Naher Osten im August
Moderator: Moderatoren
Naher Osten im August
Hallo Reisende,
trotz aller Vorbehalte im Vorfeld bezüglich der politischen Lage, haben wir die Reise gewagt und haben es nicht bereut. Wir haben fantastische Länder, interessante Kulturen und freundliche Menschen kennen lernen dürfen. Es gab keinerlei Probleme. Sehr profitiert haben wir natürlich wie wohl die meisten von den sehr informativen Seiten von Klaus Friedl, vielen Dank noch einmal dafür.
In aller Kürze vielleicht noch einige Modifikationen:
Syrien:
Es ist definitiv möglich und völlig unproblematisch ohne Carnet de Passage einzureisen. Man kauft dann ein syrisches Carnet für 45 Dollar an der Grenze.
Beim Grenzübergang Bab al Hauwa, wird man wirklich abgezockt, quasi ohne es zu merken. Wir haben es erst auf der Rückfahrt von Jordanien gemerkt, als wir deutlich weniger bezahlen mussten (und das hatte nichts damit zu zun, dass die Versicherung ein Monat gültig war).
Es gab nicht immer Diesel. Allerdings konnten wir glücklicherweise feststellen, dass es in vielen Orten kleine für den Laien nicht erkennbare Tankstellen gibt. Wir haben das in Maalula gebraucht. Beim zweiten Bogen bei der Ortseinfahrt befindet sich rechts eine Tankstelle nur für Diesel. Der Tankwart wurde von Einheimischen rausgeklingelt. Wir hatten im Kloster gefragt.
Zu den Übernachtungsplätzen:
Beim Camping Kaddour in Aleppo wurden wir übelst reingelegt. Wir kamen erst nachts gegen 22.00 Uhr an (natürlich war das so nicht geplant) und es war niemand am Tor. Ein junger Mann kam dann und kletterte über das Tor und öffnete von innen. Er wirkte einigermaßen seriös, sodass wir ihm die verlangten 1000 Dinar zahlten. Tja, nur kam am nächsten Morgen die Besitzerin und verlangte noch mal 1000. Lehrgeld bezahlt! Also aufpassen.
Camping Palmyra war klasse, toller Pool (wir sind alles Schwimmer und freuen uns immer, wenn wir zwischendrin etwas Wasser abkriegen). Allerdings wollte und die angebliche Touristeninfo vor dem Baalstempel unbedingt davon abhalten, hinzufahren. Angeblich würde dort gestohlen und betrogen. Wir konnten nichts davon bemerken und schliefen wunderbar mit Blick auf den Tempel.
Camping New Kaboun wie beschrieben schöner Stellplatz und ordentliche sanitäre Anlagen. Der Besitzer gab uns gleich mehrere Zettel auf englisch und arabisch mit, so dass die Taxifahrer uns wieder zurückbringen konnten.
Ansonsten haben wir immer ohne Probleme wild gecampt. Der absolute Traumplatz war am Assadstausee. Im aufgestauten See ist das Wasser in Ordnung, so dass das Baden sicher keine Gefahr darstellt und wunderschön ist. Im Euphrat selber stimme ich Klaus aber natürlich zu, dass die Bilharziosegefahr zu groß ist.
Jordanien:
Wir wurden an der Grenze behandelt wie Staatsgäste. Überall vorgelassen und freundlichst abgefertigt. Was sicher einen guten Eindruck gemacht hat, war, dass wir am Auto eine deutsche und eine syrische, bzw. jordanische Flagge befestigt hatten. Außerdem trugen wir so genannte Freundschaftspins mit den beiden Flaggen, die der absolute Türöffner bei den Kontrollen waren.
Visa: Bekommt man ohne Probleme an der Grenze quasi ohne Zeitverlust.
Carnet war ebenfalls nicht notwendig.
In Jordanien gibt es leider keinerlei Ermäßigungen für Schüler oder Studenten, was bei den Besichtigungen ganz schön ins Geld geht. In Syrien haben unsere drei jugendlichen Kinder immer nur 10% bezahlt und dass ohne Ausweis.
