Erneuerbare Energie in Afrika

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Birgitt
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Erneuerbare Energie in Afrika

Beitrag von Birgitt »

Sinkende Kosten für erneuerbare Energiequellen könnten vielen afrikanischen Ländern den Sprung in eine saubere Zukunft ermöglichen. Den Umweg über schmutzige Energie kann sich der Kontinent sparen ...
Überall in Afrika beginnen Länder, aggressiv ihre Kapazitäten im Bereich Sonnen- und Windenergie auszubauen. Die Dynamik des Prozesses wirft die Frage auf, ob ein großer Teil des Kontinents sich direkt in eine saubere Zukunft katapultieren kann – ohne Umwege über die umweltschädlichen Methoden, mit denen sich Europa, die USA, China und andere plagen mussten [...] Das ist eine mitreißende Botschaft – nicht nur für Afrika, sondern für die gesamte Welt. Denn die Nachfrage nach elektrischer Energie auf dem Kontinent explodiert geradezu. Die Bevölkerung Afrikas hat die höchste Wachstumsrate auf der Welt: Bis 2100, so Schätzungen, könnte sie sich vervierfachen. Über die Hälfte der heute in Afrika lebenden 1,2 Milliarden Menschen hat noch keinen Zugang zu Elektrizität – doch das könnte sich schnell ändern.
Afrikas Zukunft liegt im Wind
11.01.2017 - spektrum

Gruß
Birgitt
marylin
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Re: Erneuerbare Energie in Afrika

Beitrag von marylin »

Also wir haben auf unserer afrikareise immer wieder x Möglichkeiten der "Solarität" gesehen.
Die Hauptprobleme der Technik fürs Nichtfunktionieren waren stets
der Staub und Dreck und die Unerreichbarkeit zum Putzen. (Je höher desto Sonne)
(auch die Getriebe der Windmasten sind empfindlich, und für das böige Stürmen in "Afrika" nicht geeignet.
Hinzu kommt, daß durch die Hitze EXTREM dicke Kabel verwendet werden müssen, und das meist nicht bezahlbar ist.
Auch steigt der "innere Widerstand" der Panele ins immense, sodaß der Nutzungsgrad stark absinkt.
Die Spiegelkonstruktion in Quarzazate soll besser gehen, man wartet aber auch drauf daß die so verkratzt ist und blind daß nix mehr geht.
Und natürlich die Speicherei: Jetzt Afrika mit schrottigen Solarbatterien zupflastern ohne geordnete Entsorgung ist auch nur kurzfristig eine "Lösung":
Hinzu kommt: Das Teilen von einem Panel mit 3 Häusern ist nicht durchführbar in der Praxis.
Also auch hier: erst mal stromlose Alternativen suchen, und ein WENIG Verbrauch ist besser, als Viel aber mit Sonne
salzbuer
Beiträge: 20
Registriert: Do 3. Sep 2015, 22:13

Re: Erneuerbare Energie in Afrika

Beitrag von salzbuer »

Bevor man bei diesem Thema kritiklos Hurra schreit, sollte man sich die Sache immer genau anschauen. Bei dem vielgepriesenen Kraftwerk in Quarzazat handelt es sich um Solarthermie, das heißt mit Hilfe der Sonne wird Wasser verdampft und damit eine herkömmliche Turbine angetrieben. Inwieweit es sinnvoll ist am Rande der Wüste mit Hilfe von Wasserdampf Strom zu erzeugen sollte m. E. schon kritisch hinterfragt werden. Die Ursprungsplanung sah vor jährlich ca. 6 Millionen m³ Wasser zu "verstromen", und trotzdem kurz nach Sonnenuntergang keinen Strom mehr liefern zu können. Damit fehlen im Draa-Tal exakt diese Wassermengen zur Produktion von Lebensmitteln. Finanziert wurde dieser Schwachsinn von der Weltbank und der deutschen Kreditanstalt f.Wiederaufbau (700 Mio. €). Die Turbine ist ja auch von Siemens !! Die Marokkaner haben das Projekt nach der ersten Ausbaustufe gestoppt nachdem die Tragweite des Unfugs sichtbar wurde, während unsere Bundesumweltministerin es weiterhin als richtungsweisenden Schritt zur Rettung der Welt verkauft.
Michael
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