ML / Tuareg-Rebellion 2012
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Götz Krieger
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
"Mali fleht beim Internationalen Strafgerichtshof um Hilfe
Menschen werden ausgepeitscht und ermordet, Denkmäler zerstört: Seit Monaten tobt in Mali ein brutaler Bürgerkrieg. Die Regierung hofft nun auf Hilfe aus Den Haag. Sie hat den Internationalen Strafgerichtshof um Ermittlungen gegen die Rebellen im Norden gebeten.
Den Haag - Die Lage in Mali ist außer Kontrolle geraten, gegen das Vorgehen der Rebellen im Norden des Landes kann die Regierung kaum noch etwas ausrichten. Jetzt setzt sie auf Hilfe aus dem Ausland. Sie hat den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gebeten, wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt Ermittlungen aufzunehmen..."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 45193.html
Gruß
Götz
Menschen werden ausgepeitscht und ermordet, Denkmäler zerstört: Seit Monaten tobt in Mali ein brutaler Bürgerkrieg. Die Regierung hofft nun auf Hilfe aus Den Haag. Sie hat den Internationalen Strafgerichtshof um Ermittlungen gegen die Rebellen im Norden gebeten.
Den Haag - Die Lage in Mali ist außer Kontrolle geraten, gegen das Vorgehen der Rebellen im Norden des Landes kann die Regierung kaum noch etwas ausrichten. Jetzt setzt sie auf Hilfe aus dem Ausland. Sie hat den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gebeten, wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt Ermittlungen aufzunehmen..."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 45193.html
Gruß
Götz
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Ansar Dine soll sich "lösen" und an Verhandlungen teilnehmen, aber sonst sind die Islamisten so böse, dass das nur der Auftakt für R2P sein kann (responsibility to protect):
New York Times aus einem Flüchtlingslager in Mauretanien
Spannend, dass das gerade in dem unsichersten Eck von Mauretanien funktioniert, Journalisten "freiwillig" hinfahren - ich bin beeindruckt.
Grüsse
Peter
New York Times aus einem Flüchtlingslager in Mauretanien
Spannend, dass das gerade in dem unsichersten Eck von Mauretanien funktioniert, Journalisten "freiwillig" hinfahren - ich bin beeindruckt.
Grüsse
Peter
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Mich wundert eher dass erst jetzt Journalisten in Mberra waren. Vor 3 Monaten war das Camp schon "halb voll", also fast 50,000 Fluechtlinge dort. Auch wurden vor 3 Monaten erstmals seit Juni letzten Jahres wieder "westliche" Mitarbeiter von Hilfsorganisationen dorthin geschickt. Nunja, es ist wohl nicht so leicht erreichbar (fuer die Presse) wie die Camps in Burkina Faso und Niger.
Und nochmal @Bodensee, warum sollten die Tuaregs jetzt aufatmen koennen?
Und nochmal @Bodensee, warum sollten die Tuaregs jetzt aufatmen koennen?
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Götz Krieger
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Auswirkungen der verschiedenen Bürgerkriege
"Heuschrecken bedrohen Ernten in Niger und Mali
Rom. - Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat vor einer Heuschrecken-Plage in Niger und Mali gewarnt. Riesige Schwärme der Insekten seien von Algerien und Libyen in den Norden Malis und Nigerias gelangt, teilte die FAO am Dienstag in Rom mit. Dort bedrohten sie nun die Ernten.
Nach Angaben der FAO konnten sich die Wüstenheuschrecken im Gegensatz zu früheren Jahren nach Süden ausbreiten, weil sie in Libyen und Mali aufgrund der Bürgerkriege und der politischen Unsicherheit nicht mehr effektiv bekämpft wurden. Heftige Regenfälle im Norden Nigers und Malis begünstigen die Fortpflanzung der Tiere.
