Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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gelöscht

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von gelöscht »

laforcetranquille hat geschrieben:Ich habe mich in meinem Kommentar bewusst zurückhaltend geäussert und keinerlei Hisbolla-Parolen übernommen.
Zudem glaube ich mir ein wertfreies Urteil erlauben zu können.
Erstens bin ich kein Deutscher und muss mich nicht bis ins dritte Glied verfolgen und beschuldigen lassen......
Endlich weiß ich wie ein wertfreies Urteil aussieht :lol:

Und sollte es dich wirklich interessieren - fahr doch einfach mal hin, denn wie sagt Hermann Hesse in seiner "Indienreise":

"Nicht der Druckerschwärze trauen,
sondern selber gehn und schauen
scheint mir rechten Mannes Art."
Michael K.
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

muss man wirklich immer selbst hinfahren um zu wissen wie besch........ ein bestimmter Ort ist?Ich glaube nein.Ich bin nun 30 Jahre unterwegs und habe auf diesen Reisen einiges erlebt.Aber mit dem Alter kommt die Weissheit.Ich muss heutzutage nicht unbedingt nach Pakistan fahren um zu wissen das dort chaotische Zustände herrschen.Irgendwann weiss man das man sich an einer heissen Kochplatte die Finger verbrennt.

Grüsse

Michael
laforcetranquille
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von laforcetranquille »

Ich muss nicht auch noch dorthin fahren um mir ein Urteil bilden zu können.
Ich habe Jungbürger dieses Landes, von denen ja man eigentlich annehmen sollte sie seien weltoffen und nicht so verbohrt oder traumatisiert wie ihre Väter, viele Male im Ausland erleben dürfen .
Mein bescheidenes Urteil: ein rücksichsloses ,arrogantes Volk dessen Bürger meinen man könne sich überall alles erlauben und über geltende Minimalregeln des menschlichen Zusammenlebens hinwegsetzen.
Das kommt bei Jahrzehnten Unantastbarkeit und Kritikresistenz heraus. Der Bericht von der Grenze bestätigt dies nur noch zusätzlich.

Gruss Wim
schu achbar ?

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von schu achbar ? »

Da habt ihr Franzosen ja richtig Glück, dass ihr so eine rücksichtsvolle,non arrogante,selbstkritische Zuwanderergruppe habt, die selbst die kleinsten Feinheiten des menschlichen Zusammenlebens Tag f. Tag kleinlich beachtet. :mrgreen:
:wink:
Also, Ironie beiseite. ich bin selbst paliphil und nicht Zionisten- freundlich.
Aber Du kannst die Leute nicht alle als charakterlich verkommen darstellen.
Klar , Du kannst das sagen u. dieses Forum hält auch Deine Meinungsfreiheit sehr hoch. Aber ich finde das etwas übers Ziel hinausgeschossen, weil schlecht belegbar.
Es gibt durchaus auch mit Emphatie ausgestattete Israelis.
Das die Freundlichkeit an vielen Stellen in Israel zu wünschen übrig lässt hab ich schon oft gehört. Aber mir wurde auch schon an nordafrikanischen Grenzen
der gesamte "Hausstand" detektivisch zerlegt. Meist freundlich , aber auch nicht immer.
Ich denke, dass man bei den Zions mit einer ausgeprägten Paranoia rechnen muss. Genauso wie man vermutlich mit einem hebräischen Schriftzug am Auto bei der syrischen Grenzkontrolle so seinen Spass haben dürfte :mrgreen:
Nein, ich habs noch nicht ausprobiert :D
Oh je, wenn der Hans F. das liest, dann kannste Dich aber warm anziehn 8)
Lothar
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Lothar »

... ist es wirklich nötig oder sinnvoll, die Erfahrungen an dieser betreffenden Grenze so zu verallgemeinern ??

Wenn ein Nation glaubt, ihre Innere Sicherheit durch intensive Kontrollen gewährleisten zu müssen/ zu können, dann ist das eben so und damit finde ich mich dann zwangsläufig ab oder ich passiere diese Grenze nicht, sofern mir die Umstände vorher bekannt sind.

Was ich aber verurteile ist das unnötig respektlose und arrogante Verhalten speziell an dieser Grenze.

Bei der Einreise über Elat waren die Kontrollen auch scharf (Einzelgespräche, Fahrzeugkontrolle etc.), aber korrekt und freundlich. Ausreise über Haifa war ebenfalls ok – wen wundert es.

Im Übrigen hätte ich meine Reiseroute nicht wegen dieser „speziellen“ Grenzabfertigung geändert, weil ich mir durch solche Schikanen nicht die Tour vermasseln lasse. aber das liegt wahrscheinlich an meiner "mangelnden Reiseerfahrung" (<30 Jahre).


PS: Es besteht m.E. ein grosser Unterschied darin, ob jemand meinen „Hausstand“ in meinem Beisein untersucht oder nicht. Intensive Fahrzeugkontrollen sind ja nun keine so grosse Seltenheit.

