Dieser wunderschöne Reisebericht wurde von Werner Lenz zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank Werner
Nachdem alle wichtigen Vorklärungen (Teilnehmer, libysche Agentur, ägyptische Agentur, Ziele) bis Anfang des Jahres standen, ergaben sich dann Schwierigkeiten in Ägypten mit der Ausstellung der Permits wie auch in Libyen mit der Durchreisemöglichkeit.
Als aus Ägypten dann die erlösende Botschaft (Permits liegen vor) kam, entstand bei einem Treffen die Idee, für die Anreise (und im Notfall auch für die Rückreise) den Weg über die Türkei, Syrien und Jordanien zu wählen. Genau so starteten wir auch unsere Reise.-
Am 12.03.2010 starteten wir mit 4 Autos und 5 Mann/Frau und fuhren über Österreich-Ungarn-Serbien-Bulgarien-Türkei-Syrien-Jordanien bis Aqaba am gleichnamigen Golf. Dort setzten wir (Preis = 235,-US$/Auto+70,-US$/Person) mit einer recht ordentlichen Fähre nach Nuweiba/Ägypten über.
Hafen von Aqaba

Fähre „Queen Nefertiti“

Die Einreise nach Ägypten gestaltete sich dann etwas schwierig (9h), da die Vollmachten für die Fahrer 2-er Autos, die nicht gleichzeitig Besitzer waren, nicht sofort anerkannt wurden. Nach einem längeren Gemache incl. Aktivitäten des lokalen Automobilclubs wurde dieses Problem geklärt und wir konnten einreisen. Die Landschaft des östlichen Sinai entschädigte dann etwas für alle diese Querelen.
Der Ahmed-Hamdy-Tunnel führte uns unter dem Suez-Kanal hindurch nach Kairo, wo wir dann am 19.03.2010 abends auf dem Camping „Salma-Motel“ (wie bisher immer) unser Lager aufschlugen.
Camping Salma-Motel/Kairo

Für unsere Vorbereitungen in Kairo (Einsammeln von Susi+Walter, die per Flugzeug angereist kamen; Treffen mit Andras; Walters Geburtstags-Essen im Fel-Fela mit einigen Stellas; Permits; etc.) benötigten wir dann doch gut 2 Tage, sodass wir erst am 22.03.2010 nachmittags unseren Agentur-Begleiter „Khaled“ und unseren Offizier „Mido“ (in Maadi) abholten und dann => Oasenstrasse starteten.
Khaled + Mido

Kurz vor Bahariya trafen wir dann auf den Bus, den Uwe und Geli benutzten, um nach Kairo zu fahren. Ein Treffen war so leider nicht möglich, nur ein kurzes Telefonat.
In Bahariya tauchte dann prompt (wir waren von Uwe vorgewarnt) ein Sprit-Problem auf, sodass wir nach Farafra weiterfuhren, dort aber auch erst mit Hilfe der Tourismus-Polizei jeweils um 200L tanken konnten.
Die Begleitung unseres Offiziers ab Kairo war für uns die einzige Änderung im Permit, die wir aber sofort nutzten, indem wir ab Farafra => Gara-Cave zielten. Wir fuhren über Bir Karawein den uns aus früheren Fahrten bekannten Aufstieg an, der durch tolle Kalk-Formationen führt.
Tolle Kalkformationen

Einige Km vor (W-lich) der Gara-Cave befindet sich eine weitere, eher unscheinbare Tropfstein-Höhle, die sich nur als einfaches Loch im Boden zeigt.
Höhle vor Gara-Cave

Höhlenbuch

Christian und Mido stiegen hinein und brachten Bilder und Infos über die Höhle und das Höhlenbuch mit. Auch Carlo Bergmann beschreibt in Geo 12/90 seinen Abstieg in diese Höhle.
Blick aus Gara-Cave

Anschliessend besuchten wir noch die bekannte Gara-Cave und zielten dann, z.T. dem Darb el-Khashabi folgend, den berühmten Abstieg (=> Dachla) „Bab Cauilliaud“an.
Schon im Karafish-Gebiet ereignete sich dann der Halbabsturz meines VW-Busses. Wir fuhren in leicht versetzten Spuren recht flott über flache Walfisch-Dünen hinweg und vor mir erschien plötzlich ein Rieselhang. Naja, seht selbst.
Halb-Absturz


Mit vereinten Kräften, Sicherungsseilen zu Autos und viel Buddeln brachten wir den Bus aber dann ohne große Probleme wieder auf geraden Boden.
Über den Abstieg „Bab Cailliaud“, der erstmals von G. Rohlfs beschrieben und von seinem Photographen Ph. Remele dokumentiert wurde, erreichten wir dann Dachla/El-Gasr: Tolle Landschaft!!!
Bab Cailliaud

