: Klimageographie - Nordafrika (Tunesien, Algerien). Hygrische und thermische Klimatypen, in: Afrika-Kartenwek/ Beiheft, Band N5, 1985
Bei diesem Heft handelt es sich um das Beiheft zu der Karte Klimageographie aus der Serie Afrika Kartenwerk, Nordafrika.
Das Heft ist eher ein Buch und umfasst mehrere 100 Seiten, bezieht sich im Detail aber nur auf Tunesien und Algerien. Natürlich gibt es auch allgemeine Infos. Das Heft ist auch sehr gut ohne die Karte zu gebrauchen!
Speziell für Tunesien ist auch noch folgendes interessant:
Schliephake, K. (Hrsg.): Tunsesien - Geographie, Gechichte, Kultur, Religion, Staat, Gesellschaft, Bildungswesen, Politik, Wirtschaft, Thienemann Verlag, Stuttgart 1984
Thema: Vorgeschichte und Klimaentwicklung: 14 Seiten
und
Mensching, H.: Tunesien - Eine Geographische Landeskunde, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979
30 Seiten zum Klima in Tunesien
Die beiden ersten Bücher sind leider nicht mehr ganz einfach zu bekommen oder nur für gutes Geld. Eine Alternative sind hierfür Landes- und Unibibliotheken, z.B. die Unibibliothek/Landesbibliothek Düsseldorf (die haben auch die Karten der Afrika Kartenwerk Serie...)
Die Ausschnitt aller Karten der Serie von Tunesien habe ich noch hier und könnte da bei Bedarf aushelfen.
Die Bücher zu Tunesien sollte man relativ günstig im Antiquariat bekommen.
Zwei bzw. vier Tipps, so noch nicht bekannt:
Schiffers, Heinrichs: Die Sahara und ihre Randgebiete, Band 1, Weltforum Verlag, München 1971
Darin gibt es ein Kapitel, welches "Die Sahara, eine Klima-Wüste" lautet. Das Kapitel umfasst insgesammt 114 Seiten.
und
Gießner, K.: Klimageographie - Nordafrika (Tunesien, Algerien). Hygrische und thermische Klimatypen, in: Afrika-Kartenwek/ Beiheft, Band N5, 1985
Bei diesem Heft handelt es sich um das Beiheft zu der Karte Klimageographie aus der Serie Afrika Kartenwerk, Nordafrika.
Das Heft ist eher ein Buch und umfasst mehrere 100 Seiten, bezieht sich im Detail aber nur auf Tunesien und Algerien. Natürlich gibt es auch allgemeine Infos. Das Heft ist auch sehr gut ohne die Karte zu gebrauchen!
Speziell für Tunesien ist auch noch folgendes interessant:
Schliephake, K. (Hrsg.): Tunsesien - Geographie, Gechichte, Kultur, Religion, Staat, Gesellschaft, Bildungswesen, Politik, Wirtschaft, Thienemann Verlag, Stuttgart 1984
Thema: Vorgeschichte und Klimaentwicklung: 14 Seiten
und
Mensching, H.: Tunesien - Eine Geographische Landeskunde, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979
30 Seiten zum Klima in Tunesien
Die beiden ersten Bücher sind leider nicht mehr ganz einfach zu bekommen oder nur für gutes Geld. Eine Alternative sind hierfür Landes- und Unibibliotheken, z.B. die Unibibliothek/Landesbibliothek Düsseldorf (die haben auch die Karten der Afrika Kartenwerk Serie...)
Die Ausschnitt aller Karten der Serie von Tunesien habe ich noch hier und könnte da bei Bedarf aushelfen.
Die Bücher zu Tunesien sollte man relativ günstig im Antiquariat bekommen.
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Hans Frommelt
- Beiträge: 202
- Registriert: So 29. Mär 2009, 11:58
Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Guten Morgen Denis und Alexander
Besten Dank für die Hinweise. Alexander schreibt, dass es immer heisser wird. Was meint man mit dem Begriff: „Heisser“. Wird es wärmer im Jahresdurchschnitt, im Winterhalbjahr, im Sommerhalbjahr, nimmt die Maximaltemperatur oder nimmt die Häufigkeit der Maximaltemperaturen zu? Wie steht es mit der Sonneneinstrahlung? Verändert sich aus das Farbenspektrum? Wird die Sonneneinstrahlung intensiver? Die Meteomessstationen, aber auch die Literaur, die ich kenne, geben über solche Fragen leider keine Auskunft.
