"Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste ausgesetzt"

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dietmar.peter
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"Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste ausgesetzt"

Beitrag von dietmar.peter »

Italien 2011 186.JPG
Plakate zur Ausgabe der "BZ-Die größte Zeitung Berlins" vom 19. Juni 1991


BERICHT FOLGT !

Mit Gruß
dietmar

Italien 2011 183.JPG
Dietmar Peter
Stefanie
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Re: "Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste aus

Beitrag von Stefanie »

Hi Dietmar Peter,
ich erinnere mich, dass es hier in der Weissen Wueste mal so eine Story gab. Das muss etwa um die Zeit gewesen sein. Da haben 2 "rivalisierende" Tourismus-Ikonen am Ort sich gegenseitig die damals wenigen Touristen streitig zu machen versucht und Geschichten inszeniert bzw aufgebauscht ...
Ich kriege sie heute nicht mehr ganz zusammen! Allerdings erinnere ich mich, dass ich zu Beginn furchtbar entsetzt war, spaeter dann "leise" laecheln musste... Die Touristen haben sicher die Situation damals nicht richtig verstanden und hatten panische Angst, was zu Aufregung fuehrte.
Damals gab es noch nicht viele Autos, die in der Wueste arbeiteten. Wenn zB. das Benzin ausging (was eigentlich nicht vorkommen sollte, aber...), ging der Fahrer los um Hilfe zu holen. Das dauerte schon mal laenger, da die Strasse noch lange nicht so ausgebaut war wie heute. Wenn dann die Touristen und die Fahrer sich nicht verstaendigen konnten (Englisch ist heute noch nicht so gut und selbstverstaendlich fuer jeden), dann gab es schon mal Fehlinterpretationen. ...und das mit den verbundenen Augen hat dann die Presse dazugedichtet!
Ich erinnere mich, dass ich sogar in einem Reisefuehrer (welcher, weiss ich nicht mehr) darueber gelesen habe.

Ich weiss nicht genau, ob es die Geschichte ist, die sich hinter der Schlagzeile verbirgt, trotzdem habe ich schon ein paar "alte Hasen" angefragt... und warte auf die Antworten.
Vielleicht hat ja der ein oder andere "alte Huestenhase" aus dem Wueschi ein paar Infos dazu...?!
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
dietmar.peter
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Re: "Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste aus

Beitrag von dietmar.peter »

Hallo Stefani,
danke für Deine Erwiderung und den Einstieg in die Sache: -aber es betrifft mich und meine Frau; es ist unsere Geschichte!
Trotz der "Sahara-Erfahrung" ist es dann bei der 25.ten (!) Sahara-Durchfahrt passiert.
Mit bestem Gruß
dietmar
Dietmar Peter
Stefanie
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Re: "Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste aus

Beitrag von Stefanie »

Hi Dietmar,
danke fuer die Info!
Gut, dass es Euch gut geht - und ich bin gespannt auf eure Geschichte!!!

(Da ich mich aber wieder an "unsere alte Geschichte" - die wohl nach ersten Aussagen frueher stattfand - erinnert habe, werde ich auch da weiter Informationen zu sammeln versuchen...)
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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Alexander
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Re: "Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste aus

Beitrag von Alexander »

dietmar.peter hat geschrieben:aber es betrifft mich und meine Frau; es ist unsere Geschichte!
dietmar
Hallo dietmar,

wann erzählst du uns deine Geschichte? :wink:

Grüsse
Alexander
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dietmar.peter
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Re: "Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste aus

Beitrag von dietmar.peter »

Hallo,

danke für Euer Interesse an meinem Bericht an unserem durchlebten Überfall in der Sahara im Jahre 1991.
Ich hatte ihn bereits aktuell im Sahara-Info 3/91 vom 11.08.1991 veröffentlich und gehe davon aus, daß er auch für die "Nachgeborenen" von Interesse sein könnte. Denn seit diesen Ereignissen im Sahararaum ist die Leichtigkeit des Reisens vorbei -nicht nur in diesen Regionen.
Für uns ist es der zwanzigste Jahrestag!
Die Berichte von Alexander aus seinen Einsamkeiten haben mich sehr berührt und etwas hochgebracht, was ich lange für überwunden wähnte: das Ausgeliefertsein......

Gruß
dietmar
Dietmar Peter
Alexander
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Re: "Berliner Ehepaar mit verbundenen Augen in der Wüste aus

Beitrag von Alexander »

Hallo Dietmar,

es sind leider immer diese geraden Zahlen in Kombination mit Ereignissen, die einen an längst Vergessenes erinnern lassen. Besonders die traumatisierenden Erlebnisse sind es, die einen immer wieder einholen.

