TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
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Kuno
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TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Gerade eben sind wir von einer aussergewoehnlichen Expedition aus Tunesien zurueckgekommen.
Ich werde unsere dramatischen Erlebnisse der letzten Wochen im Folgenden so detailliert wie zumutbar schildern.
Ich werde unsere dramatischen Erlebnisse der letzten Wochen im Folgenden so detailliert wie zumutbar schildern.
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Nach einem brutalen Auswahlverfahren blieben noch vier qualifizierte Expeditionsteilnehmer uebrig. Und da wir auch bei der Fahrzeugauswahl auf "Nummer Sicher" gehen wollten, konnten wir natuerlich diesmal keine Landrover mitnehmen
Die Vorbereitung der Reise war extrem aufwaendig und minutioes durchgefuehrt worden. Nicht das kleinste Detail wurde uebersehen und alle Eventualitaeten einkalkuliert - wir wollten auf keinen Fall unnoetige Risiken eingehen.
Leider brachten es diese intensiven Vorbereitungen mit sich, dass wir nicht mehr im Voraus Einkaufen konnten. Das wurde dann suedlich der Alpen noch erledigt. Dass wir die Sache sehr ernst nahmn zeigt obiges Bild ebenfalls. Das "nordafrikanisch korrekte Einparken" wurde bereits in Italien eingeuebt.
Die Carthage stand schon bereit, als wir in Genua ankamen. Der Reisefuehrer und das Kartenmaterial, welches von einem Nordafrikaspezialisten ausgewaehlt und eingekauft wurde sollte sich in der weiteren Folge der Reise als nur bedingt fuer Tunesien geeignet herausstellen. Aber das konnten wir zu dieser Zeit natuerlich noch nicht wissen.
Leider brachten es diese intensiven Vorbereitungen mit sich, dass wir nicht mehr im Voraus Einkaufen konnten. Das wurde dann suedlich der Alpen noch erledigt. Dass wir die Sache sehr ernst nahmn zeigt obiges Bild ebenfalls. Das "nordafrikanisch korrekte Einparken" wurde bereits in Italien eingeuebt.
Die Carthage stand schon bereit, als wir in Genua ankamen. Der Reisefuehrer und das Kartenmaterial, welches von einem Nordafrikaspezialisten ausgewaehlt und eingekauft wurde sollte sich in der weiteren Folge der Reise als nur bedingt fuer Tunesien geeignet herausstellen. Aber das konnten wir zu dieser Zeit natuerlich noch nicht wissen.
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Fort Louis Philippe werdet ihr auf keiner Karte finden. Zu bedrohlich waren die dortigen Ereignisse im 19. Jahrhundert als dass man es von offizieller Seite erwaehnen moechte - auf der Karte findet sich nur ein weisser Fleck und die vorhandenen Informationen sind mehr als duenn.
Einen ersten Hinweis erhalt man aus den Verhoerprotokollen des Gefreiten der US Luftwaffe Anthony Marno, welcher im Jahre 1943 als Heckschuetze in einer Consolidated B.24 "Liberator" an einem Bombenangriff auf Deutsche Truppenkonzentrationen in Italien teilnahm. Beim Rueckflug nach Nordafrika verirrte sich das Flugzeug und fand den Landeplatz nicht mehr - es flog hinein in die Wueste. Als der Treibstoff zur Neige ging und man immer noch keinen geeigneten Landeplatz gefunden hatte sah der Pilot ploetzlich etwas, das wie eine kleine menschliche ansiedlung aussah und befahl seine Mannschaft mit den Fallschirmen abzuspringen.
(Die Geschichte des Flugzeuges aehnelt der der "Lady be Good", ebenfalls eine amerikanische "Liberator", welche ueber der Wueste verlorenging. Dieses andere Ereignis fand aber in der Grossen Sandsee im Osten Libyens statt und hat mit der Geschichte des Gefreiten Marno nichts zu tun. Wer sich fuer die "LbG" interessiert kann hier weiterlesen:
viewtopic.php?f=2&t=35806&p=62687&hilit ... ood#p62687)
Der Bericht liest sich so (Auszug): Es sah aus wie etwas aus dem Alptraum eines kleinen Kindes. [...] Wir oeffneten das Tor, es gab keinen Riegel, gehen in den Innehof, und da waren diese Skelette. Berge davon, ungelogen. Ueberall aufgestapelt wie in einem Film. [...] Zum Glueck war keiner der Toten im Brunnen. Wir konnten unsere Feldflaschen fuellen und ein paar Vorraete schnappen.
Die Mannschaft machte sich zu Fuss auf den Weg nach Norden und wurde nach einigen Tagen Marsch von einer Karawane entdeckt und gerettet. Die Einhemischen gaben auf die Fragen der Amerikaner keine Antwort.
Wohl aufgrund der kriegerischen Ereignisse des Jahres 1943, die Landung der Alliierten auf Sizilien stand kurz bevor, geriet dieser kleine Zwischenfall in Vergessenheit.
