Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Mathilda
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Mathilda »

"Sie" lernen einfach nichts! :bang: Oder wollen nicht. :shake: Eine kleine Chance waere jetzt nah gewesen....

"Unterdessen wird der viel wichtigere Kampf, der politische, derzeit in Bagdad verloren. Denn dort wurde soeben ein neuer Innenminister ernannt. Muhammad Gabban, sein Name ist kaum bekannt. Viel wichtiger ist, dass der Mann, der nun für die innere Sicherheit des Landes zuständig sein soll, von den schiitischen Badr-Milizen stammt, die im irakischen Bürgerkrieg 2009 für den Tod und die Verschleppung von Tausenden Sunniten verantwortlich waren.

Zu Grabe getragen wird damit die Idee, in Bagdad eine Einheitsregierung zu bilden, die die Sunniten mit an Bord nimmt, um so einen politischen Keil zwischen sie und die IS-Milizen zu treiben. Eine Strategie, die mehr erreichen würde als hundert US-Kampfjets zusammen. Denn letztlich können nur die Sunniten selbst die IS nachhaltig loswerden.

Genauso gut wie Gabban hätte man auch einen der IS-Dschihadisten zum neuen irakischen Verteidigungsminister ernennen können.

Stellen Sie sich vor, Sie würden in einem sunnitischen Dorf, etwa in der Provinz Anbar leben, das von der IS kontrolliert wird. Sie mögen die IS nicht besonders und fürchten sich vor ihr. Aber mindestens ebenso viel Angst haben Sie, dass demnächst die regulären irakischen Truppen ihren Ort wieder zurückerobern und dann ein schiitischer Milizionär, mit sunnitischem Blut an den Händen, für Ihre Sicherheit zuständig ist. Für wen würden Sie sich entscheiden? "

Genau so ist es, leider leider. .......

Quelle: http://taz.de/Kommentar-Regierungsbildu ... k/!148049/
Kommentar von Karim El-Gawhary

Wahrscheinlich werden wir nicht erleben das sich fuehrende religioese Shiiten und Sunniten auf eine "modernere" Variante einigen, welche Distanzierung, Entfremdung etc eindaemmt zum Wohle der Menschheit.
Genauso wenig werden wir einen freien Palästinenser Staat erleben/resp.die Beendigung des israelischen Raubzugs.

Gruss, M.
Kuno
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Kuno »

Nur mal so nebenbei und zwischendurch: Als man den Hund der spanischen Krankenschwester, welches sich mit Ebola angesteckt hatte einschläferte, gab es eine Internetpetition mit etwas mehr als 400'000 Unterschriften und Demonstrationen auf der Strasse.

In der Schweiz empört man sich aktuell über jemanden, der einem Fisch ein Sackmesser in den Rücken gerammt hatte:

" Auch der Zürcher Tierschutz ist empört: «Wir verurteilen das aufs Schärfste», sagt Geschäftsleitungsmitglied Nadja Brodmann auf Anfrage. «Das ist Tierquälerei». Fische seien schmerzempfindlich, das sei mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. «Das heisst, sie leiden auch.» Wer so etwas tue, habe wohl ein gröbere psychische Störung. Auch Chantal Häberling von Vier Pfoten sagt: «In diesem Fall kann man klar von einer Qual und einem Leiden des Fisches ausgehen.»"

Den Rest kann man hier lesen: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/ ... n-17759057

Manchmal hoffe ich einfach, dass die Leute in Weltgegenden, wo man sich mit echten Problemen auseinandersetzen muss nur einen ganz beschrönkten Zugang zu unseren Medien haben...
Alexander
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:...gab es eine Internetpetition mit etwas mehr als 400'000 Unterschriften und Demonstrationen auf der Strasse.
Ich frage mich, wo ist die Petition (nicht dass sie einen Wert hätte) für die Jessiden, die in Kürze einem Massaker der IS ausgesetzt sein wird. Darüber verliert man kaum ein Wort. Die Menschen sind doch bekloppt.

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Alexander »

Vor etwa zwei Wochen wurde die Vermutung geäußert, dass IS im Besitz von chemischen Kampfstoffen aus alten syrischen Beständen sein könnte.

Mit dem gestrigen Start der Großoffensive durch IS in Kobane wurde jetzt vermutlich Giftgas eingesetzt. Welches Gas zum Einsatz kam konnte wegen fehlendem Equipment nicht festgestellt bzw. der tatsächliche Einsatz nicht nachgewiesen werden. Ärzte behandelten Kämpfer mit Juckreiz, Ausschlägen und Übelkeit.