Gemäss meinen „Brunnenbeobachtungen“ seit ca. 1970 bis ca. 2003 vertrockneten sehr viele Brunnen. Viele sind plötzlich trocken, gemäss Interviews mit Nomaden. Viele Brunnen wurden ja so zwischen 1980 bis 1990 komplett saniert, total ausgemauert. Es ist denkbar, dass das Vertrocknen einzelner Brunnen auch damit etwas zu tun hat und vielleicht weniger wegen einer eventuellen Klimaänderung. Solches würde mich besonders interessieren.
Auch Veränderungen der Sandregime, sofern solches beobachtbar ist. Ein Beispiel ist die Oase Taghit, siehe http://www.panoramio.com/photo/30167621 in Algerien. Beim letzten Besuch der Oase haben mir ein paar Einwohner erzählt, dass in letzter Zeit der Wind bei einem Sandsturm anders durch die Atriums bläst und der Sand sich in anderen Ecken sammelt!! Ich setzte absichtlich zwei Ausrufezeichen. So meinte ein Einwohner, dass die Sanddün immer näher kommt!! Solches ist nicht Messbar. Solches kann derzeit nur beobachtet werden. An solchen „Geschichten“ und Beobachtungen bin ich interessiert, aber nach wie vor an Hinweisen zu Literatur. Besten Dank. Hans
Besten Dank für die Hinweise. Alexander schreibt, dass es immer heisser wird. Was meint man mit dem Begriff: „Heisser“. Wird es wärmer im Jahresdurchschnitt, im Winterhalbjahr, im Sommerhalbjahr, nimmt die Maximaltemperatur oder nimmt die Häufigkeit der Maximaltemperaturen zu? Wie steht es mit der Sonneneinstrahlung? Verändert sich aus das Farbenspektrum? Wird die Sonneneinstrahlung intensiver? Die Meteomessstationen, aber auch die Literaur, die ich kenne, geben über solche Fragen leider keine Auskunft.
Gemäss meinen „Brunnenbeobachtungen“ seit ca. 1970 bis ca. 2003 vertrockneten sehr viele Brunnen. Viele sind plötzlich trocken, gemäss Interviews mit Nomaden. Viele Brunnen wurden ja so zwischen 1980 bis 1990 komplett saniert, total ausgemauert. Es ist denkbar, dass das Vertrocknen einzelner Brunnen auch damit etwas zu tun hat und vielleicht weniger wegen einer eventuellen Klimaänderung. Solches würde mich besonders interessieren.
Auch Veränderungen der Sandregime, sofern solches beobachtbar ist. Ein Beispiel ist die Oase Taghit, siehe http://www.panoramio.com/photo/30167621 in Algerien. Beim letzten Besuch der Oase haben mir ein paar Einwohner erzählt, dass in letzter Zeit der Wind bei einem Sandsturm anders durch die Atriums bläst und der Sand sich in anderen Ecken sammelt!! Ich setzte absichtlich zwei Ausrufezeichen. So meinte ein Einwohner, dass die Sanddün immer näher kommt!! Solches ist nicht Messbar. Solches kann derzeit nur beobachtet werden. An solchen „Geschichten“ und Beobachtungen bin ich interessiert, aber nach wie vor an Hinweisen zu Literatur. Besten Dank. Hans
Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Hallo Hans, wenn ich raten müsste, dann würde ich sagen, das vertrocknen der Brunnen hat mit der nachlassenden Spannung im Grundwasser zu tun. Durch die Entnahme von immer mehr Wasser (vor allem mit Motorpumpen und das Anboren verschiedener wasserführender Schichten) kommt es zu Senkungen des Wasserspiegels, die dann Brunnen austrocknen lassen können. Das hat also erstmal nichts mit Klimaerwärmung zu tun, sondern mit einer zu hohen Wasserentnahme an einer anderen Stelle.