Für einen, der das noch nicht erlebt hat, kann es nur ein Versuch sein nachzuvollziehen, was man in einer Situation des Ausgeliefertseins durchmacht. Ich kann mir vorstellen, dass man eine Gefühlspalette zwischen Ohnmacht und Wut durchmacht. Oder welche Gefühle und Gedanken hegt man wirklich in so einer Situation?

Einsamkeit, wie bei einer Wüstenwanderung kann etwas sehr schönes sein. Alleine mit sich, seinen Gedanken, Gefühlen und der Umgebung, in der man sich aufhält. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass Einsamkeit auch etwas nagendes sein kann, was einen auffrisst, wenn man nicht aufpasst..

Grüsse
Alexander
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dietmar.peter
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ÜBERFALL IN SAHARA AM 08. MAI 1991

Beitrag von dietmar.peter »

Eine Erfahrung der anderen Art oder das Ende der Gastfreundschaft ?
(erstmals geschrieben in "Sahara-Info-Das Magazin des Sahara-Club e.V" - 3/91- vom 11.08.1991)

Es war nicht der Golfkrieg, der verunsicherte und Ängste bei der relativ kurzen Planung der diesjährigen Afrikareise aufkommen ließ.
Denn durch zahlreiche Reisen mit dem eigenen Fahrzeug in den Großräumen Algerien, Mali, Mauretanien und Senegal war uns die Mentalität der dortigen Landbewohner hinreichend bekannt. Aggression und Fanatismus, die die Typologie des Stadtmenschen kennzeichnen, konnten Jahre hindurch in den spärlich bewohnten Einsamkeiten nicht ausgemacht werden.
Vielmehr sorgten uns die im „Sahara-Info 1/91“ gemeldeten und durch einen „Spiegel-Artikel“ aktualisierten „Unruhen“ und „Rebellionen“ von Gruppen der Tuareg, die die Durchgangszonen nach Schwarzafrika besiedeln.

Ob in den Regionen des Hoggar und Tassilis, der Strecke Tam -Timiaouine, von Tiggiuida- n-Tessoum, Tchin-Tabaraden und Tahoua oder in den westlichen Gegenden um Timbuktu – immer begeisterten diese Menschen in ihren sonnenverbrannten, lebensfeindlichen Landschaften durch ihre überkommenden Daseinsformen.
Wessen Herz ist nicht höher geschlagen bei der Annäherung an die über die Ebenen dahingesetzten Wohnstätten, die auch den starken Sandstürmen widerstehen und meist in der flimmernden Hitze langsam erkennbar werden.
Sichtbar werden zuerst die Frauen in ihren schwarzblau-gefärbten Baumwollkleidern, oft weit ab, in den Queds, wo sie das Holz sammeln oder den immer hungrigen Ziegen die tägliche Ration an grünen Blättchen von den Dornenbäumen herabziehen- meist aber an den Zelten, wo die Kleinen behütet und die Größeren beschäftigt werden müssen. Die Pracht aber entfaltet sich an den Männern, die bereits in der Frühe an den wenigen Brunnen der Gegend das Wasser für die Tiere hochziehen: in dem kunstvoll gelegten Gesichtsschleier und in den von den hochgewachsenen Körpern herabwallenden Gewändern, die durch den Gurt in der Mitte gehalten und an dem Schwert oder Messer gebunden sind.

Allzu leicht ließ der kühlenden Fahrtwind des Geländewagens vergessen, welchen Nöten diese Menschen in ihren Stoff- und Lederzelten täglich ausgesetzt sind.

Gewiß ist der Morgen im Bergland des Adra Iforas wohltuend angenehm, aber bereits gegen 11 Uhr steht die Hitze in den bergumrandeten Tälern, brennt die Glut der Sonne in der Gegend um Timbuktu, reflektiert durch den weißen Sand der Dünen, bereits bei ihrem Aufgehen.

Wie lange eigentlich noch werden diese Menschen es sich gefallen lassen, haben wir uns immer wieder gefragt. Die Gastfreundlichkeit dieser „Herren der Wüste“ verbietet es, dem Fremden die Verbitterung über die vorzufindenden Verhältnisse offen zu zeigen.
Pfadfinderromantik und Gefühle von Freiheit sind hier fehl am Platz, Leben bedeutet hier Wasser und Medizin- beides ist nahezu nicht vorhanden. Man weiß sehr genau zwischen Tessalit, Timbuktu und Gao, daß die ethnisch größte Gruppe Malis, die Bambara, durch den Präsidenten mit Wasserpumpen fast verwöhnt worden ist. Fährt man durch die Dörfer, kann man oft bis zu drei Pumpen auf kleinstem Raum vorfinden. Geschenke aus Südarabien- keine einzige hat den Weg in die sandigen Nordgebiete gefunden.

