Oman - diesmal der Süden
Moderator: Moderatoren
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo zusammen,
ich hatte schon zuhause in Google Earth geschaut, ob es von Ayoun aus Pisten Richtung N, NW oder NO gibt, auf den Hauptstraßen außen herum, dazu hatten wir keine Lust. Und wer sucht, der findet auch, es ist bei weitem nocht nicht alles im Oman geteert. Gleich am Anfang der Piste kam ein Militärposten, in den abgelegenen Ecken können die mit Touristen noch nichts anfangen, was man da eigentlich wolle, es gäbe doch tolle Teerstraßen.
Daß es einen in die Wüste drängt, versteht keiner. Aber alle sind freundlich, nach Diskussion und gemeinsamem Kartenstudium durften wir passieren.
Die Landschaft abwechslungsreich, die Piste mal geschoben und auch mal länger durch ein sandiges Wadi, ganz nett.
Und dann kam das Tor zur Wüste Der Weg in die Rub al Khali war frei !
Bis dann
Horst
ich hatte schon zuhause in Google Earth geschaut, ob es von Ayoun aus Pisten Richtung N, NW oder NO gibt, auf den Hauptstraßen außen herum, dazu hatten wir keine Lust. Und wer sucht, der findet auch, es ist bei weitem nocht nicht alles im Oman geteert. Gleich am Anfang der Piste kam ein Militärposten, in den abgelegenen Ecken können die mit Touristen noch nichts anfangen, was man da eigentlich wolle, es gäbe doch tolle Teerstraßen.
Daß es einen in die Wüste drängt, versteht keiner. Aber alle sind freundlich, nach Diskussion und gemeinsamem Kartenstudium durften wir passieren.
Die Landschaft abwechslungsreich, die Piste mal geschoben und auch mal länger durch ein sandiges Wadi, ganz nett.
Und dann kam das Tor zur Wüste Der Weg in die Rub al Khali war frei !
Bis dann
Horst
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo zusammen,
über Mudayy ging es weiter nach al Hashman am Rande der Rub al Khali. Ein paar Kilometer weiter haben wir uns dann unseren ersten Übernachtungsplatz gesucht, trotz all den anderen Higlights ist die Sandwüste für uns immer etwas ganz besonderes. Und im Vergleich mit der Wahiba kommt in der Rub die meist völlige Einsamkeit dazu.
Bis zum Brunnen von Burkanah ist irgendwann mal eine Piste angelegt worden, die ist heute zwar vielfach vom Sand verweht, aber nicht zu verfehlen.
Viele Grüße
Horst
über Mudayy ging es weiter nach al Hashman am Rande der Rub al Khali. Ein paar Kilometer weiter haben wir uns dann unseren ersten Übernachtungsplatz gesucht, trotz all den anderen Higlights ist die Sandwüste für uns immer etwas ganz besonderes. Und im Vergleich mit der Wahiba kommt in der Rub die meist völlige Einsamkeit dazu.
Bis zum Brunnen von Burkanah ist irgendwann mal eine Piste angelegt worden, die ist heute zwar vielfach vom Sand verweht, aber nicht zu verfehlen.
Viele Grüße
Horst
-
Alexander
- Administrator
- Beiträge: 24253
- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
- Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
- Kontaktdaten:
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo Horst,
als nicht Omankenner hätte ich niemals erwartet, dass der Oman das zu bieten hat. Wüsten, Schluchten, Wasserfälle... Kurz, eine traumhafte Landschaft. Und frei reisen scheint man dort auch zu können. Das macht richtig Appetit.
Danke und Grüsse
Alexander
als nicht Omankenner hätte ich niemals erwartet, dass der Oman das zu bieten hat. Wüsten, Schluchten, Wasserfälle... Kurz, eine traumhafte Landschaft. Und frei reisen scheint man dort auch zu können. Das macht richtig Appetit.
Danke und Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo Alexander,
und was noch dazukommt, man muß sich zum Thema Sicherheit über Grundlegendes hinaus wirklich keine Gedanken machen.