Zu den Übernachtungsplätzen:
Jarash Olive Branch Hotel: Wie beschrieben schön, aber teuer.
Petra: Wir sind der Empfehlung gefolgt und haben aus Sicherheitsgründen das Auto bei Little Petra im Ammarin Bedouin Camp gelassen. Der Besitzer war unterwegs in Amman und leider haben seine Jungs das Ganze ziemlich schleifen lassen. (Ist die Katze aus dem Haus,...) D.h. die sanitären Anlagen waren versch... usw. Preis auch echt satt (für 5 Leute incl. Essen 80JOD, ohne Esse hätte es 50 gekostet). Allerdings war das Essen gigantisch. Ein echtes Bedouinenmahl für mindestens 10 Leute. (Warum waren die Burschen, als wir nicht mehr konnten, so schnell mit dem Abräumen und dann alle verschwunden???). Der Transfer nach Petra kostete noch mal je 7 JOD. Aber alles in allem war es so sicher viel besser, als aufgebrochen.
Wadi Rumm: Für alle Wüstenfans: Es ist definitiv möglich und überhaupt kein Problem irgendwo in der Wüste zu übernachten. Wir kauften unsere Tickets, bekamen die Karte, wurden gefragt, ob wie 4x4 haben und ob wir übernachten wollen. Darauf erhielten wir die Auskunft, dass wir campen dürfen, wo immer wir wollen. Ihr könnt euch vorstellen, was wir für eine fantastische Nacht unter dem schönsten Sternenhimmel hatten!!!
Aquaba: Wir wollten eigentlich den beschriebenen Bedouin Garden Village Platz, landeten aber daneben im neuen Platz "Dune". Ist aber glaub ich ziemlich ähnlich. Zumindest hat die Beschreibung so gepasst, dass wir den Irrtum erst am nächsten Tag gemerkt haben. Der Besitzer organisiert für Taucher Tauchtrip in der Nähe mit Ausrüstung bei einem Wrack in 9 Meter Tiefe.
Bei Fragen bitte melden!
Beste Grüße aus Karlsruhe, Birte
trotz aller Vorbehalte im Vorfeld bezüglich der politischen Lage, haben wir die Reise gewagt und haben es nicht bereut. Wir haben fantastische Länder, interessante Kulturen und freundliche Menschen kennen lernen dürfen. Es gab keinerlei Probleme. Sehr profitiert haben wir natürlich wie wohl die meisten von den sehr informativen Seiten von Klaus Friedl, vielen Dank noch einmal dafür.
In aller Kürze vielleicht noch einige Modifikationen:
Syrien:
Es ist definitiv möglich und völlig unproblematisch ohne Carnet de Passage einzureisen. Man kauft dann ein syrisches Carnet für 45 Dollar an der Grenze.
Beim Grenzübergang Bab al Hauwa, wird man wirklich abgezockt, quasi ohne es zu merken. Wir haben es erst auf der Rückfahrt von Jordanien gemerkt, als wir deutlich weniger bezahlen mussten (und das hatte nichts damit zu zun, dass die Versicherung ein Monat gültig war).
Es gab nicht immer Diesel. Allerdings konnten wir glücklicherweise feststellen, dass es in vielen Orten kleine für den Laien nicht erkennbare Tankstellen gibt. Wir haben das in Maalula gebraucht. Beim zweiten Bogen bei der Ortseinfahrt befindet sich rechts eine Tankstelle nur für Diesel. Der Tankwart wurde von Einheimischen rausgeklingelt. Wir hatten im Kloster gefragt.
Zu den Übernachtungsplätzen:
Beim Camping Kaddour in Aleppo wurden wir übelst reingelegt. Wir kamen erst nachts gegen 22.00 Uhr an (natürlich war das so nicht geplant) und es war niemand am Tor. Ein junger Mann kam dann und kletterte über das Tor und öffnete von innen. Er wirkte einigermaßen seriös, sodass wir ihm die verlangten 1000 Dinar zahlten. Tja, nur kam am nächsten Morgen die Besitzerin und verlangte noch mal 1000. Lehrgeld bezahlt! Also aufpassen.
