In diesem Bereich findest du aktuelle Hinweise zu Epidemien und gesundheitliche Risiken im Reiseland und wie man sich davor schützt bzw. vorbeugt, Informationen zur Gesundheitsversorgung, Ärzte und Krankenhäuser.
julandchigo hat geschrieben:Artemether und Lumefantrin (Riamet® Tabletten; Novartis Pharma) ++ dürft ganz brauchbar sein, hat wer erfahrung damit?
Kauf Dir vor Ort das Coartem®. Das ist dasselbe wie Riamet, aber zum Zehntel des Preises (2008 CHF 60.- in der Schweiz, ca. 6.- in St Louis/Senegal).
Meine Freundin hatte zweimal Malaria und mit Coartem gings problemlos vorbei. Auch Martin von der Zebrabar empfahl uns das Coartem.
Gruss
jonas
hab mir gestern hier in ner anständigen apotheke coartem für 4.412 cfa gekauft, also 6,5€.
der apotherker hat auch das mittel empfohlen.
hergestellt ist es von bejing novartis in china im auftrag für novartis pharma basel.
aber andere frage, hat wer erfahrung mit moskitonetz imprägnierung?
ich habe zwar so einen "no bite" spray für die kleidung mit, aber wäre nach dem netzt sicher leer, wenn es sich überhaupt ausgeht, und aus dokus kenn ich das bei hilfsprojekten die netze mit gift imprägniert werden, so das auch zb bei kleinen löchern oder spalten das netz seine wirkung nicht verliert. ich glaub auch das das "no bite" zeugs auch nur ein reppelent ist, und kein gift, da man die kleidung ja auch direkt auf der ahut trägt im unterschied zu nem netz.
aber wo bekommt man denn das (im senegal/gambia)? in der apotheke hatten sie es nicht....
No BITE gibts in Wstafrika nicht. Es gibt aber ein DEET haltiges Zeug- heisst irgendwas mit "Relax". in den libanescihen Märkten und in Apotheken. ABER der Gehalt an DEET ist so niedrige, dass ich es nicht mehr verwende, da aggressiv und wirkungslos.
Preis umgerechnet auf den DEET Gehalt zu hoch.
Gute- besser anwendbare Alternative zu No Bite ist Parazeet.
Ich könnte Dir sogar einige schicken.
PPS: Dein Weg NUR auf stand by sich zu verlassen ist seeehr blauäugig.
DAS Gift , dass Du "im Falle dass" in Dich reinpumpen musst, ist harmlos gegen eine Prophylaxe mit Fansidar (sorry) oder eben die anderen Empfehlungen.
Wie sagte ein Apotheker aus Bamako: "Sie haben IMMER Malariaerreger im Blut- aber eben auch ein Immunsystem und unterschiedliche Medikamente".
Diese Arthemer kombis gehen tierisch auf dieLeber.... das hat nix mit "NAturprodukt" zu tun...
wir schlafen in eigenen wagen mitte gittern vor allen fenstern, und zusätzlich einem netz übern bett, haben ständig 2 elektrische mückenstecker gift verdampfer laufen, und 8 flaschen no bite für aussenaufenthalt am aben (was selten ist) mit.
ich vermeide jegliche medikamente zu nehmen (ausser in wirklichen notfällen) ..... und 6 freunde von mir sind auf der gleichen route ca in den letzen jahren monatelang hier unterwegs gewesen, alle ohne prohylaxe und ohne malaria zu bekommen.
wir gehn da risiko einfach ein, die krankheit ist ja behandelbar mit 100%heilungsquote wenn man nur früh genug beginnt.
aber danke für die warnung, vielleicht wer ich nach einer erkrankung anders darüber denken, aber falls sich meine meinung ändert würd ich eher die reise abbrechen und zb nicht mehr in malaria (tropica) gebiete reisen als prophylaxe zu nehmen.
100% behandelbar?
BEHANDELBAR ja, aber nicht 100% heilbar.
Malaria siedelt sich in verschiedensten Organen an- Gehirn, Leber etc.pp
Wenn Du wissen willst, wie Kopfmalaria ausschauen kann, dann rede mal mit Alice vom Camping in Lome.
Oder rede mit den Einheimischen, die alle paar Wochen halbtot ihre Palü ausschlafen.
Wobei HIER auch zu bedenken ist, daß fast kein Afrikaner WIRKLICH sein Blut untersuchen lässt, sendern einfach behauptet, er HÄTTE MAlaria.