Ich hab Dir mal mein Kapitel zum Hydrosystem aus meiner Examensarbeit rauskopiert, darin geht es zwar eigentlich nur um das südliche Tunesien, aber gerade bei den Grundwasserkörpern geht es auch teilweise um die komplette Sahara.
http://rapidshare.de/files/48878178/Aus ... i.pdf.html
Ich hab den ganzen Anhang und zusätzliche Legenden, sowie die genaue Literaturliste weggelassen, wenn da ein besondere Bedarf besteht, einfach nochmal melden.
Gruß
Denis
Ich hab Dir mal mein Kapitel zum Hydrosystem aus meiner Examensarbeit rauskopiert, darin geht es zwar eigentlich nur um das südliche Tunesien, aber gerade bei den Grundwasserkörpern geht es auch teilweise um die komplette Sahara.
http://rapidshare.de/files/48878178/Aus ... i.pdf.html
Ich hab den ganzen Anhang und zusätzliche Legenden, sowie die genaue Literaturliste weggelassen, wenn da ein besondere Bedarf besteht, einfach nochmal melden.
Gruß
Denis
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Hans Frommelt
- Beiträge: 202
- Registriert: So 29. Mär 2009, 11:58
Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Hallo Denis
Ich bin kein Hydrologe und schaue gewisse Themen folglich etwas naiv an. Ich wohne in den Alpen und folglich bewegt mich das Thema: Quellen, Meteowasser und Karstwasser mehr, als das Grundwasser. Zudem habe ich meine Beobachtungen zu wenig eingegrenzt. Ich habe beim Thema: Vertrocknete Brunnen eher solche Gebiete gemeint, welche kaum bis gar nicht bewohnt sind und wo nirgends gepumpt wird. Also die tiefe Sahara, so ungefähr die Linie: In Salah – Amguid – Tamdjert - Iherir mit seinen Gueltas.
In deiner Arbeit hast du noch die Fogarra angesprochen. Da würde mich interessieren, ob da die Wassermenge rückläufig ist oder nicht. Nördlich von Reggane, beispielsweise in El Guerara, werden die Fogarra ja immer noch genutzt. Vor ca. 15 Jahren schaute ich diese Systeme sehr genau an, weil diese ja durch Meteowasser, wie du erwähnst, gespiessen werden. Dabei wurde von den Bewohnern, welche ihre Gärten noch pflegen, erwähnt, dass die Wassermenge leicht zu nehme. Nach der langen Reihe der Meteodaten über diese Gebiete, nimmt die Niederschlagsmenge auch sehr geringfügig zu, sofern die Meteorologiemessungen stimmen. Im Hoggar kann man, wenn man auf Wanderschaft geht, auch immer wieder feuchte Quellen erkennen. Da spielt auch das Meteowasser, aber auch Karstwasser, eine Rolle. Wäre interessant zu wissen, was du als Hydrologe darüber denkst. Hans
Ich bin kein Hydrologe und schaue gewisse Themen folglich etwas naiv an. Ich wohne in den Alpen und folglich bewegt mich das Thema: Quellen, Meteowasser und Karstwasser mehr, als das Grundwasser. Zudem habe ich meine Beobachtungen zu wenig eingegrenzt. Ich habe beim Thema: Vertrocknete Brunnen eher solche Gebiete gemeint, welche kaum bis gar nicht bewohnt sind und wo nirgends gepumpt wird. Also die tiefe Sahara, so ungefähr die Linie: In Salah – Amguid – Tamdjert - Iherir mit seinen Gueltas.
In deiner Arbeit hast du noch die Fogarra angesprochen. Da würde mich interessieren, ob da die Wassermenge rückläufig ist oder nicht. Nördlich von Reggane, beispielsweise in El Guerara, werden die Fogarra ja immer noch genutzt. Vor ca. 15 Jahren schaute ich diese Systeme sehr genau an, weil diese ja durch Meteowasser, wie du erwähnst, gespiessen werden. Dabei wurde von den Bewohnern, welche ihre Gärten noch pflegen, erwähnt, dass die Wassermenge leicht zu nehme. Nach der langen Reihe der Meteodaten über diese Gebiete, nimmt die Niederschlagsmenge auch sehr geringfügig zu, sofern die Meteorologiemessungen stimmen. Im Hoggar kann man, wenn man auf Wanderschaft geht, auch immer wieder feuchte Quellen erkennen. Da spielt auch das Meteowasser, aber auch Karstwasser, eine Rolle. Wäre interessant zu wissen, was du als Hydrologe darüber denkst. Hans
Re: Klimabeobachtung in der Sahara
Hi Hans, nur um das klar zu stellen, bin Geograph, kein Hydrologe. Die Hydrologie war nur ein Teilaspekt einer "landschaftsökologischen Skizze" und ich hab während des Studiums damit sonst auch nichts zu schaffen gehabt, bin da also auch kein echter Fachmann.
