Arabische Halbinsel 2022

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Gebiete: Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien, Arabische Halbinsel

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dirk60
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Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von dirk60 »

Hallo,

wir überlegen gerade ernsthaft im nächsten Jahr (ab Mitte Februar für etwa 4-5 Monate)) mal wieder mit unserem Bremach auf die arabische Halbinsel zu fahren. Einige der aktuellen Themen hier im Forum nähren bei uns die Hoffnung, dass die Grenzen doch wieder soweit offen sein werden, dass sich eine Reise auch einigermaßen seriös planen lässt.

Wir haben uns folgende Reiseroute vorgestellt: von Deutschland über Griechenland in die Türkei, dann Irak, Kuwait, Saudi, Oman, VAE -> dann die Fähre nach Iran und weiter nach Armenien, Georgien, Fähre nach Bulgarien und zurück nach Deutschland.

Über Corona bedingte Einschränkungen braucht man im Moment wohl nicht diskutieren, dass ändert sich sowieso noch bis zum Februar. Auch die Frage der Fähre zwischen VAE und Iran wird ja schon in einem anderen Post diskutiert.

Was wir gerne hätten sind vor allem Informationen über den Irak.
Wir wollen von Norden nach Süden durch das Land fahren und dabei die historischen Stätten (z.B. Babylon, Ur, Samara etc) besichtigen. Nach Auskunft der irakischen Botschaft ist es weder ein Problem ein Visum zu bekommen, noch im Irak zu reisen. Wir wissen auch, das von Agenturen Gruppenreisen angeboten und durchgeführt werden.
Die Einschätzung des AA ist uns auch bekannt.

Uns würden darüber hinaus Informationen aus erster Hand interessieren.

War jemand in letzter Zeit dort?
Ist Reisen als Overlander dort möglich und sinnvoll?
Gibt es Gegenden die man besser meidet?
Wie ist die Einstellung der Bevölkerung Touristen gegenüber? etc.

Wir würden uns sehr über Infos freuen

VG
Dirk
Mauritius
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Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Mauritius »

dirk60 hat geschrieben: . . . Was wir gerne hätten sind vor allem Informationen über den Irak.
Komme gerade aus dem Irak mit dem Wohnmobil.
Man muß wissen, daß der Irak reisetechnisch in zwei Teile zu betrachten ist:

1. Iraqi Kurdistan mit der Hauptstadt Erbil und
2. das Hauptland mit der Hauptstadt Baghdad

Das an der Grenze von der Türkei aus bekommende VOA ist NIcHT gültig für den Rest-Irak, sondern NUR für die autonome Region IRAQI KURDISTAN. Man muß sich also um 2 verschiedene Visa bemühen.

Wie mir die Einheimischen in IRAQI Kurdistan mitteilten, soll das Hauptland Irak nicht sicher sein, auch für Ausländer soll es gefährlich sein.
Vor allem solche Städte wie Baghdad, Kirkut und Mosul - selbst bestätigen kann ich das aber nicht.

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Diesen bewachten Parkplatz in Erbil kann ich empfehlen:
Kostet für PKW 1000 Dinar am Tag, für das WoMo wollten sie 7000 haben, das habe ich heruntergehandelt auf 5000 Dinar = 3 €.

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dirk60
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von dirk60 »

hallo Mauritius,

danke für die schnelle Antwort.
Das an der Grenze von der Türkei aus bekommende VOA ist NIcHT gültig für den Rest-Irak, sondern NUR für die autonome Region IRAQI KURDISTAN. Man muß sich also um 2 verschiedene Visa bemühen
Wir haben vor uns das Visum bei der irakischen Botschaft in Berlin zu holen. Nach Auskunft der Botschaft gilt das Visum für den gesamten Irak und für einen Aufenthalt von 30 Tagen. Kosten wohl 50 €.

Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du das der Nordirak (Kurdistan) kein Problem wäre. Der Rest des Landes aber eher unsicherer.
Wie mir die Einheimischen in IRAQI Kurdistan mitteilten, soll das Hauptland Irak nicht sicher sein, auch für Ausländer soll es gefährlich sein.
Vor allem solche Städte wie Baghdad, Kirkut und Mosul - selbst bestätigen kann ich das aber nicht.
Hast Du raushören können, was die Locals mit gefährlich meinen (Anschläge oder eher allgemeine Kriminalität)?

Wie habt Ihr eigentlich, außer in Erbil, übernachtet? Wildcamping oder organisierte Plätze?

VG
Dirk
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Achim Vogt
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Dirk,

eine spannende Tour habt Ihr da vor! Das Nadelöhr ist in der Tat der Irak und hier kann ich nur abraten. Ich habe in den letzten 20 Jahren von keinem Reisenden gehört, der über den kurdischen Teil hinaus mit eigenem Fahrzeug in den Restirak gelangt wäre.

