Hexenjagd | Den Scheiterhaufen gibt es noch

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Birgitt
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Studie zur Hexenjagd

Beitrag von Birgitt »

Vermutlich schon zu allen Zeiten wurden Menschen überall auf der Welt als Hexen oder Hexer bezeichnet und als solche gebrandmarkt. Wie und warum es dazu kommt, das haben nun chinesische und britische Anthropologen in einer Feldstudie untersucht ...
Hierzu untersuchten die Wissenschaftler um Ruth Mace vom University College London, gemeinsam mit Kollegen der Lanzhou University und der Chinesischen Akademie der Wissenschaftler fünf ländliche Dörfer im südwestlichen China. Grundlage der Studie war die verbreitete Hypothese, dass es sich bei der Beschuldigung der Hexerei um eine Art Strafe gegenüber den Bezichtigten dafür handele, wenn diese sich nicht an lokale gesellschaftliche Normen halten. Laut dieser Hypothese, werden besonders vertrauensunwürdige Personen entsprechend gebrandmarkt, um so andere darin zu bestärken, sich an eben jene soziale Regeln zu halten, um nicht selbst als “Hexe” bezeichnet zu werden. Im Gegensatz zu dieser Vermutung konnten frühere empirische Studien allerdings zeigen, dass die Praxis des Verschreiens von Hexen und Hexern in einer Gemeinschaft viel größeren sozialen Schaden bezüglich des Vertrauens und der Bindungen innerhalb von Gemeinschaften erzeugt, als diese zu stärken.
Studie: Warum Menschen als Hexe verschrien werden
10.01.2018 - grenzwissenschaft aktuell

Population structured by witchcraft beliefs
08.01.2018 - nature

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Birgitt
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Hexenverfolgung in Ghana und Togo

Beitrag von Birgitt »

Mit übersinnlichen Kräften sollen sie Menschen krank machen oder die Ernte verderben: Hexen. Im westafrikanischen Togo werden nicht nur Erwachsene der Hexerei bezichtigt – auch Kinder werden Opfer von Hexenjagden und Lynchjustiz ...

Moderne Hexenjagden in Togo: Kinder als Sündenböcke für alles
12.06.2018 - Deutschlandfunk

Hinter Krankheiten, Dürre oder Bränden vermuten die Menschen in Ghana oft Hexerei. Frauen werden deshalb verfolgt und bedroht. Zuflucht finden sie in sogenannten Hexendörfern. Doch diesen droht die Schließung ...

Hexenverfolgung in Ghana: "Sie werden uns alle töten!"
30.10.2021 - tagesschau

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Ausstellung | "Witches in Exile" in München

Beitrag von Birgitt »

Immer wieder werden Menschen von Gemeinschaften für ein vermeintliches Gemeinwohl stigmatisiert und ausgegrenzt. Am Beispiel der abgeschiedenen Northern Region im Norden Ghanas widmet sich nun eine Ausstellung dem Glauben an Hexerei, der vornehmlich Frauen zu Sündenböcken werden lässt. Solche Vorstellungen existieren in vielen Weltregionen und beschränken sich keineswegs auf ländliche oder bildungsbenachteiligte Kreise. Noch heute finden in mehr als 40 Ländern Hexenverfolgungen statt.

Auf einer gemeinsamen Reise durch Ghana bis Burkina Faso im Jahr 2005 setzten sich die Künstlerinnen Ann-Christine Woehrl und Senam Okudzeto mit der zeitgenössischen Hexenverfolgung auseinander.

Im Mittelpunkt von Witches in Exile stehen Frauen, die der Hexerei bezichtigt wurden. Neid und Missgunst sowie der Vorwurf, für Krankheiten, Todesfälle, Dürren und andere Katastrophen verantwortlich zu sein, haben diese Frauen zu geächteten Außenseiterinnen gemacht. Oft in Todesgefahr, wurden sie in sogenannte »witch camps« exiliert. Diese Lager, von denen es in Ghana heute acht gibt, befinden sich in sehr abgelegenen Gebieten, weit entfernt von der Hauptstadt Accra. Aus diesem Grund waren sich nur wenige Menschen zur damaligen Zeit in Ghana ihrer Existenz bewusst ...

Witches in Exile
Ausstellung noch bis zum 05.04.2024, Museum Fünf Kontinente, München

Ausstellung Witches in Exile München.jpg

Viele weitere tolle Events für das laufende Jahr findet ihr in unserer Veranstaltungsübersicht 2025.

Gruß
Birgitt
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Hexenjagd in Burundi

Beitrag von Birgitt »

Ende Juni werden im Dorf Gasarara im Bezirk Nyabiraba in der Provinz Bujumbura (Westburundi) 6 Personen am hellichten Tag von einem Mob getötet. Zwei Männer lebendig verbrannt, vier Frauen mit Knüppeln und Steinen zu Tode geprügelt. Und das ganze wegen von Anschuldigungen der Hexerei. Hexerei-Vorwürfe sollen in Burundi weit verbreitet sein, insbesondere in den Regionen im Nordwesten, Südwesten und Osten. Während diese Fälle oft als Tatsachen im Zusammenhang mit lokalen Glaubensvorstellungen dargestellt werden, verbergen sie laut Quellen oft genug auch Racheakte oder politische Motive ...

Bujumbura – Gasarara: six people killed in a witch hunt led by Imbonerakure
03.07.2025 - SOS Medias Burundi

Im Dorf Busambi am Tanganyika-See muss eine Frau sich aktuell vor ihren Nachbarn verstecken. Die behaupten nämlich, sie verwandelte sich in ein Nilpferd und greife dann Dorfbewohner an ...

Nachbarn erklären Frau in Burundi zum Nilpferd
14.08.2025 - ntv

Gruß
Birgitt
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