Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
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Wolfgang K
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Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Da ich keine Lust habe bei der Kälte das Auto weiter auszuräumen, schreibe ich auch mal nen Reisebericht. Da wir im letzten Jahr praktisch nur im Sand waren, lag diesmal der Schwerpunkt auf Site Seeing. Zielland ist wie bei den Reisen der letzten Jahre wieder Libyen. Da praktisch alle Mitfahrer etliche Male in Libyen waren und die „klassischen“ Highlights kannten, wollten wir diesmal eben ein par Sachen anschauen, an denen man eigentlich eher vorbeifährt: einige Römertrümmer, ein par italienische Forts, eine Holzkiste, ein Kanister, noch viel, viel mehr Kanister, einige kaputte Autos der LRDG sowie der SDF und einige andere Dinge, an denen man oft vorbeifährt ohne es zu wissen und sich nachher ärgert. Und dann war da noch ein schnellschreibender Exil Tuareg….aber dazu später mehr.
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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Die Einreise ging relativ schnell. Es hat sich bewährt nicht von der Fähre aus die Nacht durch bis an die Grenze zu fahren um am nächsten Morgen von Tunesien nach Libyen ein zu reisen, sondern gegen Abend an die Grenze zu fahren, da der „Grenztag“ doch immer irgendwie drauf geht. Ob man dann um 14.00 oder 17.00 von der Grenze weg kommt ist fast egal. Man kommt eh nicht mehr aus dem dicht besiedelten Norden weg.
Da wir eine überschaubare Gruppe sind hält sich die Anzahl der Begleiter in Grenzen: 1
Der eigentlich vorgesehene hatte am Tag unserer Einreise einen Unfall, es ist aber schnell ein neuer organisiert, der erst am Abend von seinem Glück erfährt. Wir nehmen ihn morgens an Bord, und sind gegen 9:00 auf nach dem Tanken auf dem Abmarsch aus Zuara gen Süden.
Am Nachmittag erreichen wir bei Nisma einige römische Wehrhöfe. In der Nähe finden wir einen netten Übernachtungsplatz und beschließen gleich dort die erste Nacht zu verbringen.




Da wir eine überschaubare Gruppe sind hält sich die Anzahl der Begleiter in Grenzen: 1
Der eigentlich vorgesehene hatte am Tag unserer Einreise einen Unfall, es ist aber schnell ein neuer organisiert, der erst am Abend von seinem Glück erfährt. Wir nehmen ihn morgens an Bord, und sind gegen 9:00 auf nach dem Tanken auf dem Abmarsch aus Zuara gen Süden.
Am Nachmittag erreichen wir bei Nisma einige römische Wehrhöfe. In der Nähe finden wir einen netten Übernachtungsplatz und beschließen gleich dort die erste Nacht zu verbringen.




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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
In Ban Walid wollten wir eigentlich den Dreieckstempel machen, aber der Zuständige ist nicht im Office sondern auf einer Hochzeit. Da Ban Walid nicht unbedingt als Perle der Oasen zu bezeichnen ist, verweilen wir nicht weiter und fahren gen Südenosten in Richtung Girza. Später begegnen wir noch der Hochzeitsgesellschaft, die mit etlichen Fahrzeugen sich wild gegenseitig überholend uns entgegen kommt. Da wäre unser Stempel dabei gewesen und ich wäre fast mir ihn frontal zusammengestoßen. Man soll’s nicht erzwingen…



Ein Stück Pipelinepiste, dann links ab und wir waren in Girza. Sehenswert!










Ein Stück Pipelinepiste, dann links ab und wir waren in Girza. Sehenswert!







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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Weiter nach Bu Ngem und dort auf die von etlichen Forts gesäumte alte Straße nach Hun, von den Italienern gebaut.
Hier fährt keiner mehr her. Die Zufahrt ist in Bu Ngem komplett überbaut bzw. eingezäumt. Man muss inzwischen den Ort westlich umfahren um den Einstieg zu finden.
Die ersten Forts und ein alter Checkpoint. Der Fahnenmast steckt noch als Stummel in der Halterung.
Richters Tafelberg ist in natura größer als man denkt. Allerdings steigen wir doch mal rauf.







Hier fährt keiner mehr her. Die Zufahrt ist in Bu Ngem komplett überbaut bzw. eingezäumt. Man muss inzwischen den Ort westlich umfahren um den Einstieg zu finden.
Die ersten Forts und ein alter Checkpoint. Der Fahnenmast steckt noch als Stummel in der Halterung.
Richters Tafelberg ist in natura größer als man denkt. Allerdings steigen wir doch mal rauf.







