Ich möchte meine Marokko-Reise um einen Kurztrip in die Westsahara erweitern. Geplant ist von Tarfaya über El Aiun und Smara in Richtung osten nach Zag zu reisen, selbstredend nur nördlich von DARS, da das Gebiet bekanntlich abgeriegelt ist (und nebenbei auch mit Landminen übersäht). Ab Smara ist die Straße (N14) nicht mehr geteert. Ich bin kein Angsthase und bin bereit Risiken einzugehen, dennoch möchte ich vorher informiert sein.
- Kleinwagen möglich? Auf vielen Fotos sehe ich ganz normale Autos, nicht jeder Einheimischer verfügt über einen 4x4. Scheinbar kommen die damit prima zurecht.
- Benzinversorgung? Sprich, hat jede Tankstelle auch Benzin, anstatt nur Diesel? Ich werde dennoch einen Reservekanister mitführen.
- Wie sieht es mit der Trinkwasserversorgung in den Siedlungen aus?
- Wie sind die Temperaturen vor Ort? Ich bin am Rätzseln, ob ich meine Jacke mitschleppen soll oder besser zu Hause lasse und mit ggf. was vor Ort hole.
- Handyempfang (marocc telecom) soll ja fast überall gewährleistet sein. Doch wie sieht es in der Westsahara außerhalb der Orte aus?
Ich stelle mich darauf ein, dass die Route alles andere als Verzögerungsfrei ablaufen wird, allein schon wegen der Checkpoints. Daher kalkuliere ich eine (Zwangs-)Übernachtung im Auto mit ein. Es gibt zwar ca. 3 Siedlungen auf dem Weg, aber ich kann ja schlecht einen einheimischen um Übernachtung fragen, zumindest stelle ich mir dies kompliziert vor.
Und bei uns kommt immer wieder das "leidige" Thema Spiegelreflex und "Wüstensand" auf. Da Objektiv niemals gewechselt wird, wie hoch ist die Gefahr des "Sand im Getriebe"-Schadens?
Kurztrip Westsahara
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Bäärti
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Re: Kurztrip Westsahara
Uns wurde es nicht gestattet von Smara ( http://dermuger.blogspot.ch ) weiter östlich zu fahren, da die Strasse weiter „hinten“ eh gesperrt sei. Etwa 8 bis 10 km östlichen von Smara liegt der „1.Wall“ und die Grenze zur DARS. Sie ist stark befestigt und von den marokkanischen Soldaten bemannt. Und hier war Schluss für uns.Arakis hat geschrieben:Ich möchte meine Marokko-Reise um einen Kurztrip in die Westsahara erweitern. Geplant ist von Tarfaya über El Aiun und Smara in Richtung osten nach Zag zu reisen, selbstredend nur nördlich von DARS … Ab Smara ist die Straße (N14) nicht mehr geteert. ...
Von da verläuft die Piste immer direkt am Grenzwall entlang. Sie sei aber gut zu fahren, meinten die Soldaten.
Das kommt halt sehr auf die Jahreszeit an. Aber von November und Februar ist es tagsüber mild, aber nachts kalt bis saukalt.Arakis hat geschrieben:- Wie sind die Temperaturen vor Ort? Ich bin am Rätzseln, ob ich meine Jacke mitschleppen soll oder besser zu Hause lasse und mit ggf. was vor Ort hole.
Oft nix!Arakis hat geschrieben:- Handyempfang (marocc telecom) soll ja fast überall gewährleistet sein. Doch wie sieht es in der Westsahara außerhalb der Orte aus?
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Barbara4x4
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Re: Kurztrip Westsahara
Die N14 ist vermutlich inzwischen mindestens bis Jderiya asphaltiert, kreuzte sie dieses Jahr einige km vorher. Bis Haouza schon seit mindestens 5 Jahren asphaltiert. Der Rest ist totgerittenes Wellblech. Mit geeignetem Pkw und ebensolchem Fahrer machbar. Ich fuhr die Strecke in den letzten 15 Jahren öfter und wurde nie daran gehindert. Auf Minen kann man auch in diesem Gebiet treffen, vor einigen Jahren starb ein Ausländer bei einem Minenunfall.
https://www.bladi.net/explosion-assa-zag.html
https://www.bladi.net/americain-mort-ex ... maroc.html
Tankstellen gibt es nur in Smara und Assa, Handyempfang selten. Jderiya und Haouza sind als Versorgungsstationen ungeeignet, man sollte schon alles dabei haben. Keine Restaurants außer in Smara. Nur in Libirat gibt es mindestens einen Lebensmittelverkäufer.