Ihr seht- eine zweischneidige Sache.
Die Spätschäden sind es, die mich dazu bewegt haben, DOCH eine GANGBARE Prophylaxe zu nehmen.
Auch ich würde NIE eine "Prophylaxe" nehmen, die mich zwingt TÄGLICH etwas einzunehmen.
Auch reise ich ungeimpft. Denn ich kenne viele Geimpfte, die besonders schnell krank wurden.
Ihr seht- Jeder hat eine andere Vorstellung.
Malaria ist sicher nicht die einzige Krankheit auf der Welt . Es gibt "ekligere" die noch häufiger auftreten können- virale und bakterielle Meningitis z.B.
Und Ihr reist sicher in einer mückenarmen Zeit.
Sicher rastet und schläfst Du viel zur Vorbeugung. Dann bewegst Du Dich langsam fort und vermeidest Stress.
Auch machst Du ab und zu den Schnelltest oder Volltest im Labor?
Ich sage es deshalb, weil ich auch anfangs ganz ohne gereist bin- und noch heute in der mückenarmen Zeit überlege es zu lassen.
ABER: Die Mücken verändern ihre Gewohnheiten- man hat beobachtet , dass die nun tagaktiv geworden sind.
Hast Du nicht Angst, wenn Du Dich unwohl fühlst, und denkst "shit"- ist es nun Malaria oder nicht?
Was, wenn Sie zu Hause auftritt? DA ist die Behandlung am Schlechtesten, da in Europa viel weniger Medikamente zur Verfügung stehen.
Aber gut- :
ich habe letztes Jahr ein Pärchen getroffen, die so "ein bisschen" Prophylaxe mit Malarone gemacht haben- aufgrund der langen Zeit haben Sie nur im 3 Wochen Rhythmus die Einnahme der täglichen Pillen vorgenommen.
Plumps- kaum aufgehört, am übernächsten Tag alle beide Tropica- kotzen, Verwirrtheit alles inclusive.
Also: Sofort wieder Malarone in der CURATIVEN Dosis reingewürgt konnten Sie die Tropica abmurksen.
Ihr habt Euch entschieden- das Risiko kennt ihr. Genauso wie ich mich für ein "verbotenes " Medikament entschieden habe.
Lasst wenigstens kurz vor der Rückfahrt in einem guten Labor den grossen Maariatest machen, damit ihr einigermassen sicher nach Hause kommt.
Die Malaria macht was sie will-
MICH macht das ständige Eingeschmiere verrückt- ich bin also ein schlechter Vermeider, weil ich nicht mit einem Sprayfläschchen durch die Dörfer laufen will.
Leben ist Risiko.
Auch eine 100% korrekt durchgeführte Prophylaxe z.B. mit Malarone schützt nicht mit 100% Sicherheit vor einer Malaria. Das Entscheidende bei einer Malaria ist meines Erachtens so oder so, rechtzeitig die richtige Diagnose zu bekommen. Malaria wird normalerweise erst dann richtig gefährlich, wenn sie wochenlang unbehandelt bleibt. Das sind auch die Horrorfälle, von denen man gelegentlich in Deutschland hört.
Die Mortalitätsrate liegt bei Malaria bei grob 0,5%. Das ist in etwa das Level einer Grippewelle. Rechtzeitig erkannt ist die Malaria gut behandelbar und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit heilbar. Auch in Deutschland. Was die Behandlung anbetrifft, sind die "Tropeninstitute" wie das BNI in Hamburg sehr erfahren. Die haben hunderte Fälle pro Jahr. Was die vorsorgliche Beratung sowie regionale und saisonale Risikoabschätzung für einzelne Reiseziele anbetrifft, sind sie vielleicht nicht immer ganz so gut. Schaut man mal, was es noch alles an lustigen Krankheiten in anderen Ländern gibt - z.B. auch durch Zeckenbisse übertragen - dann ist die Aufmerksamkeitsverteilung völlig irrational. In vielen Ländern sind die Malariarisiken in den letzten Jahres auch stark gesunken, weil die große Erfolge in der Malariabekämpfung erzielen. In Namibia gab es 2001 z.B. noch über 1.700 Malariatote. 2011 gerade noch 36 und in einigen Jahren ist Malaria in Namibia nach aktuellen Prognosen wahrscheinlich ausgerottet. Wenn man sich da teilweise die Prophylaxeempfehlungen anschaut, dann scheinen die teilweise noch auf Daten von vor 10 Jahren zu beruhen.