Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
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weiland alex
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Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Wißt ihr, was ich mich schon seit langer Zeit frage?
Wieso gelingt es den Amerikanern samt all ihrer Verbündeten nicht , den Heroinanbau in Afghanistan und somit die Quelle allen Geldes und der daraus resultierenden Gewalt zu stoppen?Mit Sateliten können wir aus dem Orbit Fußbälle erkennen - aber keine quadratkilometergrossen Mohnfelder?Die zu zerstören wäre doch bei der gegebenen militärischen Präsenz ein leichtes- oder?
Wieso gelingt es den Amerikanern samt all ihrer Verbündeten nicht , den Heroinanbau in Afghanistan und somit die Quelle allen Geldes und der daraus resultierenden Gewalt zu stoppen?Mit Sateliten können wir aus dem Orbit Fußbälle erkennen - aber keine quadratkilometergrossen Mohnfelder?Die zu zerstören wäre doch bei der gegebenen militärischen Präsenz ein leichtes- oder?
Alex
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Barbara4x4
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Die Destabilisierung der Region durch solche Maßnahmen wäre dramatisch - auch und gerade unter humanitären Gesichtspunkten. Außerdem muß auch irgendwo das Zeug für die Schmerzmittelindutrie herkommen.
Anders gesagt: es gelingt ihnen nicht, weil sie es gar nicht wollen
Aus vielfältigen Gründen. Es wird ja teilweise gemacht - gab da vor ein paar Jahren eine interessante Reportage zu dem Thema. Aber wenn die Felder vernichtet werden machen sich die Militärs Feinde. Bei so mancher Bauersfamilie hängt das Überleben am Mohnanbau.
Heroin wird nicht angebaut sondern ist ein industrielles Produkt
Viele Grüße
Barbara
Anders gesagt: es gelingt ihnen nicht, weil sie es gar nicht wollen
Heroin wird nicht angebaut sondern ist ein industrielles Produkt
Viele Grüße
Barbara
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Kuno
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Heroin wird nicht angebaut sondern ist ein industrielles Produkt
Ja klar. Aber dass der Mohn nicht nur wegen der schoenen Blueten angebaut wird duerfte auch bekannt sein.
Und wenn ich den Darstellungen folge, dann tun also unsere Heroinabhaengigen etwas gutes fuer die Stabilitaet Afghanistans. Denn wenn keine Abnehmer da waeren, koennten sich die Pflanzer tatsaechlich nur an den Blueten erfreuen. Der Heroinjunkie bewirkt somit mehr positives fuer Afghansitan als die sportlich sonnenbebrilleten & gefaehrlich aussehenden BW Soldaten.
Ja klar. Aber dass der Mohn nicht nur wegen der schoenen Blueten angebaut wird duerfte auch bekannt sein.
Und wenn ich den Darstellungen folge, dann tun also unsere Heroinabhaengigen etwas gutes fuer die Stabilitaet Afghanistans. Denn wenn keine Abnehmer da waeren, koennten sich die Pflanzer tatsaechlich nur an den Blueten erfreuen. Der Heroinjunkie bewirkt somit mehr positives fuer Afghansitan als die sportlich sonnenbebrilleten & gefaehrlich aussehenden BW Soldaten.
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weiland alex
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Heroinanbau?
Barbara, sorry, aber das ist kompletter Quatsch!
Erkläre deinen Standpunkt mal Eltern Heroinabhängiger Kinder.
Destabilisierung der Region ??? gehts noch?
Übrigens : Kokain ist auch zuerst nur eine Pflanze.
Erkläre deinen Standpunkt mal Eltern Heroinabhängiger Kinder.
Destabilisierung der Region ??? gehts noch?
Übrigens : Kokain ist auch zuerst nur eine Pflanze.
Alex
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Kuno
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
So kompletter Quatsch ist Barbara's Darstellung natuerlich auch nicht. War ja schon damals in Ostasien so, dass mit den Cowboys und den Drogen im grossen Stile 'gearbeitet' wurde.
