Israel: Afrikas neuer bester Freund?Hinter dem israelischen Afrika-Engagement stecken jedoch knallharte Interessen. Bei seinen Reisen betonte Premierminister Netanjahu gern und oft, dass Israel Beobachterstatus bei der Afrikanischen Union erhalten wolle. Ziel sei es außerdem, den "gigantischen Block von 54 afrikanischen Ländern aufzulösen, die dafür sorgen, dass es bei den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen eine automatische Mehrheit gegen Israel gibt", sagte er laut der Zeitung "Times of Israel" vor einer Afrika-Reise im Juni. Doch ein Selbstläufer ist das israelische Engagement in Afrika nicht. Gerade Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung wie Marokko, Senegal, Mauretanien oder der Sudan betrachten Israel kritisch. Der Sudan verbietet israelischen Staatsbürgern die Einreise. Mauretanien brach die Beziehungen zu Israel 2010 als Antwort auf ein israelisches Bombardement des Gaza-Streifens ab.
13.12.2017 - DW World
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Birgitt