Man wird sehr sensibel, je öfter die Fahrt in die Einsamkeiten geht und je länger man darin verweilt –sensibel für die Natur, die Menschen und vor allem für Gefahren.
Es verbleibt wenig, um etwas Sicherheit zu erhalten – die Dunkelheit, der Berg, der Busch und manchmal nur eine Senke in der ebenen Landschaft.

Wir haben sie niemals benötigt, aber immer von ihnen Gebrauch gemacht: Steinhäufchen gesetzt, um den Scheinwerfern nachts den Weg zu weisen, das Gelände herum genau erkundet oder bis in die Dämmerung hinein gefahren, um den Gefahren keinen unnötigen Hinweis zu geben.

Flucht ist aussichtslos, wohin denn auch…! Gefahren bedeuten dort immer auch Tod; beides kann voneinander nicht getrennt werden. Tod gehört dort zum Leben. Unverhofft tritt er auf – und ich war mir ganz sicher, als der PKW in Sichtweite vor mir erschien…

Er war einfach da, hervorgestiegen aus der Landschaft, deren rötliche Kiesebenen nördlich Tessalit am Nachmittag weit einzusehen sind. Leicht welliges Gelände, das kaum ein Versteck bietet.
Nicht, daß Körper und Geist sich urplötzlich aufbäumten – keine Änderung im Denken, im Verhalten, was auffällig wäre: es war die Starre, die den Wissenden befällt. Nur der Blick heftet sich fest an das Erwartete. Zu schnell verbindet sich das Leben mit dem Tod!

Nicht willkürlich, aber spürbar erhöhe ich die Geschwindigkeit des Landrovers, dessen Federblätter wegen der Last nicht mehr derart gestreckt sind wie auf der Hinfahrt von Algerien über Tessalit nach Gao und von Segou dann über die Felder und von Nioro hinunter und wieder hoch in den Senegal, bei der 400 Liter Benzin, 120 Liter Wasser und eine Menge an Ersatzteilen getragen werden mussten. Und dennoch gibt die Piste nicht mehr her, wird steinig, löchrig viel zu wellig…Der Volvo Caravan ist hinausgefahren in die Ebene, von wo aus seine Scheinwerfer aufblinken. Die Schnelle des Landrovers wird gebremst durch das Schlagen der Lenkung und das Krachen der Karosserie. Fast spielerisch ist der Volvo wieder heran – 100 m hinter mir – 10 m seitlich versetzt –im Rückspiegel sichtbar: kein Nummernschild, die Front und die Haube mit Fett bestrichen, dessen angeklebter Sand die Tarnung erhöht.
„A U S „
Ich brauche es nicht zu denken, es ist Gewissheit. Ich muß anhalten, sage ich zu Waltraud. Der Landrover kommt zum Stehen – es sind 45 Grad Celsius und 16 Uhr. Die sich nach Westen neigende Spätnachmittags-Sonne sticht in das Seitenfenster, blendet, als ich mit gekniffenen Augen aus dem Wagen steige. Waltraud kommt von der anderen Seite.

Der Volvo ist bereits parallel und beim Stoppen springen aus den Hintertüren zwei Männer in Militäruniformen, reißen ihre Gewehre hoch und zielen direkt auf uns, während sie hin-und herspringen und dicht vor uns stehenbleiben.
Der Blick ist gebannt, gerichtet auf den Lauf, die Mündung – die Männer verschwimmen, kaum mehr wahrnehmbar.
Ein jähes Erschrecken, als plötzlich zwei andere da sind, Tuareg, uns die Augen mit einem Tuch fest verbinden.
Oh Gott, warum…?

Die Gedanken sind verschwunden, der Geist hat aufgehört, tätig zu sein. Obwohl er in solchen Situationen gefordert ist: kein Tip, keinen Hinweis, keinen Ausweg zeigt er auf. –Stille !- Er hat schon abgeschaltet !

Sie schieben uns auf die Rückbank des Volvos und durch den Schlitz meiner Augenbinde sehe ich, daß ein weiterer Tuareg am Steuer des Wagens sitzt, der den Motor hat nicht ausgehen lassen. Die Gewehre kommen wieder und der eine zwängt sich mit auf die Rückbank während sich der andere auf den Beifahrersitz setzt.
Während der Wagen mit durchdrehenden Rädern anfährt, sage ich etwas, leise, nicht verstehbar.
Ich spüre Waltraud rechts und links das Gewehr.
Mit hoher Geschwindigkeit fährt das Fahrzeug in die Ebene hinaus und durch die Bewegungen der Körper und durch die Bilder der hin-und hergeworfenen Landschaft, die ich durch den Sehschlitz wahrnehme, kann ich erahnen, wie der Fahrer das Lenkrad ständig nach links und rechts bewegt.
Nach 3-4 km stoppt der Wagen ruckartig. Die Männer springen hinaus, die Läufe der Gewehre geben Zeichen vorauszugehen, zeigen, sich hoch- und herunterbewegend in die Richtung eines schmalen Queds, dessen mit Grasbüscheln bestandener heller Weichsand sichtbar von der kiesbedeckten rötlichen Landschaft ringsherum absticht.