In Afghanistan will man dem Publikum ERFOLGE zeigen. Und damit es schoen vorwaerts geht und 'friedlich' bleibt, toleriert man halt den Mohnanbau. Wenn's dann mal wieder zuviel Kritik aus der Heimat gibt, dann holt man sich ein paar Repraesentanten der Afghanischen Regierung und laesst die ein schoenes Feuerchen machen. Die Presse in der Heimat ist happy und die Bauern sind sauer ueber ihre eigene Regierung.
Sonnenbrille aufgesetzt, martialisch in die Gegend geschaut und wieder auf Patrouille. Kommt gut
In Afghanistan will man dem Publikum ERFOLGE zeigen. Und damit es schoen vorwaerts geht und 'friedlich' bleibt, toleriert man halt den Mohnanbau. Wenn's dann mal wieder zuviel Kritik aus der Heimat gibt, dann holt man sich ein paar Repraesentanten der Afghanischen Regierung und laesst die ein schoenes Feuerchen machen. Die Presse in der Heimat ist happy und die Bauern sind sauer ueber ihre eigene Regierung.
Sonnenbrille aufgesetzt, martialisch in die Gegend geschaut und wieder auf Patrouille. Kommt gut
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Barbara4x4
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Hallo Alex,
nein, das ist bittere Realität - auch wenn sie so verkürzt wie oben von mir geschrieben vielleicht unwirklich erscheint.
Aufspüren der Felder ist technisch möglich. Aber dann? Wie vernichten? Geht nur mechanisch. Viele der Täler sind nicht mit Fahrzeugen zu erreichen, es bedarf sehr viel manpower. Faktisch geht man dann gerne so vor, daß man den Dorfchef/Stammesfüher, eben die zuständige lokale Authorität der Region beauftragt, die Felder zu vernichten. Dann wird ein Feld mit großem Buhei vernichtet, natürlich mit Foto- und Videodokumentation. Und alle stehen gut da - Mission erfüllt.
Was würde passieren, wenn man versuchte, den Vernichtungsbefehl preußisch-akkurat umzusetzen? Die Zustimmung des Dorfchefs bekäme man nicht - denn das wäre das Ende seiner anerkannten Position innerhalb der Dorfgemeinschaft. Einen von der Zentralregierung einsetzen? Wird nicht akzeptiert. Ginge man schlicht militärisch vor, ohne nach Zustimmung zu fragen brächte man die ganze Region in den Widerstand. Es ist also durchaus möglich, selbst eine Region wie Afghanistan noch weiter zu destabilisieren.
Die Opfer sind - wie immer - die Kleinen. Der normale Hanfbauer fristet ein karges Dasein, seine naturräumlichen Bedingungen sind schwierig, Mohn gedeiht gut, hat wenig Schädlinge, eine relativ sichere Ernte. Ob sich eine Verwertung der Samenkörner wirtschaftlich rechnen würde entzieht sich meiner Kenntnis. Mohn kann jedenfalls mehr als nur seinen Milchsaft
Vielleicht könnte man aus der Saat PÖL machen? Fakt ist, sooo viele Alternativen hat der Bauer in seinem Hochtal nicht. Über die Konsumenten seiner Produkte macht er sich wahrscheinlich ähnlich viele Gedanken wie der Winzer um die Alkoholkranken.
Eltern heroinabhängiger Kinder würde ich erklären, daß nicht die Droge das Kind dazu gebracht hat, sie zu nehmen. Da kommen noch andere Faktoren hinzu. Eher ist es so, da´die Droge ein Unwohlsein beseitigte, eine Leere in der Seele des Kindes füllte. Und gäbe es kein Heroin, so hätte sehr wahrscheinlich eine andere Sucht oder Obsession seinen Platz eingenommen. Aktuelle Meldung: im vergangenen Jahr starben in der BRD 40 mal mehr Menschen an legalen als an illegalen Drogen.
Wenn ich die Chancen betrachte, die ein afghanischer Subsistenzbauer hat seine Situation zu ändern im Vergleich zu einem deutschen Drogenabhängigen...... wer hat da mehr Chancen?
Welche Möglichkeiten gibt es, den Drogenanbau zu unterbinden? Eine strenge Regierung, wie im Libanon? Dort hat es geklappt. Der ehemalige Drogengroßexporteur ist heute auf dem Markt nicht mehr vertreten. Aber ob ein solches System Wunschziel der Amerikaner und ihrer Verbündeten ist?
