Ich habe das Buch am Wochenende im Zug nach Italien gelesen. Leider muss ich mich den Kritikpunkten, die Thomas Kramer oben erwaehnt anschliessen.
Das Buch liest sich sehr gut. Und irgendwie ist es ja schon fast wohltuend, wenn man fuer einmal etwas liest, wo nicht "Westler" gegen den "Westen" schimpfen. Hier aeussert sich ein Afrikanischer Muslim zu den Untaten anderer Muslimeauf "seinem" Kontinent. Man merkt mehrmals, dass ihm das auch irgendwie unangenehm ist und dass er selber auch noch nicht alles auf der Reihe hat, denn springt sehr oft hin und her. Einerseits schreibt er, dass derIslam fuer Afrika eine der besten Neuerungen war und dann gleich wieder, dass der Islam nachhalting die eigenen Religionen der Afrikaner zerstoert hat, welche doch so gut auf die Afrikaner gepasst haetten. Auch mit den Zahlen die er angiebt fuehle ich mich irgendwie nicht wohl. Grobe Schaetzungen werden gerne mit Details gegenuebergestellt.
Dass er den Belgischen Koenig Leopold hernimmt, um darzustellen, wie die Europaer dem Arabomuslimischen Sklavenhandel (Guter Ausdruck) im Kongo Einhalt geboten beduerfte meiner Meinung nach noch etwas an Erklaerung. Leopold war ja auch nicht unbedingt einer vom Stile des Weihnachtsmanns...
Ich wuerde das Buch aber auf jeden Fall zum lesen empfehlen. Ganz herzlichst auch den Forumsmitgliedern, die eigentlich bis jetzt davon ausgehen, dass der boese Westen an allem & jedem Schuld ist, und dass wir deshalb eine Verpflichtung haben, den armen Afrikanern zu helfen