In Dachla/Mut rüsteten wir uns dann vollständig aus (500-600L Sprit; 220-250L Wasser; Brot, Gemüse etc.), aßen im Hotel Mebarez gut zu Abend und übernachteten am/im Hot-Spring-Hotel.
Hot-Spring Hotel

Am 28.03.2010 starteten wir dann =>N um den Dj. Edmonston herum, um den Wasserberg des Djedefre und zugehörige Outposts auf einer nicht-mergeligen Strecke anzufahren.
Der Wasserberg und Biar Jaqbub begeisterte uns wieder und wir konnten weitere Outposts lokalisieren.
Wasserberg

Kartusche

Die Weiterfahrt auf dem Abu-Ballas Trail führt uns an verschiedenen von Carlo Bergmann entdeckten Stationen vorbei, an denen wir z.T. noch in situ die Reste von Tongefäßen fanden.
Muhattah Umm el-Alamat

Bint Ballas

Weiter über Abu-Ballas und die am S-Rand des gleichnamigen Scarps gelegenen Mud-pans.
Mud-Pans

Mud-Pans

Über eine Stelle mit eigentümlichen Felsnadeln, die wohl als Touri-Objekte aufgerichtet wurden,
Felsnadeln

zielten wir dann immer parallel zum Gilf =>SSW fahrend die beiden dort liegenden WW-II-Lorries an
WW-II Lorry

WW-II Lorry

und erreichten dann 8 Bells mit den dortigen Hinweisen für das gleichnamige WW-II Flugfeld
8 Bells

8 Bells

Hier überkam uns dann zeitweise doch ein etwas mulmiges Gefühl, als wir uns an die Bilder von Frank erinnerten, als er hier ausgeraubt wurde.-
Über einige geologisch recht interessante Krater-Formationen zielten wir dann direkt auf den Uweinat zu und erreichten dann dort den seit einiger Zeit eingerichteten Militärposten „Lion“.
Militärposten „Lion“

Mido, unser Offizier, hatte hier selbst auch einige Wochen Dienst und wurde von den anwesenden Soldaten freudig begrüßt.
Christian reparierte den Honda-Stromgenerator und wir wurden mit Tee bewirtet.
Wir besuchten verschiedene Täler (Wadi Handal; Karkur Talh)
Wadi Handal

und Felsbildstellen am und im Dj. Uweinat, wobei die „Belgian-Site“ besonders hervorgehoben werden muss. Sie liegt im NW-lichen Seitental des Karkur Talh.
Belgian-Site

Belgian-Site

Unser 2-ter Versuch, den „White-Blop“ in einer 2-tägigen Tour zu besteigen startete von Anfang an unter erschwerten Bedingungen:
- Die Tagestemperatur war zu hoch (02.04.2010; Mittagstemperatur ca. 35 – 40°C)
- Wir mussten sehr viel Wasser in unseren Rucksäcken transportieren
- Es lag eine Fehleinschätzung des wirklichen Schwierigkeitsgrades vor
Nachdem wir am Morgen um 4:00 Uhr gestartet waren erreichten wir etwa um die Mittagszeit die Basis des letztendlichen Aufstiegs. Dieser steigt in einer Felswand im Zickzack hinauf und beträgt ca. 400 Höhenmeter.
Anstieg-White-Blop

Es war aber schon dort klar, dass dieser Aufstieg für alle Teilnehmer sehr schwer würde und für einige Teilnehmer absolut unmöglich. Nach einer Beratungsrunde beschlossen wir, den Rückzug anzutreten und erreichten dann schon in der Dunkelheit wieder unser Lager im Karkur Talh.
Am nächsten Tag besuchten wir (alles sehr relaxt) Felsbilder im S-Tal des Karkur-Talh, machten unseren Abschiedsbesuch beim „Lion“-Post“ (wir erhielten dort frisches Brot) und fuhren => N auf die Clayton-Krater zu.
In der weiteren Umgebung besuchten wir dann eine von Mark Borda ganz neu entdeckte Felsbildstelle in einer Höhle, deren Erhaltungszustand phänomenal ist.
Felsbildstelle CC21