Gruss

Lothar
dschirr
Beiträge: 71
Registriert: Fr 14. Mai 2010, 12:54

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von dschirr »

Hallo zusammen,

hier hat sich ja eine ganz nette Diskussion entwickelt. Als betroffener kann ich nur sagen man hat zwei überl zur Auswahl, Nuweiba oder Elat. Wir haben uns für Elat entscheiden, denn alles was ich gelesen habe schien es doch ganz unproblematisch. Die Sichertheitskontrollen sind nicht anders wenn man nach Ägypten einreisen will, was das Abpacken des Motorrads betrifft. Was geärgert hat sind das öffnen der Koffer ohne mein beisein und die Art ungläubige Nachfrage wegen dem Aufenthalt in Syrien.
Es wäre kein Problem gewesen, wenn man mich gebeten hätten die Koffer zu öffenen und gestände die verdächtig sind zu zeigen. Was allerdings den "Security Check" und der damit verbundenen Wartezeit von mehreren Stunden angeht, empfinde ich als Schikane. Wie gesagt war ich ja nicht alleine davon betroffen, sondern auch andere Sysrienreisende wurden anscheinend nur wegen dem Aufenthalt in Syrien dem Check unterzogen.

Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich totzdem den Weg genommen und gehofft, dass wir nicht betroffen sind.

Was das mit dem Moped angeht ist mehr als ärgerlich und hätte seitens der Abfertigung auch leichtens vermieden werden können, wenn man die Bematen nicht der Meinung wären, dass Sie die Fahrzeuge in die Halle fahren müssten. Das haben wir dem Manger auch direkt gesagt.

Gruß

Dirk
murphy
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Registriert: Di 18. Dez 2007, 11:46

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von murphy »

Hallo zusammen,

ich kann den Frust über das beschädigte Motorrad verstehen, jedoch hat es andere schon viel schlimmer erwischt. 2001 waren wir auch in Tabah ein- und auch wieder ausgereist, da standen wir auch beim Security-Check und ich war sehr aufgebracht über das lange Procedere am Zoll. Ein ebenso wartender Mopedfahrer hat meinen Ärger mitbekomen und empfahl mir sofort die Klappe zu halten, er berichtete er wäre ein Jahr vorher schon mal mit einen Motorrad eingereist und da hätte man ihm den Motorblock durchgeflext, weil eine Bombe darin vermutet wurde, da man nichts gefunden habe, hat man ihm 10000 Dollar Entschädigung verpasst, aber er stand dann ohne Fahrzeug da....
Erst ein Jahr später hielt ich diese Schilderung für glaubwürdig, da sind wir über den Gaza-Streifen eingereist, die Kontrollen (13h) dort waren noch eine massive Steigerung im Vergleich zu der 4 stündigen "Schnellabfertigung" in Tabah, erst bei den Israelis gut gefilzt ausgereist, dann auf der anderen Seite des Grenzstreifens wieder rein und dort wieder die Fahrzeugkontrolle bis hinter die Innenverkleidung. Die frühere DDR-Grenzanlage ist Kinderspielzeug dagegen gewesen....
In Israel selbst hatten wir nur nette und sehr nette Kontakte mit der Bevölkerung, jedoch hat uns die allseits vorhandene Millitärpräsenz nicht zugesagt.
dschirr
Beiträge: 71
Registriert: Fr 14. Mai 2010, 12:54

Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von dschirr »

Hallo zusammen,

nach langer Zeit der Abwesenheit - nein, mich hta nicht der Mossad verschleppt :wink: , wollte ich hier mal ein Update bringen.
Nachdem wir irgendwann dann doch wieder zuhause waren und ich nach Schätzung durch meinen BMW Händler endlich alle Unterlage an den israelichen Zoll geschickt hatte, tat sich erst mal gar nichts. Nach mehrfache Nachfrage ohne Erflog bin ich letzendlich im August über die Botschaft in Berlin gegangen. Es war der richtige Schritt :-) . Die Botschaft hat mir den dirket Kontakt zur staatlichen Verischerung vermittel und ab diesem Zeitpunkt verlie alles Reibungslos. Ich habe im November endlichen Scheck bekommen und der Schaden wurde vollständig übernommen. :-)

Ich kann jetzt endlich mit der Reise abschließen und nur froh sein, dass wir sowohl an der Grenze als auch hier so hartnäckig waren. Wirklich geholfen haben die Fotos und das "Gutachten" das ich gleich in Elat erstellen lassen habe.

Also allen ein gute Jahr 2012 und immer schöne die Kammera zücken.

Gruß

Dirk
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Achim Vogt
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Re: Erfahrung Grenzübergang Elat - Hänschen in der Grube

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Dirk,

was lange währt, wird auch mal gut. Ich war überrascht, als ich hörte, wie am Ende alles ausgegangen ist. Das ist doch mal eine positive Nachricht und macht sicher anderen Reisenden Mut. Und auch mit Blick auf die vorangegangene Diskussion in diesem Thread sollte doch noch mal angemerkt werden, dass es vermutlich wenige arabische Zollbehörden gäbe, die sich am Ende so verhalten würden. Herzlichen Dank, dass Du das Update hier ins WüSchi eingestellt hast!

Gute Reisen und alles Gute für 2012!
Achim
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