Wir stellen unser Zelt fast überall hin, wo es uns gefällt. Unser Lagerfeuer darf weit in die Ferne lodern (in der Rub gibts relativ viel Holz und keine Beduinen die das brauchen), in Sahara und Sahel hatten wir uns das abgewöhnt.
Gruß
Horst
und was noch dazukommt, man muß sich zum Thema Sicherheit über Grundlegendes hinaus wirklich keine Gedanken machen.
Wir stellen unser Zelt fast überall hin, wo es uns gefällt. Unser Lagerfeuer darf weit in die Ferne lodern (in der Rub gibts relativ viel Holz und keine Beduinen die das brauchen), in Sahara und Sahel hatten wir uns das abgewöhnt.
Gruß
Horst
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo zusammen,
hinter dem Brunnen von Burkanah sind wir dann in einem weiten Bogen Richtung ONO und einigermaßen parallel zur Saudigrenze weitergefahren.
Man fährt überwiegend in den Tälern, da finden sich auch Spuren bzw. Wege. Gelegentlich sind auch Dünen zu queren, nichts spektakuläres, aber da gibt es keine Spuren, man ist allein unterwegs und muß sich seinen Weg selber suchen.
An verschiedenen Stellen sind wir auf Kalkformationen gestoßen, ein schöner Kontrast zu den Dünen.
Wir haben uns zeitig einen Übernachtungsplatz gesucht, um die Einsamkeit der Wüste zu genießen. Und wir wollten einen Platz mit Aussicht, man braucht sich nicht zu verstecken, und so sind wir ein gutes Stück hochgefahren. Die Dimensionen der Dünen sind gewaltig, ich weiß nicht ob die Bilder es zeigen, man muß es erleben !
Es war Heiligabend, kein schlechter Platz dafür !
Viele Grüße
Horst
hinter dem Brunnen von Burkanah sind wir dann in einem weiten Bogen Richtung ONO und einigermaßen parallel zur Saudigrenze weitergefahren.
Man fährt überwiegend in den Tälern, da finden sich auch Spuren bzw. Wege. Gelegentlich sind auch Dünen zu queren, nichts spektakuläres, aber da gibt es keine Spuren, man ist allein unterwegs und muß sich seinen Weg selber suchen.
An verschiedenen Stellen sind wir auf Kalkformationen gestoßen, ein schöner Kontrast zu den Dünen.
Wir haben uns zeitig einen Übernachtungsplatz gesucht, um die Einsamkeit der Wüste zu genießen. Und wir wollten einen Platz mit Aussicht, man braucht sich nicht zu verstecken, und so sind wir ein gutes Stück hochgefahren. Die Dimensionen der Dünen sind gewaltig, ich weiß nicht ob die Bilder es zeigen, man muß es erleben !
Es war Heiligabend, kein schlechter Platz dafür !
Viele Grüße
Horst
-
fordfahrer
- Beiträge: 149
- Registriert: Do 12. Jan 2012, 15:15
- Wohnort: 09573 kurz vor Moskau
Re: Oman - diesmal der Süden
Lieber Horst,
danke für die schönen Bilder - so ungefähr hatte ich mir's da oben vorgestellt
- Grüsse
Christian

danke für die schönen Bilder - so ungefähr hatte ich mir's da oben vorgestellt
- Grüsse
Christian

Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo zusammen,
am nächsten Morgen haben wir uns viel Zeit gelassen, bevor wir weitergefahren sind.
Das GE-Bild zeigt mal einen sandigeren Bereich, wo man sich eine Passage suchen muß, links oben unser Heiligabend-Camp, rechts unten der nächste Wegpunkt. Hatte ihn zuhause an eine markante Düne gesetzt, von unten sieht die so aus, moderne Zeiten. Google Earth nimmt sicher auch etwas Spannung raus, aber um vorher einschätzen zu können, was man sich vornimmt, ist es Gold wert.
Nachfolgende mörderische
Düne hat die Spaltwerte zwischen Kotflügel und Frontschürze leicht verändert, Einzelradaufhängung und komfortbetonte Federung bzw. Dämpfung moderner Geländewagen fordern halt doch ihren Tribut. Anderersseits mit deutlich über 200 PS durch die Dünen zu wedeln, ist auch nicht schlecht, da kommt mein HZJ nicht ran.