Camping Palmyra war klasse, toller Pool (wir sind alles Schwimmer und freuen uns immer, wenn wir zwischendrin etwas Wasser abkriegen). Allerdings wollte und die angebliche Touristeninfo vor dem Baalstempel unbedingt davon abhalten, hinzufahren. Angeblich würde dort gestohlen und betrogen. Wir konnten nichts davon bemerken und schliefen wunderbar mit Blick auf den Tempel.
Camping New Kaboun wie beschrieben schöner Stellplatz und ordentliche sanitäre Anlagen. Der Besitzer gab uns gleich mehrere Zettel auf englisch und arabisch mit, so dass die Taxifahrer uns wieder zurückbringen konnten.
Ansonsten haben wir immer ohne Probleme wild gecampt. Der absolute Traumplatz war am Assadstausee. Im aufgestauten See ist das Wasser in Ordnung, so dass das Baden sicher keine Gefahr darstellt und wunderschön ist. Im Euphrat selber stimme ich Klaus aber natürlich zu, dass die Bilharziosegefahr zu groß ist.
Jordanien:
Wir wurden an der Grenze behandelt wie Staatsgäste. Überall vorgelassen und freundlichst abgefertigt. Was sicher einen guten Eindruck gemacht hat, war, dass wir am Auto eine deutsche und eine syrische, bzw. jordanische Flagge befestigt hatten. Außerdem trugen wir so genannte Freundschaftspins mit den beiden Flaggen, die der absolute Türöffner bei den Kontrollen waren.
Visa: Bekommt man ohne Probleme an der Grenze quasi ohne Zeitverlust.
Carnet war ebenfalls nicht notwendig.
In Jordanien gibt es leider keinerlei Ermäßigungen für Schüler oder Studenten, was bei den Besichtigungen ganz schön ins Geld geht. In Syrien haben unsere drei jugendlichen Kinder immer nur 10% bezahlt und dass ohne Ausweis.
Zu den Übernachtungsplätzen:
Jarash Olive Branch Hotel: Wie beschrieben schön, aber teuer.
Petra: Wir sind der Empfehlung gefolgt und haben aus Sicherheitsgründen das Auto bei Little Petra im Ammarin Bedouin Camp gelassen. Der Besitzer war unterwegs in Amman und leider haben seine Jungs das Ganze ziemlich schleifen lassen. (Ist die Katze aus dem Haus,...) D.h. die sanitären Anlagen waren versch... usw. Preis auch echt satt (für 5 Leute incl. Essen 80JOD, ohne Esse hätte es 50 gekostet). Allerdings war das Essen gigantisch. Ein echtes Bedouinenmahl für mindestens 10 Leute. (Warum waren die Burschen, als wir nicht mehr konnten, so schnell mit dem Abräumen und dann alle verschwunden???). Der Transfer nach Petra kostete noch mal je 7 JOD. Aber alles in allem war es so sicher viel besser, als aufgebrochen.
Wadi Rumm: Für alle Wüstenfans: Es ist definitiv möglich und überhaupt kein Problem irgendwo in der Wüste zu übernachten. Wir kauften unsere Tickets, bekamen die Karte, wurden gefragt, ob wie 4x4 haben und ob wir übernachten wollen. Darauf erhielten wir die Auskunft, dass wir campen dürfen, wo immer wir wollen. Ihr könnt euch vorstellen, was wir für eine fantastische Nacht unter dem schönsten Sternenhimmel hatten!!!
Aquaba: Wir wollten eigentlich den beschriebenen Bedouin Garden Village Platz, landeten aber daneben im neuen Platz "Dune". Ist aber glaub ich ziemlich ähnlich. Zumindest hat die Beschreibung so gepasst, dass wir den Irrtum erst am nächsten Tag gemerkt haben. Der Besitzer organisiert für Taucher Tauchtrip in der Nähe mit Ausrüstung bei einem Wrack in 9 Meter Tiefe.
Bei Fragen bitte melden!
Beste Grüße aus Karlsruhe, Birte
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!