Am sinnvollsten erscheint mir eine staatliche Kontrolle von Anbau, Verarbeitung und Distribution. Für Schmerzpatienten weltweit war und ist Opiat das verträglichste und angenehmste Mittel. Wer je in seinem Umfeld erlebt hat, wie bei einem Schmerzchroniker sich die Situation von chemischen Mitteln auf Morphine geändert hat, der wird den Mohn nicht mehr verdammen! Zum Glück hat sich hier in der Schmerzmedizin in den letzten Jahren einiges getan. Früher wurde den Patienten aus Gründen, die letztlich in den protestantisch-puritanischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems liegen, die böse illegale Droge vorenthalten.
Immerhin ist es eines unserer ältesten Medikamente, im Orient mit Erfolg auch bei Krankheits- und Krisensituationen eingesetzt. Der Pharamindustrie ist das natürlich nicht recht. Keine Patentgebühren, das Zeug ist auch noch billig in der Herstellung..... Aber es gibt wohl nur wenig Mittel, an denen mehr freiwillige Selbstversuche durchgeführt wurden, die Nebenwirkungen sind bekannt, seit Jahrtausenden.....
Das Thema ist elend komplex, weshalb ich auch hier nur verkürzt erklären kann. Aber ich hoffe, der eine oder andere versteht jetzt mein erstes Posting besser.
Politik orientiert sich immer am Machbaren - die Welt ist nun mal kein Wunschkonzert.
Viele Grüße
Barbara
nein, das ist bittere Realität - auch wenn sie so verkürzt wie oben von mir geschrieben vielleicht unwirklich erscheint.
Aufspüren der Felder ist technisch möglich. Aber dann? Wie vernichten? Geht nur mechanisch. Viele der Täler sind nicht mit Fahrzeugen zu erreichen, es bedarf sehr viel manpower. Faktisch geht man dann gerne so vor, daß man den Dorfchef/Stammesfüher, eben die zuständige lokale Authorität der Region beauftragt, die Felder zu vernichten. Dann wird ein Feld mit großem Buhei vernichtet, natürlich mit Foto- und Videodokumentation. Und alle stehen gut da - Mission erfüllt.
Was würde passieren, wenn man versuchte, den Vernichtungsbefehl preußisch-akkurat umzusetzen? Die Zustimmung des Dorfchefs bekäme man nicht - denn das wäre das Ende seiner anerkannten Position innerhalb der Dorfgemeinschaft. Einen von der Zentralregierung einsetzen? Wird nicht akzeptiert. Ginge man schlicht militärisch vor, ohne nach Zustimmung zu fragen brächte man die ganze Region in den Widerstand. Es ist also durchaus möglich, selbst eine Region wie Afghanistan noch weiter zu destabilisieren.
Die Opfer sind - wie immer - die Kleinen. Der normale Hanfbauer fristet ein karges Dasein, seine naturräumlichen Bedingungen sind schwierig, Mohn gedeiht gut, hat wenig Schädlinge, eine relativ sichere Ernte. Ob sich eine Verwertung der Samenkörner wirtschaftlich rechnen würde entzieht sich meiner Kenntnis. Mohn kann jedenfalls mehr als nur seinen Milchsaft
Eltern heroinabhängiger Kinder würde ich erklären, daß nicht die Droge das Kind dazu gebracht hat, sie zu nehmen. Da kommen noch andere Faktoren hinzu. Eher ist es so, da´die Droge ein Unwohlsein beseitigte, eine Leere in der Seele des Kindes füllte. Und gäbe es kein Heroin, so hätte sehr wahrscheinlich eine andere Sucht oder Obsession seinen Platz eingenommen. Aktuelle Meldung: im vergangenen Jahr starben in der BRD 40 mal mehr Menschen an legalen als an illegalen Drogen.
Wenn ich die Chancen betrachte, die ein afghanischer Subsistenzbauer hat seine Situation zu ändern im Vergleich zu einem deutschen Drogenabhängigen...... wer hat da mehr Chancen?