Und irgendwie haben mich meine Instinkte auch noch im Stich gelassen. Zum herausfahren aus der Rub hatte ich mir einen Punkt an der Piste vom Quatbit Resthouse Richtung Saudi-Grenze rausgesucht, da waren wir früher mal unterwegs. Ein schöner Punkt mit Quelle und viel Grün ...
... ja und auch noch mit einem Militär-Checkpoint in der Nähe. Und als wir so gemütlich herumgeschlendert sind, haben wir von denen Besuch bekommen.
Wo wir denn herkommen, naja von al Hashman halt, woher denn sonst. Die wussten wieder überhaupt nichts mit uns anzufangen, haben lange herumtelefoniert, mit uns debattiert, wieder telefoniert, immer freundlich aber hat länger gedauert. Wohlweislich habe ich schon mal die Reifen etwas aufgepumpt.
Und irgendwann hat der Capo gesagt "follow me" und so sind wir wesentlich schneller wie geplant aus der Rub herausgekommen. Die haben uns zum Checkpoint bei Marsawdad am Rand der Rub eskortiert. Bei denen waren wir ja auch schon mal (viewtopic.php?f=4&t=42877&p=93245&hilit ... mer#p93245), alle ganz nett, die haben uns auch noch frohe Weihnachten gewünscht.
Und so haben wir uns dann einen Nachtplatz bei den kleinen Dünen am Rand gesucht, und nicht wie geplant bei den großen drinnen, habe bei der Gelegenheit auch noch das Auto festgefahren, kann ja mal vorkommen, habe auch kaum geflucht
.
Die Nächte in der Rub al Khali waren insgesamt recht kühl, dieser Morgen war der kälteste und so wollte auch unser Kocher nicht mehr so recht.
Viele Grüße
Horst
am nächsten Morgen haben wir uns viel Zeit gelassen, bevor wir weitergefahren sind.
Das GE-Bild zeigt mal einen sandigeren Bereich, wo man sich eine Passage suchen muß, links oben unser Heiligabend-Camp, rechts unten der nächste Wegpunkt. Hatte ihn zuhause an eine markante Düne gesetzt, von unten sieht die so aus, moderne Zeiten. Google Earth nimmt sicher auch etwas Spannung raus, aber um vorher einschätzen zu können, was man sich vornimmt, ist es Gold wert.
Nachfolgende mörderische
Wo wir denn herkommen, naja von al Hashman halt, woher denn sonst. Die wussten wieder überhaupt nichts mit uns anzufangen, haben lange herumtelefoniert, mit uns debattiert, wieder telefoniert, immer freundlich aber hat länger gedauert. Wohlweislich habe ich schon mal die Reifen etwas aufgepumpt.
Und irgendwann hat der Capo gesagt "follow me" und so sind wir wesentlich schneller wie geplant aus der Rub herausgekommen. Die haben uns zum Checkpoint bei Marsawdad am Rand der Rub eskortiert. Bei denen waren wir ja auch schon mal (viewtopic.php?f=4&t=42877&p=93245&hilit ... mer#p93245), alle ganz nett, die haben uns auch noch frohe Weihnachten gewünscht.
Und so haben wir uns dann einen Nachtplatz bei den kleinen Dünen am Rand gesucht, und nicht wie geplant bei den großen drinnen, habe bei der Gelegenheit auch noch das Auto festgefahren, kann ja mal vorkommen, habe auch kaum geflucht
Viele Grüße
Horst
-
fordfahrer
- Beiträge: 149
- Registriert: Do 12. Jan 2012, 15:15
- Wohnort: 09573 kurz vor Moskau
Re: Oman - diesmal der Süden
Danke noch mal für den schönen Bericht, Horst.
Von der anderen Richtung lassen einen die Jungs in Marsawdad gleich gar nicht weiterfahren, aber nett sind sie - kurz vor dem Militär hatte ich dann auch das Auto in einem harmlosen Sandfeld eingebuddelt, wegen eines Anfalls von Luftrauslassfaulheit
.
Das ging dann erst früh mit dem kälteren Sand wieder raus ... .
