Der Norden Malis gilt als gefährliche Region für westliche Ausländer – umso mehr, seit Rebellen die Region kontrollieren. Gestern ist eine Schweizer Missionarin von Bewaffneten entführt worden [...] Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte heute die Entführung in der Oasenstadt Timbuktu [...] «Sie war bekannt in der Stadt», sagte ein weiterer Bewohner von Timbuktu. Sie sei in der Stadt herumgegangen und habe versucht, Leute zum Christentum zu konvertieren. Nach übereinstimmenden Aussagen ist die rund 40-jährige Frau eine sozial engagierte Missionarin, die seit Jahren in Timbuktu lebt und mehrere lokale Sprachen spricht.
Siehe diesbezüglich auch den Kommentar von flamejd im Tuareg-Thread ML / Tuareg-Rebellion 2012
Möglicherweise entpuppt sich die Entführung ja doch als Rettung ....
Ich hab den folgenden Artikel online nicht mehr gefunden:
Evangelikale werden für riskante Missionseinsätze belohnt
500 Schweizer missionieren besonders intensiv in gefährlichen Gebieten. Das provoziert Entführungen.
Von Maurice Thiriet
Während im Jemen eine Bülacherin in der Gewalt von Entführern ist, ist im afrikanischen Staat Mali eine weitere Schweizerin gekidnappt worden.
(...)
Die 40-Jährige soll gemäss Nachbarn einer regen evangelikalen Missionstätigkeit nachgegangen sein. Sie befolgte weder den Rat des Aussendepartements, das Land zu verlassen, noch meldete sie sich bei den Tuareg, die vor der Ankunft der Islamisten die verbliebenen Westler evakuierten. «Wir haben zwei Engländer, drei Franzosen und einen Spanier in den Süden gebracht. Von der Schweizerin wussten wir nichts, was wir sehr bedauern», sagt Tuareg-Sprecher Moussa Ag Assarid gegenüber dem TA.
Auch bei der Jemen-Geisel verdichten sich Hinweise auf einen missionarischen Hintergrund. Das Flammensymbol auf dem Logo des International Learning Center, an dem die Frau unterrichtete, deutet auf eine missionarische Tarnorganisation hin, sagt Georg Schmid, Experte für die Szene evangelikaler Freikirchen. «Die Flamme symbolisiert den Heiligen Geist und die göttliche Liebe», sagt Schmid.
Der Religionswissenschaftler schätzt die Zahl der Schweizer, die trotz Verbot und in gefährlichen Gegenden missionieren, auf rund 500. Insbesondere Evangelikale liessen sich auf immer gefährlichere Missionen ein. «Es kann im freikirchlichen Umfeld hohes Ansehen einbringen, für die Verbreitung des Evangeliums sein Leben zu riskieren», sagt Schmid. Neben Abenteuerlust seien auch religiöse Gründe dafür verantwortlich: «Viele freikirchliche Menschen glauben, dass Jesus dann wiederkommen wird, wenn alle Menschen ihre Chance, sich für oder gegen das Christentum zu entscheiden, wahrnehmen konnten. Deshalb werden die verbotenen Zonen besonders intensiv beackert.»
Tages-Anzeiger; 17. April 2012, S. 12
Zur Qualität der Meldungen: http://www.gate-tourismus.de/downloads/ ... t_mali.pdf
Seite 126, Interview wird von Silke Krause auf den 29. Sept. 2000 datiert. Damals gab Frau Beatrice St. an, 40 Jahre alt zu sein und als Missionarin / Hauspflegerin zu arbeiten. Einerseits soll sie in der Stadt bekannt gewesen sein, anderseits wollen die Tuareg nichts von ihr gewusst haben... Verstehe und begreife, wer wolle. Bei zahlreichen Presseorganen wird das Alter auch diese Woche noch mit 40 Jahren angegeben, Copy and Paste lässt grüssen...
Beatrice Stockly, a Swiss woman abducted last week in rebel-held Timbuktu in northern Mali has been snatched from her captors by armed Islamists who want to free her, several security sources said Sunday. "On Saturday two armed groups clashed in the Timbuktu region over the Swiss hostage. One group was detaining her and the other wanted to free her," said a security source, based in a country neighbouring Mali.
Im Fall der entführten Schweizerin in Mali gibt es offenbar Bewegung. Gemäss der der französischen Nachrichtenagentur AFP könnte die Freilassung unmittelbar bevorstehen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) prüft derzeit diese Information.
Gut eine Woche nach der Entführung einer Schweizerin in Mali gibt es Grund zur Hoffnung. Nach Medienberichten soll sich die Frau in den Händen einer bewaffneten Bewegung im Norden des Landes befinden, schreibt die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Freilassung stehe kurz bevor schreibt sie unter Berufung von angeblich sicherer Quelle.... http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... -bald-frei
Mich dünkt, manche Leute in Timbuktu haben einen grossen Respekt vor dieser Frau und ihrer Arbeit in den letzten Jahren.
Angeblich soll sie freigelassen werden, wenn sie verspricht "nicht mehr nach Timbuktu zurückzukehren"
Une affaire à suivre!
Eine Mitte April im Norden Malis verschleppte Schweizerin ist wieder frei. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurde sie freigelassen und den Sicherheitsdiensten von Burkina Faso übergeben. Die Frau traf auf einem Pritschenwagen ein.
Eine Mitte April im Norden Malis verschleppte Schweizerin ist wieder frei. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurde sie freigelassen und den Sicherheitsdiensten von Burkina Faso übergeben. Die Frau traf auf einem Pritschenwagen ein. Bei ihrer Ankunft legte sie ihr schwarzes Gewand und ihren schwarzen Turban ab, bevor sie in einen am Morgen aus Burkina Faso eingetroffenen Hubschrauber stieg.... http://www.donaukurier.de/nachrichten/t ... 76,2597294
A Swiss woman who was kidnapped and briefly held by an al-Qaida-linked group last year has returned to the northern Malian town of Timbuktu, from where she was taken, residents said on Monday. Beatrice Stockli, the former hostage, was seen in Timbuktu over the weekend, said Diadie Hamadoun Maiga, vice president of the crisis cell created in Timbuktu to deal with the al-Qaida occupation. “It’s true. I saw her yesterday at the market,” said Maiga. “She told me that she had never wanted to leave.”