Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

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Birgitt
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Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Birgitt »

Der verschleierte Völkermord - Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika
  • Autor: Tidiane N'Diaye
  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: rowohlt
  • Ausgabe: März 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3498046903
  • Preis: 19,95 €uro (D)

Kurzbeschreibung
«Tidiane N’Diaye ist ein Jahrhundertbuch gelungen.» (Deutschlandradio)
«Ein mutiges Buch, das ein Tabu bricht.» Hebdo, Culture Société
Die erste umfassende Darstellung der Geschichte des arabomuslimischen Sklavenhandels ...

Über den Autor
Tidiane N’Diaye ist Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler und ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Kulturen und der Geschichte Schwarzafrikas. Er hat mehrere Bücher über dieses Themenfeld geschrieben ... mehr


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Zum Thema siehe auch unsere Threads:

BPfeilB Sklavenhandel

BPfeilB Sklaverei in Afrika - auch heute noch

Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Kuno »

Hatte gerade Pech. Beim kuerzlichen durchzappen konnte ich gerdae noch die letten Minuten einer Dokumentation uber dieses Thema sehen. Scheinbar interessiert das Thema mittlerweile auch in Afrika - nachdem es dort bisher immer schoen unter dem Teppich gehalten wurde.
LudwigH
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von LudwigH »

Ich habe auch nur einen Teil dieses sehenswerten Berichtes gesehen.

Besonders die Aussage von Tidiane N'Diaye, das die Araber jeden Sklaven kastriert haben (nur 1 von 5 hat dies überlebt) weil sie nicht wollten das die Schwarzen sich in ihren Ländern vermehren.

Erschütternd.
Birgitt
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Buchtipp | Der verschleierte Völkermord

Beitrag von Birgitt »

Und noch ein Artikel zum Buch von Tidiane N'Diaye:

Muslime lancierten den Menschenhandel mit Afrikanern im grossen Stil. Und sie verschleppten Millionen mehr Schwarze als später die Weissen, die von ihnen lernten. Dass es einst im islamischen Raum einen Sklavenaufstand gab ähnlich dem des Spartakus im alten Rom – kaum einer hierzulande weiss es. Der senegalesische Anthropologe Tidiane N'Diaye erzählt davon in seinem Buch "Der verschleierte Völkermord". Dieses erschien vor einiger Zeit in Frankreich, liegt jetzt auf Deutsch vor und macht Furore: Erstmals wird die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika nachgezeichnet, mit allen Weiterungen wie dem besagten Aufstand ...

Muslime – die Pioniere des afrikanischen Sklavenhandels
25.05.2010 - BaZ

Gruß
Birgitt
Michael K.
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

ich habe mir das Buch gekauft und gelesen da ich mich schon länger mit der Thematik der Sklaverei beschäftige.Das Buch ist wirklich sehr lesenwert.

Grüsse

Michael
LudwigH
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von LudwigH »

ZDF: Versklavung im Namen Allahs - 1300 Jahre islamischer Sklavenhandel in Afrika

Kuno
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Kuno »

Genau diesen Beitrag abe ich auch gesehen. Frage mich gerade, warum man die sklaven erst am Zielort kastriert haben, wenn dabei nu 20% die Operationueberlebt haben sollen. Das haette man doch besser gleich nach dem einfangen gemacht, oder?
Regula St.
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Regula St. »

Streng ökonomisch gesehen: Man muss soviele wie möglich an den Bestimmungsort bringen, und Rekonvaleszente fallen eher aus. Danach: Kastration je nach Verwendungszweck.
Die Nicht-Kastrierten können massenweise billig an die Bauern verkauft und in der Landwirtschaft eingesetzt werden, und da Kastrierte zu einem höheren Preis verkauft werden können, kann dann auch ein Ausfall von 80 % toleriert werden... Also je mehr man mitnimmt, desto besser ist der Ertrag...
Nicht schön und für uns Westler heute kaum mehr nachvollziehbar, aber wahrscheinlich DIE Realität...

LG Regula
Kuno
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Kuno »

Aeh, Regula. Wenn ich's nun richtig verstanden habe, dann hat man den armen Kerlen allen die Glocke abgerissen.

Persoenlich wuerde mir dein Vorschlag sonst schon gefallen. Landwirtschaft hat mich ja eigentlich schon immer interessiert.
schu achbar ?

Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von schu achbar ? »

Kuno hat geschrieben: Landwirtschaft hat mich ja eigentlich schon immer interessiert.
:shock: :)
Regula St.
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Buchtipp | Der verschleierte Völkermord - Rezension von Thomas Kramer

Beitrag von Regula St. »

Hier noch eine (kritische und weiterführende) Rezension:

Nicht nur im Lande des Mahdi
Eine Studie über den von Muslimen betriebenen Sklavenhandel in Afrika

Thomas Kramer ⋅ In seinem Buch «Der verschleierte Völkermord» beschreibt der französische Anthropologe und Wirtschaftswissenschafter Tidiane N'Diaye einen Jahrhunderte andauernden Menschenhandel. Der Untertitel der deutschen Ausgabe, «Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika», könnte freilich suggerieren, Anhänger des Propheten hätten ohne Unterstützung anderer auf dem afrikanischen Kontinent Menschenraub betrieben. Abgesehen davon, dass «Arabomuslime» die exakte Bezeichnung gewesen wäre, erläutert N'Diaye selbst, wie erst die Komplizenschaft zwischen Muslimen und afrikanischen Stammesfürsten das verbrecherische Geschäft mit der Ware Mensch so effizient machte... weiter

LG Regula
Kuno
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Re: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Beitrag von Kuno »

Ich habe das Buch am Wochenende im Zug nach Italien gelesen. Leider muss ich mich den Kritikpunkten, die Thomas Kramer oben erwaehnt anschliessen.

Das Buch liest sich sehr gut. Und irgendwie ist es ja schon fast wohltuend, wenn man fuer einmal etwas liest, wo nicht "Westler" gegen den "Westen" schimpfen. Hier aeussert sich ein Afrikanischer Muslim zu den Untaten anderer Muslimeauf "seinem" Kontinent. Man merkt mehrmals, dass ihm das auch irgendwie unangenehm ist und dass er selber auch noch nicht alles auf der Reihe hat, denn springt sehr oft hin und her. Einerseits schreibt er, dass derIslam fuer Afrika eine der besten Neuerungen war und dann gleich wieder, dass der Islam nachhalting die eigenen Religionen der Afrikaner zerstoert hat, welche doch so gut auf die Afrikaner gepasst haetten. Auch mit den Zahlen die er angiebt fuehle ich mich irgendwie nicht wohl. Grobe Schaetzungen werden gerne mit Details gegenuebergestellt.

Dass er den Belgischen Koenig Leopold hernimmt, um darzustellen, wie die Europaer dem Arabomuslimischen Sklavenhandel (Guter Ausdruck) im Kongo Einhalt geboten beduerfte meiner Meinung nach noch etwas an Erklaerung. Leopold war ja auch nicht unbedingt einer vom Stile des Weihnachtsmanns...

Ich wuerde das Buch aber auf jeden Fall zum lesen empfehlen. Ganz herzlichst auch den Forumsmitgliedern, die eigentlich bis jetzt davon ausgehen, dass der boese Westen an allem & jedem Schuld ist, und dass wir deshalb eine Verpflichtung haben, den armen Afrikanern zu helfen :wink:
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