Welche Möglichkeiten gibt es, den Drogenanbau zu unterbinden? Eine strenge Regierung, wie im Libanon? Dort hat es geklappt. Der ehemalige Drogengroßexporteur ist heute auf dem Markt nicht mehr vertreten. Aber ob ein solches System Wunschziel der Amerikaner und ihrer Verbündeten ist?
Am sinnvollsten erscheint mir eine staatliche Kontrolle von Anbau, Verarbeitung und Distribution. Für Schmerzpatienten weltweit war und ist Opiat das verträglichste und angenehmste Mittel. Wer je in seinem Umfeld erlebt hat, wie bei einem Schmerzchroniker sich die Situation von chemischen Mitteln auf Morphine geändert hat, der wird den Mohn nicht mehr verdammen! Zum Glück hat sich hier in der Schmerzmedizin in den letzten Jahren einiges getan. Früher wurde den Patienten aus Gründen, die letztlich in den protestantisch-puritanischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems liegen, die böse illegale Droge vorenthalten.
Immerhin ist es eines unserer ältesten Medikamente, im Orient mit Erfolg auch bei Krankheits- und Krisensituationen eingesetzt. Der Pharamindustrie ist das natürlich nicht recht. Keine Patentgebühren, das Zeug ist auch noch billig in der Herstellung..... Aber es gibt wohl nur wenig Mittel, an denen mehr freiwillige Selbstversuche durchgeführt wurden, die Nebenwirkungen sind bekannt, seit Jahrtausenden.....
Das Thema ist elend komplex, weshalb ich auch hier nur verkürzt erklären kann. Aber ich hoffe, der eine oder andere versteht jetzt mein erstes Posting besser.
Politik orientiert sich immer am Machbaren - die Welt ist nun mal kein Wunschkonzert.
Viele Grüße
Barbara
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weiland alex
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Re
Hallo Barbara
unbestritten sind wohl natürliche Morphine die besten Mittel der Schmerzmedikation.Darum gehts aber überhaupt nicht.Die Menge welche produziert wird, geht nur zu einem verschwindend geringen Teil an die pharmazeutische Industrie - der große Rest geht auf den -MARKT - wo er immense Gewinne abwirft, die wiederum in den Ankauf von Waffen aller Art investiert werden( nicht zu vergessen - einige werden dadurch auch noch Steinreich -Drogenhandel/Waffenhandel)
Das destabilisiert dieses Land und die ganze Region!( siehe übergreifen auf Pakistan)Wir Natoleute sollten uns schnellstens von dort verpissen, denn es geht uns erstens nichts an und zweitens können wir dort eh nichts verändern - oder hast du während der letzten 7 Jahre ne tolle Veränderung gesehen? Ich nicht, außer, daß zu Zeit wieder mehr tote Jungs heimgeflogen werden .Wer sich nicht helfen lassen will, soll seinen Scheiß alleine regeln!
Zum anderen - es würde gar keine so große Manpower erfordern, die Felder schlichtweg anzuzünden - im Zeitalter des Hubschraubers.So wirds jedenfalls in Australien gemacht.Dein Beispiel mit dem Libanon hat schon was - man sieht , es geht auch anders.
Und nun noch zu den armen Bauern - ich habe nicht das geringste Mitleid mit ihnen,sollten sie irgendwann ihre Arbeit(???)verlieren denn irgendwie sind sie der Quell des Übels - und da der Mensch ein Multitalent ist, könnts schon sein,daß auch der Mohnbauer ein anderes Produkt oder andere Arbeit findet.Du machst es manchen zu leicht.
Barbara, der statistische Vergleich der Sterberate von Usern legaler und illegaler Drogen ist populistisch - Fakt ist, das eine ist legal und das andere nicht!Aber wie sagte schon der Alchemist des Mittelalters? Die Menge macht das Gift.(Spaß) Abschließend: ich habe kein Mitleid mit Afghanistan und auch nicht das geringste Verständniß dafür, wie dieses Land mit den Leuten umgeht, welchen ihnen helfen wollen.