Grüsse
Christian
Von der anderen Richtung lassen einen die Jungs in Marsawdad gleich gar nicht weiterfahren, aber nett sind sie - kurz vor dem Militär hatte ich dann auch das Auto in einem harmlosen Sandfeld eingebuddelt, wegen eines Anfalls von Luftrauslassfaulheit
Das ging dann erst früh mit dem kälteren Sand wieder raus ... .
Grüsse
Christian
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo Christian, hallo zusammen,
wir durften im Jahr zuvor an Ostern noch bei Marsawdad reinfahren, es gab allerdings eine längere Diskussion und die haben sich vergewissert, ob wir für so eine Tour auch vernünftig ausgerüstet sind.
Silvester wollten wir ja am Ras Madrakah verbringen, bis dahin waren es noch ein paar Tage, und so haben wir uns entschlossen, schnell mal auf die Insel Masirah zu fahren (ich weiß, die liegt nicht wirklich im Süden).
Dafür ist so ein Renn-Cruiser wirklich ideal. Morgens noch gemütlich am Rand der Rub gefrühstück, in Hayma beim Shoppen gewesen, ausgedehnt Mittag gemacht, mit der Fähre übergesetzt, einen schönen Platz gesucht und dann noch das Zelt aufgestellt, pünktlich zum Sonnenuntergang. Die Ostseite Masirahs ist ein schöner Mix aus Felsen und Sand, wir hatten tolle Plätze für uns allein, ideal zum relaxen.
Auch das Angeln war erfolgreich, wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Vielleicht noch ein Hinweis an diejenigen, die lieber ohne Badehose ins Wasser springen (was man ja in den Ländern eh nicht tun sollte!). Das nächst Bild zeigt das Gebiss eines Karabuts, die beißen in alles, was durch das Wasser zappelt. Daß das Gebiß zum ganz abbeißen nicht groß genug ist, sondern daß sie ´nur´Stücke rausstanzen, ist was die Schmerzen betrifft vermutlich nicht wirklich besser. Viele Grüße
Horst
wir durften im Jahr zuvor an Ostern noch bei Marsawdad reinfahren, es gab allerdings eine längere Diskussion und die haben sich vergewissert, ob wir für so eine Tour auch vernünftig ausgerüstet sind.
Silvester wollten wir ja am Ras Madrakah verbringen, bis dahin waren es noch ein paar Tage, und so haben wir uns entschlossen, schnell mal auf die Insel Masirah zu fahren (ich weiß, die liegt nicht wirklich im Süden).
Dafür ist so ein Renn-Cruiser wirklich ideal. Morgens noch gemütlich am Rand der Rub gefrühstück, in Hayma beim Shoppen gewesen, ausgedehnt Mittag gemacht, mit der Fähre übergesetzt, einen schönen Platz gesucht und dann noch das Zelt aufgestellt, pünktlich zum Sonnenuntergang. Die Ostseite Masirahs ist ein schöner Mix aus Felsen und Sand, wir hatten tolle Plätze für uns allein, ideal zum relaxen.
Auch das Angeln war erfolgreich, wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Vielleicht noch ein Hinweis an diejenigen, die lieber ohne Badehose ins Wasser springen (was man ja in den Ländern eh nicht tun sollte!). Das nächst Bild zeigt das Gebiss eines Karabuts, die beißen in alles, was durch das Wasser zappelt. Daß das Gebiß zum ganz abbeißen nicht groß genug ist, sondern daß sie ´nur´Stücke rausstanzen, ist was die Schmerzen betrifft vermutlich nicht wirklich besser. Viele Grüße
Horst
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo zusammen,
weiter ging es bis Ad Duqm, wir haben ganz in der Nähe in einem Wadi übernachtet, um am nächsten Morgen für Silvester einkaufen zu können.
Im Wadi gab es reichlich Holz, und so haben wir das Auto bis unter das Dach vollgepackt. Wir hatten mit Guido3 samt Familie zum Jahreswechsel einen Wüschi-Stammtisch am Ras Madrakah vereinbart. Wir selbst waren tags zuvor schon dort und haben mal wieder die Gastfreundschaft der Omanis erleben dürfen.
