MODERATOR-NOTE: Thema vom Thread Reise-/Sicherheitshinweis Mauretanien 04.01.2008 abgekoppelt in die "Meinungen zur Sicherheitslage"
Liebe Sahara und Mauretaniën Freunde.Wir sind hier ALLE schockiert vom Mord an Touristen und Soldaten aber vielleicht noch mehr von den Reaktionen!
Ich wage zu behaupten dass das auswärtiges Amt nicht immer genau informiert ist (von Botschaftsleuten die kaum vor ihrer Tür kommen.).
Und schockiert von der schändligsten und spekulativen Presse-Berichterstattung.
Mit jedem Respekt für die Deutsche Behörden und deren Besorgnis, möchte ich meine bescheidene Meinung abgeben.
Seit nunmehr 12 Jahre wohne ich -Holländer- (alljährig) mit meiner deutschen Frau und bis vor Kurzem unserem Sohn in Atar wo wir unseren Camping betreiben.
Das Alles in grösster Frieden mit besten Beziehungen zu Bevölkerung und Behörden!
Wir meinen deswegen aus ziemlich erster Hand informiert zu sein.
Was den Angriff auf die Soldaten in Gallaouiya betrifft geht es mit grosser Wahrscheinlichkeit um einer Schmuggelgeschichte! Keine Spur von GSPC oder Al-Quaïda, es sei die verdienen so Ihr Geld nebenbei...
Die Zone wurde schon kurz nach dem Angriff für Reisende freigegeben und wurde auch von mehreren Touristen problemlos besucht.
Was dem feigen und abscheulichen Mord an den vier französischen Touristen anbetrifft gibt es ebenfalls (noch) keine Hinweise auf Terroristen, die doch nicht mit einem 190-er Mercedes angreifen neben einer Teerstrasse! Oder machen die jetzt Werbung für MB?
Wenn man bei Kriminellen deren Religion als Kriterium angibt, wo bleiben wir denn?
Es sei klargestellt dass die Täter (noch) nicht gefasst wurden, es sei die werden ins Geheim versteckt gehalten, etwas wenig glaubhaftes.
Tatsache auch das dies das erste Mal in Mauretaniën ist, dass Touristen getötet wurden.
Auch die Berichterstattung, dass Grenzen geschlossen wurden oder sind und bestimmte Strecken gesperrt ist aus der Luft gegriffen!
Vielmehr ist es wahr, dass man an der Grenze umsonst ein 5-Tage Visum kriegt, welches man in Nouakchott und Atar verlängern kann (in Nkc sogar mit mehreren Einreisen).
Wir bitten also dringendst nicht an Gerüchten zu glauben aber raten selbstverständlich zu Wachsamkeit und Vorsicht (es kann Trittbrettfahrer geben und Journalisten).
Und heisen nach wie vor Allen herzlich Willkommen in dem Land was bislang als sicher und gastfreundlich galt und wo das Reisen sowohl für organisierte als unorganisierten Touristen angenehm und problemlos ist.
Am kommenden Freitag finden überall Friendens und Solidaritätskundgebungen statt, wir werden dabei sein!
Mit warmen und sonnigen Grüssen an Alle und immer zur Verfügung für Informationen:
Just Buma
Bab Sahara
Atar




