Ich habe vor einiger Zeit ein ähnliches Teil gefunden. Es war allerdings schwarz und kleiner als die Grösse einer Faust. Die Form war aber exakt die gleiche. Mir wurde gesagt, dass das Gebilde auch eisenhaltig sei und ein Relikt des dort ehemaligen Vulkanismusses sein.
Leider bin diesbezüglich kein Fachmann. Aber wir haben doch hier einige Kenner der Materie
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Alexander hat geschrieben:Ich habe vor einiger Zeit ein ähnliches Teil gefunden. Es war allerdings schwarz und kleiner als die Grösse einer Faust. Die Form war aber exakt die gleiche. Mir wurde gesagt, dass das Gebilde auch eisenhaltig sei und ein Relikt des dort ehemaligen Vulkanismusses sein.
Es ist aber aus Sandstein Günther
Zuletzt geändert von Günther Schulz am Mi 22. Jul 2009, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
Günter Schulz hat geschrieben:
Es ist aber aus Steinstein Günther
Hallo Günther
wie es aussieht, ist das wirklich zusammengebackener Sandstein. Es wäre aber interessant zu wissen, wie eine dieser "Beeren" innen aussieht: Sind die Dinger hohl, mit einer Schicht anderen Materials ausgekleidet, oder haben sie einen Kern, um den sich der Sandstein angelagert hat?
Eine Detailaufnahme wäre hilfreich.
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Besonders viele, schöne und große (Durchmesser sicher größer als die im Artikel genannten 12 mm) Rogensteine fand ich früher (weil ich nur früher in Algerien war) immer beim Ort M´Guiden zwischen El Golea (El Meniaa) und Timimoun. Die gab (gibt) es dort verbacken wie Dein(e) Exemplar(e) oder auch als einzelne, losgelöste Kugeln, mit denen sich dann wunderschön Murmeln spielen ließ. Hab mir damals immer die Taschen damit gefüllt und so liegen heute bei mir auch noch etliche Exemplare davon rum. In ihrer Zusammensetzung lassen sie sich am ehesten mit Tropfsteinen aus Höhlen in Kalkregionen vergleichen.
Interessant dabei auch, dass dieses M´Guiden evtl. in einer ähnlichen geologischen Situation liegt wie das Gebiet des Dra-Tals bei Tan-Tan.
Korallen sind immer organischen Ursprungs, d.h. aufgebaut von Lebewesen aus mineralischen Bestandteile, so wie z.b. Muschel- oder Schneckenschalen. Fundstellen von Korallen (sozusagen fossilen) kenne ich aus Algerien und Marokko.
"meine" Murmeln stammen aus der Nähe von Ighzer (20 km NO v. Timimoun). Die dickste hat 30mm Durchm. und die kleinen 1mm. Der Zoll in Timimoun hat sich Anfang diesen Jahres sehr interessiert an den Kugelgebilden gezeigt, aber nach 30 Minuten "geheimer" Untersuchung wohl nichts Wertvolles daran feststellen können und zurück gegeben.
Ich war schon öfter in diesem Gebiet und zwar von der Hauptstraße Tan-Tan, Kontrollposten, in Richtung Ksar Tafnidilt und dann so ca. 60km Richtung Küste und habe da einige seltene Gesteine entdeckt die ich noch bestimmen muss.
Hauptsächlich fasziniert mich eine Pech-schwarze Gesteinsart die in dieser Gegend recht häufig vorkommt.
Noch ein paar Bilder aus dem Draa-Tal
Günther Schulz
Zuletzt geändert von Günther Schulz am Mi 22. Jul 2009, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
warum denn "letzte Referenz"? Das ist halt eine rasch verfügbare und leicht lesbare Quelle. Und im Fall der Ooide auch ganz nett übersichtlich dargestellt. Stand auch gleich an erster Stelle bei Suche nach "Rogenstein" bei forestle.de . Gut?
Und Ferdi: Früher war der alg. Zoll auch schon immer an solchen Dingen interessiert. Versteinerte Lilien wurden mir auch schon mal abgenommen. Und selbst mit den Sandrosen gabs ab und zu Scherereien. Aber wem sag ich das?
ein Bekannter von mir hatte mal Zeit, sich die Bilder anzuschauen. Hier seine Beurteilung (mit seiner Erlaubnis eingestellt):
* Eisenooide sind das bestimmt nicht. Habe solche zu Hause.
* Sonstige Ooide / Onkoide scheinen mir etwas ungewöhnlich - sehen
meist anders aus, Ooide (Bahamasand) sind klein (mm, kleiner als
die Abb.), Onkoide (Algenumkrustungen) grösser (cm), dafür
unregelmässiger und entstehen in Seen / Höhlen.
* Wichtig wäre das sedimentologische Umfeld - sieht mir nach
fossilen Dünen u. dgl. aus.
* Eventuell handelt es sich um frühdiagenetische Bildungen
(Konkretionen), ähnlich den Wüstenrosen (diese sind aus Gips). Was
ist denn im Inneren der Kugeln?
Fazit: Um das Ganze konkret beurteilen zu können, müsste man eben doch wissen, wie solche Kugeln innen aussehen... Gibt's davon ein Bild?