Wie schade, dass ich vor etwa 20 Jahren alle während meines Studiums gekauften Bücher über das Bermuda-Dreieck entsorgt habe; vielleicht hätte man es auch noch in dieses Dreieckssystem einbauen können?
Ebenso interessant an Brooks Netzwerksystem aus gleichschenkligen Dreiecken ist die Tatsache, dass dieses eigentlich nur aus großer Höhe erkannt werden kann, sozusagen auf einer Ebene die Orte miteinander verbindet, ohne geografische Höhen und Entfernungen und Sichtweiten zueinander zu berücksichtigen.
Genau da krieg' ich ein Problem: Der Mensch kann erst seit dem 18. Jahrhundert die Welt von oben überblicken. Vorher hat er sich ebenerdig bewegt (und macht dies auch jetzt noch hauptsächlich [so er sich denn bewegt...

]). Was soll dieses Netzwerk denn dann für einen Sinn gehabt haben?
Aber klar: Spiralen wirken immer gut...
Gegenüber der "Daily Mail" zeigt sich der Herausgeber der britischen Fachzeitschrift "British Archaeology" gegenüber den Darlegungen von Brooks eher kritisch: "Die Landschaft des südlichen Britanniens war sehr dicht besiedelt und es gibt eine Unzahl von derartigen Monumenten und archäologischen Funden. Es ist sehr einfach hier Muster in der Landschaft zu finden, doch das bedeutet nicht, dass diese auch real sind."
Wie recht er doch hat

Und wenn ich die Landschaft im zentraleuropäischen Raum ein wenig überblicke, scheinen z.B. die Grabhügel der späten Bronze- und frühen Eisenzeit Grenzen von Herrschaftsbereichen zu markieren; sie befinden sich häufig in topografisch prominenten Lagen, waren also von weitem sichtbare Landmarken. Ich frage mich ja nur, ob die Herrschaftsbereiche in Tom Brooks Theorie gleichschenklige Dreiecke oder ein vielfaches davon gewesen sind, oder ob nicht doch eher natürliche topografische Gegebenheiten da eine Rolle gespielt haben...
Ich hoffe nur, der Herr tauche nie in meinem Arbeitsgebiet auf

; was ein dritter solcher Ideenträger bei mir bewirken könnte, lasse ich mal offen...
LG Regula