Und der Traum wird wahr!
DEFO-X-plorer.over-blog.com
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Re: Naher Osten im August
Hallo Birte,
vielen Dank für die vielen Infos. Wir stecken auch gerade mitten in den Vorbereitungen für Syrien/Jordanien und wollen Ende September für 5 Wochen los. In den nächsten Tagen gehen die Visa-Anträge raus. Ich denke, wir werden sicherlich noch die ein oder andere Frage an Dich haben. Gerne würde ich mich deshalb bei Dir mal melden. Muss allerdings erst Ordnung ins Vorbereitungs-Chaos bringen.
Gruß Thomas Schreiner
vielen Dank für die vielen Infos. Wir stecken auch gerade mitten in den Vorbereitungen für Syrien/Jordanien und wollen Ende September für 5 Wochen los. In den nächsten Tagen gehen die Visa-Anträge raus. Ich denke, wir werden sicherlich noch die ein oder andere Frage an Dich haben. Gerne würde ich mich deshalb bei Dir mal melden. Muss allerdings erst Ordnung ins Vorbereitungs-Chaos bringen.
Gruß Thomas Schreiner
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2781
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Naher Osten im August
hallo birte,
freut mich, dass es euch dort so gut gefallen hat!
und vielen dank für die infos und tipps.
aber eine frage hab'ich noch:
wo habt ihr die freundschaftspins (mit den 2 flaggen) für jordanien und syrien gekauft?
die hätte ich auch gerne.
viele grüsse
uwe, der nächstens in die türkei fährt
freut mich, dass es euch dort so gut gefallen hat!
und vielen dank für die infos und tipps.
aber eine frage hab'ich noch:
wo habt ihr die freundschaftspins (mit den 2 flaggen) für jordanien und syrien gekauft?
die hätte ich auch gerne.
viele grüsse
uwe, der nächstens in die türkei fährt
Freundschaftspins
Hallo Thomas,
kannst dich gerne melden, wenn Fragen aufkommen, ich bin zwar sicher kein Experte, aber wenn ich helfen kann, immer gerne.
Hallo Uwe,
die Freundschaftspins haben wir im Internet gefunden unter www.promex.de. Da gibt es alles, was mit Flaggen etc. zu tun hat.
Beste Grüße von Birte
kannst dich gerne melden, wenn Fragen aufkommen, ich bin zwar sicher kein Experte, aber wenn ich helfen kann, immer gerne.
Hallo Uwe,
die Freundschaftspins haben wir im Internet gefunden unter www.promex.de. Da gibt es alles, was mit Flaggen etc. zu tun hat.
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Re: Naher Osten im August
Hallo Birte,Birte hat geschrieben: Beim Grenzübergang Bab al Hauwa, wird man wirklich abgezockt, quasi ohne es zu merken. Wir haben es erst auf der Rückfahrt von Jordanien gemerkt, als wir deutlich weniger bezahlen mussten (und das hatte nichts damit zu zun, dass die Versicherung ein Monat gültig war).
Birte
wie schaute diese Abzocke genau aus? Kannst Du mir Tipps geben, wie man sie verhindert?
Gruß Thomas
... der am 30. September für 5 Wochen Richtung Syrien/Jordanien aufbricht.
Re: Naher Osten im August
Wir wurden gleich sehr freundlich von einem Herrn an der Grenze angesprochen und in ein Büro geführt. Er meinte, er sei für das Auto zuständig, nahm uns Pässe und Papiere ab, und führte meinen Mann zu vielerlei Stellen mit vielerlei Stempeln. Vieles erledigte er auch alleine. Ein zweiter Mann unterhielt uns derweil in fließendem Englisch und informierte uns auch über viel Interessantes (Der Krieg war ja gerade voll im Gange und wir natürlich über jede Info sehr dankbar).
