ML / Tuareg-Rebellion 2012
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florian schmidt
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Iyad ag Ghali, den Anführer von Ansar Dine wurde letzte Woche bei Kämpfen in Tegharghare getötet: http://www.cridem.org/C_Info.php?article=640448
Grüße
Florian
Grüße
Florian
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
...oder auch nicht. Es ist bislang lediglich eine unbestätigte Behauptung von Le Republicain Mali.florian schmidt hat geschrieben:Iyad ag Ghali, den Anführer von Ansar Dine wurde letzte Woche bei Kämpfen in Tegharghare getötet: http://www.cridem.org/C_Info.php?article=640448
Malijet hingegen hat Zweifel an der Meldung: Iyad Ag Ghali mort ?
Das ist alles bislang unbestätigtes (Söldner-/Wichtigtuer-/Auflagen-Pusher-)Geschwätz. Genauso wie der "Tod" von Belmokthar.
Glaubwürdiger wäre es, wenn eine offizielle Aussage vom franz. Militär oder der UNO vorläge. Tut es in keinem der Fälle bislang. Die "Vollzugsmeldungen" sind allesamt bis zum Beweis des Gegenteils reines Wunschdenken.
Grüsse
Tom
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Wie soll die UNO in der Lage sein, dazu eine glaubwuerdige Aussage abzugeben?
Die einzigen, die hier relevante Aussagen machen koennten waeren die Tschadis und noch viel eher die Franzosen - aber mindestens die zweitgenannten sind mit gutem Grund den Medien gegenueber sehr zurueckhaltend.
Die einzigen, die hier relevante Aussagen machen koennten waeren die Tschadis und noch viel eher die Franzosen - aber mindestens die zweitgenannten sind mit gutem Grund den Medien gegenueber sehr zurueckhaltend.
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
...was ich noch sagen wollte: Gerade eben ist ein Brief, unterschrieben von Didier Burkhalter (dem Vorsteher des Eidgenoessischen Departements fuer auswaertige Angelegenheiten EDA) bei mir angekommen, in dem er sich zum Schweizer Engangement in Mali aeussert. Natuerlich handelt es sich nicht um eine minutioese Auflistung aber es zeigt auf jeden Fall, dass sich auch die Schweiz im Rahmen ihrer Moeglichkeiten einbringt - und es zeigt mir auch, dass man bei uns als Buerger von den obersten Gremien durchaus auch die gewuenschte Beachtung bekommt, wenn man sich an sie wendet.
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Endrueckliche Fotos aus Mali im "The Atlantic":
http://www.theatlantic.com/infocus/2013 ... se/100463/
http://www.theatlantic.com/infocus/2013 ... se/100463/
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Alexander
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Die Fotos sind wirklich beeindruckend. Diese Bilder haben es aber auch in sich: http://www.aljazeera.com/indepth/inpict ... 62866.htmlKuno hat geschrieben:Endrueckliche Fotos aus Mali im "The Atlantic":
http://www.theatlantic.com/infocus/2013 ... se/100463/
Ich hoffe, dass Mr. Marlboro & Co. wirklich das Zeitliche gesegnet haben und man nicht an anderer Stelle wieder von ihnen liest.
Grüsse
Alexander
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Vielleicht gelingt es mit vereinten Anstrengungen ja, diesen Teil der Revolution auszuschalten...
Anne Frintz schildert den Drogentransport in Afrika:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/201 ... 0002.idx,1
Hier ein Auszug über die Situation in Mali:
„““Was ist aus den Drogengeschäften geworden, seit sich in Nordmali die Mujao ("Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika"), die al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und Ansar Dine ("Verteidiger des Glaubens") festgesetzt haben? AQMI und Mujao(5) beteiligen sich an dem Handel: Sie fordern Wegzoll von den Kokaintransportern und kassieren Schutzgeld.(6) Zwar bezieht AQMI nur einen kleinen Teil ihrer Einkünfte aus dem Drogenhandel - mit Geiselnahmen verdient sie weitaus mehr -, doch das gilt nicht für die Mujao.