Grüsse
Alexander
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schnorr
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von schnorr »

Alexander hat geschrieben:
Kuno hat geschrieben:...gab es eine Internetpetition mit etwas mehr als 400'000 Unterschriften und Demonstrationen auf der Strasse.
Ich frage mich, wo ist die Petition (nicht dass sie einen Wert hätte) für die Jessiden, die in Kürze einem Massaker der IS ausgesetzt sein wird. Darüber verliert man kaum ein Wort. Die Menschen sind doch bekloppt.

Grüsse
Alexander
weil viele schweizer/deutsche/westler einen hund zu hause haben, geht ihnen dies näher, weil eher vorstellbar! wenn alle eine jesidische familie in der nachbarschaft hätten, die super integriert ist, und zu der jeder einen guten kontakt hält, wäre es wahrscheinlich anders.

wenn ich mir gerade in den finger schneide, ist mir der auch näher als jeder krieg irgendwo in der welt. ist zwar schade, ist aber so, wenn ich ehrlich bin! und bei den meisten menschen auf der ganzen welt, denke ich, wird das ebenso sein.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Turi
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Turi »

Hallo Jörg
wenn ich mir gerade in den finger schneide, ist mir der auch näher als jeder krieg irgendwo in der welt. ist zwar schade, ist aber so, wenn ich ehrlich bin! und bei den meisten menschen auf der ganzen welt, denke ich, wird das ebenso sein.
Gott sei Dank ist es so!
Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich jedem gottverdammten Krieg und bei jedem sinnlos getöteten Menschen hintersinnen würde, wäre ich entweder des Wahnsinns nahe oder würde mich umbringen.

Die andere Seite ist die, ständig bekämpfen sich irgend welche Völker, Ethnien, Religionen, Nachbarn usw., sinnlos.
Man muss sich einigeln um nicht den Verstand zu verlieren, oder nicht extreme Agressionen aufzubauen.
Wenn es nach mir gänge, würde ich alle Grenzen, in denen solche Konflikte ausbrechen, egal in welchem Land oder Region, dicht machen, keine Maus und kein Mann mehr, in beiden Richtungen, und absolut keine Material, sei es Waffen oder Lebensmittel mehr reinlassen.
Die Sterberate wäre nicht grösser als jetzt, wo sich jeder und alle einmischen.
Heute sind es die Sunniten die sterben, morgen die Schiiten übermorgen die Christen usw.
Der Mensch ist ein Tier und das wird sich nicht ändern und je mehr man sich einmischt um so grösser werden die Probleme für die umnliegenden Länder, bzw, deren Bevölkerung, der ganze Mist verteilt sich über den Globus.
Der ganze Dreck wird nach Europa getragen, wieso müssen wir "deren " Krieg beeinflussen :?: :?:
Sterben müssen sie eh, egal auf welcher Seite.

Ich kann nur ein's versuchen, in meinem Umfeld ein Leben in Frieden suchen, mit allen Völkern, Rassen, Hautfarben und Religionen, das ist das was wir alle tun sollten und mehr nicht.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Alexander
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Alexander »

Der Giftgaseinsatz wurde nun dementiert. Es handle sich um die Reaktion einer Einzelperson, die an Astma leide und Atemnot aufgrund des Rauchs auf dem Kriegsschauplatz hatte.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Kuno »

schnorr hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:
Kuno hat geschrieben:...gab es eine Internetpetition mit etwas mehr als 400'000 Unterschriften und Demonstrationen auf der Strasse.
Ich frage mich, wo ist die Petition (nicht dass sie einen Wert hätte) für die Jessiden, die in Kürze einem Massaker der IS ausgesetzt sein wird. Darüber verliert man kaum ein Wort. Die Menschen sind doch bekloppt.

Grüsse
Alexander
weil viele schweizer/deutsche/westler einen hund zu hause haben, geht ihnen dies näher, weil eher vorstellbar! wenn alle eine jesidische familie in der nachbarschaft hätten, die super integriert ist, und zu der jeder einen guten kontakt hält, wäre es wahrscheinlich anders.