Obwohl der Geist die Tätigkeit eingestellt hat, erfassen Reste von ihm blitzartig den Grund für die mit uns ablaufende Aktion: Dort ! – Im Weichsand dort soll es enden !
Nur diese Feststellung kommt, sonst nichts. Weder Bilder, Gedanken, Panik, Angst…
Selbst diese nochmals erkannte Eindeutigkeit des Geschehens kann das erstarrte Bewusstsein nicht erwecken. Ein weiteres Mal heißt die Eindeutigkeit: Tod !

Unbarmherzig treiben uns die Gewehre an die Stelle, deren Wasser noch vor kurzem Leben gebracht und erhalten hat. Ich blicke mich mehrmals um und fast leicht durchschreiten wir die 50 m, bis sich der Weichsand beschwerlich unter den Füßen bemerkbar macht. Ich gehe wohl schräg versetzt langsam rückwärts weiter…kann deshalb das schlagartige Niederschlagen des Gewehrs als Zeichen des Hinhockens sofort erkennen. Das Ende des Weges ist erreicht !
Und als beim Niederkauern das Gewehr mehrmals hochgerissen und anvisiert wird – während das rechte Auge durch die etwas herabgerutschte Augenbinde den Lauf des Gewehres blinzelnd anfixiert- bemerkte ich, wie ich willkürlich den Atem anhalte. Eine Reaktion des Körpers auf den erwarteten Schmerz… - Sekunden vergehen, vielleicht eine Minute oder zwei --- und als das Atmen leicht fühlbar wieder einsetzte kommt mit ihm die Anspannung, die die bis dahin verspürte Leichtigkeit verdrängt – die Augen kneifen sich zusammen und die Zähne beißen aufeinander, schmerzhaft empfunden – und so etwas wie Verdrießlichkeit macht sich breit: wo bleibt denn der Schuß, die Verletzung, was ist denn los…? Gedanken, die entfernt und ganz verschwommen aufsteigen und fast die Sehnsucht nach dem erfahrenen Tod vermitteln.

Das Leben scheint zurückzukehren mit dem kleinsten Funken Hoffnung. Und mit dem Leben kommt die Angst. Wo ist Waltraud ? Zwei oder zwanzig Meter neben mir- ich weiß es nicht, kann nicht ertragen mit anzusehen, wenn sie zuerst erschossen wird.
Herr Gott, warum nur ?
Die Stimme die plötzlich und laut über mich hereinbricht, kommt von vorn und erschreckt. Ich habe nicht verstanden… was ist denn noch…? Ich möchte es herausschreien und komme langsam hoch, um nachzufragen und streiche beim Aufstehen die Augenbinde hinunter:
der Blick erfasst die ganze Szene –: vor mir der Tuareg, zwanzig Jahre, das Gesicht verschleiert, die Augen bedeckt mit meiner Sonnenbrille, die Patronengurte gekreuzt umgehängt –das Gewehr im Anschlag gehalten. Dahinter unser Landrover, Sachen liegen schon herum, einer ist auf dem Dach, ein weiterer im Innenraum.
Waltraud steht weiter drüben auf meiner Höhe.

Wieviel Geld wir dabei hätten, will er wissen. Ich erkläre ihm, daß wir auf der Rückreise seien und reiche ihm die Brieftasche mit 4.500 FF, der Rest sei im Landrover, sage ich.
Schweigen folgt…Die Sonne brennt auf den Rücken, das T-Shirt klebt naß auf der Haut – Unruhe ergreift den Körper und angstbesetzte Gedanken hasten durch den Kopf, kommen blitzartig ins Bewusstsein: Gott, ich muß etwas tun – handeln – was mache ich falsch? – muß ich schreien, weinen, um das Leben flehen ? – vielleicht weglaufen…?! Dieser Gedanke verfestigt sich für Sekunden, kommt immer wieder, sucht augenblicklich den Körper zu aktivieren – weglaufen, solange noch Zeit ist…! Aber Waltraud? Nein, nicht weglaufen, es geht nicht. Oh Gott, Waltraud, warum – ich habe es nicht gewollt, nicht gewusst.
Es waren Warnungen da – der Fährmann in Gao oder der Toyotafahrer, der zu mir kam und sagte, fahr über Agadez, es ist besser – oder die beiden Polizisten am Ortsausgang von Gao, die besorgt waren, als wir weiter nach Norden fahren wollten: „Es ist gefährlich, es gab Überfälle, auch auf Touristen – ja, hier 100 km entfernt in dem verlassenen Ort vor Tabankort sei eine französiche Familie mit Kindern erschossen worden – Du fährst auf eigene Gefahr! Viel Glück –bonne chance !

