Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

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Alexander
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Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Alexander »

Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Wirtschaftliche und politische Machtspiele

Die territorialen Grenzen in der Sahara zwischen Mali, Niger, Algerien und Libyen sind von jeher durchlässig, und die Tuareg nutzen sie für ihre Strategien mit Handel, Schmuggel und Migration. Doch seit dem Libyen-Krieg hat sich viel verändert. Zudem sind neue Akteure auf den Spielplatz Sahara gekommen, die an den Ressourcen der Region interessiert sind. mehr...

Grüsse
Alexander
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Uwe Schmitz
Moderator
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Uwe Schmitz »

während ich das so lese, kommt mir der gedanke, dass es für meine generation keine gelegenheit mehr geben wird, die zentrale sahara frei und unbesorgt bereisen zu können...
uwe
wuefu
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von wuefu »

Hallo,

der Meinung muss ich mich (leider) anschließen.

Sehr guter Artikel - hatte mir das bisher immer sehr einfach vorgestellt.
Libyscher Herrscher weg, dann ein Jahr warten und es kann wieder dorthin gefahren werden. Aber das dauert wohl Jahrzehnte bis sich die Lage dort wieder beruhigt.

(Vielleicht hätte man nicht zig. hundert Milliarden in diverse Rettungsschirme für Banken und Staaten packen sollen, sondern etwas mehr Wohlstand für die Ärmsten dieser Welt.
Dann wären die Leute vor Ort zufriedener, weniger Kriege und ein gelöstes Flüchlingsproblem).

Michael
Christoph
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Christoph »

ja, dieser Artikel ist sehr gut geschrieben und scheint leider der Realität zu entsprechen.
Auch ich glaube, dass zumindest für unsere Generation das Reisen in die Sahara, so wie wir es gewohnt waren, vorbei ist.
Einerseits bin ich traurig darüber, andererseits sehr dankbar, dass ich seit Beginn der 80er Jahre viele unbeschwerte Reisen in diese traumhafte Gegend unternehmen durfte.
Ich bin immer schon der westlichen Einmischung in Libyen sehr kritisch entgegengestanden und die Geschichte gibt mir leider recht - in Libyen ist es für die gesamte Bevölkerung nur noch viel schlimmer geworden !!

Gerade in dieser kalten Jahreszeit schauen wir Filme und Dias von damals und schwelgen in der Vergangenheit !

Christoph

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PeterM
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von PeterM »

..allgemein d'accord, ich finde es nur "fast schon lustig", wie die Touareg als Unschuldsengel präsentiert werden: Aus Libyen kamen die ganzen früheren "Aufstandskämpfer" retour, die sozial nicht mehr eingebunden sind, und der West-Ost-Drogentransport kommt nicht vor..

Grüsse
Peter
Kuno
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Kuno »

Christoph hat geschrieben:...in Libyen ist es für die gesamte Bevölkerung nur noch viel schlimmer geworden !!
Christoph: Ende Mai 1945 ging es den meisten Deutschen auch nicht so gut - trotzdem bin ich der Meinung das damals die Einmischung der Amerikaner, die (unter anderem) zu diesem Zustand gefuehrt hat ganz und gar nicht verkehrt war. Das sehe ich fuer Libyen aehnlich. Die Libyer haben noch viel Arbeit vor sich (das hatten die Deutschen damals auch...). Allerdings haben die Libyer den Vorteil, dass sie kein Geld von Aussen brauchen sondern dass sie das Geld tatsaechlich haben - vorwiegend in der form von Erdoel und nicht in wertlosen Garantien und bedruckten Zetteln... Insofern steht der Libysche Staatshaushalt weit besser da als zB. der der meisten EH-Laender. Das gibt dem Land viele Moeglichkeiten, die zB Aegypten nicht hat. Die Libyer werden diese Nutzen - so wie sie es fuer richtig finden.
Alexander
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Alexander »

Kuno,
du willst doch nicht Deutschland mit Libyen vergleichen. Das sind doch Birnen und Äpfel.
Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Kuno »

Es sind immer Birnen und Aepfel - klar, das stimmt. Das Beispiel habe ich auch nur herangezogen, weil es zeigt, dass es ohne Einfluss von Aussen - manchmal auch militaerischen Einfluss- oftmals nicht moeglich ist, dass ein Volk seinen eigenen Unterdruecker loswird... und dass nach dem Umsturz oftmals nicht gleich alles so ist, wie man sich das erhofft hat.
Christoph
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von Christoph »

Kuno,

ich würde mir zwar wünschen, dass du recht behälst, sehe es aber so wie Alexander.

Solange Libyen die Stammesfehden nicht unter Kontrolle bringt - wie das geschehen soll, ist mir aber schleierhaft - wird in diesem Land auf Dauer Mord, Terror und Folter herrschen.
laforcetranquille
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Re: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass?

Beitrag von laforcetranquille »

Die Geschichte zeigt das die nachrevolutionären Phasen teilweise viel länger dauern und von mehr Gewalt und Instabilität geprägt sind als die Revlution selber. Zusammenbrechende Machtgebilde hinterlassen immer ein Chaos, auch an der Peripherie. Das war schon zum Ende des Imperium Romanum so. Wir sollte nicht erwarten das zu unseren Lebzeiten ein nach unseren Masstäben unbeschwertes Reisen wie in den 70/80ern in der Zentralsahara wieder möglich sein wird. Und wie Mad Max unterwegs zu sein habe ich auch keine Lust und bin auch wohl schon zu alt dazu. Wie Es ist nicht nur die Zentralsahara die sich ändert, sondern die Bedingungen auf der gesamten Welt. Diesen Welt hat andere Probleme als den Luxus-Wüstentourismus einiger Priviligierter aus wohlhabenden Staaten.
Es war eine "andere Zeit" und auch ich schwelge gerne in Erinnerungen ,schaue mir alte Photos an und bin froh diese Reisen damals unternommen zu haben, auch wenn ich damals schon auf Grund des Elends mit welchem man konfrontiert wurde, ein unwohles Gefühl bekommen habe.
Den Artikel habe ich mit Interesse gelesen. Viele Einzelaspekte die mir bekannt waren fügen sich zu einem Ganzen und man versteht die Zusammenhänge besser.

Gruss Wim
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