Felsbildstelle CC21

Die Clayton-Krater ließen wir im E liegen und zielten zwischen dem „Unnamed plateau“ und dem S-Gilf =>N. Auf Höhe des Wadi-Firaq folgten wir dann =>E den inzwischen vielfach befahrenen Spuren einer Piste in das Wadi Firaq hinein. Dieses Gebiet galt lange als möglicherweise vermint, wird aber jetzt regelmäßig von Fahrzeugen benutzt. Ich würde in der weiteren Umgebung des Wadi-Eingangs aber nicht signifikant von den Spuren abweichen!!!!
Eingang Wadi-Firaq

Über eine Querverbindung =>N in’s Wadi Wasa besuchten wir dann Shaw’s-Cave, eine weitere Felsbild-Höhle mit vielen Rinder-Darstellungen.
Magharet-el-Kantara = Shaw’s Cave

Shaw’s Cave

=>NE zielten wir dann das Wadi Akhdar an und folgten diesem weit =>N. Den hier befindlichen ehemaligen See, dessen gewaltige Sedimentschichten in einem Seitental zu sehen sind, ließen wir „links“ liegen und fuhren an die N-lichen Ausläufer des Tales. Ein von uns vor einigen Jahren nach dem Anstieg auf das Plateau errichtetes Alam fanden wir unverändert vor.
Wadi-Akhdar: Alam auf Anhöhe

Wir folgten dann unserem Plan, das Plateau des S-Gilf in Richtung Gap zu queren, wobei die Strecke zunächst recht holprig begann, dann aber streckenweise flotte Abschnitte aufwies. Wir fanden dann auf recht direktem Weg einen steilen, sandigen Hang, über den wir in das Gap absteigen konnten.
Sandiger Abstieg in das Gap

Im Gap selbst suchten wir dann entsprechend den Beschreibungen aus „Zarzura-Höllriegel“ und einigen Hinweisen von Carlo-Bergmann nach dem „Wadi-Penderel“. Dieses Wadi soll alternativ zum Aqaba vom Gap runter in die W-lich liegende Ebene führen. Wir fanden auch ein Tal, auf das die Hinweise recht gut passten. Allerdings fanden wir im Unterlauf dann einen 2m-hohe Steilstufe, die mit Autos sicherlich nicht zu fahren ist. Es bleibt spannend!
Wadi Penderel?

Der Aqaba-Pass brachte uns dann in die Ebene =>W und wir besuchten dort in einem E-lich von Wadi-Sura gelegenen Tal eine Höhle mit Malereien. Schon vor einigen Jahren trafen wir hier auf Negativ-Abbildungen von Händen.
Hände

Dann folgte Wadi Sura mit seinen inzwischen schon stark mitgenommenen Malereien.
Wadi Sura

Ganz in der Nähe wurde vor kurzem eine Kartengravur gefunden, die wohl eher fälschlicherweise einem Fahrer Almasy’s zugeschrieben wird. Die angegebene Jahreszahl (1941) passt da wohl nicht so recht.
Karte

Diese Karte stellt angeblich das Mittelmeer, das Nil-Delta, den Nil-Verlauf und Khartoum dar. Naja, etwas Fantasie ist da schon gefragt.
In der Umgebung der Foggini-Cave fanden wir dann die zurückgelassenen Zelte des HBI, die mit einem Hinweisschild darauf aufmerksam machten, dass sie wieder zurückkehren werden. An der Höhle selbst war eine Wetterstation installiert und der untere, bisher versandete Bereich der Malereien war teilweise ausgegraben.
Foggini-cave

Diese Höhle ist immer wieder eintolles Erlebnis! Die vielen Malereien und Gravuren, ihre Vielfalt und auch die Wiederholungen sind ein Dauerthema. Erst hier hat man die Schwimmer vom Wadi-Sura in ihrer wirklichen Bedeutung erkannt, auch wenn man über die Hintergründe (beasts) bisher nichts Genaues weiß.
Foggini-Cave: The beast

=>W suchten wir dann in einem versteckten Seitental Almasy’s Räuberlager und fanden dann die von R. Schrott beschriebenen Hinterlassenschaften (Reifen, Batterie, Planenreste, Wehrmachtskanister u.a.).
Almasy’s Räuberlager

Der folgende Bildvergleich zeigt, dass die Lokalisation korrekt ist.
Almasy’s Räuberlager (aus Schwimmer in der Wüste)

Almasy’s Räuberlager

Über die 3-Burgen zogen wir dann wieder den Aqaba-Pass hinauf ins Gap und dann über den weiterführenden „Pass des langen Atems“ (so hat ihn Khaled auf einer früheren Reise getauft) auf das N-Gilf hinauf. Dort folgten wir der =>NW, später dann =>N zielenden Piste zum Lama-Monod-Pass hin. Kurz vor dem Lama-Monod-Pass querten wir wieder die Stelle mit den Rosen von Jericho.
Auf Gilf-Plateau: Rosen von Jericho

