Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

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Birgitt
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Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Birgitt »

Streubomben
Die gemeinste Waffe der Welt

03.12.2008 - news

Eine der grausamsten Waffen der Welt, die viele Zivilisten und Kinder tötet und verstümmelt, wird geächtet: Mehr als 100 Staaten der Welt haben sich in Oslo verpflichtet, auf Streubomben zu verzichten. Auch Deutschland ist dabei ... mehr

Gruß
Birgitt
Bäärti
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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Bäärti »

Eine der grausamsten Waffen der Welt, die viele Zivilisten und Kinder tötet und verstümmelt, wird geächtet: Mehr als 100 Staaten der Welt haben sich in Oslo verpflichtet, auf Streubomben zu verzichten.
...tun das "normale" Bomben denn nicht auch?

Gruss Bäärti


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Kuno
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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Kuno »

Der Text fängt schön an, verwechselt dann Splitter- mit Streubomben und kommt am Ende dann doch noch zu einigen wichtigen Passagen:

Human Rights Watch. «Streubomben gehören nun der Vergangenheit an. Kein Staat wird jemals wieder Streubomben einsetzen können, ohne dass dies von den meisten Staaten der Welt geächtet und missbilligt wird.»

Das "Missbilligen" wird die Jungs, die weiterhin Streubomben schmeissen wohl kaum wirklich stören.

Und:

Nicht zuletzt haben fast alle Staaten, die Splitterbomben in großem Maßstab anwenden, den Vertrag nicht unterzeichnet. Das sind die USA, China, Russland, Israel, Indien und Pakistan. Diese Länder sind bedeutende Hersteller der Streubomben. Aber auch in der EU und in Deutschland wird Splittermunition produziert. Die Nicht-Unterzeichner führen aber auch strategische Argumente an: Die Waffe sei weiter militärisch nützlich.

Hmm; was bringt es, wenn Staaten wie zB. Island so ein Abkommen unterzeichen, die, die die Waffe anwenden aber nicht?


Beispiel: Die Schweiz hat ihre schweren Mörser vom Typ Bison mit solchen Granaten bestückt. Beschaffungswert 670 Millionen CHF. Die Granaten werden jetzt für eine ziemliches Geld vernichtet. Die Rüxtungsindustrie verdient noch einmal. Und es darf die Frage erlaubt sein: Mit was für Granaten werden die vernichteten ersetzt? :mrgreen:
Alexander
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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Alexander »

Bäärti hat geschrieben: ...tun das "normale" Bomben denn nicht auch?
Gruss Bäärti
.
Na ja, die einen Bomben sind halt ein bischen tödlicher als die anderen :?
Ob ein bischen tot oder ganz tot? Tot bleibt tot, da beißt die Maus keine Faden ab.

Grüsse
Alexander
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Bäärti
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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Bäärti »

Kuno hat geschrieben:Und:

Nicht zuletzt haben fast alle Staaten, die Splitterbomben in großem Maßstab anwenden, den Vertrag nicht unterzeichnet. Das sind die USA, China, Russland, Israel, Indien und Pakistan. Diese Länder sind bedeutende Hersteller der Streubomben. Aber auch in der EU und in Deutschland wird Splittermunition produziert. Die Nicht-Unterzeichner führen aber auch strategische Argumente an: Die Waffe sei weiter militärisch nützlich.

Hmm; was bringt es, wenn Staaten wie zB. Island so ein Abkommen unterzeichen, die, die die Waffe anwenden aber nicht?


Beispiel: Die Schweiz hat ihre schweren Mörser vom Typ Bison mit solchen Granaten bestückt. Beschaffungswert 670 Millionen CHF. Die Granaten werden jetzt für eine ziemliches Geld vernichtet. Die Rüxtungsindustrie verdient noch einmal. Und es darf die Frage erlaubt sein: Mit was für Granaten werden die vernichteten ersetzt? :mrgreen:
Ich will jetzt nicht militärhistorische Fragen aufwerfen, aber soviel soll gesagt sein. Fast so lange wie es die Artillerie schon gibt, gibt es auch schon Splittergranaten.

Auch Streumunition gibt es schon lange, in der Schweiz wird sie Kanistermunition genannt. Die Bundeswehr verfügt zum Beispiel über das Minenwurfsystem Skorpion. Das verschiesst seine Streumunition vom Boden aus. Oder das amerikanische MLRS. Oder die deutsche SMArt 155 Munition (wird auch von der Schweizer Armee verwendet) usw... :kotz:

Gruss Bäärti

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Alexander
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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Alexander »

Sag NEIN zu Streubomben

Mit dem Vertrag von Oslo ist für alle Vertragsstaaten – auch Deutschland – Produktion, Lagerung, Verkauf und Einsatz von Streubomben verboten. Firmen in Ländern, die dem Vertrag noch nicht beigetreten sind, produzieren diese grausamen Waffen jedoch immer noch: z.B. in den USA, Südkorea, China, Pakistan, Polen oder Griechenland. Die Länder, die dem Vertrag beigetreten sind, verpflichten sich „unter keinen Umständen jemals (…) irgendjemanden zu unterstützen, zu ermutigen oder zu veranlassen“, gegen die Vertragspflichten zu verstoßen. Für einige Länder bedeutet das auch, dass ihre Banken keine ausländischen Firmen finanzieren dürfen, die Streubomben produzieren. mehr...

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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Alexander »

Damit aus Deutschland bald kein Geld mehr in die Streubombenproduktion fließt, müssen wir Druck auf Politik und Geldinstitute ausüben. Helfen Sie mit!

