Friedensnobelpreis geht nach Liberia und in den Jemen
07.10.2011 - spektrumdirekt
Der Friedensnobelpreis geht an Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman "für ihren gewaltlosen Kampf für die Sicherheit von Frauen und deren Rechte, an friedensfördernden Maßnahmen gleichberechtigt mitzuwirken". Demokratie und langfristiger Frieden auf der Welt ließen sich erst dann verwirklichen, wenn Frauen auf allen sozialen Ebenen dieselben Einflussmöglichkeiten bekommen, so das norwegische Nobelkomitee in seiner Begründung weiter ... mehr
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Diese drei Frauen verändern die Welt
07.10.2011 - Welt
Das Nobelpreis-Komitee in Oslo ehrt in diesem Jahr drei Frauen: die Präsidentin Liberias, eine Aktivistin aus demselben Land und eine Anführerin der Proteste im Jemen ... mehr
Gruß
Birgitt
Friedensnobelpreis 2011 geht nach Liberia und in den Yemen
Moderator: Moderatoren
-
schu achbar ?
Re: Friedensnobelpreis 2011 geht nach Liberia und in den Yem
""Obwohl sie Mitglied in der reformislamischen al-Islah-Partei ist, zieht sie durch ihr Auftreten den Zorn der Fundamentalisten auf sich.""
Haha, vielleicht sollten sich die WELT SchreiberInnen erstmal drum kümmern was die Islah eigentlich ist.
Man hätte der Muslimbruderschaft den Preis auch direkt verleihen können.
Ist mir ehrlich gesagt egal wer den Preis bekommt und von mir aus sollen sie in ganz Jemen Khalafat ausrufen, aber immer dieses Jubelgeschreibe.
Kann man nicht mnal bei der Wahrheit bleiben und uns das nicht immer als Perestrojka zwopunktnull
verkaufen ?
Es gibt übrigens noch einen schlimmeren Artikel von der ZEIT.
Der hier geht noch.
Wie wäre es mal mit einer Reihe: Muslimbruderschaft, wo steckt sie überall drin, wie gibt sie sich etc.
Islah hat übrigens vor dem Stress mit Saleh noch mit der Regierungspartei zusammengearbeitet.
Haha, vielleicht sollten sich die WELT SchreiberInnen erstmal drum kümmern was die Islah eigentlich ist.
Man hätte der Muslimbruderschaft den Preis auch direkt verleihen können.
Ist mir ehrlich gesagt egal wer den Preis bekommt und von mir aus sollen sie in ganz Jemen Khalafat ausrufen, aber immer dieses Jubelgeschreibe.
Kann man nicht mnal bei der Wahrheit bleiben und uns das nicht immer als Perestrojka zwopunktnull
verkaufen ?
Es gibt übrigens noch einen schlimmeren Artikel von der ZEIT.
Der hier geht noch.
Wie wäre es mal mit einer Reihe: Muslimbruderschaft, wo steckt sie überall drin, wie gibt sie sich etc.
Islah hat übrigens vor dem Stress mit Saleh noch mit der Regierungspartei zusammengearbeitet.
- Achim Vogt
- Moderator
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Re: Friedensnobelpreis 2011 geht nach Liberia und in den Yem
Lieber Schu Achbar,
gelegentlich wundere ich mich - das kennst Du ja - über Deine Statements. Aber hier hast Du nun wirklich völlig danebengegriffen: Ich kenne Tawwakul Karman selbst als eine wirklich enorm engagierte Frau, die schon Jahre vor dem "Arabischen Frühling" mehr als mutig als Aktivistin versucht hat, Dinge zu verändern. In der Protestbewegung ist sie aber nicht unumstritten, weil die Islah - der sie angehört - versucht, die jungen Leute am Platz der Veränderung zu dominieren. Das heißt aber nun nicht, dass sie selbst wegen ihres Engagements umstritten wäre. Im Gegenteil.
Die Islah ist - und hier liegt Dein entscheidender Denkfehler - kein homogener Block: Es gibt im Jemen einen fundamentalistischen, einen tribalen und einen reformerischen Flügel. Letzterem gehört Tawwakul Karman an. Und deshalb stimmt der Satz im Artikel der "Welt" eben doch, dass sie wegen ihres Engagements in der eigenen Partei auf Widerstand stößt - vom entsprechenden Flügel eben.
Das Kalifat, das Du wohl meintest, wird im Übrigen von einem Teil der Salafisten (auch hier nicht alle) gefordert, die mit den Muslimbrüdern heftig verfeindet sind. Aber differenzierte Analysen oder auch nur Betrachtungen sind ja Deine Sache nicht ...
