Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Alexander
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Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Beitrag von Alexander »

Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Unter algerischer Vermittlung ist ein Abkommen zur Beilegung der Tuareg-Rebellion im Norden Malis zu Stande gekommen. mehr...

Grüsse
Alexander
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yves
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Re: Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Beitrag von yves »

Hallo,
nach andere Quelle ist noch nichts unterzeichnet, die Unterhändler sein in Ihre Hauptquartiere zurückgekehrt.

Der Text: http://azawad-union.blogspot.com/

Siehe: www.kidal.info
RFI invente la "Paix des braves"

Ce matin sur RFI Serge Daniel a annoncé que "les mutins de Kidal et le pouvoir central de Bamako ont paraphé un document, c’est une feuille de route pour tourner la page". Personne ne sait où il a trouvé cette information. [b]Pour le moment les deux délégations sont retournées l'une à Bamako et l'autre à Tegharghar[/b], chacune avec le document cité dans l'info d'hier. [b]Rien n'est signé ni d'un côté ni de l'autre[/b]. Une dépêche AFP précise de son côté que la source serait un médiateur algérien joint au téléphone.

Yves
Alexander
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Re: Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Beitrag von Alexander »

Hallo Yves,

stelle auch fest, daß in verschiedenen Medien unterschiedlich berichtet wird. :?

Turkish Press und TAZ berichten ebenso, daß etwas unterzeichnet wurde.

Egal ob oder ob nicht. Hoffentlich wird eine, für die Tuareg annehmbare Lösung gefunden.

Grüsse Alex
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Alexander
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Re: Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Beitrag von Alexander »

Wie Tessalit Info über Reuters meldet (französicher Orginaltext) wurde am Dienstag ein Friedensabkommen unterzeichnet.

Nachfolgend ein Übersetzungsversuch:

Wie Reuters in Algier meldet wurde am 4. Juli ein Friedensabkommen zwischen Mali und den Tuareg unterzeichnet.
Das am Dienstag unterzeichnete Abkommen zwischen der malischen Regierung und den Tuaregrebellen kam unter Vermittlung der Algerischen Regierung zustande. Die protekollarische Zeremonie wurde in einem Gebäude der Algerischen Regierung vollzogen. Die Tuaregrebellen, die einen Sonderstatus, die Anerkennung ihrer Identität und Kultur forderten, hatten im Mai eine Garnison von Kidal im Norden des Landes durchgeführt, um sich der Waffen und Fahrzeuge zu bemächtigen.
Durch die Durchführung der Operation wurde ein Aufstand großen Ausmaßes befürchtet.
Laut Bamako hätten die Rebellen ihren Anspruch auf einen Sonderstatus und Selbstverwaltung aufgegeben und sich in der Region von Kidal anzusiedeln. Im Gegenzug hätte die malische Regierung zugesichert, die Entwicklung der sehr armen Region zu beschleunigen und erlaubt es den Deserteuren wieder in die Armee zu reintegrieren.

Von einer Unterzeichnung eines Friedensabkommens wird auch bei Kidal Info gesprochen.

Und ebenso hier:

Mali signs pact with Tuareg rebels

Algiers - Mali signed an Algerian-brokered peace agreement on Tuesday with Tuareg rebels seeking greater autonomy for their northern desert region, witnesses said. mehr...

Viele Grüsse
Alexander
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Gerhard Göttler
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Re: Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Alexander!

Abkommen sind jeweils schnell unterzeichnet! Woran es dann jeweils krankt ist die Umsetzung! Natürlich hat Algerien wieder mal vermittelt, unterdrückt im eigenen Land aber vehement die Berbersprachigen. Nicht nur in der Kabylei, auch im Tuareg-Gebiet. Ähnlich in Mali (um nur von diesen beiden Ländern zu sprechen); die Forderungen der Tuareg im Norden blieben schon nach der letzten Rebellion und nachfolgenden Friedens-Vereinbarungen weitgehend unerfüllt. Dabei maße ich mir kein Urteil darüber an, ob nun diese Forderungen nicht etwa zu weit gehen. Nur, wenn man zunächst solche Abkommen unterschreibt, dann sollte man sich schon auch daran halten, wenn man wirklich ehrlich einen soliden und stabilen Frieden herstellen will. Dass solches in diesen Ländern fast unmöglich erscheint, ist angesichts der Armut einerseits, den rassistischen Gefühlen weiter Bevölkerungsteile andererseits, ihren unablässigen Revanchegelüsten und den zusätzlichen Einflussnahmen politisch interessierter Aus- bzw. Nachbar-Länder leicht verständlich. Liest man häufiger in den verschiedenen Foren (Kidal-, Tessalit- oder Agadez-Online oder so) mit, ist man immer wieder erstaunt, wie schnell da die Emotionen hochkochen, wie aus Hass und Minderwertigkeitsgefühlen eine kaum noch beherrschbare Aggressivität entsteht, Aufhängen, Abstechen, Mitraillieren ... das sind dann schnell die "Lösungswege".

Einen Ausweg aus dieser Problematik sehe ich eigentlich nur in einer zunehmend wirtschaftlich positiven Entwicklung, leider weitgehend ein Traumziel. Sobald es dann wieder "rückwärts" läuft, werden sich die sozialen Spannungen in der Gesellschaft rasch bemerkbar machen. Man denke nur mal an die Schweiz! Solange dort jeder sein niveaugemäßes Auskommen findet, ist alles schweiztypisch ruhig; aber kaum steht eine Rezession am Horizont, schon legen die Jurassen wieder ihre Sprengsätze und fühlen sich von der Berner "Zentralgewalt" vernachlässigt oder übervorteilt. Oder sehe ich das falsch?

Der Gerhard
Alexander
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Re: Tuareg-Rebellion in Mali soll beigelegt werden

Beitrag von Alexander »

Hallo Gerhard,

nein, so falsch liegst du da nicht. Wie wir alle wissen, ist Papier sehr geduldig und besonders jenes, auf dem diese Art von Verträgen unterzeichnet werden. Dennoch hege ich die Hoffnung, daß im Zeitalter des Internets Informationen in einer anderen Quantität und Qualität zur Verfügung stehen, als es noch 1990 der Fall war. Damals erfuhr man nur sporadisch von derartigen Ereignissen in der Tagesschau oder diversen Sahara Reiseführern.
In den zahlreichen Foren (du hattest schon einige aufgezählt) und aus anderen Quellen fließen Informationen heutzutage schneller und sind einem breiteren Publikum zugänglich, sodaß eine bessere Kontrolle der Ereignisse möglich sein sollte. Ob das manch korrupte und sich an die Macht klammernde Regierung interessiert, ist natürlich wieder eine andere Sache.

Solange Regierungen bzw. Regierungsmitglieder in die eigene Tasche wirtschaften und davon gibt es leider genügend Beispiele in Afrika (und nicht nur dort), wird eine wirtschaftliche Entwicklung und eine Bekämpfung der Armut in den entsprechenden Ländern erschwert oder gar unmöglich gemacht.

Dennoch schaue ich anläßlich des unterzeichneten Vertrages zuversichtlich in die Zukunft, auch wenn diese Zukunft noch in der Ferne liegen sollte. Vieleicht sehe ich das zu naiv. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.

Viele Grüsse
Alexander
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