Sicherlich musste der IS in letzter Zeit einige Tiefschläge einstecken. Aber so optimistisch, wie es dieser Artikel sieht, bin ich nicht. Dem IS geht es immer schlechter. Nachschublinien wurden abgeschnitten. Erobertes Territorium konnte nicht gehalten werden. Auch finanziell sieht es nicht rosig aus. Den IS Söldnern wird der Sold zusammengestrichen und "Zulagen" und Vergünstigungen wurden abgeschafft. Das Kalifat scheint seine besten Zeiten hinter sich gelassen zu haben. Dennoch sollte man die Terrororganisation nicht unterschätzen.
Auch wenn IS sich territorial immer mehr in einem Schrumpfungsprozess befindet, breitet er seine Aktivitäten immer weiter aus. Indien, die Malediven, Indonesien, Tunesien und nicht Libyen zu vergessen, wo der IS bereits einige Gebiete kontrolliert. Nicht zu vergessen die IS Rückkehrer, die ihrerseits eine Bedrohung für Europa darstellen. Sicherlich gingen einige Vorhaben nicht auf. Der IS rechnete mit einem erhöhten Zulauf aus der arabischen Welt, wenn der Westen und Russland immer mehr den Islam bekämpfen. Zumindest sieht es so der IS auch wenn die Terrororganisation nichts mit Religion zu tun hat. Sie wird eher für den Terror instrumentalisiert. Eine Voraussicht in die Zukunft möchte ich nicht wagen. Aber ich bin mir sicher, dass wir noch die eine oder andere Überraschung erleben werden. Und das mit Sicherheit nicht aus positiver Sicht.
Der IS ist fast geschlagen – aber nicht wegen Putin
In einem Punkt hat der russische Präsident Wladimir Putin nicht ganz unrecht: Die Terrormiliz Islamischer Staat, deren Bekämpfung der offizielle Anlass für Russlands Intervention in Syrien war, ist militärisch in eine fast aussichtslose Defensive geraten. Noch vor wenigen Monaten bestimmte die Maxime "Halten und Erobern" die Strategie der Terrororganisation. Nun herrscht ein anderer Tonfall.
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Grüsse
Alexander