Merkwürdigerweise hat die Spaltung des Landes den Schmuggel jedoch nicht befördert. "Ein schwacher Staat ist für den Drogenhändler günstig, aber komplette Anarchie ist riskant", vermutet unser Sahel-Experte. "Ohne vertrauenswürdige Mittelsmänner bei der Armee, Polizei oder in der Politik ist die Ware nicht mehr sicher. Selbst wenn die Drogenhändler mit allen Dschihad-Gruppen und der MNLA [Tuareg-Bewegung] im Norden Abkommen schließen, können sie trotzdem überfallen werden." Deshalb sind die Schmuggler in den benachbarten Niger ausgewichen: "Von Arlit bis Agadez bilden sich neue Schmugglerringe. Immer mehr Drogenhändler ziehen von Mali nach Niger", erzählt der oben zitierte nigrische Politiker. „““
Frankreich hat tatsächlich schon im Herbst den Einsatz in Mali nicht bloss geplant sondern auch vorbereitet:
http://nsnbc.me/2012/10/23/france-deplo ... n-in-mali/
Auszug daraus:
“”According to the Associated Press, “France has been turning more attention to the Sahel just as it is accelerating its pullout of combat troops from Afghanistan ahead of other NATO allies. A French defense official said on October 22 that France plans to move two surveillance drones to western Africa from Afghanistan by year-end, though he did not provide details.” (AP, October 22)““
Anne Frintz schildert den Drogentransport in Afrika:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/201 ... 0002.idx,1
Hier ein Auszug über die Situation in Mali:
„““Was ist aus den Drogengeschäften geworden, seit sich in Nordmali die Mujao ("Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika"), die al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und Ansar Dine ("Verteidiger des Glaubens") festgesetzt haben? AQMI und Mujao(5) beteiligen sich an dem Handel: Sie fordern Wegzoll von den Kokaintransportern und kassieren Schutzgeld.(6) Zwar bezieht AQMI nur einen kleinen Teil ihrer Einkünfte aus dem Drogenhandel - mit Geiselnahmen verdient sie weitaus mehr -, doch das gilt nicht für die Mujao.
Merkwürdigerweise hat die Spaltung des Landes den Schmuggel jedoch nicht befördert. "Ein schwacher Staat ist für den Drogenhändler günstig, aber komplette Anarchie ist riskant", vermutet unser Sahel-Experte. "Ohne vertrauenswürdige Mittelsmänner bei der Armee, Polizei oder in der Politik ist die Ware nicht mehr sicher. Selbst wenn die Drogenhändler mit allen Dschihad-Gruppen und der MNLA [Tuareg-Bewegung] im Norden Abkommen schließen, können sie trotzdem überfallen werden." Deshalb sind die Schmuggler in den benachbarten Niger ausgewichen: "Von Arlit bis Agadez bilden sich neue Schmugglerringe. Immer mehr Drogenhändler ziehen von Mali nach Niger", erzählt der oben zitierte nigrische Politiker. „““
Frankreich hat tatsächlich schon im Herbst den Einsatz in Mali nicht bloss geplant sondern auch vorbereitet:
http://nsnbc.me/2012/10/23/france-deplo ... n-in-mali/
Auszug daraus:
“”According to the Associated Press, “France has been turning more attention to the Sahel just as it is accelerating its pullout of combat troops from Afghanistan ahead of other NATO allies. A French defense official said on October 22 that France plans to move two surveillance drones to western Africa from Afghanistan by year-end, though he did not provide details.” (AP, October 22)““
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
ein klasse Artikel im Le Monde, danke für den Link
Peter
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Das "Geheimnis" um die Schweizer Beteiligung lüftet sich:
Schweiz pflegt Kontakte zu den Touareg-Gruppen
Die Schweiz hat ein Meeting zwischen Regierung und MNLA organisiert/finanziert und genießt als neutrale Nicht-Kolonialmacht einen gewissen Status als ehrlicher Makler.
Wenn's was bringt: wohlan denn!
Grüsse
Peter
Schweiz pflegt Kontakte zu den Touareg-Gruppen
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Peter
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
irgend was müssen wir ja auch nocht haben, wenn die Unsrigen schon keinen Stich mehr beim alpinen Skiing machen.
Gruss Turi
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Manchmal reifen die Früchte halt später...
Von 1991 bis 1994 standen insgesamt 410 Schweizer Armeeangehörige, darunter 84 Frauen, in der West-Sahara im Einsatz. Ihr Auftrag umfasste:
• die medizinische Betreuung der militärischen und zivilen Komponenten der MINURSO (3000 Personen) sicherzustellen.
• drei medizinische Kliniken an den Standorten Laâyoune, Samra und Dakhla zu führen und den zahnärztlichen sowie pharmazeutischen Dienst sicherzustellen.
• sich bereit zu halten, freie Kapazitäten im sanitätsdienstlichen Bereich zugunsten der Zivilbevölkerung einzusetzen.
Da die Minurso nie auf den vorgesehenen Bestand kam, hatten die Mediziner viel Zeit, sich um ernste Fälle bei den Zivilisten zu kümmern. Da kann ich mir gut vorstellen, dass Erinnerungen geblieben sind und eine Art Grundvertrauen besteht..