Das beginnt mit dem Visum. Das kurdische Visa on Arrival berechtigt nur für den kurdischen Teil, eine Weiterfahrt ist nicht möglich. Aber das wisst Ihr ja und wollt ein irakisches Visum an der Botschaft besorgen. Dort müsst Ihr dann allerdings genau klären, ob es auch dann gültig ist, wenn die Einreise über die türkisch-kurdische Grenze erfolgt.

Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug nach Kurdistan wird in der Regel der Reisepass einbehalten. Das lässt sich im Zweifel verhandeln. Aber eine Ausreise über eine andere Grenze (in der Vergangenheit war das normalerweise die Reise in den Iran direkt von Irakisch-Kurdistan aus) ist insofern extrem schwierig. In aller Regel kehren Reisende nach Kurdistan über die selbe Grenze wieder in die Türkei zurück.

Bitte vergesst auch nicht, dass die irakischen Behörden, insbesondere die Truppen (und Milizen!!) an den Checkpoints Überlandreisende mit eigenem Fahrzeug überhaupt nicht gewohnt sind und extrem misstrauisch reagieren. Im Zweifel wisst Ihr gar nicht, wen Ihr am Checkpoint vor Euch habt - in der Regel aber Leute, die kein Wort außer Arabisch verstehen.
Nehmen Sie ein ausländisches KfZ, welches über die Region Kurdistan Irak eingeführt wurde, keinesfalls mit in andere Region des Irak
Diese Sicherheitswarnung des AA sollte unbedingt ernst genommen werden!

Die Einreise in den Zentralirak von Kurdistan aus führt durch Provinzen, die allesamt instabil bis sehr gefährlich sind, allen voran Diyala und Kirkuk. Bagdad ist insofern gefährlich, als aus Sicherheitsgründen enorm viele Mauern und Schleusen vorhanden sind, die in unsichere Gegenden führen können, wenn Ihr Euch verfahren solltet.

Der Südirak ist verhältnismäßig sicher, das Misstrauen gegenüber einem ausländischen Fahrzeug darf insbesondere bei den ungebildeten einfachen Milizionären oder Soldaten an den Checkpoints aber nicht unterschätzt werden.

Die Grenze zu Kuwait ist wegen Corona auf unabsehbare Zeit geschlossen, ebenso die Weiterfahrt nach Saudi-Arabien von Kuwait aus. Einzige Option - theoretisch - wäre die Umfahrung von Kuwait und direkte Einreise nach Saudi-Arabien.

Du siehst, lieber Dirk, ich antworte bewusst detailliert, aber ich würde nach wie vor unter allen Umständen vor dem Versuch warnen, den Irak zu durchqueren.

Viele Grüße
Achim
Bäärti
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Bäärti »

dirk60 hat geschrieben:
Mi 6. Okt 2021, 18:14
...
Wie habt Ihr eigentlich, außer in Erbil, übernachtet? Wildcamping oder organisierte Plätze?
...
Grüezi

Wir sind auch grad aus dem Irak (Provinz Kurdistan) zurück.
Wir haben immer frei übernachtet. Ich glaube nicht, dass es Campingplätz oder sowas ähnliches gibt; zumindest haben wir nix gesehen.

Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
peter1
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von peter1 »

Wir haben mehrfach versucht ein Visum für den Irak zu beantragen.
Ergebnislos für Touristische Einreise.

Der Konsul in Bahrain hat in einem Gespräch erklärt, daß es ihnen untersagt ist westlichen Ausländern Visa für Touristische Zwecke zu erteilen.
Das kann nur das Innenministerium in Bagdad.
Wir haben dort einen Antrag gestellt, sollten ihn dann aber auf Arabisch stellen und auch dieser Antrag wurde dann bearbeitet. Bis heute..... :roll:

Von Kuwaitis haben wir gehört, daß an der Grenze das Carnet nicht akzeptiert wird und die abzugebende Sicherheitsleistung in USD bei der Ausreise auf nimmer Wiedersehen verschwindet.

Alles in allem steht so ein Vorhaben unter keinem guten Stern, wenn man sich die undurchsichtige Sicherheitslage so anschaut.

Die Informationen sind 1 1/2 Jahre alt.

Gruß Peter
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Achim Vogt
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Peter,

es ist nach wie vor sehr schwierig, ein touristisches Visum für den Irak vorab bei einer Botschaft zu bekommen! Allerdings gibt es seit März 2021 das Schlupfloch eines Visa On Arrival am Flughafen in Bagdad für EU-Bürger, Schweizer etc. Das hilft Dirk und anderen als Overlander nicht, jedenfalls nicht ohne erheblichen finanziellen Aufwand, aber es zeigt, dass ein Visum nicht ganz unmöglich ist.