FAO-Experte Keith Cressman erklärte, die günstigen Bedingungen für die Vermehrung der Heuschrecken könnten zu einer zweiten Generation der Insekten führen, die sich Ende des Sommers nach Mauretanien, Algerien, Libyen und in den Süden Marokkos ausbreiten könnte. Auch in der westafrikanischen Sahelzone wären dann die Ernten bedroht..."
http://www.epo.de/index.php?option=com_ ... 99:topnews
Gruß
Götz
"Heuschrecken bedrohen Ernten in Niger und Mali
Rom. - Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat vor einer Heuschrecken-Plage in Niger und Mali gewarnt. Riesige Schwärme der Insekten seien von Algerien und Libyen in den Norden Malis und Nigerias gelangt, teilte die FAO am Dienstag in Rom mit. Dort bedrohten sie nun die Ernten.
Nach Angaben der FAO konnten sich die Wüstenheuschrecken im Gegensatz zu früheren Jahren nach Süden ausbreiten, weil sie in Libyen und Mali aufgrund der Bürgerkriege und der politischen Unsicherheit nicht mehr effektiv bekämpft wurden. Heftige Regenfälle im Norden Nigers und Malis begünstigen die Fortpflanzung der Tiere.
FAO-Experte Keith Cressman erklärte, die günstigen Bedingungen für die Vermehrung der Heuschrecken könnten zu einer zweiten Generation der Insekten führen, die sich Ende des Sommers nach Mauretanien, Algerien, Libyen und in den Süden Marokkos ausbreiten könnte. Auch in der westafrikanischen Sahelzone wären dann die Ernten bedroht..."
http://www.epo.de/index.php?option=com_ ... 99:topnews
Gruß
Götz
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Drogenhandel finanziert die Islamisten:
http://www.maliweb.net/news/insecurite/ ... 81077.html
Die Amerikaner schätzen die Zahl der Terroisten in Mali auf rund 6000 Leute. Anhänger der Islamisten sollen aus allen Nachbarländern stammen:
http://www.maliweb.net/news/insecurite/ ... 80992.html
flamejd – Warum die Touarges aufatmen können:
Mit dem angekündigten Verzicht auf einen eigenen (utopischen) Staat und dem Verlangen nach einer Art Autonomie sind sie jetzt als Gesprächspartner am Konferenztisch genauso willkommen wie als Kenner der Wüste und als Kämpfer gegen die Islamisten. Arbeiten die Touaregs über die einzelnen Landesgrenzen zusammen, so können sie in Kooperation mit den Soldaten den Fundis und Drogenschmugglern innert kurzer Zeit grossen Aerger bereiten. Bisher haben einige Gruppen davon profitiert, dass sie entweder für Wegschauen oder fürs sofortige Vergessen bezahlt wurden...
Wer immer die Touaregs engagiert, muss sich im Klaren sein, dass sie nicht nur Ueberlebenskünstler waren und sind, sondern auch Weltmeister im Frontenwechsel.
Heutzutage werden jedoch auch die zeitweiligen Freunde via Drohnen, Flugzeugen und Satelliten ausgespäht, was die Wiederholung früherer Eskapaden tunlichst verbietet.
http://www.maliweb.net/news/insecurite/ ... 81077.html
Die Amerikaner schätzen die Zahl der Terroisten in Mali auf rund 6000 Leute. Anhänger der Islamisten sollen aus allen Nachbarländern stammen:
http://www.maliweb.net/news/insecurite/ ... 80992.html
flamejd – Warum die Touarges aufatmen können:
Mit dem angekündigten Verzicht auf einen eigenen (utopischen) Staat und dem Verlangen nach einer Art Autonomie sind sie jetzt als Gesprächspartner am Konferenztisch genauso willkommen wie als Kenner der Wüste und als Kämpfer gegen die Islamisten. Arbeiten die Touaregs über die einzelnen Landesgrenzen zusammen, so können sie in Kooperation mit den Soldaten den Fundis und Drogenschmugglern innert kurzer Zeit grossen Aerger bereiten. Bisher haben einige Gruppen davon profitiert, dass sie entweder für Wegschauen oder fürs sofortige Vergessen bezahlt wurden...