Wir fragten natürlich, ob der nette Herr offiziell sei, was natürlich bestätigt wurde. Versteh mich richtig, die waren super nett, residierten im offiziellen Büro und erledigte alles perfekt. Allerdings kostete uns die Sache 180 Euro incl. Versicherung für 4 Wochen und Dieselsteuer 1 Woche. Außerdem das Carnet für 1 Woche. Aber das waren ca 20 Euro zu viel. An den kleinen Grenzen wollten uns auch Leute helfen (die wirkten allerdings nicht offiziell), die konnten wir problemlos abwimmeln. Ich weiß nicht richtig, wie man das umgehen kann, wenn sich Leute richtig "offiziell" geben und sagen, dass musst du machen, und du in einem fremden Land natürlich unsicher bist. Versuche einfach freundlich, aber bestimmt abzulehnen.
Beste Grüße von Birte
Wir fragten natürlich, ob der nette Herr offiziell sei, was natürlich bestätigt wurde. Versteh mich richtig, die waren super nett, residierten im offiziellen Büro und erledigte alles perfekt. Allerdings kostete uns die Sache 180 Euro incl. Versicherung für 4 Wochen und Dieselsteuer 1 Woche. Außerdem das Carnet für 1 Woche. Aber das waren ca 20 Euro zu viel. An den kleinen Grenzen wollten uns auch Leute helfen (die wirkten allerdings nicht offiziell), die konnten wir problemlos abwimmeln. Ich weiß nicht richtig, wie man das umgehen kann, wenn sich Leute richtig "offiziell" geben und sagen, dass musst du machen, und du in einem fremden Land natürlich unsicher bist. Versuche einfach freundlich, aber bestimmt abzulehnen.
Beste Grüße von Birte
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-
Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Naher Osten im August
Liebe Birte,
jetzt hast Du 20.- €uro mehr bezahlt, aber sicher doch eine
Menge Lauferei und Zeit gespart. Die 20.- €uro schmerzen
Dir doch sicher nicht (?).
Versicherung, Dieselsteuer und Carnet hättest Du ja in jedem
Fall bezahlen müssen und das war Dir doch auch vorher bekannt,
oder?
Wo ist denn da das Problem ???
Also das nenne ich keine "Abzocke", denn für das Geld ist
ja eine Leistung erbracht worden.
jetzt hast Du 20.- €uro mehr bezahlt, aber sicher doch eine
Menge Lauferei und Zeit gespart. Die 20.- €uro schmerzen
Dir doch sicher nicht (?).
Versicherung, Dieselsteuer und Carnet hättest Du ja in jedem
Fall bezahlen müssen und das war Dir doch auch vorher bekannt,
oder?
Wo ist denn da das Problem ???
Also das nenne ich keine "Abzocke", denn für das Geld ist
ja eine Leistung erbracht worden.
Re: Naher Osten im August
Da muss ich doch einhaken: Uns erging es am Bab Hawal genau gleich wie Birte. Wir wurden bei der Ankunft gleich von einem sehr sympathischen Herrn angesprochen, der sich fliessend auf Französisch und Englisch ausdrücken konnte. Wir wurden ebenfalls ins Büro geführt. Auf die Frage, ob er ein ''Offizieller'' sei, sagte er vielsagend: ''c'est ma profession''. ... und schwupps war er weg mit unseren Papieren & Pässen. Er erledigte alles für uns (auch Geldwechsel !!) und stand natürlich nirgends in der Warteschlange. Am Ende, fragten wir doch schüchtern, was denn dieser Service kosten würde. Wiederum kam ein sehr höfliches ,,ce que vous voulez''. Später, als wir alles zusammen rechneten und verglichen, was wir an den anderen Grenzposten bezahlt hatten (Deraa und Tel Abyat, wir hatten ein multiple entry visa) merkten wir, dass wir am Bab Hawel viel zu viel bezahlten (30-40 Euro). Auch wenn dieser Betrag einen sicher nicht aus der Bahn wirft, so finde ich doch, dass so etwas einfach nicht korrekt ist. Das ist Schummelei und dagegen wehre ich mich.
