Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Bildquelle: NASA
In der Wüste bauen die Saudis Getreide, Obst und Gemüse an - die dafür benötigte Flüssigkeit pumpen sie aus Grundwasservorkommen nach oben. Satellitenbilder aus den vergangenen Jahrzehnten zeigen, wie die trockene Landschaft erblüht ist. mehr...
Auch hier werden fosile Wasservorräte verwendet. Vorräte, die endlich sind...
Grüsse
Alexander
Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
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Alexander
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Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
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Re: Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Ich bin überrascht, wie stark sich die Aufnahmen der Nasa von den Infos bei Google-Map unterscheiden. Ob die veralteten Bilder auch in diesem Falle mit Absicht präsentiert werden?
Re: Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Hallo Alexander,
Da werden wenigstens Nahrungsmittel produziert, man könnte sagen "Lebens-NOT-wendiges".
Wir vergeuden dagegen andere endliche Ressourcen aus Jux und Tollerei, weil "man ??" angeblich Wachstum braucht und aus vielen anderen un-NOT-wendigen Gründen.
Mea culpa: auch "Internetteln" in Foren ist meistens nutzlose Energievergeudung.
Gruß
Walter
Na und?Auch hier werden fosile Wasservorräte verwendet. Vorräte, die endlich sind...
Da werden wenigstens Nahrungsmittel produziert, man könnte sagen "Lebens-NOT-wendiges".
Wir vergeuden dagegen andere endliche Ressourcen aus Jux und Tollerei, weil "man ??" angeblich Wachstum braucht und aus vielen anderen un-NOT-wendigen Gründen.
Mea culpa: auch "Internetteln" in Foren ist meistens nutzlose Energievergeudung.
Gruß
Walter
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Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
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Re: Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Ich kann da keine bedeutenden Verschwörungstheorien erkennen. Die Fotos bei Google Earth zeigen sehr wohl landwirtschaftlich genutzte Flächen, alle schön rund wg. der Bewässerungsanlagen.Bodensee hat geschrieben:Ich bin überrascht, wie stark sich die Aufnahmen der Nasa von den Infos bei Google-Map unterscheiden. Ob die veralteten Bilder auch in diesem Falle mit Absicht präsentiert werden?
Daß die Farben bei der NASA andere sind als bei Google Earth, müßte was mit der (manuellen) Farbverschiebung bei der Auswertung der Fotos zu tun haben, da die Satellitenaufnahmen Falschfarben liefern. D.h. wenn die NASA zur Hervorhebung das Grüne etwas mehr betont, dann haben sie ihre Gründe, vielleicht sogar politische. Außerdem vermute ich, daß sich die Farben je nach Jahreszeit bzw. Pflanzenwachstum und somit Wassergehalt durchaus unterscheiden.
Was die zeitliche Einordnung der Fotos von Google Earth angeht, dann steht bei "meinem" GE für diese Gegend 5.10.2009, was im Rahmen von GE durchaus üblich ist.
Gruß, Ralf
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Kuno
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Re: Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Das ist so.Ralf Kiefer hat geschrieben:Außerdem vermute ich, daß sich die Farben je nach Jahreszeit bzw. Pflanzenwachstum und somit Wassergehalt durchaus unterscheiden.
Abgeerntete Kreise werden nich beregnet. Erst wieder, wenn man neu aussaeht. Und da die Kreise sofort verdorren, wenn man sie nicht beregnet kommt es zu "Farbunterschieden", je nachdem, wann das Foto aufgenommen wurde.
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Alexander
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Re: Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Hallo Walter,
Diese Art der Bewässerung ist weder effizient noch nachhaltig.
Ein gutes Negativbeispiel ist Kufra. Anfang der 1970iger Jahre wurde in Kufra begonnen, Tiefenbrunnen auszuheben, um an das fossile Wasser zu gelangen, die Wüste zu bewässern und die Landwirtschaft voranzutreiben. In der Mitte der kreisrunden Anbauflächen wurde ein Brunnen gebohrt und mittels Sprühanlagen die kreisrunden Felder besprüht.
Ursprünglich war geplant mit dieser Methode 50000 Hektar Land zu bewässern. Bei 10000 Hektar stellte man das Projekt ein.
Zu Beginn des Projekts hat man ein Absinken des Grundwasserspiegels von 35 Metern binnen 40 Jahren prognostiziert. Tatsächlich fiel der Grundwasserspiegel nach 12 Monaten bereits um 15 Meter! Nach einer Neuberechnung hat man das Absinken des Grundwasserspiegels innerhalb 50 Jahren auf 100 Meter veranschlagt, was gleichzeitig das Ende des Projekts nach 50 Jahren bedeutet hätte.
Ein weiteres Problem bei dieser Art der Bewässerung ist, dass ein großer Teil des Wassers den Boden erst gar nicht erreicht. Die Hitze lässt das fein versprühte Wasser schon vorher verdunsten.
Schlussendlich wissen wir, dass langfristige Bewässerung von Wüsten die Versalzung der Anbauflächen bewirkt. Dies kann nur umgangen werden, indem man soviel Wasser auf das Feld ausbringt, dass das Salz weggewaschen wird. Eine unnötige Verschwendung von endlichen Ressourcen. Endlich bedeutet hier nicht einige hundert Jahre, sondern nur einige Jahrzehnte.
