Marokko' Süden

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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KöWi
Beiträge: 21
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Marokko' Süden

Beitrag von KöWi »

Bin letzte Woche aus Marokko zurück und habe auf der Süd-Route entlang der algerischen Grenze von Taouz nach Tata mit den Militär-Kontroll-Posten
keinerlei Probleme gehabt! Wir waren 3 GW und 8 Personen. Bei den jeweiligen Posten einfach die vorbereiteten Teilnehmerliste mit den Daten abgegeben und nach 3 Minuten gings weiter. Alle waren sehr freundlich und hillfsbereit.
Zur Zeit ist in dieser Gegend allerhand los. Kolonnenweise Spanier mit aufgemotzten GW, ansonsten sind die Pisten einmalig. Sehr "verwuhlt" und zerfahren ist die Überfahrt des O.Rheris von Westen, da jeder sich nach den GPS Koordinaten hält und stur darauf losfährt ohne sich in der Natur umzusehen, wo ein leichteres Durchkommen ist.
Der Einsatz der GPS Geräte wird halt zum Teil übertrieben und das Ganze wird dann ein "Spiel in der Sandkiste".
Mit Gruß
KöWi
jan/desperado
Beiträge: 57
Registriert: So 2. Okt 2005, 12:07
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Re: Marokko' Süden

Beitrag von jan/desperado »

hallo köwi,

ich bin selbst in dieser gegend mehrfach unterwegs gewesen (ist allerdings 2-4 jahre her) und zwischen taouz und tagounite gar nicht kontrolliert worden, obwohl natürlich militärposten in sichtweite waren.
problematisch war eigentlich nur zwischen iriki und tata der posten etwa bei N 29°31' W 7° 27'. dort gab es keine diskussionen und wir wurden zurückgeschickt.
frage: seit ihr an diesem militärposten vorbeigekommen und wenn ja, hat man euch durchgelassen?

gruß jan
Barbara4x4
Beiträge: 465
Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03

Re: Marokko' Süden

Beitrag von Barbara4x4 »

Hi Jan,

seit 2 Jahren ist ein Durchkommen in Ost-West-Richtung möglich, vor 3 Jahren wurden wir noch zurück geschickt.

Gruß
Barbara
KöWi
Beiträge: 21
Registriert: Mo 7. Apr 2008, 17:03

Re: Marokko' Süden

Beitrag von KöWi »

Hallo jan,
Das Befahren dieser Strecke Lac Iriki - Tata (Paris -Dakar-Strecke) ist nur
in Ost-West Richtung erlaubt.
Auch der weitere Teil nach Assa - Tan Tan auf der PD-Strecke darf gefahren werden. Sollte man trotzdem aufgehalten werden soll man sich behaupten.
Evtl. einen Offizier verlangen oder diesen telefonisch kontaktieren lassen, den franz. Führer "Gandini" vorzeigen in dem beschrieben wird, daß sämtliche PD-Strecken für Touristen befahrbar sind. Der franz. Führer "Gandini" ist offiziell und wurde in Zusammenarbeit mit den marokk. Behörden bearbeitet.
PS. Die Militär-Sperre im Gebiet "Ouarkziz" von Assa nach Twizgui Remtz wurde aufgehoben.
Gruss KöWi
Barbara4x4
Beiträge: 465
Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03

Re: Marokko' Süden

Beitrag von Barbara4x4 »

Hallo KöWi,

in Dar Brik ist Ende, zumindest war es diesen Februar so. Das Gandini-Zeigen hat Militärs noch nie beeindruckt.

Gandini ist wirklich gut, aber schon mehr als einmal führten siene Bücher mich in strikte Sperrgebiete. Das mit der Abstimmung scheint so eine Sache zu sein. Und bei Sätzen wie "verhalte Dich unauffällig und bleibe nicht lange in der Region des Postens, damit er nicht auf Dich aufmerksam wird" zeigen dem geneigten Leser schon, wie intensiv die Abstimmung mit dem Militär ist :wink:

Gandini wurde übrigens dort unten auch zurück geschickt, er versucht das Militär dazu zu bewegen, alle RPDs freizugeben - aber noch ist es nicht so weit.

Im Gegenteil: ich fand Pisten seiner neuen Ausgabe der Tome 2, die jetzt verbotene Pisten sind.

Gruß
Barbara
Guenter
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Re: Marokko' Süden

Beitrag von Guenter »

Hallo...,
ist dies die Strecke Tan Tan - Ayoun du Draa - Tiglite - Aouinit Torkoz -Assa, bzw N1 - P1304 - P1308 - N12?
Ich möchte diese Strecke im Dezember 2009 nach Möglichkeit fahren. Wer hat neue Informationen?
Zuletzt geändert von Guenter am Mo 23. Nov 2009, 06:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus Offenburg
Günter
Barbara4x4
Beiträge: 465
Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03

Re: Marokko' Süden

Beitrag von Barbara4x4 »

Nein, das ist eine andere Strecke. TanTan - das meintest du wohl als Ausgangsort - nach Assa über Ayoun du Dra ist mindestens seit 1992 immer befahrbar gewesen. Keine Probleme zu erwarten.