Schönen Abend euch allen
unbestritten sind wohl natürliche Morphine die besten Mittel der Schmerzmedikation.Darum gehts aber überhaupt nicht.Die Menge welche produziert wird, geht nur zu einem verschwindend geringen Teil an die pharmazeutische Industrie - der große Rest geht auf den -MARKT - wo er immense Gewinne abwirft, die wiederum in den Ankauf von Waffen aller Art investiert werden( nicht zu vergessen - einige werden dadurch auch noch Steinreich -Drogenhandel/Waffenhandel)
Das destabilisiert dieses Land und die ganze Region!( siehe übergreifen auf Pakistan)Wir Natoleute sollten uns schnellstens von dort verpissen, denn es geht uns erstens nichts an und zweitens können wir dort eh nichts verändern - oder hast du während der letzten 7 Jahre ne tolle Veränderung gesehen? Ich nicht, außer, daß zu Zeit wieder mehr tote Jungs heimgeflogen werden .Wer sich nicht helfen lassen will, soll seinen Scheiß alleine regeln!
Zum anderen - es würde gar keine so große Manpower erfordern, die Felder schlichtweg anzuzünden - im Zeitalter des Hubschraubers.So wirds jedenfalls in Australien gemacht.Dein Beispiel mit dem Libanon hat schon was - man sieht , es geht auch anders.
Und nun noch zu den armen Bauern - ich habe nicht das geringste Mitleid mit ihnen,sollten sie irgendwann ihre Arbeit(???)verlieren denn irgendwie sind sie der Quell des Übels - und da der Mensch ein Multitalent ist, könnts schon sein,daß auch der Mohnbauer ein anderes Produkt oder andere Arbeit findet.Du machst es manchen zu leicht.
Barbara, der statistische Vergleich der Sterberate von Usern legaler und illegaler Drogen ist populistisch - Fakt ist, das eine ist legal und das andere nicht!Aber wie sagte schon der Alchemist des Mittelalters? Die Menge macht das Gift.(Spaß) Abschließend: ich habe kein Mitleid mit Afghanistan und auch nicht das geringste Verständniß dafür, wie dieses Land mit den Leuten umgeht, welchen ihnen helfen wollen.
Schönen Abend euch allen
Alex
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Barbara4x4
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Hallo Alex,
wir Natoleute haben uns doch dort dezent aufgedrängt - oder hat das afghanische Volk nach unseren Militärs geschrieen?
Destabilisiert wurde die Region durch den Einmarsch der Russen. Um die Loszuwerden engegierten die Amis einen gewissen bin Laden, der in der islamischen Welt Söldner für die Befreiung Afganistans vom Russenjoch suchte. Der Rest der Geschichte sollte bekannt sein.....
Mein ansatz zielt ja dahin, durch staatlichen Aufkauf die illegalen Märkte trocken zu legen.
Der Bauer machtnicht den großen Reibach - das machen Verarbeitung und Vertrieb. Der Bauer hat einen mühsamen Knochenjob, der karg entlohnt wird. Teilweise müssen die Bauern auch für ihre Clanchefs o.ä. anbauen.
Du machst es Dir einfach, Afghanistan als Land zu verdammen. kämpft denn die Mehrheit gegen die Fremdarmee? Wollen denn nicht Ahmed und Fatima Normalafghani endlich wieder in Frieden leben?
Afghanistan ist eigentlich ein wunderbares Land mit einer der besten Küchen, die ich kenne. Ich habe Mitgefühl - ganz besonders mit den Frauen.
Zumindest kann ich einen Konsens entdecken: die Dosis macht das Gift - zu viel Wasser trinken endet auch tödlich
Bist du sicher, daß Mohnfelder ohne Brandbeschleuniger brennen? In der von mir erwähnten Reportage, in der auch Vernichtung von Feldern gezeigt wurde (arte nahm sich immerhin 45 Minuten Zeit für das Thema) geschah das mechanisch, ausreißen, zertrampeln. Aus anderen Ländern kenne ich die mechanische Vernichtung mit Trax. Brennende Felder scheint es eher selten zu geben - warscheinlich feuerpolizeiliche Auflagen in Dorfnähe oder so
Der populistische Vergleich kommt übrigens von den öffentlich-rechtlichen, also vom Staatsfernsehen
Schade, daß mein Traumreiseziel sich so entwickelt hat. Aber alle Berichte aus dem alten Königreich Afghanistan sowie meine Begegnungen mit Exilafghanen zeichnen ein sehr angenehmes Bild.