-
Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Naher Osten im August
Ihr habt also in keiner Warteschlange gestanden
und alles ging wie geschmiert. Also hat der Mann
eine Dienstleistung erbracht, die Ihr dankend ange-
nommen habt. Klar, daß das kostet. Über die Höhe
kann man streiten, aber die Höhe scheint ja hier
nicht das Problem zu sein. Oder dachtet Ihr, das sei
ein besonderer Service für Euch während dandere
in der Schlange stehen? Würdet Ihr denn das nächste
Mal wegen der paar Euros in der Schlange stehen und
die lange Wartezeit in Kauf nehmen?
und alles ging wie geschmiert. Also hat der Mann
eine Dienstleistung erbracht, die Ihr dankend ange-
nommen habt. Klar, daß das kostet. Über die Höhe
kann man streiten, aber die Höhe scheint ja hier
nicht das Problem zu sein. Oder dachtet Ihr, das sei
ein besonderer Service für Euch während dandere
in der Schlange stehen? Würdet Ihr denn das nächste
Mal wegen der paar Euros in der Schlange stehen und
die lange Wartezeit in Kauf nehmen?
-
Horst der Wuestenindianer
- Beiträge: 122
- Registriert: Sa 15. Okt 2005, 08:30
- Wohnort: Wiesloch Baden
Abzocke
Hallo Birte,
Euren Geschmack der Abzocke an der Grenze nach Syrien kann ich nachfühlen. Auch uns ist es bei unserer ersten Reise 05 so ergangen. Wir haben dem "Touristenservice" vertraut und dummerweise auch noch einem Geldwechsel zugestimmt.
Bei der Reise im Juni 06 haben wir von den Jungs nur die Abwicklung der Einreise machen lassen und hatten ein besseres Gefühl dabei.
Hallo Manfred,
Daß Service Geld kostet steht außer Frage, aber wenn die Dienstleistung von unwissenden erschlichen wird, ist das nicht in Ordnung. Es verhält sich dort wie an den Grenzen nach Marokko. Nur es ist absolut nicht erkannbar, was ist Schnorren und was ist offiziell.
An der Grenze in die Türkei bei der Rückreise ging es uns fast genau so. Dort herrschen auch solche Verhältnisse, daß offizielle Zöllner - Schlepper einbeziehen um die Abwicklung zu unterstützen und dann versucht wird, Geld zu kassieren. Wobei in unserem Falle die Abwicklung eher verlangsamt wurde.
Fazit, Wenn hier im Forum ein Bericht erscheint wie der von Birte - für den ich mich hiermit sehr bedanke - um aktuelle Erfahrungen zu verbreiten. Dann sollten wir hier nicht eine Diskussion um die Berechtigung von Leistungen führen. Erfahrungen sind immer subjektiv und somit OK. Es kann jeder für sich seine Schlußfolgerungen ziehen.
Hoffentlich bekommen wir noch viele solche subjekjtive Berichte um nicht alles Erfahrungen selbst machen zu müssen, bzw. auf bestimmte Abläufe vorbereitet zu sein.
Niy für ungut von Horst
Euren Geschmack der Abzocke an der Grenze nach Syrien kann ich nachfühlen. Auch uns ist es bei unserer ersten Reise 05 so ergangen. Wir haben dem "Touristenservice" vertraut und dummerweise auch noch einem Geldwechsel zugestimmt.
Bei der Reise im Juni 06 haben wir von den Jungs nur die Abwicklung der Einreise machen lassen und hatten ein besseres Gefühl dabei.
Hallo Manfred,
Daß Service Geld kostet steht außer Frage, aber wenn die Dienstleistung von unwissenden erschlichen wird, ist das nicht in Ordnung. Es verhält sich dort wie an den Grenzen nach Marokko. Nur es ist absolut nicht erkannbar, was ist Schnorren und was ist offiziell.
An der Grenze in die Türkei bei der Rückreise ging es uns fast genau so. Dort herrschen auch solche Verhältnisse, daß offizielle Zöllner - Schlepper einbeziehen um die Abwicklung zu unterstützen und dann versucht wird, Geld zu kassieren. Wobei in unserem Falle die Abwicklung eher verlangsamt wurde.