wenn ich mir gerade in den finger schneide, ist mir der auch näher als jeder krieg irgendwo in der welt. ist zwar schade, ist aber so, wenn ich ehrlich bin! und bei den meisten menschen auf der ganzen welt, denke ich, wird das ebenso sein.
Du willst uns jetzt aber nicht weismachen, dass du diesen Quatsch selber auch noch glaubst; oder?
Wenn ich lese oder seh, wie Menschen brutal vertrieben oder sogar abgeschlachtet werden - dann kommt bei mir wenigstens die Vorstellung hoch, dass mir das irgendwann und irgendwo vielleicht auch einmal passieren koennte. Ich muss dann keine Jessiden als Nachbarn haben um mir meine Gedanken dazu zu machen.
Dass mir ein Schnitt in den eigenen Finger erstmal die Gedanken darauf konzentriert ist logisch und natürlich - auch dass mir der Verlust des eigenen Hundes nahegehen kann ist offensichtlich und selbst dass ich in diesem Moment nicht an irgend jemanden denke, den ich nicht kenne ist nachvollziehbar.

Aber - und es wurde oben eigentlich schon gesagt- es muss wirklich zum Nachdenken anregen, wenn über 400'000 Leute eine Petition für einen Hund unterschreiben (welcher ja offensichtlich nicht der ihre ist und dessen Verlust ihnen ja dann auch nicht sooooo nahegehen kann) und die gleichen Leute nicht zucken, wenn irgendwo eine Minderheit von Menschen abgeschlachtet werden.

Schnorr - die Gleichgueltigkeit gegenueber dem Schicksal anderer, die du hier an den Tag legst ist wahrscheinlich auch ein Grund, der junge Menschen in die Fänge von extremen Organisationen treibt.

....Turi - wenn nach deinem Vorschlag vorgegangen würde, dann gäbe es auf dem Kontinent, den du gerade so begeistert und ungehindert bereist so viele Zaeune, dass du deine Fahrt schon in Spanien haettest beenden muessen.
schnorr
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von schnorr »

Kuno hat geschrieben: Schnorr - die Gleichgueltigkeit gegenueber dem Schicksal anderer, die du hier an den Tag legst ist wahrscheinlich auch ein Grund, der junge Menschen in die Fänge von extremen Organisationen treibt.
ach, so gleichgültig bin ich dem gegenüber gar nicht, das dichtest du mir da an.

aber was sollen wir denn tun? deiner meinung nach. ich kümmer mich schon um sehr vieles auf der welt, aber irgendwann ist das fass einfach voll!

und was tust du so gegen das abschlachten? ich glaube, diese diskussion hatten wir doch schon mal.
Viele Grüße
Jörg

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Kuno
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Kuno »

Oh - da habe ich wohl nicht ganz daneben gelangt :wink:
Turi
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Turi »

Hoi Kuno
.Turi - wenn nach deinem Vorschlag vorgegangen würde, dann gäbe es auf dem Kontinent, den du gerade so begeistert und ungehindert bereist so viele Zaeune, dass du deine Fahrt schon in Spanien haettest beenden muessen.
Wenn Du wüstest wie viele Zäune es gibt, gerade im südlichen Afrika, Du würdest staunen.
Betreffend "ungehindert" das ist leicht untertrieben :wink: , könnte bald ein Buch darüber schreiben wie viele Hinternisse einem in den Weg gelegt werden.
Was ich mit meiner Aussage meinte ist, dass in so extremen Situationen wie der mit der IS, auch zu extremen Massnahmen gegriffen werden muss, da ist das politische Geplänkel wie es zur Zeit abgeht völlig fehl am Platz.
Entweder man muss mit der gleichen Radikalität dahinter gehen, und mit dementsprechend grossen "Kollateralschäden " leben, oder die Augen verschliessen und alles rundherum abschotten.
Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, so wie in Israel.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
schnorr
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von schnorr »

@kuno, du hast aber meine frage noch nicht beantwortet.
Viele Grüße
Jörg

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Kuno
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Kuno »

Turi hat geschrieben:Was ich mit meiner Aussage meinte ist, dass in so extremen Situationen wie der mit der IS, auch zu extremen Massnahmen gegriffen werden muss, da ist das politische Geplänkel wie es zur Zeit abgeht völlig fehl am Platz.
Wahrscheinlich hast du damit Recht, Turi. Aber ich glaube nicht, dass sich so etwas politisch durchsetzen lässt.
Turi
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Turi »

Hoi Kuno
Aber ich glaube nicht, dass sich so etwas politisch durchsetzen lässt.
Was soll dann die ganze Diskussion über Tote, Verstümmelte und Vertriebene, wenn die Politik vor all dem Vorrang hat :?: :?:

Wenn Wählerstimmen wichtiger sind, als Handlungen , um immer weiteres Blutvergiessen zu verhindern,
dann sch....e ich auf Demokratie und wünsche mir Ghadaffi zurück und Assad darf dann auch bleiben.