Es war spät geworden und zum Nachdenken blieb nicht viel Zeit… Wie oft hatten doch die Schwarzafrikaner in Mali vor den „Banditen“ dort oben gewarnt, konnten nicht fassen, daß wir die Strecke bereits ein Dutzend Mal gefahren sind, hin und zurück. Wir hatten sie immer verteidigt und Verwunderung und Missfallen als Reaktion erhalten.

Der Chef der Polizeistation in Gao gab den Ausschlag zur Weiterfahrt; nein, gefährlich ist es nicht, erklärte er freundlich, obwohl wir ihn bei der Erfrischung am Wasserhahn im Innenhof der Bank kurzfristig stören mussten.
Auch Ali in Tabankort sagte lediglich, daß es für Mali eine sehr schlechte Zeit sei und auch Luth in Tessalit war als Tuareg wie immer wortkarg und zurückhaltend. Nur Madam Baya, die jahr-ein-jahr-aus unter ihrem schattenspendenden großräumigem Zelt vor ihrem Restaurant lag –umgeben von ihren Kindern und deren Abkömmlingen –bemerkte plötzlich und fast beiläufig: " Dort ! Das sind Rebellen !" – Ich war verdutzt und sah drei Tuareg aus einem Toyota steigen und die steile Treppe zum Polizeitempel hochlaufen. „Ja das sind Rebellen!“ Damit war das Thema erschöpft und ich war erleichtert, als der Toyota in die entgegen gesetzte Richtung wegfuhr.
Kein Wort, keine Warnung vor der Weiterfahrt – und es waren Bekannte, denen wir hier jahrelang begegneten.

Das Schweigen wird unerträglich… Die Augenbinde hat etwas Beruhigendes, verbindet die Wirklichkeit und macht aussichtslos – die Sicht jedoch bringt die Hoffnung wieder –nun das Gegenteil: das Licht zeichnet kontrastreiche Bilder des schrecklichen Geschehens. Die Ängste verstärken sich mit jeder Regung des Gegenübers, mit jeder Bewegung des Gewehrs. Es kann nicht sehr lange dauern, bestimmt tut es nicht weh, er wird zielen und schießen, mit dem Gewehr trifft er immer –vielleicht passiert Waltraud nichts, vielleicht. Er nimmt keinen Blick von uns, der Landrover ist vollkommen ausgeräumt – es gibt nichts mehr zu tun. Die anderen vier stehen um das Auto, die weiteren 2.000 DM sind auch gefunden –das einzige was noch stört –sind wir !

Ich schließe die Augen und die Stille lähmt das Denken. "Gott, wo bist Du…? " –halblaut fast hörbar dahingesprochen hat das Unterbewusstsein die Stimme verselbständigt.
D a s k a n n d o c h n i c h t s o e n d e n !

Ich rede und spreche ihn an, erkläre, daß wir Freunde sind und auch solche unter den Touareg haben. Im letzten Jahr sind wir mit einem Touareg-Führer von Tessalit direkt nach Timbuktu gefahren. Es war ein guter Mann, kennst Du ihn? er wohnt in einem Zelt nahe der eingebrochenen Brücke hinter Tessalit… - keine Antwort !
Ich frage Namen ab – er schüttelt den Kopf, kennt er nicht. Und plötzlich fragt er, wo der nächste Ort sei. Ist da Militär? Eine kleine Unterhaltung bahnt sich an. Waltraud muß am Landrover etwas zeigen, das Dachzelt ist noch nicht durchsucht, langsam werden Sachen wieder eingeräumt. Der Fahrer ruft mich heran und erstmals nach über zwei Stunden kann ich das Fleckchen Weichsand verlassen. Er sucht den Fahrzeugschein und herrscht mich an –alles ist zerwühlt und liegt herum. Ich weiß nicht , wo er ist. Mach schnell ! Ihr habt eine Chance ! Wo ist der Fahrzeugschein ? Ich krieche am Boden und suche eine Viertelstunde und der Schweiß rinnt mir von der Stirn. Er nimmt den Schein und das carnet de passage -kommt dann zurück und sagt: „Packt eine Tasche mit Sachen, zum Anziehen, Essen und Trinken, schnell, schnell! „ Wir können vom Boden auflesen, was wir wollen. Wir nehmen das trockene Baguette, ein paar Dosen Oelsardinen, Hose und T-Shirt. Auf Befragen können wir eine zweite Reisetasche vollpacken- auch einen Zwanzig-Liter-Wasserkanister und einen Fünf-Liter-Wasserkanister können wir nehmen und hinten in den PKW stellen.

