Sonderausstellung Sahara in Ingolstadt

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Günther Schulz
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Sonderausstellung Sahara in Ingolstadt

Beitrag von Günther Schulz »

Sonderausstellung Verborgene Schätze der Sahara


Algerische Sahara
Das überaus interessante Museum zeigt dieses Jahr vom 19. Juli bis 22. November 2009 die Sonderausstellung Sahara – 10000 Jahre Kunst und Geschichte. Neben den steinzeitlichen Faustkeilen, Pfeilspitzen, Reibschalen und Keramiken, werden großformatige Bilder der Felsmalereien und Felsgravuren der frühen Bewohner der Sahara präsentiert. Man erkennt Jagdszenen, tanzende Frauen und Lenker auf von Pferden gezogenen Wagen, Giraffen, Elefanten, Rinder und in der letzten Epoche, um das erste Jahrhundert herum, Kamele, die auf die einsetzende Austrocknung der Landschaft hindeuten. Das Tassili n’Ajjer im Südosten Algeriens, das sich auf der libyschen Seite fortsetzt, ist ein einzigartiges Freilichtmuseum mit Felsbildern, die vor etwa 10 000 Jahren in mehreren Epochen entstanden. Die Sahara ist keineswegs eine trockene Einöde ohne Spuren von Leben. Kulturelle Entwicklungen lassen sich seit Millionen von Jahren mit den verschiedenen Funden von Feuerstellen, Steinwerkzeugen und der Felsbildstationen von der Altsteinzeit über das Neolithikum bis zur heutigen Zeit belegen.

Die Räume zeigen außerdem ein Modell der Einrichtung eines Tuaregzeltes, unter anderem mit den Gebrauchsgegenständen für die Teezeremonie, den Wassersack aus Ziegenleder (Guerba), sowie Schmuckstücke und Spielzeugfiguren von Kamelen für die Nomadenkinder. Ein Begleitbuch zur Ausstellung, welches die verborgenen Schätze der Sahara erläutert und auch Aussichten auf die Zukunft der Tuaregkultur zwischen Kamel und Computer gibt, runden den Gesamteindruck der Ausstellung ab.

Führungen werden jeden Sonntag ab 14 Uhr angeboten.

Die beeindruckenden Bilder der vielfältigen Landschaft und der prähistorischen Felsgravuren und Malerien verlocken zu einer Reise in die algerische Sahara. Das Tassili n’Ajjer ist bereits seit 1982 in die Liste der UNESCO – Weltkultur- und Naturerbestätten aufgenommen worden.

Auch in anderen, weniger bekannten Regionen der algerischen Sahara, haben die frühen Bewohner Felsmalereien und Gravuren hinterlassen, manche direkt am Wegesrand, andere versteckt in Höhlen oder unter Felsüberhängen.

Mit erfahrenen Tuaregführern, unter anderem von Cap Sahara Tours, einem Anbieter von Kameltrekking und Geländewagentouren, der sein deutsches Büro in Erlangen bei Nürnberg hat, lassen sich die vielfältigen und abwechslungsreichen Regionen der Sahara erkunden und bereisen. Es lohnt sich, die Internetseite mit den Diashows anzuklicken.

Die Museen sind Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Montag geschlossen
Angelika Baumann
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Re: Sonderausstellung Sahara in Ingolstadt

Beitrag von Angelika Baumann »

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Siehe auch :arrow: HIER
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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