Vermisste Person in Tunesien

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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markus_l
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Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von markus_l »

Habe im Buschtaxi Forum diesen Thread gelesen und mir gedacht, vielleicht könnte ja hier jemand etwas Hilfreiches beitragen (kennt zum Beispiel jemanden, der gerade dort unterwegs ist und bei der Suche helfen könnte).

http://forum.buschtaxi.org/vermisste-pe ... 45274.html

Hoffe, das geht gut aus!

Markus
Alexander
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von Alexander »

Der Vermisste ist wieder aufgetaucht. Umstände bisher unklar.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Kuno
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von Kuno »

Sehr schoen fuer den Betroffenen.
Wohl weniger schoen fuer alle anderen die gerne noch individuell reisen moechten.

Ich moechte mich hier, auch aus Unkenntnis der Details, nicht ueber das Verhalten der Reisegruppe aeussern. Was aber sicher zu Denken gibt, ist, dass man gleich wenn jemand mal kurz abhanden gekommen ist, die Botschaft (und somit das Aussenministerium) involviert. Eine bessere Steilvorlage um dem "unvernatwortlichen Abenteuertourismus" nun endlich einen Riegel zu schieben haetten die Kollegen kaum bringen koennen.

Interessant waren im oben genannten Forum auch einige der gemachten "Suchvorschlaege" und der herzzerreissende Aufruf der traurigen Enkelkinder, Opa moechte doch bald wiederkommen... an Fakten oder auch an praktikablen Vorschlaegen war da nicht viel zu lesen. Aber das sollte man wohl nicht der betroffenen Reisegruppe anlasten.

Nicht gut.

[Vielleicht koennte man - in einem separaten Thema- wieder einmal aufnehmen, wie man sich auf Notsituation (oder Situationen, welche zu Notsituationen werden koennten) am besten vorbereitet und wie man sich darin verhaelt.]
landcruiser.
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von landcruiser. »

Man verlässt die Gruppe nicht ohne Absprache.
Man verlässt die Gruppe nur an der nächsten guten Piste/Teerstraße und nicht im Sand (und dort schon gar nicht)
Man verlässt die Gruppe nie wenn ein anderes Fahrzeug Probleme hat.
In die Ecke fährt man nicht ohne SAT-Phone.
In genau dieser Ecke fährt man nicht allein.

Wer diese einfachen Grundregeln nicht beherrscht, soll zuhause bleiben.

Mal so ganz grundsätzlich gesagt ohne Details zu wissen.
Kuno
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von Kuno »

@ Landcruiser: Gute und gueltige Punkte.

Aber auch wenn man diese alle beherzigen moechte, so kommt es doch immer wieder zu zwei Szenarien:
- Ploetzlich ist jemand aus dem Blickfeld verschwunden. Meistens taucht das Auto dann hinter der naechsten Duene wieder auf und alles ist gut.
- Die Reisepartner zerstreiten sich. Einer hat einfach schlichtweg genug von den anderen, zum Beispiel, weil sie sich dauernd festfahren, und zieht im Zorn alleine los...
landcruiser.
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von landcruiser. »

Kuno hat geschrieben:@ Landcruiser: Gute und gueltige Punkte.

Aber auch wenn man diese alle beherzigen moechte, so kommt es doch immer wieder zu zwei Szenarien:
- Ploetzlich ist jemand aus dem Blickfeld verschwunden. Meistens taucht das Auto dann hinter der naechsten Duene wieder auf und alles ist gut.
- Die Reisepartner zerstreiten sich. Einer hat einfach schlichtweg genug von den anderen, zum Beispiel, weil sie sich dauernd festfahren, und zieht im Zorn alleine los...
Beides passiert; die erste Situation ist unkritisch, wenn man weiß was man tut und vorher miteinander gesprochen hat und oder/oder funktionierende Funkgeräte hat und die bedienen kann.

Die zweite Situation ist der Grund warum ich grundsätzlich* nicht die komplette Reise mit Gruppen fahren möchte.

(* grundsätzlich heißt: grundsätzlich nein, im Ausnahmefall ja)

Das Verhalten jedes Einzelnen in der Gruppe ist ein unkalkulierbares Risiko.

Da nützen auch vorherige Absprachen und Vereinbarungen nichts.