Wenn sie uns irgendwo aussetzen, können wir mit fünfundzwanzig Litern Wasser ein paar Tagte durchstehen. Aber warum lassen sie uns nicht einfach hier?
Bis Tessalit sind es fünfzig Kilometer, die würden wir schaffen. Warum wollen sie uns wegfahren? Zwei Männer bleiben beim Landrover. Wir müssen einsteigen. Der Fahrer und die zwei mit den Gewehren kommen mit. Ich sitze vorne und Waltraud hinten zwischen den zwei Gewehren. Mit Vollgas fährt der Wagen an und schießt über die Ebene. Die Sonne ist bereits verschwunden und augenblicklich muß es dunkel sein.
Aussetzen ist kurz angedacht worden, das Zusammenpacken der Taschen doch eher ein Beruhigen –wegfahren um auszusetzen ? – sinnloses Handeln.
Viel näherliegend: sie fahren uns weg vom Tatort und erschießen uns in der Dunkelheit –das gibt einen Sinn!

Es ist stockdunkel und der Wagen fährt mit 120 km/h über die Piste, dann wieder hinaus, während der Fahrer zeitweise das Licht vollkommen auschaltet. Die Bodenwellen und das ständige Aufsetzen des Wagens lassen ihn scheinbar unberührt. Wir sprechen kein Wort bis ich Mut fasse und zu dem Fahrer sage: „Danke, Monsieur. Sie sind sehr freundlich. Sie sind keine Banditen!“ Nach weiterem Schweigen greift seine Hand eine Casette – und nachdem er die Handgranate von dem Ascher genommen hat und nach hinten reicht, schiebt er sie in den Rekorder: Touareg-Musik, die etwas beruhigt und die beklemmende Stille auflöst.

Die Gedanken kreisen weiter um das Sterben – Hoffnung kommt nicht auf – ich bin leer und ausgebrannt, gedankenverhangen: Todesangst in der vierten Stunde ! Bei jedem Abbremsen kann es soweit sein.

Und plötzlich- nach einer Stunde Fahrt- hört das Bremsen nicht auf.
Die Sinne sind hellwach. Der Wagen steht. Das Licht, der Motor wird ausgeschaltet. Im Dunklen hören wir die Stimme des Fahrers: " AUSSTEIGEN !" Und während mich ein furchtbares Entsetzen überkommt, schreit Waltraud hinter mir auf, ganz kurz, gefühlsgeladen – und es ist wie eine Rückkopplung meines inneren Erschreckens. Ein Laut und ein Moment, den ich nie vergessen werde-.
Ein weiteres Mal ist es soweit: Tod –etappenweise. Und ich bin nicht bereit auszusteigen. Vielleicht sollte ich mich an den Sitz klammern, ich weiß es nicht. Hoffentlich tun sie Waltraud nichts. Der Aufschrei ist sekundenalt und noch in den Ohren, als der Fahrer sich zu mir wendet und sagt: „Warum schreit die denn so. Wir erschießen Euch doch nicht! Steigt aus!“ – Hat er die Starre gefühlt, die über mich gekommen war ?– aber warum sagt er das? Es bleibt keine Wahl.