Hier die Website der heutigen Minurso: http://www.un.org/en/peacekeeping/missi ... acts.shtml
Ich habe nur den Auszug gelesen und bin beeindruckt:
Westsahara - Die vergessene Mission: Erlebnisbericht eines deutschen UN-Polizisten ....... von Roland Grupe bei Books on Demand 2011 erschienen ISBN 978-3-8423-5218-6
Von 1991 bis 1994 standen insgesamt 410 Schweizer Armeeangehörige, darunter 84 Frauen, in der West-Sahara im Einsatz. Ihr Auftrag umfasste:
• die medizinische Betreuung der militärischen und zivilen Komponenten der MINURSO (3000 Personen) sicherzustellen.
• drei medizinische Kliniken an den Standorten Laâyoune, Samra und Dakhla zu führen und den zahnärztlichen sowie pharmazeutischen Dienst sicherzustellen.
• sich bereit zu halten, freie Kapazitäten im sanitätsdienstlichen Bereich zugunsten der Zivilbevölkerung einzusetzen.
Da die Minurso nie auf den vorgesehenen Bestand kam, hatten die Mediziner viel Zeit, sich um ernste Fälle bei den Zivilisten zu kümmern. Da kann ich mir gut vorstellen, dass Erinnerungen geblieben sind und eine Art Grundvertrauen besteht..
Hier die Website der heutigen Minurso: http://www.un.org/en/peacekeeping/missi ... acts.shtml
Ich habe nur den Auszug gelesen und bin beeindruckt:
Westsahara - Die vergessene Mission: Erlebnisbericht eines deutschen UN-Polizisten ....... von Roland Grupe bei Books on Demand 2011 erschienen ISBN 978-3-8423-5218-6
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
ist doch mal was positives.
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Alexander
- Administrator
- Beiträge: 24253
- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Mich wundert folgendes: normalerweise werden derartige Ereignisse in islamistischen Foren breitgetreten. Al Kaida, oder welcher Ast dieser Verbrecherorganisation auch immer postet häufig Entführungen, Anschläge, Tötung aus den eigenen Reihen auf deren Webseiten. Bartträger, die bei Angriffen getötet wurden, werden als Helden hochstilisiert. Bei den beiden angeblich getöteten iyad Ag Ghali und Belmokthar hört man nichts, aber auch gar nichts. Warum? Weil sie gar nicht tot sind? Nicht einmal die Meldungen aus der Presse werden kommentiert.tomduly hat geschrieben:florian schmidt hat geschrieben:Malijet hingegen hat Zweifel an der Meldung: Iyad Ag Ghali mort ?
...Genauso wie der "Tod" von Belmokthar.
Grüsse
Alexander
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hallo
AQMI meldet sich wieder. Keine der angekündigten Mitteilungen von Belmokhtar oder Abou Zeid, sondern:
http://derstandard.at/1363239329052/Al- ... kreich-auf
Auch französische Zeitungen paraphrasieren nur die Übersetzung von SITE.
Hier für Fachleute das Original der Mitteilung in vollem Umfang (Arabisch):
http://twitmail.com/email/438393878/339 ... مي-و--تونس
AQMI meldet sich wieder. Keine der angekündigten Mitteilungen von Belmokhtar oder Abou Zeid, sondern:
Deutsch bisher nur:In der Internet-Botschaft fordert AQMI die jungen Islamisten auf, ihre Herkunftsländer nicht zu verlassen. Man dürfe "das Terrain nicht den Laizisten und den Ausländern überlassen, damit sie die Korruption verbreiten". Die "überzeugten Jihadisten" dagegen sollten sich dem Kampf gegen das "Frankreich der Kreuzritter" in Algerien und Mali anschließen.
"Die Front des islamischen Maghreb benötigt "dringend" (google-übersetzt Franz/Engl: "verzweifelt") die Unterstützung der Söhne Tunesiens, Marokkos, Libyens und Mauritaniens, um den Angriff der Kreuzritter Frankreichs zu besiegen, seine Agenten in der Region zu zerstören und das islamische Projekt zu stärken"
http://derstandard.at/1363239329052/Al- ... kreich-auf
Auch französische Zeitungen paraphrasieren nur die Übersetzung von SITE.
Hier für Fachleute das Original der Mitteilung in vollem Umfang (Arabisch):
http://twitmail.com/email/438393878/339 ... مي-و--تونس
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
aha, jetzt holt man wieder die kreuzritter-argumentation raus. 