Viele Grüße
Barbara
Guenter
Beiträge: 66
Registriert: Di 19. Dez 2006, 18:46
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Re: Marokko' Süden

Beitrag von Guenter »

Danke Barbara,
habe soeben korrigiert...
Grüße aus Offenburg
Günter
Ralf Kiefer
Beiträge: 1575
Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
Wohnort: nahe Karlsruhe

Re: Marokko' Süden

Beitrag von Ralf Kiefer »

Hallo,

vorneweg: ich habe diese Beiträge leider erst jetzt entdeckt.
jan/desperado hat geschrieben: problematisch war eigentlich nur zwischen iriki und tata der posten etwa bei N 29°31' W 7° 27'. dort gab es keine diskussionen und wir wurden zurückgeschickt.
Dezember 2005, wenige Tage vor der Dakar 2006:
An genau diesem Posten wurden wir von einem "Befehlsempfänger" freundlich empfangen, sein Chef kam wenige Minuten später mit einem AFAIR sehr lädierten Defender, d.h. wir (mit zwei Moppeds) wurden schon längere Zeit bei der Anfahrt auf diesen Posten beobachtet. Wir wurden zu Tee eingeladen, ich habe im Gegenzug ein paar Mandarinen ausgepackt.

Paßkontrolle, Eintrag ins große Logbuch, die üblichen Fragen nach dem woher und wohin, und dann wurden wir auf der richtigen Piste weitergeschickt. Alles sehr freundlich und nett.

Einige km später fuhren wir in den nächsten Militärposten direkt rein, also eine Anhöhe rauf und plötzlich standen wir bei denen im Hof. Dort waren zu diesem Zeitpunkt ein paar leicht gepanzerte Fahrzeuge in der Ecke abgestellt. Unfreundliche Mannschaft, ewiges Warten draußen auf dem Hof in der Sonne, und die haben uns eines von den Papieren abgenommen, von denen ich dachte, daß man es bei der Ausreise bräuchte. Dort waren wir äußerst unwillkommen. Aber wir waren unterwegs in Richtung Tata.

Etliche km später ein mobiler Militärposten am Ende eines langen, schmalen Tals nahe einer kleinen Oase: wir durften auf der Dakarpiste nicht weiterfahren, sondern mußten fast bis Tata zurück, um auf die Straße zu kommen.

Grob südlich von Akka verpaßten wir die Dakarpiste und waren auf einer Piste in Richtung Süden. Dort gab's kein Weiterkommen. Auf Google Earth ist erkennbar, daß kurz hinter diesem Posten ein Militärlager mit mehreren Hubschrauberlandeplätzen liegt. Die dortigen Posten erklärten uns sogar, wo die Dakarpiste sei, die wir daraufhin auch wieder fanden.

Auf dieser ging's weiter in Richtung Südost: dort gab's auch kein Weiterkommen an einem Militärposten. Wir mußten rund 25 - 30km zurück fahren, um irgendwie nach Norden rauszukommen. Später auf Google Earth sah ich dann, daß wir zwar auf der Dakarpiste waren, aber sehr nahe an die algerische Grenze gekommen wären.

Wie sieht's dort aktuell aus? Gibt's Sicherheitsbedenken? Wie kritisch ist der offensichtlich real existierende, inoffizielle Grenzverkehr für ausschließlich in Marokko und tagsüber reisende Moppedfahrer? Insbesondere zwischen dem Lac Iriki und dem oben angesprochenen Militärposten fanden wir etliche Fahrzeugspuren, die nicht von Dakar-Fahrzeugen stammten und auch nicht unbedingt von Militärfahrzeugen.

Gruß, Ralf
Barbara4x4
Beiträge: 465
Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03

Re: Marokko' Süden

Beitrag von Barbara4x4 »

Hallo Ralf,

die Situation hat sich seit März 2007 geändert, die Posten wurden vermehrt und materiell sehr gut ausgestattet.

Der Posten auf der Anhöhe war 2008 und 2009 nicht mehr besetzt, Probleme gab es 2008 zwischen Tata und Akka wo wir - völlig unsinnig - zum Anphalt zurück geschickt wurden. Könnte dier Stelle nach dem langen Tal gewesen sein. 2007 aus Ggenrichtung gab es keine Probleme.

Der Posten, hinter Akka an dem ihr zurückgeschickt wurdet könnte Dar Brik gewesen sein - die Entfernung zum Asphalt würde stimmen - es gibt einfach keinen shortcut von dort nach Norden.

Die Schmuggler sind überwiegend nachts unterwegs. Am 18. Januar kam es zu einem nächtlichen Schußwechsel mit den FAR, 50 km südlich von Foum Zguid im Oued en Namous, also etwas südlich der Stelle, wo die Dakarpiste den Oued Mellah quert.

Dennoch wäre ich dort unbesorgt unterwegs - im Frühjahr 2009 wurde Material für eine weitere Verdichtung der Postenketten herangeschafft, das Ziel ist, jeden Kilometer einen Posten in diesem Bereich zu haben. IMHO ein Gebiet mit einer sehr hohen militärischen Präsenz und somit sicher.

Viele Grüße
Barbara
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