Libyen | Etwas für die Geologen
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Gerhard Göttler
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Nein, Bäärti,
so kompliziert wirds gar nicht wenn man einfach akzeptiert, dass das, was auf Kunos Foto weiß zu sehen ist, irgend ein Kalk, Gips oder was weiß ich für ein (evtl. auch salziges) Gemenge darstellt, allerdings ein quellfähiges. Wenn man dann will und es unbedingt sein muss kann man ja eine Handvoll mit nach Hause nehmen und im Labor untersuchen lassen. Lohnt wohl nicht den Aufwand, oder?
Der Gerhard
so kompliziert wirds gar nicht wenn man einfach akzeptiert, dass das, was auf Kunos Foto weiß zu sehen ist, irgend ein Kalk, Gips oder was weiß ich für ein (evtl. auch salziges) Gemenge darstellt, allerdings ein quellfähiges. Wenn man dann will und es unbedingt sein muss kann man ja eine Handvoll mit nach Hause nehmen und im Labor untersuchen lassen. Lohnt wohl nicht den Aufwand, oder?
Der Gerhard
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Bäärti
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
...schön anzuschauen ist es in jedem Fall?
Gruss Bäärti

Gruss Bäärti

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Kuno
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Hat sonst noch jemand eine seltsame Struktur anzubieten, welche Regula und Bäärti dann erklären können 
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Regula St.
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
@ Kuno und Bäärti
ich werde nächste Woche mal zwei von meinen Norwegenbildern aus 2004 digitalisieren lassen (zum einen die effektive Frostsprengung von Granit, zum andern die Wabenstruktur) und sie dann hochladen. Zur Wabenstruktur von Steinen ist mir noch eine Idee gekommen, die ich dann mit dem Bild zusammen als Vorschag/Idee vorlegen werde. Vielleicht kannst Du, Bäärti, mir dann sagen, ob ich völlig falsch liege? (Danke auch für die schöne physikalisch-mathematische Erklärung der Wabenstruktur: Du hast sie einfach begreifbar auf den Punkt gebracht!)
Im Übrigen weiss ich, dass es sich nicht um "Sandwüstenbilder" handelt, nur: wo ich sie fotografiert hatte, ist heute auch Wüste... Das norwegische Militär hat dort im Jahr 2005 einen Panzerübungsplatz eingerichtet, und seither ist das Gebiet off limits. Es war auch vorher nicht viel begangen; man konnte dort tagelang unterwegs sein, ohne auch nur einen Menschen zu treffen: erholsam!
Ich freue mich auf Eure Reaktionen!
Liebe Grüsse
Regula
ich werde nächste Woche mal zwei von meinen Norwegenbildern aus 2004 digitalisieren lassen (zum einen die effektive Frostsprengung von Granit, zum andern die Wabenstruktur) und sie dann hochladen. Zur Wabenstruktur von Steinen ist mir noch eine Idee gekommen, die ich dann mit dem Bild zusammen als Vorschag/Idee vorlegen werde. Vielleicht kannst Du, Bäärti, mir dann sagen, ob ich völlig falsch liege? (Danke auch für die schöne physikalisch-mathematische Erklärung der Wabenstruktur: Du hast sie einfach begreifbar auf den Punkt gebracht!)
Im Übrigen weiss ich, dass es sich nicht um "Sandwüstenbilder" handelt, nur: wo ich sie fotografiert hatte, ist heute auch Wüste... Das norwegische Militär hat dort im Jahr 2005 einen Panzerübungsplatz eingerichtet, und seither ist das Gebiet off limits. Es war auch vorher nicht viel begangen; man konnte dort tagelang unterwegs sein, ohne auch nur einen Menschen zu treffen: erholsam!
Ich freue mich auf Eure Reaktionen!
Liebe Grüsse
Regula
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Regula St.
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Hallo, ich hab's tatsächlich geschafft, die beiden Fotos innert nützlicher Frist digitalisieren zu lassen...
Hier mal das erste:

Das ist eine klassische Frostsprengung von Granit.
Und hier kommt noch das zweite Bild: die steinernen Waben...

Ganz links steht meine Schwester; das gibt einen guten Grössenvergleich.
Die Anordnung der Steine kann ich mir eigentlich nur folgendermassen erklären: Der Boden ist unterschiedlich wasserhaltig. An einzelnen Stellen bildet sich im Winter eine Eisblase. Da Eis bekanntlich eine grössere Ausdehnung als Wasser hat, wölbt sich der Boden. Der Boden bleibt auch noch eine Weile nach der Schneeschmelze gefroren und gewölbt, die Steine rutschen seitlich runter. @Bäärti: Könnte diese Idee physikalisch richtig sein?
Danke für Eure Reaktionen und lieber Gruss
Regula
Hier mal das erste:

Das ist eine klassische Frostsprengung von Granit.
Und hier kommt noch das zweite Bild: die steinernen Waben...