Im Winter kann es nachts um die Null werden, der fast immer wehende starke Wind kühlt zusätzlich.
Checkpoints sind kein Problem, das Militär hat sich sehr an den Wall zurückgezogen. Ganz anders als z.B. zwischen Tata und Iriqui. Brauchte zwischen Assa und Smara über El Farsia nicht einen Zettel.
Ich war Jahrzehnte mit einer Spiegelreflex unterwegs. Bei Sandsturm blieb sie in der Tasche, dort zusätzlich in einem Plastikbeutel. Bei umsichtigem Handling keine Probs.
Viele Grüße
Barbara
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Tankstellen gibt es nur in Smara und Assa, Handyempfang selten. Jderiya und Haouza sind als Versorgungsstationen ungeeignet, man sollte schon alles dabei haben. Keine Restaurants außer in Smara. Nur in Libirat gibt es mindestens einen Lebensmittelverkäufer.
Im Winter kann es nachts um die Null werden, der fast immer wehende starke Wind kühlt zusätzlich.
Checkpoints sind kein Problem, das Militär hat sich sehr an den Wall zurückgezogen. Ganz anders als z.B. zwischen Tata und Iriqui. Brauchte zwischen Assa und Smara über El Farsia nicht einen Zettel.
Ich war Jahrzehnte mit einer Spiegelreflex unterwegs. Bei Sandsturm blieb sie in der Tasche, dort zusätzlich in einem Plastikbeutel. Bei umsichtigem Handling keine Probs.
Viele Grüße
Barbara
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Bäärti
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Re: Kurztrip Westsahara
Hoi BarbaraBarbara4x4 hat geschrieben:Die N14 ist vermutlich inzwischen mindestens bis Jderiya asphaltiert, kreuzte sie dieses Jahr einige km vorher. Bis Haouza schon seit mindestens 5 Jahren asphaltiert. Der Rest ist totgerittenes Wellblech. ...
Wie sieht es da hinten eigentlich landschaftlich aus?
Ist es hübscher und vielseitiger als weiter westlich, oder auch bloss flaches Kies- und Steppenland.
Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Barbara4x4
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Re: Kurztrip Westsahara
Moin Bäärti,
Sowohl als auch
Die Asphaltstrecke führt über die langweilige Plaine, teils auf der alten RPD. Die Highlights meist im Pistenbereich.
Zwischen Smara und Haouza finde ich die Gegend mit den Gaats Klasse, nordöstlich von Smara.
Natürlich immer die Sequia El Hamra. Gaat Mezouar mit der alten Triple mur bei Hauza ist schön, um Hauza herum Tumuli und nette Landschaft zu finden. Südlich von Jderiya die Piste durch die Berge, heute vermutlich Asphalt.
Die Gegend um El Farsia ist noch nett, zwischen Zag und Libirat hat es nette Durchbruchtäler im Bergzug. Die Schönheit der Westsahara findet sich meist in den Fließtälern. Und ja, weite Flächen sind öde. Nördlich von El Farsia gibt es auch diese Flächen, durchzogen von Prospektionspisten, schwarzsteinig-rumpelig.
Smara-Zag wurde von der Wanderdüne launig dokumentiert:
Eine spontane Abstimmung im Familienkreis ergab soeben, daß wir einstimmig den Teil östlich von Smara für abwechslungsreicher und interessanter halten.
Viele Grüße
Barbara
Sowohl als auch
Die Asphaltstrecke führt über die langweilige Plaine, teils auf der alten RPD. Die Highlights meist im Pistenbereich.
Zwischen Smara und Haouza finde ich die Gegend mit den Gaats Klasse, nordöstlich von Smara.
Natürlich immer die Sequia El Hamra. Gaat Mezouar mit der alten Triple mur bei Hauza ist schön, um Hauza herum Tumuli und nette Landschaft zu finden. Südlich von Jderiya die Piste durch die Berge, heute vermutlich Asphalt.
Die Gegend um El Farsia ist noch nett, zwischen Zag und Libirat hat es nette Durchbruchtäler im Bergzug. Die Schönheit der Westsahara findet sich meist in den Fließtälern. Und ja, weite Flächen sind öde. Nördlich von El Farsia gibt es auch diese Flächen, durchzogen von Prospektionspisten, schwarzsteinig-rumpelig.
Smara-Zag wurde von der Wanderdüne launig dokumentiert:
Eine spontane Abstimmung im Familienkreis ergab soeben, daß wir einstimmig den Teil östlich von Smara für abwechslungsreicher und interessanter halten.
Viele Grüße
Barbara




