Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Albatross hat geschrieben:
Canadier hat geschrieben:Das es unsere (Christen-)Pflicht ist Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, darüber besteht wohl Einigkeit. Aber müssen wir sie deshalb auch willkommen heissen? Muss ich junge wehrfähige Männer willkommen heissen, die ihre Heimat nicht verteidigen und Mütter/Väter/Frauen/Kinder im Chaos dort lassen.

1. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Flüchtlingen zu helfen - das beschränkt sich nicht auf eine Religion.
2. Ich habe tiefstes Verständnis dafür, dass sich "junge wehrfähige Männer" nicht in sinnlosen Kriegen für irgend einen Führer oder eine Religion verheizen lassen, sondern auch eine erträgliche Zukunft für sich wünschen.
Für Führer, Volk und Vaterland muss man nicht in den Krieg ziehen ...
Das sollten wir aus 2 Weltkriegen doch gelernt haben.
Ein guter Vergleich. Wie würde Europa heute aussehen, wenn sich damals niemand -mit der Waffe in der Hand - gegen die Menschen mit der "Für Führer, Volk und Vaterland..."-Gesinnung gewehrt hätte?
Hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, warum so viele Junge Männer nach Europa kommen und wo die Frauen bleiben?

Mutige Frauen und Mädchen kämpfen gegen ISIS

Eine von denen, die ihr Leben für ihr Land gaben war Ceylan Ozalp. Angesichts ihres Mut, ihrer Liebe und Treue zum Vaterland, könnte sich so mancher junge syrische Asyl-Suchende schämen. Und erst recht, wenn man sich hierzulande aufregt, dass es zu wenig oder das falsche Essen gibt, dieses oder jenes nicht stimmt. mehr...

Bei den Frauen und Mädchen, die anstelle der Männer an der Front gegen den IS kämpfen, handelt es sich vor allem um Kurden. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Ladies. Und die Dschihadiste fürchten sie wie die Hölle. Wer durch eine Frau getötet wird, kommt nicht ins Paradies.

Grüsse
Alexander
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Cruiser Kommandant
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Cruiser Kommandant »

von JoachimS » 18.09.2015 21:36
Während hier über Wirtschaftsflüchtlinge diskutiert wird, macht meine hochgeschätzte Bundeskanzlerin ne Rolle rückwärts.
Ein neuer Gesetzesentwurf des Innenministeriums wurde von Proasyl öffentlich gemacht. Alle Flüchtlinge, für die nach Dublin III Deutschland nicht zuständig ist, bekommen nur noch ne Fahrkarte und Verpflegung für die Reise zurück. Anspruch auf ein Dach über dem Kopf oder ärztliche Betreuung haben sie nicht. Der Gesetzesentwurf vom 14. findet sich hier: http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/ ... 9-2015.pdf

Ich könnte gerade kotzen. Erst die Leute willkommen heissen und dann so was. Das ist hinterlistig und gemein. So geht man nicht mit Menschen um.

Joachim

Ich fände es einfach nur super, wenn´s so käme!
Es ist längst an der Zeit, dass die Regierung die Interessen ihrer eigenen Bevölkerung wieder in den Vordergrund stellt!
JoachimS
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von JoachimS »

Hier ging es nicht um ihre Entscheidung. Hier ging es um die Art und Weise. Erst willkommen heissen und dann ätsch, bätsch wir können euch nicht aufnehmen.


Joachim
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Cruiser Kommandant
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Cruiser Kommandant »

von JoachimS » 19.09.2015 16:28
Hier ging es nicht um ihre Entscheidung. Hier ging es um die Art und Weise. Erst willkommen heissen und dann ätsch, bätsch wir können euch nicht aufnehmen.
Der Zick-Zack-Kurs der Regierung ist wirklich nicht ganz nachvollziehbar.
Aber letztendlich ist es besser, den bereits hier gelandeten Flüchtlingen vor den Kopf zu schlagen,
als weitere Millionen unter falschen Vorraussetzungen auf eine weite u.U. gefährliche Reise zu locken.
Dann lieber in den jeweiligen Heimatländern für langfristige Veränderungen (im positiven Sinn) sorgen.
JoachimS
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von JoachimS »

Können ja gleich mal anfangen. Das unsinnige und nur noch mehr Leid bringende Embargo gegen Syrien aufheben. Bezieht sich natürlich nicht auf die Waffenlieferungen.