Ganz links steht meine Schwester; das gibt einen guten Grössenvergleich.
Die Anordnung der Steine kann ich mir eigentlich nur folgendermassen erklären: Der Boden ist unterschiedlich wasserhaltig. An einzelnen Stellen bildet sich im Winter eine Eisblase. Da Eis bekanntlich eine grössere Ausdehnung als Wasser hat, wölbt sich der Boden. Der Boden bleibt auch noch eine Weile nach der Schneeschmelze gefroren und gewölbt, die Steine rutschen seitlich runter. @Bäärti: Könnte diese Idee physikalisch richtig sein?
Danke für Eure Reaktionen und lieber Gruss
Regula
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Michael Escher
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Ja, ichKuno hat geschrieben:Hat sonst noch jemand eine seltsame Struktur anzubieten, welche Regula und Bäärti dann erklären können

gesehen an den Ausläufern des Chott el Djerid, kurz zuvor hats leicht geregnet.
Gruss Michael
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Bäärti
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
GrüeziHat sonst noch jemand eine seltsame Struktur anzubieten, welche Regula und Bäärti dann erklären können?
Von Geologie verstehe ich doch nichts. Ich bin doch bloss ein schmächtiges Knäblein aus den Bergen. Bevor ich zum ersten mal in die Sahara fuhr, wusste ich ja nicht mal, dass es auch im Flachland Steine gibt. Ich dachte immer, die Steine wachsen auf den Berggipfeln, fallen dann runter und versuchen uns Bergler zu treffen (bloss im Winter kamen keine, da kamen die Lawinen). In der Sahara habe ich dann erkannt, dass es da auch Steine gibt, aber mancherorts keine Berge. Und auch keine Bergler, bloss Auswärtige. Muss etwas mit den Steinen zu tun haben. Da müsste man eben die Geologie verstehen...
Gruss Pelzer
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Michael Escher
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Hallo Bäärti,
Zitat von dir:
In der Sahara habe ich dann erkannt, dass es da auch Steine gibt, aber mancherorts keine Berge. Und auch keine Bergler...
das scheint logisch: wenn alle Steine von den Bergen runtergefallen sind gibts irgendwann keine Berge mehr, und wo soll dann der Bergler noch Bergler sein können?
Gruss Michael
Zitat von dir:
In der Sahara habe ich dann erkannt, dass es da auch Steine gibt, aber mancherorts keine Berge. Und auch keine Bergler...
das scheint logisch: wenn alle Steine von den Bergen runtergefallen sind gibts irgendwann keine Berge mehr, und wo soll dann der Bergler noch Bergler sein können?
Gruss Michael
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Regula St.
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Hallo Michael
ich hab' noch Dein Bild etwas näher unter die Lupe genommen: im Prinzip könnte es sich um etwas ähnliches handeln, wie es Kuno zu Beginn reingestellt hat. Die hellen "Linien" scheinen ja etwas höher zu sein als die dunklen Flecken; die wären dann schon ein wenig trockener gewesen. Und Mineralsalze können natürlich auch im Sand einfach ausblühen (das ist so ähnlich wie an unglasierten Pflanzentöpfen, wenn man die Pflanzen regelmässig mit Flüssigdünger versieht...)
Und im übrigen kann ich nur mit Bäärti sagen: Ich bin auch keine Geologin! Ich werde aber bei Gelegenheit einen aufzutreiben versuchen.
Lieber Gruss
Regula
ich hab' noch Dein Bild etwas näher unter die Lupe genommen: im Prinzip könnte es sich um etwas ähnliches handeln, wie es Kuno zu Beginn reingestellt hat. Die hellen "Linien" scheinen ja etwas höher zu sein als die dunklen Flecken; die wären dann schon ein wenig trockener gewesen. Und Mineralsalze können natürlich auch im Sand einfach ausblühen (das ist so ähnlich wie an unglasierten Pflanzentöpfen, wenn man die Pflanzen regelmässig mit Flüssigdünger versieht...)
Und im übrigen kann ich nur mit Bäärti sagen: Ich bin auch keine Geologin! Ich werde aber bei Gelegenheit einen aufzutreiben versuchen.
Lieber Gruss
Regula
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Kuno
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Regula St. hat geschrieben:Ich werde aber bei Gelegenheit einen aufzutreiben versuchen.
Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Aus Libyen.
Was fällt euch dazu ein?
Ich hab keine Ahnung würde es aber gerne wissen.
Aufgestellte hauchdünne Platten aus kalkartigem Gestein.
http://up.picr.de/1256080.jpg
Gleicher Ort: Auf und in der weißen Fläche meist runde Steine aus hartem Gestein. Auffällig ist das diese oft hohl sind.
http://up.picr.de/1256079.jpg
Farbiges Pulver am BP Krater, ähnlich wie Kreide.
Nicht an der Oberfläche sondern knapp darunter.
http://up.picr.de/1256081.jpg
Was fällt euch dazu ein?
Ich hab keine Ahnung würde es aber gerne wissen.
Aufgestellte hauchdünne Platten aus kalkartigem Gestein.
http://up.picr.de/1256080.jpg
Gleicher Ort: Auf und in der weißen Fläche meist runde Steine aus hartem Gestein. Auffällig ist das diese oft hohl sind.
http://up.picr.de/1256079.jpg
Farbiges Pulver am BP Krater, ähnlich wie Kreide.
Nicht an der Oberfläche sondern knapp darunter.
http://up.picr.de/1256081.jpg
Servuz Thomas
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Regula St.
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
@Alle:
Jetzt ist ein Geologe mehr als nötig! Ich werde mal alle drei, die ich besser kenne, anschreiben (und vielleicht auch noch einige, die ich wenigstens dem Namen nach kenne
)
Hoffe, dass wir bald Bescheid kriegen...
Lieber Gruss
Regula
Jetzt ist ein Geologe mehr als nötig! Ich werde mal alle drei, die ich besser kenne, anschreiben (und vielleicht auch noch einige, die ich wenigstens dem Namen nach kenne
Hoffe, dass wir bald Bescheid kriegen...
Lieber Gruss
Regula
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Regula St.
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
@Thomas
Habe Deine Bilder nochmals angeschaut.
Bild 1: aufgestiegene Minerale im Kalk, die härter sind als Kalkstein und herauswittern (man kann das vergleichen mit Quarzadern in den Kalkalpen; die sind auch immer höher als der Kalk); ich vermute, dass da auch Eisen beteligt ist.
Bild 2: Solche kugeligen Dinger habe ich auch in der Libyschen Wüste in Ägypten gesehen. Wir haben auch noch ganze Kugeln gefunden: innen drin waren sie mit Sand(-stein) gefüllt. Auch das dürfte eine Mineralkonkretisation sein.
Bild 3: vermoderter violetter Sandstein (vermutlich sehr stark hämatithaltig).
Ich werde meine Bilder mal durchsuchen und die passenden bei Gelegenheit raufladen.
Aber: Ein Geologe ist unverzichtbar!
Lieber Gruss
Regula
Habe Deine Bilder nochmals angeschaut.
Bild 1: aufgestiegene Minerale im Kalk, die härter sind als Kalkstein und herauswittern (man kann das vergleichen mit Quarzadern in den Kalkalpen; die sind auch immer höher als der Kalk); ich vermute, dass da auch Eisen beteligt ist.
Bild 2: Solche kugeligen Dinger habe ich auch in der Libyschen Wüste in Ägypten gesehen. Wir haben auch noch ganze Kugeln gefunden: innen drin waren sie mit Sand(-stein) gefüllt. Auch das dürfte eine Mineralkonkretisation sein.
Bild 3: vermoderter violetter Sandstein (vermutlich sehr stark hämatithaltig).
Ich werde meine Bilder mal durchsuchen und die passenden bei Gelegenheit raufladen.
Aber: Ein Geologe ist unverzichtbar!
Lieber Gruss
Regula
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Regula St.
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Re: Libyen | Etwas für die Geologen
Hi Thomas
hier noch einige Bilder mit vergleichbaren Strukturen aus meinem Fundus.
1) ca. 20 km südlich von Abu Ballas

