Dünenwanderungsgeschwindigkeit von Wüsten und GPS Karten

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myrrrdin
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Registriert: Sa 14. Aug 2010, 13:16

Dünenwanderungsgeschwindigkeit von Wüsten und GPS Karten

Beitrag von myrrrdin »

Apropos Dünenwanderung - ich
kartographiere wenn man so will die Tour nun,
fand Angaben im Web das die Dünen der Sahara zwischen
5-200 Metern pro Jahr wandern. Bei der Breite der Gebiete,
die ich als festen Untergrund einordne, mit Sand, Schotter und
anderem, der durch die Dünen durchbrochen wird, dürfte das
kein Problem sein, da eine Düne im Durchschnitt in der
Teilen der Nordöstlichen Rub Al Khali um die 750-1500
Meter breit ist. Eine normale Google Hybrid Maps Karte
ist recht aktulell, im Moment vom Jahr 2010. Sprich selbst wenn
die Dünen nun gewandert wären und sind, müsste man
eine Tour im Groben mit Detailkarten im Ozi Explorer
planen können, was ich deswegen auch mache.

Stimmt meine Einschätzung?

Verwende
* Google Hybrid Karten
* Auflösung 18,35 Meter / Pixel
* Satelliten - Karte von 2010 (laut Google Maps)
* Ozi Explorer im PDA
* ....


Habe die Entfernungen grad mal anhand
einer Detailkarte durch Wegpunkte berechnet.
Gibts da Denkfehler?
Hat jemand Erfahrung mit Detailroutenplanung
in Wüsten mit diesen Karten oder im
ähnlichen Fall?

Danke für Eure Einschätzung und Hilfe.


Gruß und gesegneten (?) Tag,
Euer myrrrdin.
Jesus rulz.
Kuno
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Re: Dünenwanderungsgeschwindigkeit von Wüsten und GPS Karten

Beitrag von Kuno »

Ich halte das Wandern von Duenen eigentlich fuer vernachlaessigbar. Muss zwar sagen, dass ich nur Libyen kenne und nicht Saudi. Aber dort laufen die Duenen heute noch ziemlich so, wie in den 1940er Jahren. Kleinere Verwehungen, ok - aber die Grossen Duenenzuege sind mM. immer noch dieselben und wandern, wenn ueberhaupt, nur wenig.
myrrrdin
Beiträge: 112
Registriert: Sa 14. Aug 2010, 13:16

Re: Dünenwanderungsgeschwindigkeit von Wüsten und GPS Karten

Beitrag von myrrrdin »

Klasse - danke für die Einschätzung - hat sich vermutlich eh
ein wenig relativert, wegen der "vorgefahrenen Piste" oder sowas ähnlichem, was ich da nun fand. Und klar - hängt auch davon ab, wo man ist, wie Wind ist, und wie breit die Streifen sind, die dichtgewandert oder verändert werden wenn man so will. Thx für Antwort.
Jesus rulz.
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Dünenwanderungsgeschwindigkeit von Wüsten und GPS Karten

Beitrag von Roger-Tecumseh »

myrrrdin hat geschrieben:Apropos Dünenwanderung - ich
kartographiere wenn man so will die Tour nun,
fand Angaben im Web das die Dünen der Sahara zwischen
5-200 Metern pro Jahr wandern....Sprich selbst wenn
die Dünen nun gewandert wären und sind, müsste man
eine Tour im Groben mit Detailkarten im Ozi Explorer
planen können, was ich deswegen auch mache.



Gruß und gesegneten (?) Tag,
Euer myrrrdin.

Hallo,

Deine Angaben ueber die Wandergeschwindigkeit bezeichnen - nach beiden Seiten - Extreme. Aus dieser grossen Bandbreite kannst Du schon erkennen, dass die Bewegung von mehreren Bedingungen abhaengt: u.a. vorherrschende Windrichtung und besonders (!) Duenenform! (Barchane z.B., wandern relativ(!) schnell und sind trotzdem im unteren Drittel angesiedelt.)
Duenen haben aber keine unveraendert eingehaltene lineare "Marschrichtung" - sie aendern ihren Ort innerhalb begrenzter geographischer Zonen.
Wenn Du dem nun - genau, wie Du zu planen scheinst :lol: - mit wissenschaftlichem Ernst naeher treten willst, hier ein Hinweis auf die themenbezogene Arbeit eines der wenigen Theoretikers (Hans J. Herrmann, Physiker):