Gruss Turi
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Alexander
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Re: Der IS - wirklich nur eine "Terror Miliz"?

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:
Turi hat geschrieben:Was ich mit meiner Aussage meinte ist, dass in so extremen Situationen wie der mit der IS, auch zu extremen Massnahmen gegriffen werden muss, da ist das politische Geplänkel wie es zur Zeit abgeht völlig fehl am Platz.
Wahrscheinlich hast du damit Recht, Turi. Aber ich glaube nicht, dass sich so etwas politisch durchsetzen lässt.
Es ist weder politisch noch militärisch durchführbar.

Was sind die Ziele von IS? Es handelt sich dabei um ähnliche Ziele, wie sie seinerzeit Al Kaida um die Ereignisse des 9/11 verfolgte. Das Ziel lautet Schwächung der wirtschaftlichen Stabilität der USA bzw. des "Westens". Mit dem Anschlag auf die Zwillingstürme in New York wollte Al Kaida (und das ist dokumentiert und in diesem Zusammenhang möchte ich nochmals auf Angelikas Beitrag hinweisen) einen Krieg provozieren, einen Krieg der die USA mit Kosten von großem Ausmaß belastet und somit die Wirtschaft empfindlich schwächt. Wie wir wissen sind die USA schon zwei Mal an einem Staatsbankrott vorbeigeschrammt. Zur Erinnerung: die USA sind mittlerweile mit 16 Billionen US$ verschuldet.

Was würde passieren, wenn die USA wieder voll in den Kampf mit dem IS einsteigen würden? Es wäre ein Kampf, der mindest ebenso schwer zu führen ist wie der in Afghanistan oder während den beiden Irak Kriegen. In diesem Krieg hätten die Amerikaner einen Feind, der wenn auch äußerst grausam auch sehr intelligent vorgeht. Auch die Stärke des Feindes ist größer, als die der Gegner in Afghanistan. Wieviel kostet den Amerikanern alleine die Luftschläge gegen die IS? Pro Monat legen die Amis ca. 1 Mrd. US $ auf den Tisch. Geld, dass sich die Amis nicht leisten können auszugeben für einen Krieg, den die USA (und wenn die Verbündeten sich auch beteiligen auch diese) genauso wenig gewinnen könnten, wie die letzten Kriege, die sie geführt haben.

Was sollen die Amerikaner bzw. der Westen tun? Einen Krieg vom Zaun brechen? Ein bisschen Bomben werfen oder sich gar nicht einmischen?

Egal, wie sich die USA entscheiden. IS wird immer der Gewinner sein. Lassen sich die Amerikaner auf einen Krieg ein, wird sie das finaziell in eine Situation bringen, von der sie sich über lange Zeit nicht erholen würden. Es würde die USA nicht nur wirtschaftlich schwächen. Auch ihre position als Weltmacht wäre gefährdet, was ein Ungleichgewicht zwischen Ost und West bewirken würde (siehe Ukrainekrise)

Entscheiden sich die USA nicht oder nur halbherzig einzugreifen, hat IS freie Bahn und kann sich weiter ausbreiten wie eine Seuche.

Also, was muss getan werden? Die Last kann nicht von einigen wenigen geschultert werden. Die gesamte Weltengemeinschaft muss sich beteiligen einschliesslich Russland, China, Arabische Liga und wie sie alle heissen. Und dann wäre nicht sicher, ob man den IS relativ schnell von diesem Planeten tilgen könnte. Ich persönlich sehe zumindest die nahe Zukunft mit Besorgnis. Zuviel Politik und Halbherzigkeit ist im Spiel. Die Türken dazu spielen ein Spiel, das schmutziger nicht gespielt werden kann. Sie sehen unbeteiligt zu, wie tausende ins Gras beissen und stehen nur einen Schritt entfernt, um einzugreifen.

Uns als Einzelner bleibt uns nur übrig, den Verlauf aus der Ferne zu betrachten und unsere Stimme in der Öffentlichkeit und gegenüber unseren Politikern zu erheben. Persönlich kann ich es nicht zulassen, dass kleine Bevölkerungsgruppen wie die Jessiden geopfert werden. Als "hochentwickelte Zivilisation" sollten wir uns über unsere Mitmenschen mehr Gedanken machen. Von dem her kann ich diese Hundepetitionen und auch das Verständnis dafür, dass hier geäußert wurde nicht nachvollziehen.

Grüsse
Alexander
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