Fazit, Wenn hier im Forum ein Bericht erscheint wie der von Birte - für den ich mich hiermit sehr bedanke - um aktuelle Erfahrungen zu verbreiten. Dann sollten wir hier nicht eine Diskussion um die Berechtigung von Leistungen führen. Erfahrungen sind immer subjektiv und somit OK. Es kann jeder für sich seine Schlußfolgerungen ziehen.
Hoffentlich bekommen wir noch viele solche subjekjtive Berichte um nicht alles Erfahrungen selbst machen zu müssen, bzw. auf bestimmte Abläufe vorbereitet zu sein.
Niy für ungut von Horst
Re: Naher Osten im August
Lieber Manfred,
es war ja so wie beschrieben: Wir wussten nicht, dass wir hier von einem "Touristenmanager" betreut wurden, sondern dachten, das muss so sein. Erst an den anderen Grenzen haben wir festgestellt, dass es nicht stimmte. In unserem Fall war - wie beschrieben - die Grenze aufgrund des späten Nachmittags und der aktuellen Krisensituation menschenleer, mit anderen Worten, wir haben keinen wirklichen Vorteil gezogen. Und es ist definitiv auch für jeden alleine leistbar. Das Problem ist doch Folgendes: Wenn ich mich dafür bewusst entscheide, eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, hat doch alles seine Ordnung und ich zahle dann auch gerne die geforderte Summe. Ich ärgere mich aber, wenn mir etwas suggeriert wird, was nicht stimmt! Und da spielt die Höhe des bezahlten Betrags nur mittelbar eine Rolle.
Beste Grüße von Birte
es war ja so wie beschrieben: Wir wussten nicht, dass wir hier von einem "Touristenmanager" betreut wurden, sondern dachten, das muss so sein. Erst an den anderen Grenzen haben wir festgestellt, dass es nicht stimmte. In unserem Fall war - wie beschrieben - die Grenze aufgrund des späten Nachmittags und der aktuellen Krisensituation menschenleer, mit anderen Worten, wir haben keinen wirklichen Vorteil gezogen. Und es ist definitiv auch für jeden alleine leistbar. Das Problem ist doch Folgendes: Wenn ich mich dafür bewusst entscheide, eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, hat doch alles seine Ordnung und ich zahle dann auch gerne die geforderte Summe. Ich ärgere mich aber, wenn mir etwas suggeriert wird, was nicht stimmt! Und da spielt die Höhe des bezahlten Betrags nur mittelbar eine Rolle.
Beste Grüße von Birte
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Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Naher Osten im August
Liebe Birte,
sei nicht traurig
verbuche es einfach unter "Entwicklungshilfe"
sei nicht traurig
verbuche es einfach unter "Entwicklungshilfe"
Re: Naher Osten im August
Das tut sooo gut!
Haben halt den letzten Monat nur von Wasser und Brot gelebt, aber jetzt geht´s wieder.
Beste Grüße von Birte
Haben halt den letzten Monat nur von Wasser und Brot gelebt, aber jetzt geht´s wieder.
Beste Grüße von Birte
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Und der Traum wird wahr!
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Re: Naher Osten im August
Hallo Birte,
leider komme ich erst jetzt dazu, Dir für die Infos zu danken.
Das mit der Abzocke sehe ich ähnlich: Wenn mir ein Offizieller eine Dienstleisung anbietet und den Preis nennt, kann ich entscheiden, ob ich sie in Anspruch nehme oder nicht. Ich habe aber auch etwas dagegen, wenn mir diese Entscheidung einfach mir nichts dir nichts abgenommen wird und ich urplötzlich vor vollendeten Tatsachen gestellt werde. Der Preis, den ich dann für diese ergaunerte Dienstleistung zahle, ist dann zweitrangig, auch, wenn es nur 15 oder 20 Euro mehr sind.
Deswegen werden auch wir bei unserem Grenzübergang Vorsicht walten lassen und uns genau erkundigen, wer uns da was anbietet und vor allem vorab klären, was er dafür will. Klaus Friedl hat ja dankenswerterweise auf seiner Webseite auch die Prozedur am Bab al Hauwa genau beschrieben. Auch das mit der Hilfe. Ich denke, dass ist noch zu schaffen. Da sind wir doch von Libyen Anfang der 90er Jahre, als es noch keinen Führerzwang und Ausfüll-Hilfen in Reisebüchern gab, ganz andere Probleme gewohnt.
