China hat eben 20 Milliarden Dollar fuer die Entwicklung Afrikas zugesagt. Strasen und andere Infrastrukturprojekte, Produktionsstaetten und kleine und mittlere Firmen sollen daraus entstehen.
http://www.voanews.com/content/china-pl ... 19364.html
Gut.
Oder?
China hilft Afrika sich zu entwickeln
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Götz Krieger
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Re: China hilft Afrika sich zu entwickeln
Folgender Artikel ist ursprünglich unter dem Titel "Afrikaner wollen von China mehr als Geld" im "Wall Street Journal" erschienen.
"Afrika begehrt auf gegen die forschen Chinesen
Rohstoffe abstauben und dann auch noch für die daraus produzierten Produkte Geld kassieren? Afrikas Staaten sind nicht mehr einverstanden mit Chinas Expansion — und stellen Forderungen.
China hat den afrikanischen Staaten Hilfsgelder in Milliardenhöhe versprochen und zugesichert, dass chinesische Unternehmen sich auf dem Kontinent verantwortungsbewusst verhalten werden. Damit versucht Peking, die aufkommenden wirtschaftlichen und sozialen Spannungen mit den rohstoffreichen Ländern Afrikas zu entschärfen..."
http://www.welt.de/wall-street-journal/ ... nesen.html
Gruß
Götz
"Afrika begehrt auf gegen die forschen Chinesen
Rohstoffe abstauben und dann auch noch für die daraus produzierten Produkte Geld kassieren? Afrikas Staaten sind nicht mehr einverstanden mit Chinas Expansion — und stellen Forderungen.
China hat den afrikanischen Staaten Hilfsgelder in Milliardenhöhe versprochen und zugesichert, dass chinesische Unternehmen sich auf dem Kontinent verantwortungsbewusst verhalten werden. Damit versucht Peking, die aufkommenden wirtschaftlichen und sozialen Spannungen mit den rohstoffreichen Ländern Afrikas zu entschärfen..."
http://www.welt.de/wall-street-journal/ ... nesen.html
Gruß
Götz
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Alexander
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Re: China hilft Afrika sich zu entwickeln
Hier ein ähnlicher Artikel aus dem hervorgeht, dass der Handel bilaterale Formen annimmt. Immer mehr Afrikaner gehen nach China, um die Ware, die sie in Afrika verkaufen wollen, in China einzukaufen.
http://www.taz.de/Handel-zwischen-China ... mt/!97841/
Was aber auch in diesem Artikel erwähnt wird: USA und Europa werden immer mehr von den afrikanischen Rohstoffmärkten verdrängt. Stellvertreterkriege werden immer wahrscheinlicher.
Grüsse
Alexander
http://www.taz.de/Handel-zwischen-China ... mt/!97841/
Was aber auch in diesem Artikel erwähnt wird: USA und Europa werden immer mehr von den afrikanischen Rohstoffmärkten verdrängt. Stellvertreterkriege werden immer wahrscheinlicher.
Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: China hilft Afrika sich zu entwickeln
Interessant ist auch dieser Abschnitt:
"Nichtregierungsorganisationen werfen den Chinesen vor, sie seien nur an den Bodenschätzen interessiert, aber weder an Umweltschutz oder Menschenrechten noch an einer wirklichen Entwicklung des Kontinents.
Der angolanische Ökonom José Cerqueira widerspricht: „Für die westlichen Entwicklungshelfer sollen wir Ohren haben, aber keinen Mund.“ Mit den chinesischen Geschäftsleuten hingegen werde knallhart verhandelt – das jedoch auf Augenhöhe. China habe den armen Ländern die Hoffnung gegeben, einen eigenen Weg zu finden, glaubt der angolanische Ökonom."
Einerseits zeigt er klar auf, dass die NGO -welche ja gerne angeben "die Guten" zu sein- eben auch nicht ganz uneigenützig agieren.
Aber die andere Seite findet man zwischen den Zeilen: Nur wer etwas zu bieten hat ist fuer China interessant. Alle anderen nicht. Gerade in Angolas Hauptstadt Luanda ist es auf den ersten Blick ersichtlich, dass es in diesem aufstrebenden Land sehr viele gibt, die nichts zu bieten haben und ein paar Strassen nebendran glitzert alles.
Die Rohstoffe nach China und die Flüchtlinge in "den Westen" - der ist ja nach wie vor an allem Schuld
"Nichtregierungsorganisationen werfen den Chinesen vor, sie seien nur an den Bodenschätzen interessiert, aber weder an Umweltschutz oder Menschenrechten noch an einer wirklichen Entwicklung des Kontinents.
Der angolanische Ökonom José Cerqueira widerspricht: „Für die westlichen Entwicklungshelfer sollen wir Ohren haben, aber keinen Mund.“ Mit den chinesischen Geschäftsleuten hingegen werde knallhart verhandelt – das jedoch auf Augenhöhe. China habe den armen Ländern die Hoffnung gegeben, einen eigenen Weg zu finden, glaubt der angolanische Ökonom."
Einerseits zeigt er klar auf, dass die NGO -welche ja gerne angeben "die Guten" zu sein- eben auch nicht ganz uneigenützig agieren.