Das Sinken des Grundwasserspiegels ist mittel- und langfristig nicht lokal beschränkt. Der Effekt zeigt auch in größeren Entfernungen Auswirkungen, was wiederum negative Folgen für die Oasen mit sich bringt, da die Wurzeln der Palmen nicht mehr das Grundwasser erreichen können und daher absterben. Über die wirtschaftlichen Folgen der Dattelbauern brauche ich hier glaube ich gar nicht erst einzugehen.
Grüsse
Alexander
Das ist eine sehr kurzsichtige Sichtweise.Walter hat geschrieben:Na und?
Da werden wenigstens Nahrungsmittel produziert, man könnte sagen "Lebens-NOT-wendiges".
Und undifferenziert dazu.Walter hat geschrieben:Wir vergeuden dagegen andere endliche Ressourcen aus Jux und Tollerei, weil "man ??" angeblich Wachstum braucht und aus vielen anderen un-NOT-wendigen Gründen.
Diese Art der Bewässerung ist weder effizient noch nachhaltig.
Ein gutes Negativbeispiel ist Kufra. Anfang der 1970iger Jahre wurde in Kufra begonnen, Tiefenbrunnen auszuheben, um an das fossile Wasser zu gelangen, die Wüste zu bewässern und die Landwirtschaft voranzutreiben. In der Mitte der kreisrunden Anbauflächen wurde ein Brunnen gebohrt und mittels Sprühanlagen die kreisrunden Felder besprüht.
Ursprünglich war geplant mit dieser Methode 50000 Hektar Land zu bewässern. Bei 10000 Hektar stellte man das Projekt ein.
Zu Beginn des Projekts hat man ein Absinken des Grundwasserspiegels von 35 Metern binnen 40 Jahren prognostiziert. Tatsächlich fiel der Grundwasserspiegel nach 12 Monaten bereits um 15 Meter! Nach einer Neuberechnung hat man das Absinken des Grundwasserspiegels innerhalb 50 Jahren auf 100 Meter veranschlagt, was gleichzeitig das Ende des Projekts nach 50 Jahren bedeutet hätte.
Ein weiteres Problem bei dieser Art der Bewässerung ist, dass ein großer Teil des Wassers den Boden erst gar nicht erreicht. Die Hitze lässt das fein versprühte Wasser schon vorher verdunsten.
Schlussendlich wissen wir, dass langfristige Bewässerung von Wüsten die Versalzung der Anbauflächen bewirkt. Dies kann nur umgangen werden, indem man soviel Wasser auf das Feld ausbringt, dass das Salz weggewaschen wird. Eine unnötige Verschwendung von endlichen Ressourcen. Endlich bedeutet hier nicht einige hundert Jahre, sondern nur einige Jahrzehnte.
Das Sinken des Grundwasserspiegels ist mittel- und langfristig nicht lokal beschränkt. Der Effekt zeigt auch in größeren Entfernungen Auswirkungen, was wiederum negative Folgen für die Oasen mit sich bringt, da die Wurzeln der Palmen nicht mehr das Grundwasser erreichen können und daher absterben. Über die wirtschaftlichen Folgen der Dattelbauern brauche ich hier glaube ich gar nicht erst einzugehen.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Satellitenbild der Woche: Es grünt so grün in der Wüste
Hallo Alexander,
Sind die Palmplantagen mit Schwemmbewässerung denn vergleichsweise effizient? Meines Wissens ist das überschüssige Wasser dort auch versalzen und somit unbrauchbar (man lässt es eben verdunsten).
Nachdem viele der fossilen Wasserläger viel tiefer liegen als die "alten Brunnschächte" ist wohl schwerlich eine funktionelle Abhängigkeit zwischen dem oberen Grundwasserspiegel und dem fossilen Wasserspiegel (denn dann wäre es nicht mehr "fossiles Wasser") herzustellen.
Gruß
Walter
Wo der Mensch auftaucht macht er eben Mist.
Du hast recht, wenn man voraussetzt, dass die heutigen Wüsten, in denen die fossilen Wasservorräte genutzt werden, als zukünftiger Lebensraum für Millionen dienen könnten.Das ist eine sehr kurzsichtige Sichtweise.
Meinst Du, man braucht weiter zu differenzieren beim Kosumverhalten unserer industrialisierten Gesellschaft? Ich meine nicht.Und undifferenziert dazu.
Sind die Palmplantagen mit Schwemmbewässerung denn vergleichsweise effizient? Meines Wissens ist das überschüssige Wasser dort auch versalzen und somit unbrauchbar (man lässt es eben verdunsten).
Nachdem viele der fossilen Wasserläger viel tiefer liegen als die "alten Brunnschächte" ist wohl schwerlich eine funktionelle Abhängigkeit zwischen dem oberen Grundwasserspiegel und dem fossilen Wasserspiegel (denn dann wäre es nicht mehr "fossiles Wasser") herzustellen.
Gruß
Walter
Wo der Mensch auftaucht macht er eben Mist.