Und die Küche....ein echt afghanisches Qabeli *schwärm*
viele Grüße
Barbara
wir Natoleute haben uns doch dort dezent aufgedrängt - oder hat das afghanische Volk nach unseren Militärs geschrieen?
Destabilisiert wurde die Region durch den Einmarsch der Russen. Um die Loszuwerden engegierten die Amis einen gewissen bin Laden, der in der islamischen Welt Söldner für die Befreiung Afganistans vom Russenjoch suchte. Der Rest der Geschichte sollte bekannt sein.....
Mein ansatz zielt ja dahin, durch staatlichen Aufkauf die illegalen Märkte trocken zu legen.
Der Bauer machtnicht den großen Reibach - das machen Verarbeitung und Vertrieb. Der Bauer hat einen mühsamen Knochenjob, der karg entlohnt wird. Teilweise müssen die Bauern auch für ihre Clanchefs o.ä. anbauen.
Du machst es Dir einfach, Afghanistan als Land zu verdammen. kämpft denn die Mehrheit gegen die Fremdarmee? Wollen denn nicht Ahmed und Fatima Normalafghani endlich wieder in Frieden leben?
Afghanistan ist eigentlich ein wunderbares Land mit einer der besten Küchen, die ich kenne. Ich habe Mitgefühl - ganz besonders mit den Frauen.
Zumindest kann ich einen Konsens entdecken: die Dosis macht das Gift - zu viel Wasser trinken endet auch tödlich
Bist du sicher, daß Mohnfelder ohne Brandbeschleuniger brennen? In der von mir erwähnten Reportage, in der auch Vernichtung von Feldern gezeigt wurde (arte nahm sich immerhin 45 Minuten Zeit für das Thema) geschah das mechanisch, ausreißen, zertrampeln. Aus anderen Ländern kenne ich die mechanische Vernichtung mit Trax. Brennende Felder scheint es eher selten zu geben - warscheinlich feuerpolizeiliche Auflagen in Dorfnähe oder so
Der populistische Vergleich kommt übrigens von den öffentlich-rechtlichen, also vom Staatsfernsehen
Schade, daß mein Traumreiseziel sich so entwickelt hat. Aber alle Berichte aus dem alten Königreich Afghanistan sowie meine Begegnungen mit Exilafghanen zeichnen ein sehr angenehmes Bild.
Und die Küche....ein echt afghanisches Qabeli *schwärm*
viele Grüße
Barbara
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Alexander
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Hallo Zusammen,
bei Afghanistan handelt es sich um keinen Einzelfall. Quasi vor unserer EU Haustüre spielen sich ähnliche Szenarien ab:
Die EU hat u.A zur Bekämpfung des Haschischanbaues in Marokko 40 Mio Euro zur Verfügung gestellt. Aber auch hier zögert die marokkanische Regierung den Bauern die einzige Einnahmequelle zu entziehen.
Grüsse
Alexander
bei Afghanistan handelt es sich um keinen Einzelfall. Quasi vor unserer EU Haustüre spielen sich ähnliche Szenarien ab:
Auszug aus einer schriftlichen Anfragean die EU KommissionMarokko gehört weltweit zu den größten Produzenten von Cannabis und ist der wichtigste Exporteur von Haschisch nach Europa.
Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Marokko, das am 26. Februar 1996 unterzeichnet wurde und am 1. März 2000 in Kraft getreten ist, enthält in Artikel 62 eine Sonderbestimmung über die Zusammenarbeit im Bereich der Drogenbekämpfung. In dem betreffenden Artikel werden die Felder der Zusammenarbeit sowie die Durchführungsmethoden ausführlich beschrieben.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die marokkanische Polizei und die Behörden des Landes nicht willens sind, wirksam und entschieden gegen die Herstellung von Rauschmitteln und die Ausfuhr von Drogen aus Marokko vorzugehen, weshalb vor allem die spanische Polizei mit Symptomlinderung beschäftigt ist, ohne dass die eigentlichen Ursachen bekämpft werden.
