Hallo,
Immerwieder liesst man in Reiseberichten, das die Protagonisten Medikamente verteilt haben. Ausserdem kennen wir es ja wahrscheinlich alle an Checkpoints oder einfach so nach Medikamenten, vor allem gegen Kopfschmerzen gefragt zu werden.
Es scheint also unter Reisenden eine recht beliebte Beschäftigung zu sein.
Es scheint, Oberflächlich gesehen, auch eine nette Tat zu sein. Es fühlt sich nicht so wie das stumpfsinnige Verteilen der Cadeaux an, man glaubt man tut den Menschen etwas wirklich Gutes, was auch direkt bei ihnen ankommt.
Dabei ist das meiner Meinung nach höchst gefährlich!
Hier die Medizinischen Gründe:
Verteilt man Antibiotika so muss man leider davon ausgehen, das sie nicht fachgerecht eingenommen werden, und so resistente Bakterien herranzüchten. Die Folge: Ein Infekt verschlimmert sich und wird noch schwerer zu bekämpfen. Ausserdem wird er oft ansteckender.
Aspirin: Da es mittlerweile das grösste Laienmedikament ist, ist uns nicht mehr bewusst, das auch das A. ernsthafte Nebenwirkungen (Von Sodbrennen bis zu Magen-Darm Blutungen, Verlängert Blutungszeit von Verletzungen sowie Asthmaanfälle usw) besitzt.
Paracetamol:
Verursacht schwere Leberschäden bei Überdosierung! Wird zb. auch bei Suiziden benutzt. Davon rate ich allerdings ab, es werden tagelange schreckliche Schmerzen beschrieben.
Tödliche Fälle sind schon ab 8 Gramm d.h. 16 Tabletten bei GESUNDEN ERWACHSENEN bekannt. Bei einem Leberkranken Kind könnte bereits eine viel kleinere Dosis fatal sein.
Ich dachte schon ein paar Mal daran, einfach normale Brausetabletten zu verteilen, aber zu behaupten das diese Medikamente sein ist auch höchst unethisch.
Ausserdem ist das gegebene Medikament doch auch nicht so viel anders als ein Cadeaux, und genau die wollen wir ja wirklich nicht verteilen...
Zum Schluss eine Anekdote aus Mauretanien:
Eine ältere Frau aus einer Beduinenfamilie, bei der wir die Nacht verbrachten signalisierte ausdrucksstark das sie Kopfschmerzen hatte.
Damals dachte ich leider noch nicht so wie heute, und rückte ein paar der guten Aspirin-Brausetabletten raus. Mithilfe eines jugendlichen Übersetzers erklärte ich mehrfach und unmissverständlich wie diese zu nehmen sein. Die Dame bedankte sich gleichgültig und entfernte sich.
Aus dem Augenwinkel herraus sah ich wie der Patriarch der Familie alle Tabletten auf einmal in einem Becher auflöste und mit einem Zug trank.
Medikamente in Afrika
Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Süd-Sudan, Äthiopien, Somalia, Senegal, Gambia, Bissau, Guinea, Sierre Leone, Liberia, Cote d' Ivoire, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrika, Eritrea, Djibouti
Moderator: Moderatoren
Antworten
1 Beitrag
• Seite 1 von 1
Zurück zu „Sahel mit südlichen Anrainern“
Gehe zu
- Forumsangelegenheiten
- ↳ Wichtige Meldungen zum Forum
- ↳ Feedback
- Land und Leute
- ↳ Maghrebstaaten und Nordafrika
- ↳ Sahel mit südlichen Anrainern
- ↳ Südliches Afrika
- ↳ Naher und Mittlerer Osten
- ↳ Asien/Seidenstraße
- ↳ Osteuropa und Balkan
- ↳ Nord-, Mittel- und Südamerika
- ↳ Fauna und Flora
- ↳ Sicherheitshinweise/ Gefahren
- ↳ Meinungen zur Sicherheitslage
- ↳ Travel Info Center
- ↳ Reisemedizin
- Foto-Routing und Reiseberichte
- ↳ Reiseberichte
- ↳ Reiseblogs
- Fortbewegung und ihre Hilfsmittel
- ↳ unmotorisierte Fortbewegung
- ↳ unterwegs mit dem 4x4
- ↳ Reisen mit dem Pkw und Motorrad
- ↳ Langzeitparken
- ↳ KFZ-Hilfe und Werkstätten vor Ort
- ↳ Werkzeugkiste
- ↳ Orientierungstools
- ↳ Schiffs- und Fährverbindungen
- Literatur
- ↳ Reiseführer und Sachbücher
- ↳ Belletristik, Musik und Kunst
- ↳ Filme
- Politik und Gesellschaft
- ↳ Tourismus und Folgen
- ↳ Geschichte und Archäologie
- ↳ Presseclub
- Kultur und Gesellschaft
- ↳ Veranstaltungstipps
- ↳ Wüstenkombüse
- Der Wüstenschiff Basar
- ↳ Suche
- ↳ Angebote
- ↳ Container Sharing
- ↳ Mitfahr-Börse
- ↳ Single - Partnerbörse
- ↳ Jobbörse