Viele Grüße
Achim
dirk60
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von dirk60 »

Hallo,

vielen Dank für die fundierten Antworten.
Bitte vergesst auch nicht, dass die irakischen Behörden, insbesondere die Truppen (und Milizen!!) an den Checkpoints Überlandreisende mit eigenem Fahrzeug überhaupt nicht gewohnt sind und extrem misstrauisch reagieren. Im Zweifel wisst Ihr gar nicht, wen Ihr am Checkpoint vor Euch habt - in der Regel aber Leute, die kein Wort außer Arabisch verstehen.
Das scheint neben der Visafrage das wesentliche Problem zu sein. Ich habe heute mit einer Agentur telefoniert die regelmäßig Gruppenreisen im Irak durchführt. Mein Gesprächspartner ist vorgestern nach einer Tour mit US-Amerikanern, Briten und Tschechen aus dem Irak zurückgekehrt. Letztlich wurde mir die Einschätzungen von Achim (Danke dafür) weitgehend von der Agentur bestätigt.

Bei diesen Touren wird mit einem Kleinbus durch das Land gefahren. Er hat mir gesagt, dass ees so handhabt wird, das am Abend vor der Fahrt Militär und Milizen über die Fahrstrecke informiert und sie an den Checkpoints mit einer ausführlichen Dokumentation über das woher, wohin und warum den Soldaten den Zweck der Fahrt belegen. Es dauert manchmal etwas, aber letztendlich kommt er damit an allen Checkpoints durch. Er bestätigt auch, das es ohne Arabisch an den Checkpoints schwierig bis unmöglich ist.
Nehmen Sie ein ausländisches KfZ, welches über die Region Kurdistan Irak eingeführt wurde, keinesfalls mit in andere Region des Irak
Diese Sicherheitswarnung des AA sollte unbedingt ernst genommen werden!
Ich habe mir den entsprechenden Passus beim AA noch mal durchgelesen. Ich denke, dass sich diese Warnung auf eine Einreise mit einem VOA für Kurdistan-Irak bezieht und nicht für eine Einreise mit einem Visum für den gesamten Irak.

Im Gespräch mit der Agentur habe ich noch einige interessante Informationen erhalten:

- Die Lage im Irak ist insgesamt "settled". Das verstehe ich so, dass es stabil ist.
- Die historischen und islamischen Stätten wie Ur, Babylon, Samarra etc. sind geöffnet.
- Museen sind - wegen Corona - geschlossen.
- Die Landgrenzen zu Saudi und Kuwait sind zur Zeit geschlossen.
- Die Landgrenzen zum Iran geöffnet. Zur Grenze zu Jordanien konnte er keine Aussage treffen.

Das Fazit des Gespräches ist, das sich die Agentur eine Reise durch den Irak gut vorstellen kann, wenn wir ein Visum bekommen und jemand dabei ist, der die (arabische) Kommunikation mit Polizei und Militär übernimmt.. d.h. wenn ein Guide in eigenem Fahrzeug dabei ist.

Das erinnert mich doch stark an China.

Jetzt haben wir zumindest Stoff zum weiteren Nachdenken.

VG
Dirk
Mauritius
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Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Mauritius »

Achim Vogt hat geschrieben:Bitte vergesst auch nicht, dass die irakischen Behörden, insbesondere die Truppen (und Milizen!!) an den Checkpoints Überlandreisende mit eigenem Fahrzeug überhaupt nicht gewohnt sind und extrem misstrauisch reagieren. Im Zweifel wisst Ihr gar nicht, wen Ihr am Checkpoint vor Euch habt - in der Regel aber Leute, die kein Wort außer Arabisch verstehen.
Das kann ich so nicht bestätigen. Die unzähligen Checkpointr, die ich passiert habe, winkten ich durch; nur einmal wollte einer etwas sehen, und da ich keinen Reispaß dabei hatte, zeigte ich ihm das Dokument von der Grenze, daß dort mein Paß hinterlegt ist; das war alles.

So sah das Dokument aus:

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Ein anderer Fakt machte mich aber etwas ängstlich. Viele Kurden haben mir erzählt, daß man bei der Ausreise von IRAQI KURDISTAN in die TR von den Türken ordentlich gefilzt wird, weil es ja die Türken nicht gerade mögen, wenn jemand nach "Kurdistan" fährt.
Gesucht werden vor allem Fotos mit kurdischen Elementen, wie Flaggen, kurdische Literatur usw.