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Kuno
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
In dem kleinen alten Weghaeuschen habe ich ganz am Ende vom 1999 mal froestelnd bei unablaessigem Regen uebernachtet 
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Kuno
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Wenn ich noch was zu den Forts sagen darf: Die Stammen alle aus Graziani's Zeit - also nicht aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese Piste diente dem vormarsch der Italiener auf die Giofra Oasengruppe und ich vemrute, dass dies Befestigungen bereits zu dieser Gelegenheit errichtet wurden, um die Versorgung zu schuetzen.
Uebrigens, als Graziani in Zilla angekommen war - siegreich natuerlich - hat er gemerkt, dass irgendwer die Bestellung fuer den Nachschub verpennt hatte...
Uebrigens, als Graziani in Zilla angekommen war - siegreich natuerlich - hat er gemerkt, dass irgendwer die Bestellung fuer den Nachschub verpennt hatte...
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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Da inzwischen Freitag ist, brauchen wir in Hun auch keinen Versuch zu unternehmen den Stempel zu bekommen. Also weiter nach Waddan. Hier kaufen wir für 8-9 Tage ein und tanken für gut 1.800km, da wir nicht darauf vertrauen wollen in Zilla Nafta zu bekommen. Die örtliche Naftaria ist nicht immer flüssig mit Diesel. Diesmal gibt’s aber in Zilla noch was und wir machen die Tanks noch mal voll.
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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Festung in Zilla

1a Wellblech

Landschaft südlich von Zilla.



Beim schwarzen Berg verlassen wir die Route des Sonderkommando Dora für ein par Tage um auf dem Serrir Kalansho einen weeeeiten Bogen zu fahren.

1a Wellblech

Landschaft südlich von Zilla.



Beim schwarzen Berg verlassen wir die Route des Sonderkommando Dora für ein par Tage um auf dem Serrir Kalansho einen weeeeiten Bogen zu fahren.
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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Das Serrir Kalansho ist für mich eine der schönsten Landschaften der Sahara. Wenige Landschaften bieten eine solche Weite ohne je langweilig zu werden. Es sind immer Tafelberge in sich. Im Westen geht die Ebene ganz allmählich in Dühnengelände über.
Vor zZwei Jahren war diese Gegend praktisch spurenfrei. Das hat sich mit der (erneuten) Ankunft der Ölerei verändert. Breite Spurenbündel kreuzen unseren Weg nach Osten.

Vor zZwei Jahren war diese Gegend praktisch spurenfrei. Das hat sich mit der (erneuten) Ankunft der Ölerei verändert. Breite Spurenbündel kreuzen unseren Weg nach Osten.

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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Hier hat jemand sein Bett stehen lassen. Anhand der sonstigen Hinterlassenschaften muss das in den 60ern gewesen sein. Hatten wir schon einen Fred „Betten in der Wüste“? Es wird Zeit.


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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
2008 hatte ich einige Flugfelder auf dem Serir gesehen. Einige stammen noch aus WKII, andere sind später von der Ölerei hinzugekommen. Dieses hier ist liegt recht weit im Osten, stammt aber wohl aus der Nachkriegszeit. Die beiden rechtwinkligen Flugfelder sind mit Fässern und am Rand mit einer zu Teer verbackenen Umrandung aus Öl markiert.






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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Nach ein par Tagen unterwegs, wenn das frische Gemüse alle ist und die Makaroni den Speisezettel erobert haben, kann der Speiseplan schon mal langweilig werden. Nudeln mit Tomatenmark, Tomatenmark mit Nudeln, Reis mit Tomatenmark,…
Auch vergangenen Jahren hat schon mal jemand die Nerven mit der Dosenkost verloren und ein eindruckvolles Zeichen gesetzt..

Auch vergangenen Jahren hat schon mal jemand die Nerven mit der Dosenkost verloren und ein eindruckvolles Zeichen gesetzt..

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Wolfgang K
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Wir erreichen den Dünengürtel und den Rand der nördlichen Ebene gut 100km östlich der Straße Jalu – Kufra. Hier gehen wir ohne Jalu oder andere Metropolen anzufahren auf Südkurs.






Libyen - heul!
danke Wolfgang, mit dir komme ich wenigstens wieder ein bisschen nach Libyen!
Grüsse
Ursula
PS wann kommen die Kanister
?
Grüsse
Ursula
PS wann kommen die Kanister
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Kuno
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Re: Libyen 11/2010: Viele km und viele Kanister
Ursula; du bist suechtig und Wolfgang bringt diesen Beitrag nur um den Schweizern weh zu tun. Einfach ignorieren, solche Typen. Enfach nur ignorieren 