Benommen steigen wir aus. Der Fahrer hat schon eine Decke ausgebreitet. Setzt Euch und erholt Euch etwas. Er bringt kaltes Wasser. "Eßt etwas." –Wir bringen keinen Bissen hinunter. Und als wir aus dem sackleinenumwickelten Mobiloelkanister das kalte Wasser in kleinen Schlucken hinuntertrinken, pumpen sie den Reifen auf, der Luft gelassen hatte.
Und das erste Mal kann ich zu Waltraud etwas sagen: „Du, ich glaube, wir haben eine Chance…“
Das Einsteigen ist fast wie eine Befreiung. Wir fahren weiter und der Fahrer sagt: „Ja, wir sind keine Banditen, wir sind Rebellen! Noch vor ein paar Wochen haben wir Kasernen angegriffen und gegen das Militär gekämpft. Wir haben dann Zusagen bekommen, Aber alles leere Worte. Es hat sich nichts geändert. Wir verhungern und sterben weiter. Wir bekommen keine Arbeit, wenn wir in die Städte gehen, wir haben kein Geld. Unsere Familien sterben. Wir haben keine Medizin und Wasser müssen wir oft aus zwanzig Kilometern heranholen.! –Ich sage, daß wir die Probleme seit Jahren kennen und selbst mit unseren kleinen Möglichkeiten helfen: “ ich habe jedes Jahr Säcke mit Bekleidung und Augentropfen sowie Salben mit. Auf der Hinfahrt habe ich vor Aguelhok an einem Zelt vier Autoschläuche, die als Wassersäcke dienten, repariert.“ Eine kleine Unterhaltung beginnt mit gebrochenem französisch. Und fast unglaublich erwidert der Fahrer nach einer längeren Pause: „Monsieur, entschuldigen Sie bitte, Monsieur, excusez-moi! Wir tun es nicht für uns selbst sondern für uns alle. Wir nehmen jetzt Autos und Geld, sonst ändert sich unsere Lage nicht. Wir arbeiten für unseren Chef.“ Und wir kommen ins Plaudern. D a s i s t d i e R e t t u n g , denke ich bei mir. Wir haben bestimmt die Chance, am Leben zu bleiben, Der Mann klingt gut und hat gute Gedanken. Ich habe wirklich das erste Mal Hoffnung. Ich traue mich zu fragen „Monsieur, es ist ein großes Malheur für mich und auch für Dich! Ich habe alles verloren aber Du hast einen Freund überfallen und beraubt!“ Er schweigt und nach einer Pause sagt er : „Bitte, Monsieur, entschuldigen Sie“- „Allah sei mit Dir und viel Glück für Eure Sache,“ entgegnete ich. Die Situation ist unwirklich, unfassbar.

Feuerstellen zur Linken und zur Rechten, irgendwo muß ein Ort sein, denke ich. Und da erscheinen auch von vorn zwei grelle Lichter, drei, vier, fünf…das muß Bordj Moktar sein. Ich erkenne die Lichter! Nur nicht abbiegen, weiterfahren, weiterfahren, kommt Gedanke auf Gedanke in mir hoch. Bloß jetzt kein Auto, kein Militärfahrzeug. Die Lichter kommen deutlich näher, verschwinden in einer Senke, aber die Richtung stimmt. Weitere Lichter- der ganze Ort. „Wir müssen Euch hier absetzen, es sind noch fünf Kilometer, das ist nicht weit,“ sagt der Fahrer, wir können nicht weiter heranfahren, da ist Militär. „Ja, ja," stottere ich -“keine Umstände, danke Monsieur“ Der Wagen hält. Sie stellen unser Gepäck und den zwanzig-Liter-Kanister in den Sand, steigen ein, fahren etwa 50 m und halten noch einmal. Obwohl eigentlich nichts mehr passieren kann, kommt erneut Beklemmung auf. Der Fahrer steigt aus, kommt heran und drückt mir die Hand und wiederholt seine Entschuldigung. Dann sagt er noch drei, vier Sätze, die ich nicht verstehe. Ich muß gestehen, daß ich ihn fast umarmt hätte. Gewiß werde ich ihn in den nächsten Jahren irgendwo wiedertreffen und ich bin mir heute schon gewiß, daß er ein guter Freund werden wird.

Die fünf Kilometer torkelnd durch den Sand war die schönste Wegstrecke unseres Lebens. Gegen Mitternacht kamen wir an dem Polizeiposten und am Zoll an. Eiskaltes Wasser und Gulasch brachten uns ins Leben zurück.
Die Algerier, die wir auf dem kleinen Campingplatz antrafen, mussten auch zurück und haben sich liebevoll um uns bemührt. Sie haben uns in dem Sahara-Bus nach Adrar begleitet und interessierte Mitfahrer von mir einfühlsam abgehalten, als sie merkten, daß ich auf deren Fragen, ob mir in Mali etwas passiert sei, nur mit Weinkrämpfen antworten konnte.

Dietmar Peter

Alana Wüstenbild löschen 313.JPG
Dietmar Peter
Alexander
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Re: ÜBERFALL IN SAHARA AM 08. MAI 1991

Beitrag von Alexander »

Hallo Dietmar Peter,

du schilderst dein Erlebnis spannend und sehr emotional.

Je weiter ich in deinem Bericht las, umso hilfloser kam ich mir vor. Ich habe nicht versucht, mich in deine Lage zu versetzen. Es geschah ganz automatisch. Die Verzweiflung, die sich immer mehr aufbaut. Die Fragen, die man sich stellt. Die Sorge um den Lebenspartner.
Immer wieder der Gedanke: jetzt geschieht es, jetzt ist es soweit…

Und dann die Erlösung…

Ein Erlebnis, dass man nicht vergisst. Ich verstehe, dass die Erinnerungen in dir nach 20 Jahren wieder wach werden. Ich kann es gut verstehen.