Für unser Silvester-Barbecue hatte ich mir frischen Fisch vorgestellt, und so wollte ich die Zeit nutzen, um schon mal zu sondieren, wie und wo was zu fangen wäre. Ich habe dann sehr schnell einen Fisch geschenkt bekommen, habe zu Angeln aufgehört und den Fisch gegrillt, danach waren wir eigentlich schon satt. Ich bin dann wieder mit der Angel los um wie gesagt zu sondieren. Ich war noch keine 100 m vom Auto weg, da kamen einige Omani laut "Fisch, Fisch" rufend mit dem Auto angebraust, sie haben uns einen fertiggegrillten, klasse schmeckenden Fisch gebracht, den haben wir auch noch gegessen, da waren wir dann randvoll. Ich habe mich nicht mehr getraut, mit der Angel loszuziehen, womöglich hätten die gedacht wir wären noch hungrig.
An Silvester habe ich dann, wie es meistens geht, wenn man unbedingt was fangen `muß`nichts gekriegt, so sind wir dann zur Anlegestelle der Fischer gelaufen, um Fische zu kaufen. Sie haben uns bestimmt 5 kg in die Hand gedrückt und wollten partout kein Geld annehmen! Unser Silvester-Stammtisch war toll, wir haben gemütlich gegessen und hatten uns viel zu erzählen, die Zeit bis Mitternacht verging wie im Flug. Unser loderndes Lagerfeuer und hell leuchtende Algen auf den Wellenkämmen waren schöner wie jedes Feuerwerk.
Unser nächstes Ziel war das Wadi Shuwwaymiyah, darüber das nächste Mal mehr.
Viele Grüße
Horst
weiter ging es bis Ad Duqm, wir haben ganz in der Nähe in einem Wadi übernachtet, um am nächsten Morgen für Silvester einkaufen zu können.
Im Wadi gab es reichlich Holz, und so haben wir das Auto bis unter das Dach vollgepackt. Wir hatten mit Guido3 samt Familie zum Jahreswechsel einen Wüschi-Stammtisch am Ras Madrakah vereinbart. Wir selbst waren tags zuvor schon dort und haben mal wieder die Gastfreundschaft der Omanis erleben dürfen.
Für unser Silvester-Barbecue hatte ich mir frischen Fisch vorgestellt, und so wollte ich die Zeit nutzen, um schon mal zu sondieren, wie und wo was zu fangen wäre. Ich habe dann sehr schnell einen Fisch geschenkt bekommen, habe zu Angeln aufgehört und den Fisch gegrillt, danach waren wir eigentlich schon satt. Ich bin dann wieder mit der Angel los um wie gesagt zu sondieren. Ich war noch keine 100 m vom Auto weg, da kamen einige Omani laut "Fisch, Fisch" rufend mit dem Auto angebraust, sie haben uns einen fertiggegrillten, klasse schmeckenden Fisch gebracht, den haben wir auch noch gegessen, da waren wir dann randvoll. Ich habe mich nicht mehr getraut, mit der Angel loszuziehen, womöglich hätten die gedacht wir wären noch hungrig.
An Silvester habe ich dann, wie es meistens geht, wenn man unbedingt was fangen `muß`nichts gekriegt, so sind wir dann zur Anlegestelle der Fischer gelaufen, um Fische zu kaufen. Sie haben uns bestimmt 5 kg in die Hand gedrückt und wollten partout kein Geld annehmen! Unser Silvester-Stammtisch war toll, wir haben gemütlich gegessen und hatten uns viel zu erzählen, die Zeit bis Mitternacht verging wie im Flug. Unser loderndes Lagerfeuer und hell leuchtende Algen auf den Wellenkämmen waren schöner wie jedes Feuerwerk.
Unser nächstes Ziel war das Wadi Shuwwaymiyah, darüber das nächste Mal mehr.
Viele Grüße
Horst
Zuletzt geändert von horst.k am So 6. Mai 2012, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
-
Birgitt
- Moderator
- Beiträge: 35256
- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
- Kontaktdaten:
Re: Oman - diesmal der Süden
Ganz toller Bericht, Horst, und fantastische Bilder!
Dankeschön!
Gruß
Birgitt
Dankeschön!