Vielen Dank an alle, die sich an unserer Mailaktion an Parlamentarier beteiligt haben. Wir werden auf dieser Seite über den Fortgang der politischen Diskussion berichten.

Mit dem Vertrag von Oslo ist für alle Vertragsstaaten – auch Deutschland – Produktion, Lagerung, Verkauf und Einsatz von Streubomben verboten. Firmen in Ländern, die dem Vertrag noch nicht beigetreten sind, produzieren diese grausamen Waffen jedoch immer noch: z.B. in den USA, Südkorea, China, Pakistan, Polen oder Griechenland. Die Länder, die dem Vertrag beigetreten sind, verpflichten sich „unter keinen Umständen jemals (…) irgendjemanden zu unterstützen, zu ermutigen oder zu veranlassen“, gegen die Vertragspflichten zu verstoßen. Für einige Länder bedeutet das auch, dass ihre Banken keine ausländischen Firmen finanzieren dürfen, die Streubomben produzieren.

Auf dem Marienplatz unterschreiben Besucherinnen und Besucher unsere politischen Forderungen, daneben steht unser großes Aktionstransparent „Stop explosive Investitionen!“
Die Aktion am Münchner Marienplatz © Handicap International

Manche Länder, wie Belgien und Luxemburg, haben solche Investitionen sogar in eigenen Gesetzen verboten. Auch im deutschen Bundestag wird derzeit über ein solches Gesetz diskutiert: Bündnis 90/ Die Grünen haben am 8. April 2011 einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht. Denn bisher investieren viele deutsche Banken und Versicherer immer noch in die Hersteller von Streumunition. Deutsche Investitionen in Streumunition haben immer noch einen Wert von ca. 1 Mrd. Dollar. Ganz vorn sind dabei sind die Allianz und die Deutsche Bank, die Anteile in Form von Aktien und Anleihen an Herstellern von Streumunition im Wert von 685 Mio. US-Dollar (477 Mio. Euro) bzw. 216 Mio. US-Dollar (150 Mio. Euro) halten.

Die DWS, die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank Group, beteuert, sich entsprechende Leitlinien für den Umgang mit Streumunitionsherstellern gegeben zu haben. Diese sind jedoch nicht veröffentlicht. Außerdem gelten sie lediglich für Investmentfonds der DWS in Deutschland, und nicht für den gesamten Konzern Deutsche Bank Group. Auch die Kreditvergabe und das Vermögensmanagement der Deutschen Bank Group inkl. ihrer Tochtergesellschaften im Ausland werden nicht von den Leitlinien erfasst. mehr...

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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Alexander »

Streumunition: Cablegate beleuchtet US-Lobbyarbeit in Deutschland

Die "Convention on Cluster-Munitions" (CCM), die die umstrittenen Streubomben ächtet, war offenbar ein erheblicher Streitpunkt zwischen den USA und vielen ihrer Alliierten. Das geht aus geleakten diplomatischen Depeschen hervor.

Auch Deutschland wurde wegen seiner Befürwortung der Konvention mehrfach von den USA kritisiert. Zudem wurde versucht, die Auslegung des Abkommens zu beeinflussen. mehr...

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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Turi »

Unsere ach so neutrale Schweiz,
ich schäme mich für solche Politik und das von einem Politiker der sich das C voangesetzt hat,
beim anderen habe ich nichts anderes erwartet.

Die Schweizer Armee soll ihre Streumunition nicht vernichten müssen. Diese Empfehlung der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats steht für Ex-IKRK-Präsident Sommaruga in völligem Kontrast zur humanitären Tradition der Schweiz.


Die Kommission (SiK) hat diese Woche das Abkommen über das Verbot von Streumunition abgelehnt und ihrem Rat mit 13 zu 11 Stimmen bei 2 Enthaltungen empfohlen, den Vertrag nicht zu ratifizieren.

Die bürgerliche Mehrheit der SiK des Nationalrats widerspricht damit dem Ständerat, der die Ratifizierung des Übereinkommens in der Herbstsession mit 27 zu 0 Stimmen beschlossen hatte.

Das Abkommen legt ein umfassendes Verbot der Verwendung, Entwicklung und Produktion, des Erwerbs und Transfers sowie der Lagerung von Streumunition fest.

Die kleine Kammer war der Meinung gewesen, dass die Schweiz zusammen mit anderen Ländern mit gutem Beispiel vorangehen sollte, damit diese Munition auf der ganzen Welt geächtet werde. Denn Streumunition führe besonders unter der Zivilbevölkerung zu schweren Verlusten.

Ganz anders die SiK: Ihrer Ansicht nach hat der Ständerat bei seinem Entscheid die Konsequenzen für die Schweizer Armee zu wenig berücksichtigt. Durch ein Verbot der Streumunition werde die Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee zu stark geschwächt, begründete die Kommission ihren Entscheid.

Sicherheitspolitiker und Ständerat Bruno Frick von der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) warnte, ein Verbot von Streumunition "kastriere" die Artillerie.

Und Nationalrat Ulrich Schlüer von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) erklärte, Streumunition sei eine extrem wirksame Munition, darum könne sich gerade die Schweiz, die ja eine Verteidigungsarmee habe, nicht leisten, darauf zu verzichten.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Alexander
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Re: Streubomben - Die gemeinste Waffe der Welt

Beitrag von Alexander »

Neues von http://www.landmine.de/

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