Danke, dass du uns an deinem Erlebnis und Gefühlen teilhaben lässt.

Grüsse
Alexander
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Turi
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Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: ÜBERFALL IN SAHARA AM 08. MAI 1991

Beitrag von Turi »

Hallo Dietmar
Habe deine Schilderungen immer wieder lesen müssen, erzeugt in mir eine innere Beklemmung, Ohnmachtsgefühle, Wut und trotzdem ein gewisses Verständnis für deren Handlung.
Dein Bericht ist wahrlich voller Emotionen , ich versuche eure Ängste und Gefühle in den Momenten der Unsicherheit nachzuvollziehen, es gelingt mir nicht.
Es ist schwierig sich eine solche Situation vorzustellen oder sich reinzudenken.
Das sind Grenzerfahrungen, die man niemandem wünscht.
Andererseits wäre es von Interesse, wie man selber in so einer Situation reagiert und agiert.
Ich hoffe nur, Ihr habt das Ganze halbwegs verdaut, auch wenn es immer wieder hochkommt.
Wünsche Euch, dass Ihr trotzdem noch Reisen in die Wüste unternehmen könnt, ohne ständig in Angst leben zu müssen.
Seid Ihr jemals wieder in die Gegend gekommen?

Danke für die beeindruckenden Schilderungen.
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Wulf SW
Beiträge: 4
Registriert: Mi 16. Apr 2008, 18:43

Re: ÜBERFALL IN SAHARA AM 08. MAI 1991

Beitrag von Wulf SW »

Es ist schwierig, angemessen zu dem schlimmen Erlebnis Stellung zu nehmen. Es macht betroffen, dennoch kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Seit der Annulierung der Wahlen in Algerien und spätestens seit Al Kaidas Ausbreitung in Sahel/Südsahara sollte eigentlich jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein, dass diese Art des Reisens beendet sein sollte. Es gibt irgendwo im Internet, ich weiß nicht mehr wo, eine ständig aktualisierte Karte über "Al-Kaida-Land". Die sollte man ruhig ernst nehmen. Was muss eigentlich noch passieren? Ich bin nach 28 Saharadurchquerungen zwischen Mauretanien und dem Roten Meer damals ein letztes Mal durch die in Mali bereits gesperrte Tanezrouft gefahren - allein und auf eigenes Risiko - weil ich irgendwie nach Hause kommen wollte. Danach habe ich den Toyota LC verkauft und reise anders: Mit Flugzeug und Fahrrad in den Süden; ich mache jedes Jahr eine 4-8-wöchige Radtour (Ghana, Togo, Benin ,Burkina), meide aber die grenznahen Zonen nach Norden.Ich muss sagen, diese Art des Reisens - per Fahrrad (inzwischen mit E-Bike, das dürfte mit über 70 Jahren wohl auch erlaubt sein) ist eine Art des Aktivreisens, die ich - auch bei günstigeren politischen Verhältnissen - nicht wieder mit dem "Passivreisen" im komfortablen LC tauschen möchte. Und sie bleibt ungefährlich. Der "Überfall in der Sahara" scheint 20 Jahre zurück zu liegen, falls ich das richtig gelesen habe. Dennoch klingt er wie von gestern. Ich kann nur hoffen, dass alle, die mit einer Saharadurchquerung liebäugeln, daraus ihre Lehren ziehen, das besser zu unterlassen. Dann macht der Bericht auch nach 20 (!) Jahren noch Sinn.
Wulf Schmidt-Wulffen, Hannover
dietmar.peter
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Re: ÜBERFALL IN SAHARA AM 08. MAI 1991

Beitrag von dietmar.peter »

Hallo Wulf,
danke für Deine Erwiderung. Wann es war steht in der Überchrift: 1991 !-da gab es noch kein Internet und die Leichtigkeit des Reisens war da noch gegeben.
Ja, mein Anliegen ist es -und das war der Grund, daß ich den Bericht nocheinmal eigestellt habe, nach 46 Fahrten mit Auto nach und durch Afrika, auf die Gefahren hinzuweisen, die heute Reisen mit sich bringen können. So mancher, den ich getroffen habe, ist ohne jedes Bedenken unterwegs obwohl die Gefahren überall vorhanden sind. Und es passiert regelmäßig dort, wo man es nicht erwartet...
Mit Gruß
dietmar
Dietmar Peter
dietmar.peter
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Re: ÜBERFALL IN SAHARA AM 08. MAI 1991

Beitrag von dietmar.peter »

Hallo,

und so hatte es die "Berliner Zeitung" dargestellt:

17.06.2012 15-01-57_0004.jpg
Dietmar Peter
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