Inzwischen hat Marokko die EU um einen sogenannten „weitergehenden Status“ ersucht, und die EU scheint bereit zu sein, auf dieses Ansuchen einzugehen.
Die EU hat u.A zur Bekämpfung des Haschischanbaues in Marokko 40 Mio Euro zur Verfügung gestellt. Aber auch hier zögert die marokkanische Regierung den Bauern die einzige Einnahmequelle zu entziehen.
Grüsse
Alexander
Zuletzt geändert von Alexander am So 28. Jun 2009, 09:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Alexander
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Noch ein Auszug aus dem Aktionsplan zwischen EU und Marokko:
Drogen
(55) Verstärkte Bekämpfung des Drogenhandels und der Drogenabhängigkeit, insbesondere durch Prävention, gemäß Artikel 62 des Assoziationsabkommens und im Rahmen eines globalen und ganzheitlichen Konzepts
– Allmähliche Umsetzung von Artikel 62 Absatz 3 des Assoziationsabkommens.
– Verbesserung der Kenntnisse über das Phänomen durch Verbesserung der Datenerhebung und Informationsaustausch über die jeweiligen Drogenbekämpfungsstrategien.
– Stärkung der globalen Drogenstrategie Marokkos unter Einschluss von Maßnahmen zur Verringerung der Nachfrage und des Angebots sowie von Entwicklungsmaßnahmen für die Regionen.
– Einleitung spezialisierter Schulungsmaßnahmen für die in diesem Bereich zuständigen Rechtsvollzugsstellen.
– Unterstützung der Umsetzung der in den VN-Übereinkommen enthaltenen Grundsätze sowie der von der Sondertagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen festgelegten Prinzipien.
– Entwicklung und Umsetzung von Programmen zur Prävention, zur Behandlung und zur Rehabilitation von Drogenabhängigen.
– Zusammenarbeit zur Aufstellung von Normen im Bereich des Missbrauchs chemischer Vorstoffe und anderer zur Drogenherstellung verwendeter Stoffe
So steht es zumindestens auf dem Papier
Komplett nachzulesen

Grüsse
Alexander
Drogen
(55) Verstärkte Bekämpfung des Drogenhandels und der Drogenabhängigkeit, insbesondere durch Prävention, gemäß Artikel 62 des Assoziationsabkommens und im Rahmen eines globalen und ganzheitlichen Konzepts
– Allmähliche Umsetzung von Artikel 62 Absatz 3 des Assoziationsabkommens.
– Verbesserung der Kenntnisse über das Phänomen durch Verbesserung der Datenerhebung und Informationsaustausch über die jeweiligen Drogenbekämpfungsstrategien.
– Stärkung der globalen Drogenstrategie Marokkos unter Einschluss von Maßnahmen zur Verringerung der Nachfrage und des Angebots sowie von Entwicklungsmaßnahmen für die Regionen.
– Einleitung spezialisierter Schulungsmaßnahmen für die in diesem Bereich zuständigen Rechtsvollzugsstellen.
– Unterstützung der Umsetzung der in den VN-Übereinkommen enthaltenen Grundsätze sowie der von der Sondertagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen festgelegten Prinzipien.
– Entwicklung und Umsetzung von Programmen zur Prävention, zur Behandlung und zur Rehabilitation von Drogenabhängigen.
– Zusammenarbeit zur Aufstellung von Normen im Bereich des Missbrauchs chemischer Vorstoffe und anderer zur Drogenherstellung verwendeter Stoffe
So steht es zumindestens auf dem Papier
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Kuno
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Destabilisiert wurde die Region durch den Einmarsch der Russen. Um die Loszuwerden engegierten die Amis einen gewissen bin Laden, der in der islamischen Welt Söldner für die Befreiung Afganistans vom Russenjoch suchte. Der Rest der Geschichte sollte bekannt sein.....