Aber die andere Seite findet man zwischen den Zeilen: Nur wer etwas zu bieten hat ist fuer China interessant. Alle anderen nicht. Gerade in Angolas Hauptstadt Luanda ist es auf den ersten Blick ersichtlich, dass es in diesem aufstrebenden Land sehr viele gibt, die nichts zu bieten haben und ein paar Strassen nebendran glitzert alles.
Die Rohstoffe nach China und die Flüchtlinge in "den Westen" - der ist ja nach wie vor an allem Schuld
Re: China hilft Afrika sich zu entwickeln
Sorry, das mit dem chinesischen Geld für den Aufbau einer akfrikanischen Produktionskapazität glaube ich erst, wenn ich es sehe. Das liefe allem zuwider, was China bislang an Wirtschaftspolitik betrieben hat, einschließlich dem Umgang mit Europa und den USA. Bisher handelt es sich bei China um ein merkantilistisches System, beinahe in Reinkultur, einschließlich der Investition in die Streitkräfte.
Nie und nimmer werden mit chinesischem Geld in Afrika neue Fabriken gebaut - man schafft sich doch keine Konkurrenz, zumal der Faktor Arbeit in China auch zunehmend teurer wird, und Afrika für China das werden könnte, was China für uns war: die verlängerte Werkbank mit langfristigem Technologietransfer von China und Verlust der dortigen Produktionskompetenz.
Viel einfacher ist es, etwas medienwirksam zu versprechen, und dann die diversen Spannungen zwischen den Stämmern geschickt für sich auszunutzen. ein kleiner Putsch hier und dort, finanziert mit besten Grüßen aus Peking, und schon ist die Sache wieder im Lot, und die Forderung nach einer eigenen T-Shirt-Produktion in Afrika sanft entschlummert. Haben wir (= der sogenannte "Westen") doch in Afrika auch so gemacht ...
Marcus
Nie und nimmer werden mit chinesischem Geld in Afrika neue Fabriken gebaut - man schafft sich doch keine Konkurrenz, zumal der Faktor Arbeit in China auch zunehmend teurer wird, und Afrika für China das werden könnte, was China für uns war: die verlängerte Werkbank mit langfristigem Technologietransfer von China und Verlust der dortigen Produktionskompetenz.
Viel einfacher ist es, etwas medienwirksam zu versprechen, und dann die diversen Spannungen zwischen den Stämmern geschickt für sich auszunutzen. ein kleiner Putsch hier und dort, finanziert mit besten Grüßen aus Peking, und schon ist die Sache wieder im Lot, und die Forderung nach einer eigenen T-Shirt-Produktion in Afrika sanft entschlummert. Haben wir (= der sogenannte "Westen") doch in Afrika auch so gemacht ...
Marcus
Re: China hilft Afrika sich zu entwickeln
Tatsache bleibt, dass man - wenigstens kurzfristig - mit einer Diktatur schneller Geschäfte macht, als mit einer Demokratie. Die Chinesen haben sich nie große Kopfschmerzen um den "Glauben" ihrer Handelspartner gemacht. Was sie alles brauchen, um den Rest der Welt mit Handys, Computer etc. zu beliefern, wissen wir alle. China kauft sich auch in Afghanistan ein und das Wort "Einkaufen", kann man wörtlich nehmen. Karsai & Co sollen kräftig verdient haben. China hat in einigen Hauptstädten Afrikas das chinesische Gegenstück zum Goethe-Institut eingerichtet und diese Schulen sollen sich großer Beliebtheit erfreuen, inzwischen grösserer, als das Goethe-Institut.Kuno hat geschrieben:
Die Rohstoffe nach China und die Flüchtlinge in "den Westen" - der ist ja nach wie vor an allem Schuld
Die Chinesen sind clever. Sie sagen - führt ihr nur eure Kriege, wie beuten die Minen aus. Und wenn sie mal kein Kupfer, Coltan usw. mehr aus Afrika bekommen, werden unsere Computer über Nacht sehr viel teurer.
Ich weiß, es ist zynisch. Aber wir müssen uns entscheiden, was wir wollen. Billige Computer und T-Shirts oder Demokratien in Afrika und sonst noch. Ich finde das auch nicht gut und der Gedanke an die weltweiten Ungerechtigkeiten, an die gesteinigten Frauen, tut weh. Aber so handeln die in den Demokratien gewählten Volksvertreter. Bei der nächsten Wahl in DE können wir ja alle nach Hause schicken.Mit dicken Pensionen, so wie gerade in Brüssel geschehen.
Re: China hilft Afrika sich zu entwickeln
http://www.zeit.de/2012/36/Leistungsver ... USA-Europa
In diesem Zusammenhang erinnere ich an Horst Köhler, der gesagt hat:
„Die Herstellung von Energiesicherheit und Rohstoffversorgung kann auch den Einsatz militärischer Mittel notwendig machen,...
Wie es dann weiter ging, weiß jeder - er verschwand für einige Zeit von der Bildfläche.
In diesem Zusammenhang erinnere ich an Horst Köhler, der gesagt hat:
„Die Herstellung von Energiesicherheit und Rohstoffversorgung kann auch den Einsatz militärischer Mittel notwendig machen,...
Wie es dann weiter ging, weiß jeder - er verschwand für einige Zeit von der Bildfläche.




