Die Amtszeit des Präsidenten ist offiziell abgelaufen. Doch der will sich - wenn überhaupt - erst Ende des Jahres einer Wiederwahl stellen. Opposition und Zivilgesellschaft sprechen von einem Staatsstreich ...
Die Opposition läuft Sturm, stößt aber auf zunehmende Apathie seitens der Bevölkerung, die unter einer empfindlichen Wirtschaftskrise leidet und in Hoffnungslosigkeit zu versinken scheint. Nuno Nabiam, ehemaliger Premierminister und Vorsitzender der oppositionellen Parteienallianz API, versichert im DW-Interview, dass Protestaktionen unumgänglich seien. Das ganze Land müsse stillstehen, bis die Verfassungsordnung wieder hergestellt sei.
Die Regierung von Guinea-Bissau hat am 15. August portugiesische Medien ausgewiesen. Die Maßnahme droht, die Pressefreiheit vor den anstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen am 23. November 2025 massiv einzuschränken und löst international Kritik aus ...
ACHTUNG: Wer immer sich gerade in Guinea-Bissau aufhält: Lasst allerhöchste Vorsicht walten!
Birgitt hat es eben bei den Reise- und Sicherheitshinweisen bereits gepostet: In Guinea-Bissau hat sich - einen Tag vor der geplanten Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses - offenbar ein Putsch oder zumindest ein Putschversuch ereignet.
Vor wenigen Stunden hatte die Nachrichtenagentur Reuters lediglich von "Gewehrfeuer" rund um den Präsidentenpalast gesprochen. Inzwischen meldet auch Reuters einen Putsch:
Das Militär hat die Macht übernommen. General Horta Nta Na Man wurde als Übergangspräsident von Guinea-Bissau vereidigt. Laut Al Jazeera blieb es am Donnerstag in der Hauptstadt Bissau weitgehend ruhig, Soldaten patrouillierten auf den Straßen und viele Einwohner blieben auch nach Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre in ihren Häusern. Geschäfte und Banken blieben geschlossen. Das Militär soll versucht haben, das Internet zu sperren ...
Ein Putsch ist in Afrika keine Seltenheit, aber ob es in Guinea-Bissau einer war, ist zweifelhaft. Er sieht sehr nach „Operation Machterhalt“ aus. Ein Kommentar von Dominic Johnson ...
Als putschende Militärs am 26. November 2025 die Macht übernahmen, erklärten sie, das Land von Drogenkartellen befreien zu wollen [...] Die DW stieß bei ihren Recherchen auf eine Mauer des Schweigens: Diejenigen, die bereit waren mit der DW über das Thema zu sprechen – aufgrund der heiklen Lage meist vertraulich – zeichneten das Bild eines Staates Guinea-Bissau, in dem sich politische und militärische Akteure kaum noch von den mafiösen Strukturen trennen lassen, gegen die sie angeblich vorgehen ...
Weniger als ein Jahr nach seinem Sturz will Umaro Sissoco Embaló nach Guinea-Bissau zurückkehren – und erneut Präsident werden. Seine Kandidatur trifft auf ein Land mit neuer Verfassung und einer noch immer von Militärs geführten Übergangsordnung. Seine Rückkehr nach Bissau hat Embaló für den 4. Oktober 2026 angekündigt. Die Präsidentschaftswahl soll am 6. Dezember 2026 stattfinden und die seit November 2025 dauernde militärische Übergangsphase beenden ...
Laut AA sind in diesem Zusammenhang erhöhte Aktivitäten der Sicherheitskräfte zu verzeichnen. Die Sicherheitslage ist angespannt; vereinzelt gibt es Berichte über Zwischenfälle mit Schusswaffeneinsatz. Kurzfristige Verschlechterungen, insbesondere Unruhen im Vorfeld der angekündigten Wahlen, können nicht ausgeschlossen werden. Es kann jederzeit erneut zur Verhängung von Ausgangssperren und weiteren Einschränkungen kommen. Quelle: AA