Birte, vielen Dank dafür, dass Du mit Deiner Wortwahl die Diskussion angestoßen und dadurch auf die Problematik aufmerksam gemacht hast.
Liebe Grüße aus dem Badischen ins Badische
Thomas Schreiner
Noch ne Frage so ganz nebenbei, auch an Horst: Hattet Ihr eigentlich Probleme bei der Einfuhr Eueres GPS-Gerätes oder interessiert sich dafür in diesen Krisenzeiten niemand dafür?
leider komme ich erst jetzt dazu, Dir für die Infos zu danken.
Das mit der Abzocke sehe ich ähnlich: Wenn mir ein Offizieller eine Dienstleisung anbietet und den Preis nennt, kann ich entscheiden, ob ich sie in Anspruch nehme oder nicht. Ich habe aber auch etwas dagegen, wenn mir diese Entscheidung einfach mir nichts dir nichts abgenommen wird und ich urplötzlich vor vollendeten Tatsachen gestellt werde. Der Preis, den ich dann für diese ergaunerte Dienstleistung zahle, ist dann zweitrangig, auch, wenn es nur 15 oder 20 Euro mehr sind.
Deswegen werden auch wir bei unserem Grenzübergang Vorsicht walten lassen und uns genau erkundigen, wer uns da was anbietet und vor allem vorab klären, was er dafür will. Klaus Friedl hat ja dankenswerterweise auf seiner Webseite auch die Prozedur am Bab al Hauwa genau beschrieben. Auch das mit der Hilfe. Ich denke, dass ist noch zu schaffen. Da sind wir doch von Libyen Anfang der 90er Jahre, als es noch keinen Führerzwang und Ausfüll-Hilfen in Reisebüchern gab, ganz andere Probleme gewohnt.
Birte, vielen Dank dafür, dass Du mit Deiner Wortwahl die Diskussion angestoßen und dadurch auf die Problematik aufmerksam gemacht hast.
Liebe Grüße aus dem Badischen ins Badische
Thomas Schreiner
Noch ne Frage so ganz nebenbei, auch an Horst: Hattet Ihr eigentlich Probleme bei der Einfuhr Eueres GPS-Gerätes oder interessiert sich dafür in diesen Krisenzeiten niemand dafür?
-
Horst der Wuestenindianer
- Beiträge: 122
- Registriert: Sa 15. Okt 2005, 08:30
- Wohnort: Wiesloch Baden
GPS
Hallo Thomas,
Nach GPS oder anderen Teilen hat niemand gefragt. Wenn Du aus dem Taubertag kommst, hast Du hoffentlich kein Würzburger Kennzeichen.?
Unser Mitreisender hatte bei der Ausreise aus der Türkei richtig Probleme, bis der Herr der Tastatur das "ü" gefunden hatte....... das war richtig anstrengend.
Ach so und noch was zum internationalen KFZ Schein - unser Mitreisender hatta uch diesen dabei und an allen Grenzen nur Probleme damit. Am besten einfach den normalen KFZ Schein und alles ist gut.
Ich wünsche Euch eine wunderschöne Reise
Gruß Horst
Nach GPS oder anderen Teilen hat niemand gefragt. Wenn Du aus dem Taubertag kommst, hast Du hoffentlich kein Würzburger Kennzeichen.?
Unser Mitreisender hatte bei der Ausreise aus der Türkei richtig Probleme, bis der Herr der Tastatur das "ü" gefunden hatte....... das war richtig anstrengend.
Ach so und noch was zum internationalen KFZ Schein - unser Mitreisender hatta uch diesen dabei und an allen Grenzen nur Probleme damit. Am besten einfach den normalen KFZ Schein und alles ist gut.
Ich wünsche Euch eine wunderschöne Reise
Gruß Horst