Gruß
Birgitt
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo Horst und andere Leser,
Horst, erstmal Glueckwunsch zu der schoenen Route und fantastischen Bildern!
Die Kalkformationen sind uebrigens alte Seesedimente. Die RAK ist schon sehr alt und hat schon mehere feuchtere Klimazyklen mitgemacht wo es dort einiges mehr an Wasser gab! Selbst Heute passiert das noch manchmal, Ich war zeitens der grossen Regenfaelle diesen Winter in der RAK und habe grosse Fluesse durch die Wuestenebenen fliessen sehen!
Ich muss jetzt aber doch nochmal ein paar warnende Worte aussprechen!
Es scheint Ihr seid mit nur einem Fahrzeug unterwegs gewesen im RAK.(wenn ich mich irre sei entschuldigt)
Das ist groebst fahrlaessig!!!
Ich kann nur wieder und wieder sagen das der Oman ein fantastisches Reiseland ist und man alle Freiheiten geniesst. Das kann aber ganz schnell vorbei sein!!! Wenn die freundlichen Militaers ein paar mal zur grossen Suchaktion ausruecken mussten um verloren gegangene, liegengebliebene oder selbst schlimmer, verstorbene Touristen aus der Wueste zu holen ist es ganz schnell fuer Alle vorbei!!!
Das gleiche gilt fuer absichtliche oder unabsichtliche Grenzueberquerungen nach Saudi. Euer track geht da sehr sehr dicht heran.
Wie schon gesagt die Grenze zu Saudi ist eine empfindliche Zone und man sollte mindestens 5 - 10 km Abstand halten! Wenn es oefters passieren sollte das Touristen an oder ueber der Grenze angetroffen werden dann...ist es ganz schnell fuer Alle vorbei!!!
Grosse Wuestengebiete sind wie auch schon gesagt Oel Konzessions gebiete in denen eigentlich betreten verboten gilt. Es wird aber netterweise (noch) toleriert.
Also noch einmal ganz deutlich: Verhaltet euch verantwortungsvoll und respektvoll der Natur, den Menschen und vor Allem auch den anderen gegenueber die diese Erfahrung auch noch machen wollen.
Es Bedarf nur eines Dekrets eines Ministers und das kann sehr sehr schnell gehen hier ( da gibt es schon einige Beispiele) ,dann kann niemand mehr so schoen ungestoert und alleine herum fahren! Vor Allem auch da hier ist das Interesse an Individualtouristen sehr klein ist und grosser Bedarf besteht Arbeit fuer die Omanis zu finden! Ganz ganz schnell geht dann sowas nur noch mit Fuehrer und bei dene lokalen Preisen wird sowas unbezahlbar fuer den Normabuerger etc..
Also bitte bitte bitte zerstoert Euch diese Freiheit nicht selber!
Gruss aus Muscat, Heiko
Horst, erstmal Glueckwunsch zu der schoenen Route und fantastischen Bildern!
Die Kalkformationen sind uebrigens alte Seesedimente. Die RAK ist schon sehr alt und hat schon mehere feuchtere Klimazyklen mitgemacht wo es dort einiges mehr an Wasser gab! Selbst Heute passiert das noch manchmal, Ich war zeitens der grossen Regenfaelle diesen Winter in der RAK und habe grosse Fluesse durch die Wuestenebenen fliessen sehen!
Ich muss jetzt aber doch nochmal ein paar warnende Worte aussprechen!
Es scheint Ihr seid mit nur einem Fahrzeug unterwegs gewesen im RAK.(wenn ich mich irre sei entschuldigt)
Das ist groebst fahrlaessig!!!
Ich kann nur wieder und wieder sagen das der Oman ein fantastisches Reiseland ist und man alle Freiheiten geniesst. Das kann aber ganz schnell vorbei sein!!! Wenn die freundlichen Militaers ein paar mal zur grossen Suchaktion ausruecken mussten um verloren gegangene, liegengebliebene oder selbst schlimmer, verstorbene Touristen aus der Wueste zu holen ist es ganz schnell fuer Alle vorbei!!!
Das gleiche gilt fuer absichtliche oder unabsichtliche Grenzueberquerungen nach Saudi. Euer track geht da sehr sehr dicht heran.
