Reportagereihe "Afghanisches Tagebuch" - Ein Land, neun Lebenswege2014 zieht die Internationale Schutztruppe aus Afghanistan ab - was danach kommt, ist ungewiss. Gelingt es, das Land weiter aufzubauen? Oder driftet Afghanistan wieder ab in Richtung Bürgerkrieg, Gewalt und Herrschaft von Extremisten? Wer könnte diese Fragen besser beantworten als die Afghanen selbst: Die ARD-Korrespondenten Gabor Halasz, Jürgen Webermann, Jürgen Osterhage und Sandra Petersmann begleiten dafür neun Protagonisten; und das mindestens über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Einer von ihnen ist Taqi, Schriftsteller und Sohn eines strenggläubigen Mullahs, der dessen Leidenschaft für Bücher ablehnt. Das Schreiben ist eine gefährliche Angelegenheit in Afghanistan, Taqi möchte trotzdem so lange wie möglich im Land bleiben, setzt auf die Kraft der Literatur: "Das kann etwas in den Köpfen verändern", sagt er. Ähnlich sehen es die Jungs der Band "Kabul Dreams". "Was die Nachrichten schreiben stimmt nicht - wir haben einen Alltag hier, wie überall sonst auf der Welt", sagt Bassist Siddique Ahmed. Ob sie allerdings nach dem ISAF-Abzug weiter auftreten können oder Rockmusik auf dem Index landet, weiß heute niemand.
26.12.2013 - tagesschau
Gruß
Birgitt