2) ca. 100 km nordöstlich von Abu Ballas (da gabs Schalen, Schälchen, Röhren, Kugeln, statuenartige Gebilde uvam.)

3) fast am selben Ort wie 2) (leider etwas überbelichtet: ich wusste damals noch nicht, dass die Belichtungszeit extrem verkürzt werden muss)

Und weil es so schön ist, hier noch ein Bild aus dem Wadi Abdelmelik: ein Stein mit einer sog. Boudinage (unter hohem Druck zusammengepresst, die Schichten verformen sich):

Solche Sachen sind einfach faszinierend!
Lieber Gruss
Regula
hier noch einige Bilder mit vergleichbaren Strukturen aus meinem Fundus.
1) ca. 20 km südlich von Abu Ballas

2) ca. 100 km nordöstlich von Abu Ballas (da gabs Schalen, Schälchen, Röhren, Kugeln, statuenartige Gebilde uvam.)

3) fast am selben Ort wie 2) (leider etwas überbelichtet: ich wusste damals noch nicht, dass die Belichtungszeit extrem verkürzt werden muss)

Und weil es so schön ist, hier noch ein Bild aus dem Wadi Abdelmelik: ein Stein mit einer sog. Boudinage (unter hohem Druck zusammengepresst, die Schichten verformen sich):

Solche Sachen sind einfach faszinierend!
Lieber Gruss
Regula