Als Abstieg in das Wadi Abd-el-Malik wählten wir den Lama-Monod-Pass.
Lama-Monod-Pass (Einstieg oben)

Anschließend besuchten wir den SE-lichen Oberlauf des Wadi-Abd-el-Malik und stellten dabei fest, dass die alten, großen Akazien alle am Absterben sind, während verblüffenderweise die jungen, kleinen meist recht grün waren, manche sogar blühten.
Grüne, kleine Akazie

Tote, große Akazie

Vom Wadi-Abd-el-Malik aus führten uns malerische Seitentäler und Durchlässe =>NW direkt auf den im Wadi Talh liegenden (im Gilf wohl einzigartigen) Tumulus hin.
Tumulus im Wadi Talh

Wir querten den N-Gilf dann auf einer uns aus früheren Fahrten bekannten Strecke=>E rüber zum Dünenfinger und starteten in der Nähe des Eingangs zum Wadi Hamra einen Querungsversuch des Dünenfingers =>E. Wir hatten uns aus Sat-Bildern eine geschickte Strecke herausgesucht und querten recht flott einen Großteil des Dünenfingers. Die Auffahrt zur letzten, höchsten Düne war etwas schwierig und wir blieben kurz vor der Kuppe alle mal hängen.
Letzte Düne des Dünefingers

An dieser Düne fand dann eine etwas längere Grundsatz-Diskussion statt und es wurde beschlossen, nicht hier zu queren, sondern einen anderen Weg =>E zu suchen und genau dies gestaltete sich dann nicht so ganz einfach.
Wir besuchten zunächst noch einige Gravuren in Unterlauf des Wadi-Hamra und stiegen dann =>S fahrend in die Landschaft zwischen Dünenfinger im E und dem aufgelösten N-Gilf-Rand im W ein. Khaled führte uns auf 2 ihm bekannte Aufstiege zu, wobei der eine sicherlich noch niemals als Auf- sondern immer nur als Abstieg benutzt wurde: Sandig-steile Rampe mit Steinen im weichen Sand.
An dem anderen Aufstieg bissen wir uns zumindest mit den VW-Bussen die Zähne aus und mussten aufgeben. Wir erinnerten uns aber an einige =>E abzweigende Spuren, die wir bei der Anfahrt an die o.a. Aufstiege gesehen hatten und versuchten dort unser Glück und es gelang!!!
Wir fanden dort einen Aufstieg, der auch mit unseren VW-Bussen machbar war und gelangten damit wieder auf das Plateau des N-Gilf und über den weiter vorne schon genannten „Pass des langen Atems“ wieder runter in’s Gap und zwar auf seine E-Seite.
Wieder im Gap

Wir querten zwischen den Bergen des S-Gilf =>N, schwenkten später =>NE, dann =>E um den S-Gilf herum und zielten die schon früher mal gesuchte Saviem-Balise 21 an.
Balise 21 am N-Rand des S-Gilf

Dann fuhren wir den von Bagnold schon 1929/30 auf seiner Karte der „Libyan Desert“ verzeichneten rätselhaften Steinkreis an, über den wohl außer einigen Vermutungen recht wenig konkrete wissenschaftliche Information vorliegt.
Bagnold’s Steinkreis

Über einen neuen, weit W-lich liegenden Aufstieg im Abu-Ballas-Scarp zielten wir die von Giancarlo Negro entdeckten „Ochre-Quarries“ an.
Ocker-Bergwerk/Steinbrüche

Dies sind Steinbrüche, (laut Giancarlo Negro: Siehe Sahara-Journal 16, page 121) die die für viele pharaonischen Gräber notwendigen Mal-Farbe „ocker“ lieferten.
In einem aufkommenden Sandsturm fuhren wir weiter =>N und erreichten Regenfeld, die erstmals von G. Rohlfs errichtete Steinpyramide. Es sind verschiedene Behältnisse am und in der Steinpyramide untergebracht, die die verschiedenen Besucher immer wieder mit Nachrichten füllen.
Pyramide von Regenfeld

Aufgrund des schlechten Wetters fuhren wir weiter =>N am E-Rand der Sandsee entlang, um evtl in Richtung der Oasen-Teerstrasse zu schwenken. Unser Nachtlager schlugen wir mit speziellen Planen geschützt auf und unsere ägyptischen Begleiter bauten ihre Zelte dann innerhalb der Wagenburg auf.
Wagenburg bei Sandsturm

