Benin: 680.000 von schweren Regenfällen betroffen
Porto Novo/Genf – Infolge der schweren Regenfälle der letzten Tage in dem westafrikanischen Staat Benin sind nach UN-Informationen weit mehr als eine halbe Million Menschen betroffen. Die Zahl der Toten ist unklar; hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen. UNHCR bereitet humanitäre Soforthilfe vor. In Benin unterhält das UN-Flüchtlingskommissariat ein Büro im Süden und unterstützt von dort aus 7.300 Flüchtlinge und Asylsuchende.
UNHCR-Mitarbeiter haben am Freitag alle Vorbereitungen getroffen, um die Bevölkerung nun schnell zu unterstützen. Dazu gehören konkrete Nothilfe-Planungen wie die Aufnahme der Betroffenen sowie die Verladung und Verteilung von Hilfsgütern.
Zelte und Moskitonetze wurden bereits aus der Region nach Benin gebracht. UNHCR plant, weitere 3.000 Zelte aus seinem Zentrallager in Kopenhagen einfliegen zu lassen. Ferner sollen UNHCR.Mitarbeiter die Logistik und die Abstimmung mit den Hilfsorganisationen vor Ort unterstützen. Hierzu soll das Personal nun aufgestockt werden.
Die Zahl der Betroffenen steigt stündlich an. Insgesamt sind 55 von 77 Destrikten in Benin überflutet, viele Häuser und Straßen sind zerstört. Auch wenn Regenfälle in dieser Jahreszeit durchaus normal sind, so ist die Intensität dieser Niederschläge für westafrikanische Verhältnisse durchaus atypisch und einzigartig.
Die Wettervorhersagen für die Region geben keinen Hinweis auf eine Entspannung der Situation.
Die Flüchtlinge, die von UNHCR im Süden des Landes betreut werden, sind von den Wassermassen bislang nur bedingt betroffen.
Quelle: UNHCR
Grüsse
Alexander