Bombenanschlag in Djibouti (Dschibuti)

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Achim Vogt
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Bombenanschlag in Djibouti (Dschibuti)

Beitrag von Achim Vogt »

Bei einem schweren Bombenanschlag auf das Restaurant "La Chaumière" in Djibouti sind drei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere wurden verletzt, darunter drei deutsche Soldaten.

Dschibuti: Drei Deutsche bei Selbstmordanschlag verletzt
(SPIEGEL Online, 25. Mai 2014)

Gerade erst hatte ich am Sonntag noch einmal darüber nachgedacht, ob der Hafen von Djibouti nicht doch eine längerfristige Alternative zu der derzeit schwierigen Anreise über den Nahen Osten nach Afrika (inklusive der Schiffsanreise von der Türkei nach Ägypten oder des Transits durch Libyen) sein könnte - und nun das. Nun warnt das AA und rät von "nicht unbedingt notwendigen Reisen" nach Djibouti ab - womit dann ein weiteres Schlupfloch geschlossen wäre.

Irgendwie verrückt. Seit Jahren war es in Djibouti trotz der schwierigen Nachbarschaft mit Somalia ruhig geblieben. Nur einmal gab es einen ähnlich verheerenden Anschlag in Djibouti. Das war im Jahr 1987, als am 18. März eine Bombe ebenfalls im Café des Hotels "L'Historil" explodierte. Bei dem Anschlag kamen seinerzeit vier junge Meeresbiologen ums Leben, unter ihnen Marco Buchalla, der Sohn des langjährigen Nahostkorrespondenten der Süddeutschen Zeitung, Carl Buchalla. Vier andere überlebten schwer verletzt. Eine ausführliche Schilderung des Geschehens damals gibt es hier (mit den Inhalten des Artikels bin ich nicht immer einverstanden, aber ich erinnere mich noch gut, dass die Angehörigen der Opfer damals ziemlich sauer auf die Bundesregierung waren):

Forschungsreise in den Tod

Viele Grüße
Achim
lukas1980
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Re: Bombenanschlag in Djibouti (Dschibuti)

Beitrag von lukas1980 »

Also ich bin übermorgen in Djibouti, Bomben hin oder her... Bombenanschläge gabs auch in Paris, London, Madrid und ich erinnere mich vage, dass es 2001 auch in NY mal so was gegeben hat. Trotzdem wäre keiner auf die Idee gekommen, von "nicht unbedingt notwendigen Reisen" in diese Städte bzw. Länder abzuraten... Bombenanschläge kanns immer und überall geben. Pech wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist.

Lg
Lukas
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Achim Vogt
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Re: Bombenanschlag in Djibouti (Dschibuti)

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Lukas,

im Prinzip hast Du natürlich völlig recht - aber das gilt in diesen Zeiten im Allgemeinen nur für Länder, in denen es als große Ausnahme zu einem solchen Anschlag kommt.

Die Ash-Shabab-Milizen aus Somalia haben sich allerdings in der Region eher als Regel etabliert. Zu einem Problem würde es in Djibouti, wenn es in Zukunft regelmäßig zu solchen Attacken käme. Angesichts der hohen Präsenz amerikanischer, französischer und anderer europäischer einschließlich deutscher Militärs in dem winzigen Land sind diese natürlich ein dankbares Ziel. Und da sich in Somalia (vermutlich allerdings eher in Puntland als im Hoheitsgebiet der Ash-Shabab) manch einer über die Erfolge der Anti-Piraten-Mission ärgern dürfte, die von Djibouti aus operiert, kommt also noch ein wichtiges Motiv hinzu.

Dennoch wünsche ich Dir natürlich viel Spaß in Djibouti. Ich hoffe, Du hast Zeit, auch etwas von den Sehenswürdigkeiten (Lac Assal, Lac Abbé, etc.) zu sehen.

Viele Grüße und gute Fahrt!
Achim
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