Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Birgitt
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Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Beitrag von Birgitt »

Tunesien ist weltweit fünftgrößter Phosphat-Exporteur, außer ein bisschen Öl und Gas hat der Zehn-Millionen-Einwohnerstaat sonst kaum nennenswerte Rohstoffvorkommen. In den Chemiewerken werden verschiedene Phosphate und Phosphorsäure hergestellt. Diese wird zu Dünger verarbeitet, aber auch zur Konservierung von Lebensmitteln und als Säuerungsmittel in Limonade genutzt. Als Abfallprodukt entsteht dabei Phosphorgips. 13.000 Tonnen des giftigen und leicht radioaktiven Materials leitet eine Fabrik in Gabes im Südosten Tunesiens jeden Tag ins Meer.
Phosphorabbau in Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes
07.05.2013 - tagesschau

Gruß
Birgitt
Bäärti
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Re: Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Beitrag von Bäärti »

... dabei muss man aber schon anerkennen - diese Phosphat-Brühe ist ein richtiges Natur-Produkt. Nicht schön, aber völlig unbehandelt, richtiggehend Natur-pur.

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Wolfgang K
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Re: Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Beitrag von Wolfgang K »

Auch wenn der Artikel interessant ist, muss ich immer schmunzeln was der Herr Göbel für den HR aus der Tunesischen Presse zusammensucht und uns dann von "direkt vor Ort" berichtet.

"Die Sonne versinkt hinter den Palmen der Oase von Chatt Essalam und taucht das Meer in ein helles Gold. Sanft schwappen die Wellen an den Strand am Golf von Gabes. Postkartenidylle - soweit so paradiesisch."

Man spürt förmlich, wie er an der Tunesischen Küste steht. Ganz nah dabei?

"Von Alexander Göbel, ARD-Hörfunkstudio Rabat "

Das ist in diesem Fall - wenn auch dicht an der Fälschung - nicht so schlimm, die Fakten dürften stimmen -zumindest stand es so in der tun. Presse.

Schlimmer wird es wenn er im Zusammenhang mit den Ereignissen am Jebel Chambi (Interessiert hier auch keinen?) vom "Dschihad im Land der Revolution" doziert.
Alles direkt und hautnah aus Rabat - egal merkt eh keiner...
Kuno
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Re: Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Beitrag von Kuno »

Wolfgang, das erinnert mich doch stark an den anderen Vogel von der ARD, der sich damals im Hotelgarten in Zarzis filmen liess und mit dramatischer Stimme ins Mikrophon behauptete, er wuerde "von der Front in Libyen" berichten.

Auch interessant im obigen Artikel ist dies:

"Früher gab es immer Fisch zum Abendessen, wenn die Bauern die Felder gepflügt haben. Das Meer war so nah, dass es die Fische auf die Felder gespült hat."

Wenn das Meer erstmal die Felder überspühlt hat, dann muss der Bauer dort wohl auch nicht mehr pflügen, weil es für Getreide und Kartoffeln dann wohl etwas zu salzig ist.

Und die Fische, die von den Wellen an Land gespühlt werden.... soll man die wirklich noch essen?
Bodensee
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Re: Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Beitrag von Bodensee »

Welche Absichten stecken wohl diesmal wieder dahinter?
http://www.europarl.europa.eu/sides/get ... XML+V0//DE

http://www.recyclingportal.eu/artikel/21789.shtml

Gemäss dieser Seite haben die Spanier angekündigt, die Produktion von Phosphorsäure Ende 2010 zu stoppen...
http://www.fertiberia.es/templates/temp ... L=92&C=619

Im nachfolgenden Bericht aus dem Jahre 2008 heisst es:
„Allein in Florida liegen auf 25 derartigen Deponien rund 1 Milliarde Tonnen radioaktiver Phosphorgips mit einer Belastung von durchschnittlich 26 pCi/g“
Tut mir leid, ich weiss nicht wie gefährlich „26 pCi/g“ sind, das p vor Curie irritiert mich,
Curie ist eigentlich seit 1985 veraltet, man verwendet Bequerel (und kann umrechnen, wenn
man will und weiss was das kleine p für ne Wirkung (Bedeutung) hat...

http://books.google.ch/books?id=X1aarKY ... ps&f=false

Wie es für unsere Enkel sinnvoller und besser ablaufen kann, wird hier beschrieben, dummerweise aus China, also wieder „not invented here“, wohl deshalb nicht akzeptabel....
http://www.chinatoday.com.cn/chinaheute ... n4/p22.htm

Und hier die jüngste Konferenz vom März
http://www.ceep-phosphates.org/Files/Ne ... 3-2013.pdf

Und das sind unsere Sorgen: Der Bodensee ist zu sauber, Fischer klagen:
http://www.badische-zeitung.de/suedwest ... 67999.html
TGerd
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Registriert: Do 20. Sep 2007, 07:52

Re: Tunesien - Die schwarze Brühe von Gabes - Umweltskandal

Beitrag von TGerd »

Bodensee hat geschrieben:„Allein in Florida liegen auf 25 derartigen Deponien rund 1 Milliarde Tonnen radioaktiver Phosphorgips mit einer Belastung von durchschnittlich 26 pCi/g“
Tut mir leid, ich weiss nicht wie gefährlich „26 pCi/g“ sind, das p vor Curie irritiert mich,
Curie ist eigentlich seit 1985 veraltet, man verwendet Bequerel (und kann umrechnen, wenn
man will und weiss was das kleine p für ne Wirkung (Bedeutung) hat...
Radiochemie:
1 pCi >< 0,037 Bq
1 Piko-Curie >< 0,037 Bequerell
1 Ci = 3.7 × 10hoch10 Zerfälle/Sek. Ein Curie entspricht etwa der Aktivität eines Gramms des Radioisotops 226Radium.
Piko > 10hoch-12, ein Billionstel

Klingt nach 'nicht viel', das täuscht jedoch. Immer eine Frage der jeweiligen Exposition.

Radiatorgruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
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