Was sie abgesprungene Mannschaft am Boden vogefunden hatte war Fort Louis Philippe.
Einen ersten Hinweis erhalt man aus den Verhoerprotokollen des Gefreiten der US Luftwaffe Anthony Marno, welcher im Jahre 1943 als Heckschuetze in einer Consolidated B.24 "Liberator" an einem Bombenangriff auf Deutsche Truppenkonzentrationen in Italien teilnahm. Beim Rueckflug nach Nordafrika verirrte sich das Flugzeug und fand den Landeplatz nicht mehr - es flog hinein in die Wueste. Als der Treibstoff zur Neige ging und man immer noch keinen geeigneten Landeplatz gefunden hatte sah der Pilot ploetzlich etwas, das wie eine kleine menschliche ansiedlung aussah und befahl seine Mannschaft mit den Fallschirmen abzuspringen.
(Die Geschichte des Flugzeuges aehnelt der der "Lady be Good", ebenfalls eine amerikanische "Liberator", welche ueber der Wueste verlorenging. Dieses andere Ereignis fand aber in der Grossen Sandsee im Osten Libyens statt und hat mit der Geschichte des Gefreiten Marno nichts zu tun. Wer sich fuer die "LbG" interessiert kann hier weiterlesen:
viewtopic.php?f=2&t=35806&p=62687&hilit ... ood#p62687)
Der Bericht liest sich so (Auszug): Es sah aus wie etwas aus dem Alptraum eines kleinen Kindes. [...] Wir oeffneten das Tor, es gab keinen Riegel, gehen in den Innehof, und da waren diese Skelette. Berge davon, ungelogen. Ueberall aufgestapelt wie in einem Film. [...] Zum Glueck war keiner der Toten im Brunnen. Wir konnten unsere Feldflaschen fuellen und ein paar Vorraete schnappen.
Die Mannschaft machte sich zu Fuss auf den Weg nach Norden und wurde nach einigen Tagen Marsch von einer Karawane entdeckt und gerettet. Die Einhemischen gaben auf die Fragen der Amerikaner keine Antwort.
Wohl aufgrund der kriegerischen Ereignisse des Jahres 1943, die Landung der Alliierten auf Sizilien stand kurz bevor, geriet dieser kleine Zwischenfall in Vergessenheit.
Was sie abgesprungene Mannschaft am Boden vogefunden hatte war Fort Louis Philippe.
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Birgitt
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Kuno hat geschrieben:Nach einem brutalen Auswahlverfahren blieben noch vier qualifizierte Expeditionsteilnehmer uebrig.
Das fängt schon spannend an -
ich kann kaum erwarten die Fortsetzung(en) zu lesen ...
Gruß
Birgitt
Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Hallo Kuno,
ich vermisse bei deiner abgebildeten Reiseliteratur das Buch von Brooks.
Dass ihr wieder zurück seid, zeigt, dass ihr es haben müsst...
Neugierige Grüße,
Horst
ich vermisse bei deiner abgebildeten Reiseliteratur das Buch von Brooks.
Dass ihr wieder zurück seid, zeigt, dass ihr es haben müsst...
Neugierige Grüße,
Horst
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Eine Erklaerung zu den Ereignissen in Fort Louis Philippe findet sich im Tagebuch eines jungen Offiziers der Franzoesischen Fremdenlegion, welcher dort im Jahre 1893 stationiert gewesen war. Er schildert eine der wohl schwersten Zombie-Epidemien in Nordafrika:
Ich will und kann hier nicht die ganze Geschichte aufschreiben. Nur so viel: Die Belagerung von Fort Louis Phillipe dauerte volle drei Jahre und ist somit die laengste bekanne Belagerung durch Untote. Unter den Franzosen hat es viele Opfer gegeben bis es ihnen gelang, durch eine List die Zombies im fort einzuschliessen und selber ueber die Mauer abzuhauen (Da zombies nicht klettern koennen, konnten sie nicht mehr aus der Falle entkommen).
Die ganzen Informationen kann man dem Buch Der Zombie Survival Guide entnehmen. Darin sind nicht nur saemtliche bekannten Epidemien aufgefuehrt sondern es ist auch genau beschrieben, wie man Zombies begegnet, was sie koennen und was nicht... halt alles was man braucht um zu ueberleben.
Uns hat dieses Buch in der Vorbereitung und in der Durchfuehrung der Expedition extrem geholfen. Ich kann es jedem nur mit Nachdruck empfehlen!
Ich will und kann hier nicht die ganze Geschichte aufschreiben. Nur so viel: Die Belagerung von Fort Louis Phillipe dauerte volle drei Jahre und ist somit die laengste bekanne Belagerung durch Untote. Unter den Franzosen hat es viele Opfer gegeben bis es ihnen gelang, durch eine List die Zombies im fort einzuschliessen und selber ueber die Mauer abzuhauen (Da zombies nicht klettern koennen, konnten sie nicht mehr aus der Falle entkommen).