Wer immer die Touaregs engagiert, muss sich im Klaren sein, dass sie nicht nur Ueberlebenskünstler waren und sind, sondern auch Weltmeister im Frontenwechsel.
Heutzutage werden jedoch auch die zeitweiligen Freunde via Drohnen, Flugzeugen und Satelliten ausgespäht, was die Wiederholung früherer Eskapaden tunlichst verbietet.
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Michael Escher
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Das haben sie aber, wie ich schon weiter oben geschrieben habe, dementiert.Bodensee hat geschrieben:Mit dem angekündigten Verzicht auf einen eigenen (utopischen) Staat
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Gerhard Göttler
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
"..... Ueberlebenskünstler waren und sind, sondern auch Weltmeister im Frontenwechsel."
Ich denke ernstlich, dass zum Überleben in bestimmten Regionen kaum eine andere Wahl besteht, als ggf die Fronten schnell zu wechseln. Von sicherem Boden aus lässt sich leicht überlegt handeln, ist er jedoch unsicher und bricht gelegentlich ganz weg, greift man nach dem sprichwörtlichen Strohhalm. Wie soll sich denn ein sagen wir mal 20jähriger Targi in z.B. Kidal nicht nur aktuell sondern in den letzten zwei, drei Jahren verhalten? Viehhalter werden wie sein Großpapa? Das Leben dort ist schon verdammt schwer. Und ich bin froh, dass ich hier auf der - zum Glück auch noch ab und zu verregneten - Sonnenseite des Lebens sitze!
Gerhard Göttler
Ich denke ernstlich, dass zum Überleben in bestimmten Regionen kaum eine andere Wahl besteht, als ggf die Fronten schnell zu wechseln. Von sicherem Boden aus lässt sich leicht überlegt handeln, ist er jedoch unsicher und bricht gelegentlich ganz weg, greift man nach dem sprichwörtlichen Strohhalm. Wie soll sich denn ein sagen wir mal 20jähriger Targi in z.B. Kidal nicht nur aktuell sondern in den letzten zwei, drei Jahren verhalten? Viehhalter werden wie sein Großpapa? Das Leben dort ist schon verdammt schwer. Und ich bin froh, dass ich hier auf der - zum Glück auch noch ab und zu verregneten - Sonnenseite des Lebens sitze!
Gerhard Göttler
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Derjenige, der das dementiert hat "ist kein Politiker..." Sieht man ja immer wieder dass die Leute (fast) an der "Front" und die in Europa sich wieder mal nicht einig sind. Ob das so klappen kann, wag ich ja noch zu bezweifeln.Michael Escher hat geschrieben:Das haben sie aber, wie ich schon weiter oben geschrieben habe, dementiert.Bodensee hat geschrieben:Mit dem angekündigten Verzicht auf einen eigenen (utopischen) Staat
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Bitte, Gerhard, das denkst diu aber nicht wirklich "ernstlich"; oder?Gerhard Göttler hat geschrieben:Ich denke ernstlich, dass zum Überleben in bestimmten Regionen kaum eine andere Wahl besteht, als ggf die Fronten schnell zu wechseln.
Ich finde es immer wieder nteressant, wie man das Verhalten der Tuareg zu beschoenigen versucht. Sagen wir doch einfac einmal wie es ist:
Jahrhundertelang haben sie sich ihre blauen Tuecher leisten koennen, weil sie im Sueden schwarze Sklaven holten und diese im Norden verkauften und auf dem Rueckweg noch eine Handelskarawane die vom Norden in dne Sueden unterwegs war um einen Teil ihrer schweren Last erleichterten.
Die Tuareg sind nicht Opfer - zu mindest nicht nur. Sie waren und sind auf jeden Fall auch Taeter.