Das wuerde ich nun auch als leicht vereinfachte Darstellung betrachten
Das wuerde ich nun auch als leicht vereinfachte Darstellung betrachten
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Alexander
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Diese Darstellung ist mit Sicherheit vereinfacht. Doch trifft sie den Nagel auf den Kopf. Allerdings wurde Heroin, bzw. der Rohstoff dazu bereits vor, während und nach den Russen angebaut.Kuno hat geschrieben:Das wuerde ich nun auch als leicht vereinfachte Darstellung betrachten
Grüsse
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Kuno
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Naja...
Afghanistan war doch eigentlich nie eine wirklich stabile Gegend. Praedestiniert geradezu fuer die groesseren Maechte, sich dort etwas auszutoben
Wenn's mir recht ist hatten die Briten damals auch schon ihre Probleme mit den Afghanen und kamen dann zum Schluss, dass eine Eroberung eigentlich nichts bringen wuerde als einen Grenzkonflikt mit den Russen. Worauf man Afghanistan im gegenseitigen Einverstaendnis als Pufferzone zwischen den beiden Grossmaechten stehen liess.
Die duemmste Idee war's nicht....
Afghanistan war doch eigentlich nie eine wirklich stabile Gegend. Praedestiniert geradezu fuer die groesseren Maechte, sich dort etwas auszutoben
Wenn's mir recht ist hatten die Briten damals auch schon ihre Probleme mit den Afghanen und kamen dann zum Schluss, dass eine Eroberung eigentlich nichts bringen wuerde als einen Grenzkonflikt mit den Russen. Worauf man Afghanistan im gegenseitigen Einverstaendnis als Pufferzone zwischen den beiden Grossmaechten stehen liess.
Die duemmste Idee war's nicht....
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Kuno
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Re: Afghanistan - Marktführer in Sachen Droge
Zusammenarbeit zur Aufstellung von Normen im Bereich des Missbrauchs chemischer Vorstoffe und anderer zur Drogenherstellung verwendeter Stoffe
Ob das nun den Hanfanpflanzer im Rif wirklich stark beeindruckt
Ob das nun den Hanfanpflanzer im Rif wirklich stark beeindruckt
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weiland alex
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Heroinanbau?
Hallo Barbara,
hast schon Recht, Fremdmächte haben den Konflikt zum kochen gebracht.
Aber: was hat ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug, welches sich mitsamt dem Fahrer auf einem belebten, hauptsächlich nur von Einheimischen frequentierten Platz in die Luft sprengt mit der Intervention zu tun?
Zu den Bauern: es gibt etliche Alternativen zum Mohnanbau - man müßte sie auch wollen! oder nutzen.
Meine grundsätzliche Meinung - sie sollen uns zuerst zeigen,daß sie Hilfe wollen!Was helfen würde: beim geringsten Anschlg auf Hilforganisationen - alle sofort abziehen!!(mitsamt dem eh verschwendetem Geld)
Tut mir leid, momentan kann ich kein Mitleid für dieses Land empfinden.
Ich selbst bin nicht glücklich darüber,daß sich unsere Regierungen der letzten Zeit andauernd in irgendwelche Schlamassel hinein ziehen lassen, welche von den USA verursacht wurden.Es läge am Wähler dieses in Zukunft zu verändern!
hast schon Recht, Fremdmächte haben den Konflikt zum kochen gebracht.
Aber: was hat ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug, welches sich mitsamt dem Fahrer auf einem belebten, hauptsächlich nur von Einheimischen frequentierten Platz in die Luft sprengt mit der Intervention zu tun?
Zu den Bauern: es gibt etliche Alternativen zum Mohnanbau - man müßte sie auch wollen! oder nutzen.
Meine grundsätzliche Meinung - sie sollen uns zuerst zeigen,daß sie Hilfe wollen!Was helfen würde: beim geringsten Anschlg auf Hilforganisationen - alle sofort abziehen!!(mitsamt dem eh verschwendetem Geld)
Tut mir leid, momentan kann ich kein Mitleid für dieses Land empfinden.
Ich selbst bin nicht glücklich darüber,daß sich unsere Regierungen der letzten Zeit andauernd in irgendwelche Schlamassel hinein ziehen lassen, welche von den USA verursacht wurden.Es läge am Wähler dieses in Zukunft zu verändern!
Alex