Wie schon gesagt die Grenze zu Saudi ist eine empfindliche Zone und man sollte mindestens 5 - 10 km Abstand halten! Wenn es oefters passieren sollte das Touristen an oder ueber der Grenze angetroffen werden dann...ist es ganz schnell fuer Alle vorbei!!!
Grosse Wuestengebiete sind wie auch schon gesagt Oel Konzessions gebiete in denen eigentlich betreten verboten gilt. Es wird aber netterweise (noch) toleriert.
Also noch einmal ganz deutlich: Verhaltet euch verantwortungsvoll und respektvoll der Natur, den Menschen und vor Allem auch den anderen gegenueber die diese Erfahrung auch noch machen wollen.
Es Bedarf nur eines Dekrets eines Ministers und das kann sehr sehr schnell gehen hier ( da gibt es schon einige Beispiele) ,dann kann niemand mehr so schoen ungestoert und alleine herum fahren! Vor Allem auch da hier ist das Interesse an Individualtouristen sehr klein ist und grosser Bedarf besteht Arbeit fuer die Omanis zu finden! Ganz ganz schnell geht dann sowas nur noch mit Fuehrer und bei dene lokalen Preisen wird sowas unbezahlbar fuer den Normabuerger etc..
Also bitte bitte bitte zerstoert Euch diese Freiheit nicht selber!
Gruss aus Muscat, Heiko
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo Heiko,
ja, wir waren allein unterwegs.
Nachdem Du aber nicht wissen kannst, wie wir an so einen Trip herangehen, finde ich es schon heftig, wie Du mit der Keule "groebst fahrlässig" auf mich einschlägst !!!
Ein paar Infos, ich
- fahre seit 30 Jahren in Wüsten herum, habe also einige Erfahrung
- plane mit ausreichender Sicherheit unsere Sprit-, Wasser- und sonstige Resourcen
- habe immer Hilfsmittel dabei, um mir weitgehend selbst helfen zu können (Sandbleche, Luftpumpe, Flickzeug...)
Für den Fall der Fälle haben wir ein Satphone dabei, und wir wissen vorher, wo wir anrufen können, um Hilfe zu organisieren. Bestimmt nicht beim Militär.
In der südlichen Rub waren wir dreimal, wir haben uns von Al Hashman und von Marsawdad reingetastet, bevor wir zuletzt die ganze Runde gefahren sind. Wir konnten also abschätzen, wie die Verhältnisse sind.
Der eine Punkt dicht an der Saudigrenze liegt auf der Piste von Marsawdad nach Saudiarabien rüber, die anderen sind alle mindestens 10 km von der Grenze weg!
Ich habe auch Interesse daran, daß unsere Art zu reisen weiter möglich bleibt, und nicht nur deswegen habe ich mehrfach in meinen Beiträgen auf angemessene Ausrüstung und Resourcen hingewiesen. Auch in PN´s weise ich darauf hin, bevor ich z.B. Koordinaten herausgebe.
Und so sehe ich unseren Disput dahingehend positiv, daß mal wieder darauf hingewiesen wird, daß man bei Reisen in die Wüste nicht einfach so darauf los fahren darf.
Viele Grüße
Horst
ja, wir waren allein unterwegs.
Nachdem Du aber nicht wissen kannst, wie wir an so einen Trip herangehen, finde ich es schon heftig, wie Du mit der Keule "groebst fahrlässig" auf mich einschlägst !!!
Ein paar Infos, ich
- fahre seit 30 Jahren in Wüsten herum, habe also einige Erfahrung
- plane mit ausreichender Sicherheit unsere Sprit-, Wasser- und sonstige Resourcen
- habe immer Hilfsmittel dabei, um mir weitgehend selbst helfen zu können (Sandbleche, Luftpumpe, Flickzeug...)
Für den Fall der Fälle haben wir ein Satphone dabei, und wir wissen vorher, wo wir anrufen können, um Hilfe zu organisieren. Bestimmt nicht beim Militär.
In der südlichen Rub waren wir dreimal, wir haben uns von Al Hashman und von Marsawdad reingetastet, bevor wir zuletzt die ganze Runde gefahren sind. Wir konnten also abschätzen, wie die Verhältnisse sind.
