Am 03. Juli ging unsere Reise von Guelmim nach Tan-Tan. Hinter Tan-Tan fuhren wir weiter an der Küste entlang Richtung Süden. Aus der Ferne sahen wir eine riesige Abrisskante, die unsere Neugier weckte. Ca. 2km vor der Ankunft sahen wir die ersten Abris.

Abrisskante abgebrochen

Abris
Ich vermutete dass ich eventuell Felsgravuren finden könnte, aber beim näheren betrachten ist mir aufgefallen das riesige Stücke von dieser Abrisskante abgebrochen sind, so dass die ursprüngliche Situation nicht mehr vorhanden war. Wir blieben noch 1 Tag in diesem Gebiet und machten ein paar Fotos.
Am 05. Juli fuhren wir durch Tah. In diesem Ort hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Händler, der Meteoriten verkaufte. Am Anfang zeigte er mir richtige Meteoriten, doch dann sahen die Meteoriten nicht mehr als Meteoriten aus, sondern wie Mikrogranit und sahen für mich aus als wären sie frisch zugeschlagen worden, aber zu allem Übel war dieser Mikrogranit auch noch magnetisch. Daraufhin fragte ich ihm ob er mich veralbern wollte. Nach längerer Diskussion rückte er mit der Wahrheit heraus. Er zeigte mir dann sein Präparierungsbesteck, es bestand aus einer Spritze und einer eisenhaltige Flüssigkeit, damit hat er diese Gesteinsart präpariert, um es dann als Meteorit zu verkaufen an ahnungslose Touristen. Bilder von ihm und von seinem Präparationsart durfte ich verständlicher Weise nicht machen.
Mein Tipp an euch: Wenn ihr Meteoriten angeboten bekommt und ihr seid euch nicht Schlüssig ob es ein Echter ist, einfach mal kurz mit Wasser abspülen damit die eisenhaltige Flüssigkeit vom Stein entfernt wird, falls es präpariert worden ist und dann mit dem Magneten noch mal prüfen.
Wir fuhren am diesen Tag noch bis hinter Tarfaya und suchten ein Schlafplatz in der Nähe von Sebja Tah.
Am 06, Juli fuhren wir über Laâyoune und dann in Richtung Es-Semara. Ca. 20km vor Es-Semara bogen wir ab zum Heiligtum. Ca. 1km Hamada und ca. 5km Sand, der relativ leicht zu fahren ist. Die Koordinaten habe ich vom Google Earth genommen, die ein Franzose reingestellt hatte, diese Daten stimmen aber nicht, das Heiligtum ist mindestens 1,5km von dieser angegebenen Position entfernt

Anfahrt zum Heiligtum

Heiligtum des Stammes der Aroussiyine

Heiligtum des Stammes der Aroussiyine

Heiligtum des Stammes der Aroussiyine

Heiligtum des Stammes der Aroussiyine

Am Heiligtum des Stammes der Aroussiyine
Am Heiligtum angekommen, aber nicht direkt angefahren, sondern mindestens 600m entfernt das Auto stehen gelassen und dann sind wir zu Fuß hingelaufen. Bitte, ihr solltet es auch respektieren und eure Autos in würdigem Abstand stehen lassen.
Rund um den Felsen befinden sich Felsgravuren und zwar aus heutiger Zeit bis zurück in die Jungsteinzeit. Es ist wirklich ein sehr mystischer und vor allen Dingen sehr heißer und windiger Ort, der aber umso faszinierender ist. Wir blieben noch 2 Tage in der Nähe.
Am 08. Juli fuhren wir Richtung Nord/Osten. Nach 25km Hamada haben wir ein sehr schön angelegtes islamisches Grab gefunden.

Islamisches Grab
Unsere Reise führte weiter zu einem fossilen Riff, den ich 2002 mit einem Kollegen aus Deutschland besuchte. Wir fanden damals um die 40 Felsgravuren, die wir aufnahmen, vermessen haben und die Position an die marokkanische Dienststelle weiter geleitet haben, mit der Annahme das die Felsgravuren geschützt werden, aber das war nicht der Fall. Das Problem ist, dass die Gravuren sich auf Felsplatten befinden und daher auch leicht abzutransportieren sind. 2006 als ich mit meiner Frau da war haben schon einige Platten gefehlt. Jetzt haben wir nach langer Suche nur noch 5 Felsgravuren gefunden.
An dieser Stelle endet unser Reisebericht.
Mit freundlichen Grüßen
Günther
PS.: Wir sind dann noch ein paar Wochen durch das Draa Tal gereist.