Nebst dem, dass sie sich untereinander selten einig waren, haben sie es grundsaetzlich versaeumt substantielle Allianzen mit anderen Voelkern einzugehen. Das war nicht noetig, als sie die wenigen Schluesselstellen des Saharahandels "kontrollieren" konnten - aber spaetestens beim Wechsel ins 20 Jahrhundert haette es einigen schlaueren Koepfen daemmern sollen, dass die Zeiten sich aendern. Hat es aber nicht.
Kommen wir in die Gegenwart.
Dass die Tuareg nicht nur stille Beobachter bei all dem Geiselzirkus in der Gegend war, wagt heute wohl kaum mehr jemand zu bestreiten. Damit hat es angefangen - wie Wolfgang K oben sagte... man hat sich mit jemandem ins Bett gelegt. Jetzt haben sie den Umsturz im Norden Malis angezettelt. Wie hat man sich gefreut, als sie die paar lustlosen, schlecht ausgeruesteten und schlecht ausgebildeten "Bamakosoldaten" verjagt hatten. Eigener Staat. Milliardenvertraege und all so Zeugs.
Fakt ist, dass die Tuareg doch schon am "zweiten Tag" ausgebootet waren und die Ansar ed-Dhin das sagen hatte. Hier muss man wahrscheinlich wieder mal etwas relativieren - "Die Tuareg" gibt es so ja nicht.
Die edlen Ritter der Wueste hatten einen schnellen Sieg und bevor sie sich vom Feiern erholt und ihre Webseiten nachgefuehrt hatten war alles schon wieder verpufft.
Als Verbuendete braucht tatsaechlich niemand mehr einen Tuareg in der Wueste. Nicht nur, weil man weiss, dass man sich damit einen potentiellen Verraeter auf die Ladeflaeche holt sondern ganz einfach weil die "Wuestenkenntnisse" heutzutage ganz erheblich an ihrer Wichtigkeit eingebuesst haben.
Trotzdem gehe ich davon aus, dass man die Tuareg bewaffnen wird und sie dann mit neuem Elan auf die Ansar ed-Dhin loslaesst. Dabei ist es egal, wer die Scharmuetzel gewinnt - jeder der tot im Sand liegt macht das Problem etwas kleiner. Das wird nicht nur der Gedane der Algerier sein sondern auch der aller anderen Maechte, die sich fuer diese Gegend interessieren.
Tragisch ist es trotzdem - fuer alle friedlichen Tuareg, die mit dieser idiotischen und schlecht vorbereiteten Revolte gar nichts zu tun haben. Sie werden die ersten sein, die mit ihrem Leben zu bezahlen haben.
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Die Meinungen verhärten sich zunehmend. Da wird Klartext gesprochen, auch bei den Leserkommentaren. Ein Monsieur Sarkozy wird nicht gerade vorteilhaft erwähnt...
http://www.maliweb.net/news/la-situatio ... 81196.html
Bürgerwehr sorgt für Sicherheit in Hombori
http://www.maliweb.net/news/insecurite/ ... 81320.html
Die Jugend von Hombori hat sich organisiert und bewacht die Stadt mit über 23'000 Einwohnern. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dieser Woche haben sie zwei von fünf MNLA-Angehörigen geschnappt, entwaffnet und der Armee übergeben.
Hier ein paar Infos von Herrn Lauener, der für die Caritas-Schweiz in Mali und im Tschad als Helfer für die Bevölkerung
unterwegs ist.
http://caritas-westafrika.blogspot.ch/
http://www.maliweb.net/news/la-situatio ... 81196.html
Bürgerwehr sorgt für Sicherheit in Hombori
http://www.maliweb.net/news/insecurite/ ... 81320.html
Die Jugend von Hombori hat sich organisiert und bewacht die Stadt mit über 23'000 Einwohnern. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dieser Woche haben sie zwei von fünf MNLA-Angehörigen geschnappt, entwaffnet und der Armee übergeben.