Joachim
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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Die Flüchtlingskrise aus der Sicht eines Münchner Polizeibeamten in Sachen Unterbringung, Integration und Kriminalität

Ein Münchner Polizist über die Flüchtlingskrise

„Gedanken eines Polizeibeamten zur Asylproblematik.“ Die Überschrift klingt etwas sperrig; was darunter folgt, ist das Gegenteil: In sehr persönlichen Worten schildert ein Polizist auf der Internetseite Polizei-Mensch seine Sicht der Flüchtlingskrise. Der Mann, der in einer „großen Polizeidienststelle in München“ arbeitet, möchte lieber anonym bleiben. Dafür kann er das aussprechen, was viele Kollegen nur denken, aber sich nicht laut zu sagen trauen. mehr...

Grüsse
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Ungarn erlaubt dem Militär den Einsatz von "nicht tödlichen Waffen" gegen die Flüchtlinge.

Ungarn demonstriert Härte gegen Flüchtlinge

Ungarn schottet sich mit immer drastischeren Mitteln gegen Flüchtlinge ab - kurz vor dem neuen Krisentreffen der EU-Innenminister. Der Ton zwischen den betroffenen Ländern wird rauer. mehr...

Grüsse
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Eine Kleinstadt kündigt zwei Mietern, um Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Der Bürgermeister meint, das sei durch den § 573 BGB abgedeckt. Der Deutsche Mieterbund ist anderer Meinung. Kann das der richtige Weg sein, um Flüchtlinge unterzubringen?


Wohnraum für Flüchtlinge: Kleinstadt kündigt zwei Mietern

Um Platz für Flüchtlinge zu schaffen, hat die ostwestfälische Kleinstadt Nieheim zwei Mietern von städtischen Wohnungen gekündigt.

Hierbei handele es sich um «Kündigungen aus berechtigtem Interesse» nach § 573 des Bürgerlichen Gesetzbuches, sagte der Bürgermeister der Stadt, Rainer Vidal (parteilos). Der Grund für den Schritt sei die große Zahl alleinreisender junger Männer, die der Stadt zugewiesen werden. Viele private Vermieter seien bei deren Unterbringung zurückhaltend. Deshalb müsse die Stadt eigenen Wohnraum suchen, um die Männer in Gruppen unterzubringen. mehr...

Grüsse
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von schnorr »

na,die schaffen sich ja freunde :shake:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
landcruiser.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von landcruiser. »

Versucht mal im Ramada Hahnenklee zu buchen. :mrgreen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -dort.html

Bei Ramada spricht man wohl nicht so gern über die eigene gute Tat. :lach:

Ob es die Miteigentümer wirklich witzig finden - sieht eher nicht so aus.

Für eine Akzeptanz der Flüchtlinge wohl eher die falschen Signale, die da gesetzt wurden.
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Leider hört man immer wieder von Ereignissen wie diesem.

Massenschlägerei in Flüchtlingsunterkunft bei Kassel

In einer Flüchtlingsunterkunft im nordhessischen Calden im Landkreis Kassel ist es in der Nach zum Montag zu einer Schlägerei gekommen, bei der mindestens 14 Menschen verletzt wurden. Wie "Spiegel Online" unter Bezug auf Polizeimitteilungen berichtet, waren mehrere Hundert Menschen in die gewaltsamen Auseinandersetzungen involviert. Bei der Schlägerei in der Zeltstadt, in der etwa 1.500 Flüchtlinge derzeit untergebracht sind, sollen die Beteiligten mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben, außerdem wurde Reizgas versprüht. mehr...

Grüsse
Alexander
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Birgitt
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Birgitt »

Der nächste Flüchtlingsstrom setzt sich gerade in Bewegung:
Nur weg aus Afghanistan, am besten nach Deutschland: 14 Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes flüchten die Menschen wieder zu Zehntausenden aus Afghanistan. Vor dem Passamt in Kabul bilden sich täglich längere Schlangen. Auch Farida, ihr Mann und ihre sieben Kinder wollen das Land verlassen.
"Wir sehen hier nichts Gutes mehr"
29.09.2015 - tagesschau

Gruß
Birgitt
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Ich frage mich, wie die Kinder und Jugendlichen, die ohne ihre Eltern hier angkommen qualifiziert betreut werden sollen. Die Jugendämter haben schon teilweise ein Problem mit der Betreuung der "einheimischen" Jugendlichen.