Viele Grüße
Achim
gelegentlich wundere ich mich - das kennst Du ja - über Deine Statements. Aber hier hast Du nun wirklich völlig danebengegriffen: Ich kenne Tawwakul Karman selbst als eine wirklich enorm engagierte Frau, die schon Jahre vor dem "Arabischen Frühling" mehr als mutig als Aktivistin versucht hat, Dinge zu verändern. In der Protestbewegung ist sie aber nicht unumstritten, weil die Islah - der sie angehört - versucht, die jungen Leute am Platz der Veränderung zu dominieren. Das heißt aber nun nicht, dass sie selbst wegen ihres Engagements umstritten wäre. Im Gegenteil.
Die Islah ist - und hier liegt Dein entscheidender Denkfehler - kein homogener Block: Es gibt im Jemen einen fundamentalistischen, einen tribalen und einen reformerischen Flügel. Letzterem gehört Tawwakul Karman an. Und deshalb stimmt der Satz im Artikel der "Welt" eben doch, dass sie wegen ihres Engagements in der eigenen Partei auf Widerstand stößt - vom entsprechenden Flügel eben.
Das Kalifat, das Du wohl meintest, wird im Übrigen von einem Teil der Salafisten (auch hier nicht alle) gefordert, die mit den Muslimbrüdern heftig verfeindet sind. Aber differenzierte Analysen oder auch nur Betrachtungen sind ja Deine Sache nicht ...
Viele Grüße
Achim
- Achim Vogt
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Re: Friedensnobelpreis 2011 geht nach Liberia und in den Yem
Hier übrigens noch der (vermutliche) Artikel in der ZEIT, den Schu Achbar wohl meinte, der eigentlich aus dem Tagesspiegel stammt:
Tawakkul Karman, Jemens eiserne Optimistin
Viele Grüße
Achim
Tawakkul Karman, Jemens eiserne Optimistin
Viele Grüße
Achim
-
schu achbar ?
Re: Friedensnobelpreis 2011 geht nach Liberia und in den Yem
Das islah kein einheitlicher Block ist weiss ich selbst.
Wir können hier ja die ganzen Verflechtungen aufzählen welcher Stamm dort vertreten ist und welcher nicht, welche Stämme in verschiedenen Parteien Mitglieder sitzen haben .
Es ist ja reichlich komplex im Jemen.
Aber das ist nicht der Punkt.
Auch wenn Du die Nobelpreisträgerin persönlich kennst und sie ja einen durchaus symphatischen Eindruck macht, wenn sie zum nicht Wahabi Flügel zählt und auch nicht zu den Tribals, dann ist sie eben MB.
Und wenn das dann "reformerisch" ist, ok. dann haben wir eben eine unterschiedliche Definition von Reform.
Mir ist der Unterschied zwischen dem früheren Chef al Zindani und al Qutabi schon bewusst und ich weiss auch ,dass
die MB Leute mit Zindani nichts anfangen konnten.
Aber ich wehre mich einfach gegen diese Darstellung , dass MB Leute jetzt für Demokratie und Freiheit stünden.
Das ist ja jetzt so der Trend ala die MB sind ja garnicht so.
Wie schon angesprochen sollte man sich im Quasselbereich des Forums mal mit den weltweiten Zielen der MB befassen.
Wie gesagt ist mir das egal was sie im Jemen machen, es ist ihr Schicksal und deshalb brauchst du mir auch garnicht so schnippisch kommen.
Ich habe nichts gegen Frau Kharman.
Ich weigere mich aber diese Verherrlichung der "Reformer" durch die deutsche Presse mitzumachen.
Der Jubeltext den ich meinte war uebrigens ein anderer.
Ich reiche ihn später nach.
Wir können hier ja die ganzen Verflechtungen aufzählen welcher Stamm dort vertreten ist und welcher nicht, welche Stämme in verschiedenen Parteien Mitglieder sitzen haben .
Es ist ja reichlich komplex im Jemen.
Aber das ist nicht der Punkt.
Auch wenn Du die Nobelpreisträgerin persönlich kennst und sie ja einen durchaus symphatischen Eindruck macht, wenn sie zum nicht Wahabi Flügel zählt und auch nicht zu den Tribals, dann ist sie eben MB.
Und wenn das dann "reformerisch" ist, ok. dann haben wir eben eine unterschiedliche Definition von Reform.
Mir ist der Unterschied zwischen dem früheren Chef al Zindani und al Qutabi schon bewusst und ich weiss auch ,dass
die MB Leute mit Zindani nichts anfangen konnten.
Aber ich wehre mich einfach gegen diese Darstellung , dass MB Leute jetzt für Demokratie und Freiheit stünden.
Das ist ja jetzt so der Trend ala die MB sind ja garnicht so.
Wie schon angesprochen sollte man sich im Quasselbereich des Forums mal mit den weltweiten Zielen der MB befassen.
Wie gesagt ist mir das egal was sie im Jemen machen, es ist ihr Schicksal und deshalb brauchst du mir auch garnicht so schnippisch kommen.
Ich weigere mich aber diese Verherrlichung der "Reformer" durch die deutsche Presse mitzumachen.
Der Jubeltext den ich meinte war uebrigens ein anderer.
Ich reiche ihn später nach.