Hier ein paar Infos von Herrn Lauener, der für die Caritas-Schweiz in Mali und im Tschad als Helfer für die Bevölkerung
unterwegs ist.
http://caritas-westafrika.blogspot.ch/
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Muss man daraus schliessen, dass die Bevoelkerung das eigentliche Problem in der MNLA sieht?Bodensee hat geschrieben:Bürgerwehr sorgt für Sicherheit in Hombori
Die Jugend von Hombori hat sich organisiert und bewacht die Stadt mit über 23'000 Einwohnern. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dieser Woche haben sie zwei von fünf MNLA-Angehörigen geschnappt, entwaffnet und der Armee übergeben.
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Ja Kuno, teilweise ist das bereits so. Die Touaregs sind eine Minderheit von etwa 10-15 Prozent, haben sich immer lautstark Gehör verschafft, Posten zugesprochen bekommen etc. Die anderen Ethnien im Norden sind ruhig, arbeiten und teilen ihre wenigen Vorräte. Da kommen ein paar Frechdachse daher, klauen was das Zeug hält, schüchtern die Leute ein etc. In der Gegend von Hombori wurden Touristen entführt, jetzt fehlen diese Einkünfte komplett. Da haben sich die Jungen gesagt, wir nehmen die Zukunft in die eigene Hand und schauen für unsere Leute und zu unserer Stadt. Pech für die "privaten Steuereintreiber". Wie weit sich das auf andere Städte und Dörfer auswirken wird ist wie derzeit alles in Mali unklar. Die
Radiostationen werden die Meldung rasch und intensiv verbreiten. Kann gut sein, dass diese Bürgerwehr ein Fanal wird aber genauso kann es ein Einzelfall bleiben.
Weiter im Norden ist damit nicht zu rechnen, AQMI ist zu gut organisiert und bereits zu stark für lokale Bürgerwehren. Da ist zusätzliche Unterstützung gefragt und nötig.
Radiostationen werden die Meldung rasch und intensiv verbreiten. Kann gut sein, dass diese Bürgerwehr ein Fanal wird aber genauso kann es ein Einzelfall bleiben.
Weiter im Norden ist damit nicht zu rechnen, AQMI ist zu gut organisiert und bereits zu stark für lokale Bürgerwehren. Da ist zusätzliche Unterstützung gefragt und nötig.
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Birgitt
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Sahel: les salafistes armés et les rançons des otagesLa deuxième rançon est de 15 millions de dollars. "Nous avons eu 15 millions d'euros pour la libération des trois otages et nous avons également obtenu la libération d'un moujahidine (combattant) emprisonné par la Mauritanie", a confirmé Walid Abu Sarhaoui, porte-parole de ce groupe né il y a seulement une dizaine de mois quelque part au Sahel. Donc un autre joli pactole pour le Mujao en contrepartie de la libération des trois otages kidnappés à Tindouf le 23 octobre dernier. Ce formidable butin issu des enlèvements d'otages servira non seulement à armer ces groupes mais aussi au recrutement. [...] Pour l'heure, ces trois groupes islamistes écument l'immense territoire de l'Azawad, s'entrainent et sévissent contre la population touareg. Avec les treize otages qu'ils détiennent encore, ils peuvent mettre pression sur les gouvernements et se protéger de toute intervention extérieure.
20.07.2012 - Le Matin DZ
Gruß
Birgitt
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Gerhard Göttler
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hallo Bodensee!
"Die Touaregs sind eine Minderheit von etwa 10-15 Prozent" - wo? Allenfalls in Gesamt-Mali! Ganz sicher nicht im Norden und unter Norden verstehe ich in Mali alles was nördlich des Niger-Flusses liegt und die Region Gourma nördlich einer gedachten Linie von Ansongo nach Timbuktu. Die Sezessions-Linie liegt weiter im Süden, schließt somit Regionen (und Ortschaften) ein, die Nicht-Tuareg-Land sind, so z.B. Hombori, Douentza ...
