Hallo Marokkofreunde
Bin eben von einer Marokkoreise via Algeciras - Tanger-Med zurückgekehrt.
Die Fahrzeuge werden bei der Einreise einem Parkplatz zugewiesen. Anschliessend kommt ein Zollbeamter vorbei und kümmert sich um alles. Man kann ruhig im Auto sitzen bleiben.
Aber es gibt keine Abfertigungsreihenfolge. Wird der Beamte von jemanden (i.d.R. andere Reisende die es pressant haben) abgelenkt, kann es sein, dass er einen vergisst...
Bei der Rückfahrt am vergangenen Samstag wurden alle 4x4-Fahrzeuge (mind. während der Zeit die ich am Zoll war) nach Haschisch gescannt. Habe glatt die Fähre verpasst, weil die Stunde Zoll nicht gereicht hat. Die 4x4 wurden gruppenweise ins Frachtterminal rübergeführt und wurden dann mit höherer Priorität als die LKW in den Scanner gefahren. Die ganze Prozedur hat knapp 90 Minuten gedauert.
Die PKW's wurden ebenfalls intensiv mit Hilfe von Schraubenzieher untersucht.
Dafür wurde auf spanischer Seite kaum mehr geschaut. Sieht fast aus, als würden die Marokkaner die scharfen Kontrollen im Auftrag der Spanier machen.
Fürs Warten auf die Fähre hat es Anfangs der Quais ein Outdoor-Café mit minimalst-Angebot und Toilette.
Ich werde je nach Fährplan nächstes Mal wieder via Ceuta reisen. Da muss man selber etwas aktiver sein und rumspringen aber in den "leeren Zeiten" bin ich jeweils in weniger als 5 Minuten durchgekommen.
Tanger-Med Erfahrung
Moderator: Moderatoren
-
HDJ80 Mike
- Beiträge: 77
- Registriert: Sa 24. Jul 2010, 20:35
- Wohnort: München
Re: Tanger-Med Erfahrung
Hi,
vielen Dank für diese interessante Info!
Bin bei meinen 3 Reisen nach Marokko mit Fahrzug immer über Ceuta eingereist und kann nur bestätigen das die Kontrollen sowohl Ein- als auch Ausreise sehr fix gingen!
Mich würde interessieren was es mit dem Scanner auf sich hat!
Doch nicht sowas wie ein riesiger Röntgen-Aperat oder wie?
Ich hoffe Deine Reise war sonst schön und erlebnissreich!
Viel im Atlas unterwegs gewesen?
Evtl. von Ksiba über Todra-Schlucht nach Tinerhir gemacht?
Falls ja wie sind den die Straßenverhältnisse?
Willkommen zuhause
Viele Grüße
Mike
vielen Dank für diese interessante Info!
Bin bei meinen 3 Reisen nach Marokko mit Fahrzug immer über Ceuta eingereist und kann nur bestätigen das die Kontrollen sowohl Ein- als auch Ausreise sehr fix gingen!
Mich würde interessieren was es mit dem Scanner auf sich hat!
Doch nicht sowas wie ein riesiger Röntgen-Aperat oder wie?
Ich hoffe Deine Reise war sonst schön und erlebnissreich!
Viel im Atlas unterwegs gewesen?
Evtl. von Ksiba über Todra-Schlucht nach Tinerhir gemacht?
Falls ja wie sind den die Straßenverhältnisse?
Willkommen zuhause
Viele Grüße
Mike
Climb now - Work later
Re: Tanger-Med Erfahrung
Hallo Mike
Habe leider kein Foto vom Scanner gemacht... Dieser Scanner ist ein riesiges Ding, das einen LKW mit Anhänger Scannen kann. Ein Arm der sich über und um den LKW zieht und auf einer Schiene von vorne nach hinten rollt. Das ganze ist überdacht, Personen müssen den Raum verlassen und es gibt zwei solche Scanner im gleichen Gebäude.
Der Scanvorgang dauert ca. 1 Minute, dann noch ca. 10 Minuten bis sich die finsteren Gesichter hinter den Bildschirmen aufhellen und Freigabe erteilt wird. Offenbar kann der Scanner Haschisch in einem Auto finden, jedenfalls sagte man mir, sie suchten danach.
Wir waren meist zu dritt den verbleibenden Mittelmeer-Pisten entlang, dann im Osten durchs Rekkam und im Süden der Grenze und dann bis Boujdour unterwegs. Die Piste der algerischen Grenze entlang ist ab Bou Ifazouane N 29° 31.48', W 007° 26.84' nur noch mit Bewilligung der Armee (südliches Bataillon, Agadir) befahrbar (wir mussten Richtung NE - N nach Tissint fahren) - in Gegenrichtung schon länger ab Tata gesperrt. Wenn man sich zu weit nach Süden, z.B. zum Gara Masmouda N 29° 50.76', W 005° 25.26' begibt, kommt das Militär und prüft die Personalien - die Gegend sei Sperrgebiet und soll in den nächsten Tagen - Inch Allah - entsprechend markiert werden. Zwischen Bou Denib und Lac Iriki mehrere Rallyes, auch die Polen haben diesen Rummelplatz nun offenbar entdeckt. Sie schmeissen in den Ortschaften Bonbons aus dem Fenster, die Kinder stürzen sich darauf und riskieren vom nächsten Rennboliden überfahren zu werden. Beim Überholen treten die Rennbuben, um ihre Überlegenheit zu demonstrieren, so richtig aufs Gas, dass die Steine nach hinten fliegen. Ich habe dafür die wenigen Momente genossen, wo die Piste so eng war, dass sie nicht überholen konnten und mir hupend und blinkend am A... klebten. Ansonsten war die ganze Strecke recht einsam, bis auf einzelne Teerstrassenabschnitte keine Touristen gesehen.
