Es ist nicht alles so schön, wie es aussieht -
und es ist nicht alles Gold, was glänzt
Hier mitten in Stratóni an der Ostküste der Chalkidiki wird nicht irgendein Bergwerk betrieben -
hier wird Gold gefördert.
Die kanadische Eldorado Gold Corporation und Hellas Gold planen bis Ende des Jahres die Förderung in den beiden Minen auf Chalkidiki sowie einem weiteren Projekt auf 12 Tonnen zu erhöhen, womit Griechenland zum größten Goldproduzenten Europas würde.
Das ist einerseits ein wirtschaftlicher Vorteil für die Region, zerstört andererseits aber die Natur und damit letztendlich auch den Tourismus. Seit 2013 würden enorme Mengen an Schwermetall wie Arsen, Blei und Zink in Flussläufen der Umgebung nachgewiesen, heißt es. Fischzuchtanlagen und Muschelfarmen befinden sind in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Werte bei Arsen überschritten beispielsweise das 49.000-fache der zulässigen Grenzwerte. Ob Fisch und Muscheln mit diesem Wissen noch schmecken?
Die Dörfer hier in der Region sind in ihrer Meinung gespalten. In einem Dorf hängen Transparente für, im nächsten Dorf gegen Hellas Gold. Und da der Betreiber des Bergwerks um die Sicherheit der Anlage besorgt ist, hat man 2014 das komplette Sicherheitspersonal ersetzt durch Bedienstete der privaten Gesellschaft
"Blackwater". Der Name dieser bewaffneten Söldnertruppe ist vielen ein Begriff.