" Bei der Beschreibung der Dynamik nach diesem zwei-dimensionalen Modell sind folgende Groeßen von Relevanz: die lokale horizontale Oberflaechengeschwindigkeit v(x, t) und das Hoehenprofil h(x, t) der Sandduene zu jedem Zeitpunkt t und Ort x. Diese beiden
Groeßen stehen in direktem Zusammenhang mit der Erosionsrate
∇q(x, t) (dabei steht eine negative Erosionsrate fuer
Abtragung) und dem Sandtransport oder Fluss des Sandes
q(x, t), der definiert ist, als die Sandmasse, die pro Zeiteinheit entlang einer Hyperebene diagonal zur Windrichtung transportiert wird.
Daraus ergibt sich eine Gleichung fuer
die zeitliche Aenderung des Hoehenprofils mit der
Dichte ϱs des Sandes: dh(x, t) dt = − 1 ϱs ∂ q(x, t) ∂ x (1)
Aus obiger Gleichung ergibt sich nun nach Umformen fuer
die ortsabhaengige Wandergeschwindigkeit v(x) der Sandduene v(x) = 1ϱs q′ h′ (2)
Betrachtet man Gleichung 2 naeher, so werden entsprechende physikalische Konsequenzen ersichtlich. Am hoechsten Punkt der Duene
ist h(x, t) extremal. Man erwartet dadurch,
dass der Nenner der obigen Gleichung verschwindet. Wenn v(x) aber, wie vorausgesetzt im stetigen Fall am Gipfel endlich bleiben soll, kann dies nur geschehen, indem die Erosionsrate ebenfalls zu Null wird oder h(x) an dieser Stelle nicht differenzierbar ist.
Beide Faelle sind von physikalischer Relevanz, da sie in der Realitaet bei den unterschiedlichen Auspraegungen von Sandduenen vorkommen. Der erstere bei sehr schmalen Duenen mit ebenen Gipfeln und der letztere bei groeßeren Duenen mit abgerutschten Fronten, was zu scharfen Kanten am Gipfel fuehrt. "


Ist also gar nicht so schwer - gell? :lol:

Nun habe ich in Deiner Signatur eine Art Glaubensbekenntnis entdeckt. Du solltest also vielleicht - natuerlich nach gewissenhafter Vorbereitung (aber, wem sag' ich denn das? :wink: ) - einfach die Chance ergreifen, dem, der Dich ohnehin haelt, auch hier vertrauensvoll die Leitung zu uebertragen! Ist moeglicherweise erleuchtender, als Ozi's Flimmern!

Gute Reise!

Roger-T.
myrrrdin
Beiträge: 112
Registriert: Sa 14. Aug 2010, 13:16

Re: Dünenwanderungsgeschwindigkeit von Wüsten und GPS Karten

Beitrag von myrrrdin »

Hoffe auf meinem PDA flimmert es nicht so sehr und Leitung des Herrn - klar - muss sein nur manchmal muss man seinen Ort bestimmen können und schaden wirds dann nicht, weil .... und so weiter .... wobei der Ozi Explorer auf dem Laptop im Wagen verankert natürlich schon echt genial wär, weil großer Bildschirm und so weiter.

Zudem: Wenn jemand die Diskussion interessiert, ob man das als Christ darf, diesen Ozi Explorer nutzen - ich meine eingeschränkt ja:


Anfrage auf Googles "Offiziellem Support (?)":
http://www.google.com/support/forum/p/m ... 4722&hl=de

Habe dann noch den beiden Firmen geschrieben, um was zu zahlen oder Google, wenn die das wollen - die es Google nutzen lassen - ohne Antwort. Hmmm .... ich werds mal nutzen dann zum "planen während der Fahrt" - Ansagen macht mir das gutes System eh kaum.


Und Reise selbst - ja - wird alles im Vertrauen "auf den Herrn gemacht" - nur steh ich auch in der Verantwortung nachher inner Wüste da, und am besten nicht mit nem "Mooors in biiiede Hannen" - sprich indem mir deutlich wird, das ich leichtfertig war dann doch - das mit den linearen Wanderbewegungen und so weiter hatte ich mir im nicht näher mit Gleichungen hinterlegten Rahmen auch überlegt bzw. das natürlich eine geichmässig wandernde Düne dann navigierbar bleibt im Resultat. Wenn die Bewegung nicht so groß eben ist. Ob ich nun vor der Reise in die Gleichungen eintauche und die Argumentation - naja ich glaub eher nicht - bin Betriebswirt und Analyst - nicht Physiker, Geologe oder ähnliches.

Und dann auch nur FH´ler ... :-]

Danke aber für die Ausführungen. Mein wissenschaftlicher Ernst mit dem ich näher trete ist zum einen weil es interessant ist, aber eher in Relation zu Relevanz für Mensch und Tier und mich in diesem Fall. VOn daher - naja interessant das zu sehen im Laufe der Jahre, ob sich das in Abhängigkeit von Windstärken in der Praxis wie Theorie so verhält - in China sind es teilweise ja massive Ver-Wüstungen - die schlimm sind für die Leute.
Jesus rulz.
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