Ich wollte schon alle meine Fotos auf einen klitzekleinen USB-Stick speichern und die im Laptop aus Angst alle löschen. Hab' ich aber nicht getan.-

Der türk. Zoll sah meine Medikamentensammlung im Wohnmobil und fragte, ob ich auch ASPIRIN habe, er bräuchte das dringend. Ich verneinte u. damit war die Zollkontrolle erledigt.

Trotz allem war es die schwierigste, nervenaufreibendste, komplizierteste Grenzquerung meines Lebens.
Es fehlte praktisch an allem, wie:

- keine Organisation
- keine Logistik
- kein logisches Aufeinanderfolgen der einzelnen Abläufe
- [fast] keine Fremdsprachenkenntnisse
- keine Geldwechselstube usw. etc. pp.

Nach der Einreise bin ich erst einmal nach Zakho die paar KM gefahren u. habe einen Parkpl. gesucht + gefunden, und mich dort in's Bett gelegt.

MEIN FAZIT:

Die Reise war nicht schlecht, nicht gut, sie war NUR interessant, und, ja, ich bin froh, daß ich die Reise gemacht habe, auch wenn ich mir sicher bin, ein zweites Mal IRAQI KURDISTAN wird es nicht geben.

Wer fern der Heimat auch mal ein deutsches Restaurant braucht, sollte hierhin gehen:

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Empfehlen kann ich es nicht, das Essen war unterhalb der mittleren Qualität, und, ja, 11.000 Dinar für einen halben Ltr. Bier zahle ich armer Hund auch nicht - aber ich wollte auch das mal gesehen haben.
Es ist mehr oder weniger ein Treff für Expats und Botschaftsangehörige, das sah man denen aber auch an.

http://www.deutscher-hof-international.de/
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Achim Vogt
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Re: Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Achim Vogt »

Mauritius hat geschrieben:
Bitte vergesst auch nicht, dass die irakischen Behörden, insbesondere die Truppen (und Milizen!!) an den Checkpoints Überlandreisende mit eigenem Fahrzeug überhaupt nicht gewohnt sind und extrem misstrauisch reagieren. Im Zweifel wisst Ihr gar nicht, wen Ihr am Checkpoint vor Euch habt - in der Regel aber Leute, die kein Wort außer Arabisch verstehen.
Das kann ich so nicht bestätigen. Die unzähligen Checkpointr, die ich passiert habe, winkten ich durch; nur einmal wollte einer etwas sehen, und da ich keinen Reispaß dabei hatte, zeigte ich ihm das Dokument von der Grenze, daß dort mein Paß hinterlegt ist; das war alles.

Lieber Mauritius,

ich wollte explizit auf die Situation im Zentralirak hinweisen, die sich gänzlich von der in Irakisch-Kurdistan unterscheidet. In Kurdistan sind durchaus eine Reihe von Overlandern unterwegs, die Checkpoints kennen das "Phänomen" also häufig bereits. Außerdem ist die Machtfrage im Wesentlichen geklärt, die Checkpoints sind offiziell, während es im Restirak Kontrollen gibt, die von "nicht-staatlichen Akteuren", sprich: Miizen, durchgeführt werden. Hier ergibt sich häufig das von mir oben beschriebene Bild. Dein Augenschein ist also durchaus richtig, aber er beschreibt eben nicht die Wirklichkeit in den übrigen Gebieten, die aber für Dirks Planung von enormer Bedeutung sind, weil sie reisetechnisch absolutes Neuland wären. Dirks weitergegebener Bericht von der Agentur zeigt, wie vorsichtig professionelle Agenturen sind bzw. sein müssen, wenn sie verantwortungsvoll mit den wenigen Touristen durchs Land reisen.

Viele Grüße
Achim
Mauritius
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Arabische Halbinsel 2022

Beitrag von Mauritius »

Achim Vogt hat geschrieben:Lieber Mauritius, ich wollte explizit auf die Situation im Zentralirak hinweisen, die sich gänzlich von der in Irakisch-Kurdistan unterscheidet.
Das hatte ich so nicht beachtet, danke f. d. Korrektur; da gebe ich Dir Recht.

Ich habe auch ein Flüchtlingslager mit 2500 kurdischen Familien aus Syrien besucht, mit einer Begleitperson, gestellt vom Chef des Lagers, durfte ich durchfahren; hab' aber nicht viel gesehen und fragen wollte ich auch nicht so viel. Und aus Angst habe ich mir nicht getraut, zu fotografieren.-
Das Lager besteht seit 2013, sieht aus wie ein kleines Dorf, mit einer Schule und kleinen Mini-Markets.

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