Mammutaufgabe für Jugendämter

Die deutschen Jugendämter rechnen in diesem Jahr mit bis zu 30.000 minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen. Um die Jungen und Mädchen betreuen zu können, sollen sie nach einem Schlüssel auf die rund 600 Jugendämter verteilt werden. Doch es fehlt an Personal. mehr...

Grüsse
Alexander
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fordfahrer
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von fordfahrer »

Hi,
ich wollte mal kurz eine kleine Geschichte zu den Auswirkungen erzählen.

An einer mittelgroßen Technische Universität in einer mittelgroßen, weltoffenen!!, (west)sächsischen Stadt wurde in der vorlesungsfreien Zeit im Juli die Turnhalle, die noch aus Ostzeiten stammt, zu einer temporären Unterkunft erklärt (durch den Freistaat, dem ja die Liegenschaften gehören). ca 300 Leute wurden dort einquartiert. Viele freiwillige Helfer beteiligen sich an der Unterstützung. Da an der Universität auch traditionell eine relativ große Anzahl Syrier, Iraner. Libyer und anderer arabisch sprechender Menschen vorhanden sind, ist eine Verständigung kein Problem. Andere Studierende, die Deutsch als Fremdsprache lernen oder Wissenschaftler, die das lehren, beteiligen sich an der Deutschausbildung.
Nun sollen im Oktober die Vorlesungen und Seminare wieder anfangen. Als ersten kam die Ansage, dass die Turnhalle bis wenigstens Ende März weiterhin als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden muss/soll/ wird. Eine Woche später wurde angefangen eine ehemaliges Gästehaus der Universität, das nun als Bürohaus genutzt wurde zu räumen. Alternative Büros sind in der Zwischenzeit gefunden. Die Kollegen der Bewegungswissenschaft haben damit keine Turnhalle mehr zum Arbeiten, Unisport fällt im Winter weg.
Vor ca. vier Wochen hatte der Freistaat angekündigt 150 Personen zur Bewältigung der Administration der Flüchtlingskrise einzustellen. Anfang der Woche kam ein Aufruf des Kanzlers (Verwaltungsleiters) der Universität an die Mitarbeiter sich freiwillig zur Abordnung zur Arbeit bei der Ausländerbehörde (min 6 Monate) zu melden (die Angestellten der Universität sind Landesangestellte...).
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann es für die Universität eine Haushaltssperre geben wird... .

Dies alles auch im Angesicht dessen, dass der Freistaat seit 1990 Hunderte von Stellen im universitären Bereich gestrichen hat, bei gleichzeitiger Verdreifachung der Anzahl der Studierenden, so dass zB letztes Jahr in Leipzig die Ärcheologie aufgrund nicht mehr vorhandener Stellen geschlossen wurde. Über Jahre werden jedes Jahr Stellen gestrichen, aktuell wird eine Zielvereinbarung angestrebt, die ein reines Malus-System ist, also bei Nichterreichen werden weitere Ressourcen gestrichen, bei Übererfüllung gibt's Nichts.

Fazit/Frage: Kann dies der Sinn sein, dass eine höhere Bildungseinrichtung zum Aderlass für die Flüchtlingskrisenbewältigung herangezogen wird? Werden hier nicht die Prioritäten verwischt? Stehen die Länder und Städte so an der Wand, dass solche Maßnahmen die einzige Rettung sind. Wo soll das hinführen. Technisches Know How und Ingenieure sind das Rückgrat dieses Landes ... . Und dies ist eine sehr weltoffene Universität mit Studierenden und Wissenschaftlern aus aller Welt. Ausländerfeindlichkeit gibt es in der Stadt eher nicht.

PS: Dass es für diese Leute im Osten keine Arbeit geben wird, da selbst die billigen Reinigungsarbeiten und die bei Fastfoodketten von Ossis erledigt werden, ist noch eine ganz andere Frage. Es sei denn, der Mindestlohn wird unterwandert... .

Gruss
Christian
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