Es gibt Leute, die sich an so etwas nicht unbedingt gebunden fühlen und ihr Individualinteresse im Zweifelsfall darüber stellen.

Und es gibt Leute, die sich bei der geringsten Abweichung vom gewohnten "Normalen" schon irrational verhalten.

Ich habe mit beidem (in anderen Zusammenhängen) schon entsprechende Erfahrungen machen dürfen.

Lösung?
PeterC
Beiträge: 321
Registriert: Mi 12. Mär 2008, 22:27

Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von PeterC »

landcruiser. hat geschrieben:Lösung?
Gibt es nicht, weil man auf eine Gruppe angewiesen ist. Sonst sind die Gefahren nicht oder nur mit Glück beherrschbar. Daher ist die Zusammenstellung extrem wichtig.
Eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe, die manche Reiseveranstalter in den Sand begleiten, käme mir nicht in den Sinn.

Ich habe bei meinen Reisen bisher Glück gehabt und nur in einer Situation erlebt, das jemand in einen Kessel reingefahren ist und, nachdem er sich am anderen Ende herausgekämpft hatte, der Sand so zerfahren war das die restliche Gruppe nicht folgen konnte. Da vorher die Richtung besprochen worden war hat man sich nach ca. 2 Stunden weiter westlich wieder getroffen.
Lustig war das trotzdem nicht.

Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
PeterM
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von PeterM »

In der Gruppe gibt es klar abgestimmte Verantwortlichkeiten, und der Tour Chief lässt niemanden zurück - ich kenne Stories, in denen der Herr "Veranstalter" der Meinung war "der ist lästig, hat sein Fahrzeug beschädigt, soll er machen, was er will": Das gibt es nicht! Entweder bin ich mir meiner Verantwortung bewusst und gebe den Häuptling, oder ich kann das nicht und bin Mitfahrer.

Alte Luftfahrtlogik: Wenn ich mich (inm Originalfall: von der Absturzstelle) retten kann, tu' ich das gemeinsam, wenn nicht, bleibe ich und warte auf Hilfe. Wir sind früher ohne GPS und Sat-Phone auch zurückgekommen, scheint an der Planung (auch Notfallsplanung) gelegen zu haben. Jetzt ist das Leben einfacher - gut.
Heißt in einem Fall wie dem beschriebenen: Die Menschen mit den zwei verbliebenen Fahrzeugen zurückbringen, und der materielle Verlust - geplündert oder nicht - ist sch..wer egal. Wenn das nicht geht: Zum mitzuführenden Telefon greifen.

Als Exkurs ein Tipp für die Systemwahl: Iridium lässt sich verdammt gut peilen, den Betreiber muss man eben überzeugen, an die "richtigen" Leute die Daten "durchsickern" zu lassen, als Privater bekommst Du sie nicht.

Grüsse
Peter
Wolfgang K
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Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
Wohnort: bei Mainz

Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von Wolfgang K »

Ich kann den Vorrednern nur zustimmen was das Gruppenverhalten angeht. Verhaltensregeln müssen VORHER geklärt und von allen verinnerlicht sein. Mögen sie noch so banal klingen, aber sie dürfen im Ernstfall nicht diskutiert oder von einzelnen außer Kraft gesetzt werden.

Gerade bei zusammen gewürfelten Reisegemeinschaften die sich nicht von vorherigen Reisen kennen wird das immer unterschätzt. Ein par gemeinsame Bier oder auch länger bestehende Bekanntschaften genügen nicht um sich gegenseitig so einschätzen zu können wie jemand in einer (schon vermeintlich) kritischen Situation reagiert. Das gilt nicht nur für das Gegenüber, sondern auch für einen selbst. Vorher hält sich jeder für cool.
Von Leuten die ungeduldig werden, weil jemand mit dem Fahrzeug oder der Fahrerei Probleme hat und anfangen zu quengeln und zu drängeln sollte man als Reisepartner die Finger lassen.

Ich hatte das Glück in den leider vergangenen Jahren noch einige recht weitläufige Touren zu machen deren absolute Stressfreiheit darauf basierten, dass es immer die gleichen aufeinander eingeschliffenen Leute waren, so dass jeder das Verhalten des anderen genau kannte und man sich blind auf das Verhalten und die Nerven des anderen verlassen konnte. Das war der Schlüssel. Denjenigen davon die hier mitlesen Danke ich für diese unglaublichen Erlebnisse.