Gerhard Göttler
"Die Touaregs sind eine Minderheit von etwa 10-15 Prozent" - wo? Allenfalls in Gesamt-Mali! Ganz sicher nicht im Norden und unter Norden verstehe ich in Mali alles was nördlich des Niger-Flusses liegt und die Region Gourma nördlich einer gedachten Linie von Ansongo nach Timbuktu. Die Sezessions-Linie liegt weiter im Süden, schließt somit Regionen (und Ortschaften) ein, die Nicht-Tuareg-Land sind, so z.B. Hombori, Douentza ...
Gerhard Göttler
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Mag sein, dass es noch Orte gibt, wo die angeblichen Nomaden die Mehrheit stellen, ich bitte aber folgendes zu beachten:
http://en.wikipedia.org/wiki/Mali
Mali gab als Ergebnis der Volkszählung 2009 total 14'517'176 Einwohner bekannt, davon
Region Timbuktu 681'691 Einwohner, Region Kidal 67'638 Einwohner, Region Mopti mit 2,37 Mio Einwohnern und Region Gao mit 544'120 Personen.
John A. Shoup bezifferte 2011 die Gesamtanzahl der T’s auf eineinhalb bis zwei Millionen.
Die Touaregs selbst gehen von bis zu drei Mio aus, vielleicht doppelt gezählt, da nomadisch oder die gehandelten Sklaven dazuaddiert...
Verteilt ist diese Anzahl auf die Länder Algerien, Burkina Faso, Libyen, Mali, Marokko und Niger und sogar Nigeria
Paul M. Lewis kommt 2009 in „Languages of the World“ auf lediglich 1,2 Mio, wovon etwa 450'000 für Mali (1998), aber 790'000 Stand 1991 in Niger, siehe hier
http://en.wikipedia.org/wiki/Tuareg_people
Ich zitiere einen Kommentar bei :
http://www.maliweb.net/news/la-situatio ... 81196.html
« « Le MNLA est composer seulemant que les Touarégs aslors que les régions du nord ne leurs apartienne pas il nya aucune ville aux nord que les touarég sont majoritaires et ses bandits MNLA ne cocidère même pas les nègres majoritaires comme les chaire humains.
VERS LES ANNÉES 1980 MON GRAND FÉRE ETAIT UN JEUNE MEDECIN A ÉTÉ ÉGORGER PAR CETTE PETITE MINORITÉ TOUARÉG À MENAKA.
Si on doit parler de genocide ce sont les touarégs qui le pratique au MALI. » »
Aus einem anderen Kommentar zum selben Bericht :
« « Quelle mensonge!!!! Pourquoi ce sont ces mêmes tmasheq qui volent les instrumnts de leur developpement? Vous ne faites que 11% de l’ensemble des regions du nord et cest vous qui avez les plus grands nombre de postes electifs, les sonraï, bozo, bambara, peuhls majoritaires les ayants élus.Pourquoi c’est vous seuls, de toutes ces communautés, qui prenez les armes pour dire votre marginalisation ou votre pauvreté? Pourquoi jamais un peuhl, un bambara, un sonraï n’a pris un seul caillou contre le Mali? » »
Wenn nun gemeldet wird, dass die zahlenmässig doch viel kleinere Fanatiker-Truppe AQMI mit Erfolg die MNLA-Gruppen aus den Städten verjagt hat, dann stellt sich die Frage, wie viel Rückhalt hat diese Gruppe überhaupt bei ihren eigenen Sprachgenossen? Was tun die nicht bei MNLA engagierten Touaregs, abwarten, nach Wasser bohren, weiter schmuggeln?
http://www.voyagesdafrique.com/index.php?page=938
Hier wurde zwar m.E. bei den Malinke und Dioula ein falscher Prozentsatz von 51% angegeben, korrigiert man denselben der Logik folgend auf 21%, dann beginnt die Sache doch viel mehr zu stimmen. Wörtlich heisst es da im Jahre 2008 „kleineren Ethnien der Dogon, Bozo, Bobo, Tuareg und Mauren.“
All dies lässt darauf schliessen, dass es in ganz Mali in den letzten Jahren eine massive Binnenwanderung gegeben hat und andere Ethnien mindestens den Versuch unternommen haben, sich gerade in Teilen des Nordens eine Existenz aufzubauen.
