Hier ein Gulf News Artikel über die Abwasserklärung u.
Aufarbeitung zu Brauchwasser beim angesprochenen
Projekt Palm Jumeirah
http://www.gulfnews.com/BUSINESS/Constr ... 40739.html
Bei The World weiss ich es nicht, aber man wird es schon hinkriegen.
Sicherlich schwieriger, aber es ist eben der Ort, wo Ingenieure u. Facharbeiter ihr Wissen u. neue Konzepte noch bezahlt bekommen.
Weil das Geld da ist u. das fehlerfreie Funktionieren der Anlage
oberste Priorität hat.
Grössere Gefahr für den arabischen Golf geht von den Kapitänen aus, die ihre Tanks dort illegal spülen.
Aber auch da sind die Behörden jetzt dran.
Die Emirate sind insgesamt breit aufgestellt.
Das reicht nicht nur von Öl über ökologischen Obst u. Gemüseanbau über Fischerei , Erdgas , Zementprodukte und Tourismus bis zu den Free Zones und dem wachsenden Finanzplatz.
Dubai liegt auch als Airport-Drehkreuz ideal zwischen Europa, Kapstadt,
Mumbai und Hongkong.
Natürlich trifft die Finanzkrise auch da die Menschen, jedoch hauptsächlich Arbeiter u. Angestellte.
Die Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter sind nach europäischen Maßstäben noch stark verbesserungswürdig.
Alledings kommen diese Pakistaner u. Bangladeshi , weil es ihren Heimatländern nichts gibt, womit die Familie durchgebracht werden konnte.
Inder treten dort eher als Händler in grossem oder kleinem Masstab auf.
Grosse Projekte von Reichen für Reiche sind nicht Jedermanns Geschmack; ich bin mir aber sicher, dass es genug abwirft u. genügend
Käufer u. Touristen geben wird.
Wenn man sich die Investorenliste von The World ansieht, dann weiss man, dass die Musik nicht nur in Europa spielt.
Die Emirati wissen das. Sie rechnen mit der Mittel u. Oberschicht aus Indien, China, Russland...
Man denkt dort in längeren Zeiträumen u. ein paar Jahre Schwächeln
hält man locker durch.
Man sollte sich freuen, dass es ein Land gibt in dem ungelernte
zB. Pakistaner noch arbeiten können.
Es ist auch nicht alles nach meinem Geschmack dort, zumal ich eigentlich
eher mit überschaubarem Lebensstil glücklich bin u. auch den letzten vernünftigen Strand an der Golfküste bei Jebel Ali inzwischen zugebaut
vorfand.
Für normalverdienende Leute, die dort nicht zufällig Freunde mit Villa, Pool und Ferrari haben ist das dort einfach kein schöner Urlaub.
Aber es ist deren Land u. ich meine, dass ich meine Simple Life
Ideologie ala Olivenanbau auf Korfu nicht jedem aufzwingen kann.
Araber stehen halt auf Prestige u. das Volk in Dubai liebt Sheech Mohamed dafür.
Die verstehen sich noch als Einheit.
"Sein Stolz ist auch unser Stolz."
Man kann da ja drüber lächeln u. das als antiquiert u. unwissend abtun.
Ich tue das jedenfalls nicht
Zumal die Locals, also die richtigen Emiratis jedwede Unterstützung
bekommen, um Bildung zu erhalten, oder eine Familie zu gründen.
Es kommt nicht selten vor, dass Sheech Mohamed ohne Security
mit seinem relativ unauffälligen, nach aussen schlichten Mercedes G
durch die Stadt fährt, anhält, mit seinen Menschen spricht.
Was sie denken, wie sie sich fühlen, ob sie private Sorgen haben,
ob sie mit ihrem Haus zufrieden sind.
Nicht alle Emirati haben 5 Autos in der Garage und es kommt hin u. wieder vor, dass er einfachen Leuten einfach mal ein Haus oder ein
Grundstück schenkt.
Für Europäer ist dieser Style sicherlich fremd.
Aber nicht vergessen: Man kann mit Ölgeld auch viel
Unsinn anstellen.
Bestes Beispiel Irak unter Saddam oder auch die Saudis.
Was hätten die tun können, wären sie mit weitsichtigeren
Herrschern ausgestattet.
Die Emiratis können jeden Tag ihrem Gott danken, dass ihre Herrscher
nicht S. Hussein und Al Saud , sondern Al Naijan u. Al Maktoum heissen.
