Jordanien
Doch der Himmel bleibt still
19.07.2009 - FAZ
Der Eingang zum Paradies ist ein schmuckloser Torbogen. Er wird von einem weißgekleideten Beduinen bewacht. Man tritt ein, die Augen brauchen einen Moment, um sich an das Halbdunkel zu gewöhnen, dann aber bleibt man wie vom Donner gerührt stehen: Hier, inmitten der jordanischen Wüste, in der die Sonne alles Leben und alle Farben schluckt, die nicht der ihren gleichen, strahlt auf einmal glühendes Rot, Meerblau, Gelb und Grün an den Wänden, hetzen schlanke Hunde mit gestreckten Hälsen Büffeln hinterher, vollführen leichtbekleidete junge Männer gymnastische Übungen an einem Fluss, schleppen Diener Körbe voller Aprikosen, Mangos, Melonen. Und als sei das noch nicht genug der Sinnespracht, tänzelt einem auf einem Torbogen plötzlich die himmlische Vision einer Nackten entgegen - so unbefangen, dass man in diesem muslimischen Land, dessen Königin Rania zwar äußerst liberal sein mag, deren Untertanen es jedoch lieber züchtig mögen, verschämt den Blick abwenden müsste und es natürlich doch nicht tut ... mehr
Gruß
Birgitt
Jordanien - Impressionen
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