Wenn du Geld hast, ist alles möglichEin Besuch im Jugendgefängnis Antanimora in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars - Die kaputte Straße, die zum Gefängniskomplex führt, ist steil und dreckig. Überall versuchen Straßenhändler, kleine Gerichte, Saft und Süßigkeiten an die ankommenden Besucher der Inhaftierten zu verkaufen. Bevor wir auf das Gelände dürfen, werden wir an einer Schranke von Militärangehörigen kontrolliert. Skeptisch untersuchen sie die Kamera, doch nach einer kurzen Diskussion dürfen wir passieren. Neugierig schauen die anderen Besucher uns hinterher. Dass sich ein vazaha, das madagassische Wort für »Weißer« oder »Fremder«, in dem Viertel blicken lässt, kommt eher selten vor. Der Wärter am Eingang zum Gefängnis begrüßt uns herzlich. Einer der Insassen des quartier des mineurs, des »Viertels der Minderjährigen«, darf ihm wegen guter Führung aushelfen.
11.10.2012 - Jungle World
Gruß
Birgitt