Der eine Punkt dicht an der Saudigrenze liegt auf der Piste von Marsawdad nach Saudiarabien rüber, die anderen sind alle mindestens 10 km von der Grenze weg!
Ich habe auch Interesse daran, daß unsere Art zu reisen weiter möglich bleibt, und nicht nur deswegen habe ich mehrfach in meinen Beiträgen auf angemessene Ausrüstung und Resourcen hingewiesen. Auch in PN´s weise ich darauf hin, bevor ich z.B. Koordinaten herausgebe.
Und so sehe ich unseren Disput dahingehend positiv, daß mal wieder darauf hingewiesen wird, daß man bei Reisen in die Wüste nicht einfach so darauf los fahren darf.
Viele Grüße
Horst
Re: Oman - diesmal der Süden
Hallo Birgitt,
danke für den positiven Kommentar, freut mich wenn dir mein Beitrag gefällt.
Liebe Grüße
Horst
danke für den positiven Kommentar, freut mich wenn dir mein Beitrag gefällt.
Liebe Grüße
Horst
-
fordfahrer
- Beiträge: 149
- Registriert: Do 12. Jan 2012, 15:15
- Wohnort: 09573 kurz vor Moskau
Re: Oman - diesmal der Süden
Auch von mir noch mal Danke für die schönen Bilder, Horst. Super Bericht!
Ich glaub, das mit den Wuestenfahrern in der RAK hält sich sehr in Grenzen, Heiko.
Überhaupt scheint das nun mit dem Individualtourismus nicht so zu boomen - die Leute, die wir in Muscat getroffen haben, haben sich leicht an den Kopf gegriffen - 2 Wochen nur Campen. Viele machen 1-2 Tagesausflüge in die Wahiba (organisiert) mit Camp, singenden Berbern und allem S.... und das wars .
Südlich von Nizwa (dafür in Nizwa sehr viele) und südlich der Wahiba trifft man nahezu keine Touris mehr - in der RAK oder deren Nähe, haben wir außer Militär weder Einheimische noch Touris getroffen.
Vieles hängt sicher mit der (zum Glück) total fehlenden Infrastruktur für den Individualtourismus zusammen.
Ich denke, Du kannst schon davon ausgehen, dass die Leute, die sich soweit in's Nirgendwo wagen, das Risiko entsprechend abschätzen- aber der Hinweis ist schon OK - hatte ich mir auch Gedanken drüber gemacht. Der Horst war ja nun schon ein paar mal im Sand und in seinem fortgeschrittenen Semester
kann man schon von einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Risiko ausgehen.
Gibt es denn bekannte Fälle von Rettungs- oder Totbergungsaktionen von Touris in diesem Gebiet?
Grüsse
Christian
Ich glaub, das mit den Wuestenfahrern in der RAK hält sich sehr in Grenzen, Heiko.
Überhaupt scheint das nun mit dem Individualtourismus nicht so zu boomen - die Leute, die wir in Muscat getroffen haben, haben sich leicht an den Kopf gegriffen - 2 Wochen nur Campen. Viele machen 1-2 Tagesausflüge in die Wahiba (organisiert) mit Camp, singenden Berbern und allem S.... und das wars .
Südlich von Nizwa (dafür in Nizwa sehr viele) und südlich der Wahiba trifft man nahezu keine Touris mehr - in der RAK oder deren Nähe, haben wir außer Militär weder Einheimische noch Touris getroffen.
Vieles hängt sicher mit der (zum Glück) total fehlenden Infrastruktur für den Individualtourismus zusammen.
Ich denke, Du kannst schon davon ausgehen, dass die Leute, die sich soweit in's Nirgendwo wagen, das Risiko entsprechend abschätzen- aber der Hinweis ist schon OK - hatte ich mir auch Gedanken drüber gemacht. Der Horst war ja nun schon ein paar mal im Sand und in seinem fortgeschrittenen Semester
Gibt es denn bekannte Fälle von Rettungs- oder Totbergungsaktionen von Touris in diesem Gebiet?
Grüsse
Christian