Was die Fogarra angeht: Zumindest in Tunesien sind die Wasserstände stark gesunken. Auch die "normalen" Brunnen sind in Tunesien teilweise stark gesunken und wurden nachgegraben oder mit einer Pumpe bestückt, genauso wie viele Schüttungsmengen zurück gegangen sind.
In Tunesien gibt es einen direkten Zusammenhang der nachlassenden Schüttungsmengen von natürlichen Quellen mit einer erhöhten Förderung des Wassers bei künstlichen Quellen mit Motorpumpen.
Die Wasservorräte gehen ja über eine riesige Fläche, da kann es schon sein, dass sich die Bohrung und Entnahme in einigen 10ern oder 100km auf die Wassermenge von anderen Brunnen auswirkt.
Dazu kommt ja auch noch, das in Algerien, wie in Tunesien intensiv nach Öl geforscht wird. Bei den seismographischen Messungen kann aber nicht genau zwischen Öl und Wasser unterschieden werden, so dass auch viele Wasserschichten angebohrt werden. Diese stehen ja auch unter Druck und fließen dann aus. Daher kommen ja auch einige der Seen im südlichen Tunesien... wie das in der von Dir genannten Region aussieht weiss ich leider nicht.
Prinzipiell werden die Gueltas und auch die Fogarra hauptsachlich durch oberflächennahmes, bzw. arthesisches Wasser gespeißt. Solange die wasserhaltenden Schichten also nicht zerstört werden (z.B. Bohrungen)kann sich ein mehr an Niederschlag also auch auf die Schüttungsmengen auswirken.
Wird eine Quelle von den tiefliegendem Complex Terminal oder Continental Intercalaire gespeißt ist ein Rückgang der Schüttungsmenge nicht mehr ohne weiteres zuzuordnen, da der Wasserkörper einfach zu groß ist.
Gruß
Denis
Was die Fogarra angeht: Zumindest in Tunesien sind die Wasserstände stark gesunken. Auch die "normalen" Brunnen sind in Tunesien teilweise stark gesunken und wurden nachgegraben oder mit einer Pumpe bestückt, genauso wie viele Schüttungsmengen zurück gegangen sind.
In Tunesien gibt es einen direkten Zusammenhang der nachlassenden Schüttungsmengen von natürlichen Quellen mit einer erhöhten Förderung des Wassers bei künstlichen Quellen mit Motorpumpen.
Die Wasservorräte gehen ja über eine riesige Fläche, da kann es schon sein, dass sich die Bohrung und Entnahme in einigen 10ern oder 100km auf die Wassermenge von anderen Brunnen auswirkt.
Dazu kommt ja auch noch, das in Algerien, wie in Tunesien intensiv nach Öl geforscht wird. Bei den seismographischen Messungen kann aber nicht genau zwischen Öl und Wasser unterschieden werden, so dass auch viele Wasserschichten angebohrt werden. Diese stehen ja auch unter Druck und fließen dann aus. Daher kommen ja auch einige der Seen im südlichen Tunesien... wie das in der von Dir genannten Region aussieht weiss ich leider nicht.
Prinzipiell werden die Gueltas und auch die Fogarra hauptsachlich durch oberflächennahmes, bzw. arthesisches Wasser gespeißt. Solange die wasserhaltenden Schichten also nicht zerstört werden (z.B. Bohrungen)kann sich ein mehr an Niederschlag also auch auf die Schüttungsmengen auswirken.
Wird eine Quelle von den tiefliegendem Complex Terminal oder Continental Intercalaire gespeißt ist ein Rückgang der Schüttungsmenge nicht mehr ohne weiteres zuzuordnen, da der Wasserkörper einfach zu groß ist.
Gruß
Denis