Gerade in einer doch recht überschaubaren – wenn auch fahrerisch nicht ganz banalen Gegend – wie dem Nordgand des Erg Oriental auf tunesischen Gebiet müssen aber bis auf fatale Unfälle und gesundheitliche Probleme keine Desaster passieren. Wer mit drei Fahrzeugen unterwegs ist und sich nicht jemand ernstlich verletzt muss in der Lage sein seine Belange selbst zu klären oder sich im Falle einer Bergung selbst jemanden zu suchen der ohne großes Aufhebens bei der Bergung hilft, wenn die Gruppe mit eigenen Mitteln scheitert.

Dieser „Jemand“ der bei einer Bergung kontaktiert werden sollte ist aber ganz, ganz sicher nicht die GN oder das Militär. Dafür gibt es Leute die damit ihr Geld verdienen und dafür zu bezahlen sind. (Das Thema hatten wir ja schon x-mal und auch kürzlich wieder).

Denjenigen, die sich mit der Telefonnummer der Botschaft auf der Kurzwahltaste 1 für alles gewappnet fühlen sei gesagt, dass sie keine Ahnung habe wie kontraproduktiv das – auch für die eigenen Belange - in einer unangenehmen Situation sein kann. Das gilt auch für die Angehörigen zu Hause !!!

Wenn eine Botschaft aktiv wird ist das immer eine Meldung/Anfrage an lokale Behörden, welche dann aktiv werden und sich sofort Kreise zeihen, die wiederum eine Lösung auf dem kleinen Dienstweg praktisch ausschließen und damit eher verzögern als beschleunigen.
Und es gibt noch einen anderen sehr negativen Effekt, der auch in dem Fall eintritt, wenn es zu irgendeiner Anschuldigung seitens einer örtlichen Behörde kommt. In dem Moment, wenn es eine offizielle Anfrage gibt wird niemand mehr ein Auge zudrücken oder zugeben, dass die Anschuldigung gar falsch oder übertrieben war. Diese Blöße wird sich niemand geben, sondern es wird sehr wahrscheinlich noch nachgelegt um sich keinen Fehler nachsagen zu lassen und dadurch das Gesicht zu verlieren.

Mit wem man so etwas auch absprechen muss sind die Angehörigen. Das scheint mir oft das noch größere Problem.

Bei der Aktion die hier den Anlass gibt ist offensichtlich vieles in die Hose gegangen. :shake:

Grüße
Wolfgang
Kuno
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Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von Kuno »

Was das Einschaltender Botschaft betrifft, Wolfgang, bin ich ganz deiner Meinung. Es gibt immer wieder Leute, die davon ausgehen, dass die Botschaften ein "stehendes Notfalleinsatzteam" haben. Das ist aber ganzund gar nicht der Fall - und... auch nicht deren Aufgabe.
Kuno hat geschrieben:Interessant waren im oben genannten Forum auch einige der gemachten "Suchvorschlaege" und der herzzerreissende Aufruf der traurigen Enkelkinder, Opa moechte doch bald wiederkommen... an Fakten oder auch an praktikablen Vorschlaegen war da nicht viel zu lesen. Aber das sollte man wohl nicht der betroffenen Reisegruppe anlasten.
Im Nachhinein sind nun auch im BT-Forum, noch einige gute Punkte eingebracht worden (teilweise auch von Leuten, die auch hier schreiben), die darauf eingingen, was man grundsaetzlich beherzigen sollte, wenn man in der Wueste unterwegs ist. Ob diese Punkte / Abmachungen dann im Notfall eingehalten werden ist eine ganz andere Sache und wie sich jemand letztendlich verhaelt, kann man zum Voraus oft nicht abschaetzen.
PeterC
Beiträge: 321
Registriert: Mi 12. Mär 2008, 22:27

Re: Vermisste Person in Tunesien

Beitrag von PeterC »

Pepe musste wegen zerfahrenem Sand eine andere Strecke nehmen und ist dabei von den anderen getrennt worden. Steht hier.

Gruß
Peter
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