Am nächsten Morgen war der Sandsturm abgeflaut und das Wetter schaute schon wieder etwas besser aus. Daher beschlossen wir, =>W den von G. Rohlfs auf seinem Weg von Regenfeld => Siwa entdeckten Ammonitenberg zu suchen. Wir schwenkten daher =>W und querten eine abwechselnd aus quer liegenden Dünenzügen und Hügel-Tälern bestehende Landschaft.
Der „Ammonitenberg“ selbst besteht dann aus einem „Ammonite-Scarp“, das interessante Landschaften und Fossilien bietet, aber keine Ammoniten und einem vorgelagerten Plateau.
Rätselhafte Fossilien am Ammonite-Scarp

Auf diesem vorgelagerten Plateau wiederum findet man Ammoniten-Versteinerungen in einer leicht steinigen Landschaft in großen Mengen und sehr unterschiedlichen Verwitterungsstadien einfach am Boden liegend.
Ammoniten-Berg

Nun neigte sich unsere Reise wirklich langsam dem Ende entgegen und wir zielten =>E direkt auf Abu-Minqar zu. Die Landschaft war wiederum sehr abwechslungsreich und führte uns durch eine interessante Mischung aus Hügelformationen und Dünenzügen.
Hügelformationen

Bei der Querung eines längeren Dünenzugs fanden wir dann einen abgestürzten Toyota Pickup, dem es wohl schlechter als meinem VW-Bus (siehe weiter vorne) ergangen ist.
Halb unter dem Wrack vergraben fand Mido dann eine verbrannte Kalaschnikow, das Nummern-Schild (übermalt und gefälscht) und andere Reste des Autos. Mido wird eine Meldung an die Grenz-Militärs tätigen und mit diesen höchst wahrscheinlich hierher zur weiteren Untersuchung zurückkehren.
Abgestürzter Toyota-Pickup

Toyota-Überreste

Verbrannte Kalaschnikow

Weiter durch die interessante Landschaft =>E erreichten wir die Oasenstraße ca. 35Km S-lich von Abu-Minqar, gerade an der Stelle, an der ca. 1Km weiter E-lich ein schönes Tal mit versteinerten Muscheln liegt.
Fund im Muschel-Tal

Über Abu-Minqar fuhren wir dann nach Farafra, wo wir zunächst einen Brunnen (Bir Hamsa) zum Baden aufsuchten. Es war ein Genussssss!
Bir Hamsa

Anschließend quartierten sich unsere beiden ägyptischen Begleiter im nahe gelegenen Aqua-Sun Hotel ein.
Aqua-Sun-Hotel

Nach einem guten Abendessen schliefen wir selbst dann in unseren Autos vor dem Hotel.
Abendessen im Aqua-Sun-Hotel

Am folgenden Morgen zeigte uns Khaled den hinter dem Hotel liegenden Bir Sitta. Wie wir dann erfuhren, gehört er nicht zu dem Hotel und kann frei genutzt werden.
Bir Sitta

Rückreise in Kurzform:
Die Rückfahrt führt uns nach Kairo (wieder Salma-Motel), wo uns Manfred zu seinem Geburttagsessen im „Fel-Fela“ einlud.
Am nächsten Tag trennten wir uns von Susi & Walter, da sie einen Rückflug von Kairo aus geplant hatten.
Schon in der Sandsee hatten wir per Thuraya bei einer libyschen Agentur nachgefragt, ob wir die Rückreise evtl. über Libyen durchführen könnten und hatten eine positive Bestätigung bekommen. Daher fuhren wir => Alexandria und libysche Grenze. Noch bevor wir an der Grenze ankamen, erreichte uns die Nachricht, dass Susi & Walter „wegen eine Vulkans“ keinen Flug nach Deutschland bekommen hatten. Wir reisten nach Libyen problemlos mit Hilfe unseres pünktlich eingetroffenen Begleiters Mohamed ein und starteten unsere Durchreise =>W. Zwischenzeitlich konnten Susi & Walter nur einen Flug nach Tunis buchen, sodass wir sie dann in Nabeul auf dem Campingplatz Yasmin wieder „einsammelten“. Gemeinsam nahmen wir dann die Fähre Tunis => Genua und erreichten am 24.04.2010 wieder Deutschland.
Kurzdaten:
Anfahrt via Türkei-Syrien-Jordanien-Kairo: 4920 Km 9 Tage
Angegebene Strecke in Ägypten (Kairo-Kairo): 4400 Km 24 Tage
Rückfahrt via Libyen-Tunesien-Fähre=>Genua: 3440 Km 9 Tage
SCHÖN WAR’S!!!!!