Von Assa über Msied - Smara nach Boujdour inkl. Abstecher, wie bereits vor einem Jahr über eine andere Variante, kein Militär gesehen.
Gemäss den Einheimischen hat es im ganzen Süden und Osten im September ziemlich geregnet, trotzdem keine neuen Einschränkungen vorgefunden. Auch die Sebkhas sind gut befahrbar. Hatten selbst mal ein starkes Gewitter in der Nacht und mussten aus einem Kleinst-Oued vor eindrücklichen Fluten fliehen. Im Osten sieht es noch immer aus wie vor 8 Jahren, die Pisten sind an denselben Stellen unterbrochen und man sucht und findet eine Umgehungslösung.
Habe leider kein Foto vom Scanner gemacht... Dieser Scanner ist ein riesiges Ding, das einen LKW mit Anhänger Scannen kann. Ein Arm der sich über und um den LKW zieht und auf einer Schiene von vorne nach hinten rollt. Das ganze ist überdacht, Personen müssen den Raum verlassen und es gibt zwei solche Scanner im gleichen Gebäude.
Der Scanvorgang dauert ca. 1 Minute, dann noch ca. 10 Minuten bis sich die finsteren Gesichter hinter den Bildschirmen aufhellen und Freigabe erteilt wird. Offenbar kann der Scanner Haschisch in einem Auto finden, jedenfalls sagte man mir, sie suchten danach.
Wir waren meist zu dritt den verbleibenden Mittelmeer-Pisten entlang, dann im Osten durchs Rekkam und im Süden der Grenze und dann bis Boujdour unterwegs. Die Piste der algerischen Grenze entlang ist ab Bou Ifazouane N 29° 31.48', W 007° 26.84' nur noch mit Bewilligung der Armee (südliches Bataillon, Agadir) befahrbar (wir mussten Richtung NE - N nach Tissint fahren) - in Gegenrichtung schon länger ab Tata gesperrt. Wenn man sich zu weit nach Süden, z.B. zum Gara Masmouda N 29° 50.76', W 005° 25.26' begibt, kommt das Militär und prüft die Personalien - die Gegend sei Sperrgebiet und soll in den nächsten Tagen - Inch Allah - entsprechend markiert werden. Zwischen Bou Denib und Lac Iriki mehrere Rallyes, auch die Polen haben diesen Rummelplatz nun offenbar entdeckt. Sie schmeissen in den Ortschaften Bonbons aus dem Fenster, die Kinder stürzen sich darauf und riskieren vom nächsten Rennboliden überfahren zu werden. Beim Überholen treten die Rennbuben, um ihre Überlegenheit zu demonstrieren, so richtig aufs Gas, dass die Steine nach hinten fliegen. Ich habe dafür die wenigen Momente genossen, wo die Piste so eng war, dass sie nicht überholen konnten und mir hupend und blinkend am A... klebten. Ansonsten war die ganze Strecke recht einsam, bis auf einzelne Teerstrassenabschnitte keine Touristen gesehen.
Von Assa über Msied - Smara nach Boujdour inkl. Abstecher, wie bereits vor einem Jahr über eine andere Variante, kein Militär gesehen.
Gemäss den Einheimischen hat es im ganzen Süden und Osten im September ziemlich geregnet, trotzdem keine neuen Einschränkungen vorgefunden. Auch die Sebkhas sind gut befahrbar. Hatten selbst mal ein starkes Gewitter in der Nacht und mussten aus einem Kleinst-Oued vor eindrücklichen Fluten fliehen. Im Osten sieht es noch immer aus wie vor 8 Jahren, die Pisten sind an denselben Stellen unterbrochen und man sucht und findet eine Umgehungslösung.
Re: Tanger-Med Erfahrung
diese scanner gibt es jetzt auch an der grenze zu mauretanien und auch im alten hafen von tanger, von ceuta haben wir keine informationen.
bei uns suchten sie sehr intensiv nach waffen.
bei uns suchten sie sehr intensiv nach waffen.
Re: Tanger-Med Erfahrung
Hallo alle zusammen,
diesen Scanner haben sie im alten Hafen schon einige Jahre lang, das ist also nichts neues. Früher hatten sie jedoch nur LKWs und z. T. nur große Touristenfahrzeuge ( Unimogs, MANs etc.) gescannt. Seit ca. 2 Jahren werden nun immer häufiger vorallem Wohnmobile von Touristen und auch normale Geländewagen zum Scanner geschickt.
Lg Kurt
diesen Scanner haben sie im alten Hafen schon einige Jahre lang, das ist also nichts neues. Früher hatten sie jedoch nur LKWs und z. T. nur große Touristenfahrzeuge ( Unimogs, MANs etc.) gescannt. Seit ca. 2 Jahren werden nun immer häufiger vorallem Wohnmobile von Touristen und auch normale Geländewagen zum Scanner geschickt.
Lg Kurt
wer viel fragt, geht viel irr ?!