Hier gibt es einen Ueberblick über den Bevölkerungszuwachs z.B. in der Region Gao
http://instat.gov.ml/documentation/gao.pdf
http://en.wikipedia.org/wiki/Mali
Mali gab als Ergebnis der Volkszählung 2009 total 14'517'176 Einwohner bekannt, davon
Region Timbuktu 681'691 Einwohner, Region Kidal 67'638 Einwohner, Region Mopti mit 2,37 Mio Einwohnern und Region Gao mit 544'120 Personen.
John A. Shoup bezifferte 2011 die Gesamtanzahl der T’s auf eineinhalb bis zwei Millionen.
Die Touaregs selbst gehen von bis zu drei Mio aus, vielleicht doppelt gezählt, da nomadisch oder die gehandelten Sklaven dazuaddiert...
Verteilt ist diese Anzahl auf die Länder Algerien, Burkina Faso, Libyen, Mali, Marokko und Niger und sogar Nigeria
Paul M. Lewis kommt 2009 in „Languages of the World“ auf lediglich 1,2 Mio, wovon etwa 450'000 für Mali (1998), aber 790'000 Stand 1991 in Niger, siehe hier
http://en.wikipedia.org/wiki/Tuareg_people
Ich zitiere einen Kommentar bei :
http://www.maliweb.net/news/la-situatio ... 81196.html
« « Le MNLA est composer seulemant que les Touarégs aslors que les régions du nord ne leurs apartienne pas il nya aucune ville aux nord que les touarég sont majoritaires et ses bandits MNLA ne cocidère même pas les nègres majoritaires comme les chaire humains.
VERS LES ANNÉES 1980 MON GRAND FÉRE ETAIT UN JEUNE MEDECIN A ÉTÉ ÉGORGER PAR CETTE PETITE MINORITÉ TOUARÉG À MENAKA.
Si on doit parler de genocide ce sont les touarégs qui le pratique au MALI. » »
Aus einem anderen Kommentar zum selben Bericht :
« « Quelle mensonge!!!! Pourquoi ce sont ces mêmes tmasheq qui volent les instrumnts de leur developpement? Vous ne faites que 11% de l’ensemble des regions du nord et cest vous qui avez les plus grands nombre de postes electifs, les sonraï, bozo, bambara, peuhls majoritaires les ayants élus.Pourquoi c’est vous seuls, de toutes ces communautés, qui prenez les armes pour dire votre marginalisation ou votre pauvreté? Pourquoi jamais un peuhl, un bambara, un sonraï n’a pris un seul caillou contre le Mali? » »
Wenn nun gemeldet wird, dass die zahlenmässig doch viel kleinere Fanatiker-Truppe AQMI mit Erfolg die MNLA-Gruppen aus den Städten verjagt hat, dann stellt sich die Frage, wie viel Rückhalt hat diese Gruppe überhaupt bei ihren eigenen Sprachgenossen? Was tun die nicht bei MNLA engagierten Touaregs, abwarten, nach Wasser bohren, weiter schmuggeln?
http://www.voyagesdafrique.com/index.php?page=938
Hier wurde zwar m.E. bei den Malinke und Dioula ein falscher Prozentsatz von 51% angegeben, korrigiert man denselben der Logik folgend auf 21%, dann beginnt die Sache doch viel mehr zu stimmen. Wörtlich heisst es da im Jahre 2008 „kleineren Ethnien der Dogon, Bozo, Bobo, Tuareg und Mauren.“
All dies lässt darauf schliessen, dass es in ganz Mali in den letzten Jahren eine massive Binnenwanderung gegeben hat und andere Ethnien mindestens den Versuch unternommen haben, sich gerade in Teilen des Nordens eine Existenz aufzubauen.
Hier gibt es einen Ueberblick über den Bevölkerungszuwachs z.B. in der Region Gao
http://instat.gov.ml/documentation/gao.pdf