Die ganzen Informationen kann man dem Buch Der Zombie Survival Guide entnehmen. Darin sind nicht nur saemtliche bekannten Epidemien aufgefuehrt sondern es ist auch genau beschrieben, wie man Zombies begegnet, was sie koennen und was nicht... halt alles was man braucht um zu ueberleben.
Uns hat dieses Buch in der Vorbereitung und in der Durchfuehrung der Expedition extrem geholfen. Ich kann es jedem nur mit Nachdruck empfehlen!
Zuletzt geändert von Kuno am So 9. Okt 2011, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Wir hatten auf der Faehre eine Superkabine mit Blick nach vorne:
Zur weiteren Reisevorbereitung bestand eines der Expeditionsmitglieder darauf, dass wir uns eine DvD ueber die Abrichtung von Jahgdhunden reinziehen sollten. Was das mit unseren Reiseabsichten zu tun haben sollte, wurde mir bis heute nicht klar. Aaaber - wir haben wieder was gelernt:
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Im Bauch der Fahere haette es noch Platz gehabt. Die einzigen Deutschen waren ein paar Leute mit fetten Lastwagen. Einen Motorradfahrer hatte es noch und einen Schweizer mit einem roten Cruiser. Die Mehrzahl der Wuestenfahrer waren Franzosen und Italiener....
Einer der Franzosen hatte sich sogar ein Aquarium auf seinen Schnorchel montiert: Und ein anderer Franzose hatte innen an der Tuere eine riesige Klopapierrolle haengen. Ich glaube aber, dass diese etwas zu hoch montiert und somit im "Ernstfall" ausser Reichweite war:
Einer der Franzosen hatte sich sogar ein Aquarium auf seinen Schnorchel montiert: Und ein anderer Franzose hatte innen an der Tuere eine riesige Klopapierrolle haengen. Ich glaube aber, dass diese etwas zu hoch montiert und somit im "Ernstfall" ausser Reichweite war:
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Horst. Ich bin froh, dass du es auch kennst. Dieses Buch ist unter Saharafahrern viel zuwenig verbreitet. Die wissen gar ncht, dass man gerade in Wuestengegenden vor Zombies extrem auf der Hut sein muss!Horst hat geschrieben:Dass ihr wieder zurück seid, zeigt, dass ihr es haben müsst...
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Wir wurden an einem ziemlich schroffen Kuestenabschnitt an Land gesetzt. Das war de erste gefaehrliche Phase unserer Expedition und dass so etwas nicht immer glimpflich ablaeuft zeigt das Foto mit dem Schiffswrack:
An diesem geheimen Treffpunkt erwartete uns schon der kontaktmann mit seinem Pickup:
Durch die abendlichen Doerfer fuhren wir nach Kelibia, wo wir hofften, auf der alten Festung weitere Informationen zu finden.
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Am anderen Morgen wurden wir in die Festung eingelassen.
Und ganz tief unten in den alten Kerkern fanden wir eine kleine Inschrift, die uns einen weiteren Hinweis zu Fort Louis Philippe gab. Nicht direkt eine Koordinate, aber eine Angabe, wo der junge Offizier der Fremdenlegion nach seiner Flucht aus dem Fort lebte...
Leider habe ich nur ein Foto vom Eingang zum Kerker und keines von der kleinen hingekritzelten Inschrift.
Leider habe ich nur ein Foto vom Eingang zum Kerker und keines von der kleinen hingekritzelten Inschrift.
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Ob der Hinweis etwas bringen wuerde war natuerlich aeusserst zweifelhaft. Uns blieb nichts anderes, als es auszuprobieren - also ab in die Berge:
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Aber irgendwann ging es selbst mit dem Landcruiser nicht mehr weiter und wir beschlossen am naechsten Morgen zu Fuss weiter in die Berge hineinzugehen:
Ganz da hinten in diesen Hoehlen soll der Legionsoffizier nach seinem schrecklichen Erlebnis sein Leben als Eremit fortgefuehrt haben.
Und tatsaechlich fanden wir seine Bemerkungen zu Fort Louis Philippe fein saeuberlich in die rauchgeschwaerzte Wand der Hoehle eingekritzelt. (Leider gibt es auch davon kein Foto, da gerade meine Batterien zuende waren).
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Wolfgang K
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Hier noch eine kleine naturwissenschaftliche Untermauerung zu Brooks Empfehlungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines beherzten und zügigen Vorgehens gegen Zombies:
Studie der Carleton University, Ottawa.
Das Problem ist durchaus ernst zu nehmen.
Grüße
Wolfgang
Studie der Carleton University, Ottawa.
Das Problem ist durchaus ernst zu nehmen.
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Wolfgang
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Kuno
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Re: TN / Die Suche nach Fort Louis Philippe
Danke Wolfgang. Ein sehr wichtiges Thema - auch für den Wüstenfahrer.




